Jesaja 57

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Der HERR sagt: »Die wenigen, die noch das Recht achten und mir die Treue halten, gehen zugrunde und niemand macht sich etwas daraus; sie kommen um und keiner kümmert sich darum. Aber ich nehme sie hinweg, damit sie nicht länger unter der Gewalt des Unrechts leiden müssen. Sie gehen ein in meinen Frieden, (Dan 12,13; Weis 3,1)2 die ewige Ruhe wird ihnen zuteil. Das ist der Lohn ihrer Treue.3 Ihr aber, ihr Götzendiener, empfangt euer Urteil! Ihr beleidigt mich mit eurer Zauberei und Hurerei! (Jer 2,20; Hes 16,16)4 Und dann spottet ihr noch über mich, reißt euer großes Maul auf und streckt mir die Zunge heraus! Wisst ihr nicht, wen ihr da herausfordert, ihr Lügenbrut?5 Unter jedem großen Baum hurt ihr zu Ehren eurer Götzen, und drunten in den Tälern, unter überhängenden Felsen, schlachtet ihr ihnen die eigenen Kinder!6 Den Steinen im Bachbett opfert ihr Speise- und Trankopfer; dafür werdet ihr jetzt unter ihnen begraben. Oder meint ihr im Ernst, dass ich mir das alles gefallen lasse?7 Israel, du Hure! Auf jedem Berggipfel schlägst du dein Hurenlager auf und feierst deine Opfermähler.8 An der Innenseite deiner Türen und Türpfosten bringst du magische Zeichen an. Mich verlässt du und besteigst im Dienst fremder Götter deine Hurenlager; du liebst dieses schamlose Treiben und lässt dich dafür bezahlen.[1]9 Dem Götzen Melech[2] opferst du kostbares duftendes Öl. Bis in die Totenwelt schickst du deine Boten. (1Sam 28,6)10 Alles versuchst du, um Rat und Hilfe zu finden. Du willst nicht einsehen, dass es vergebliche Mühe ist. Immer wieder schöpfst du neue Hoffnung.11 Vor wem hast du denn solche Angst, dass du meinst, mich betrügen zu müssen? Nach mir fragst du nicht, um mich kümmerst du dich nicht. Ich habe lange Zeit schweigend zugesehen. Deshalb hast du gedacht, mit mir brauchtest du nicht mehr zu rechnen. (Ps 14,1)12 Aber ich werde aufdecken, was deine Taten wert sind. Alle deine Vorkehrungen werden dich nicht retten.13 Schrei doch zu deinen Götzen, damit sie dir helfen! Ein Windhauch genügt, um sie wegzublasen. Die aber, die von mir allein Hilfe erwarten, werden das Land Israel besitzen; sie werden auf meinem heiligen Berg wohnen.« (Ps 37,9)14 Der HERR sagt: »Ebnet den Weg! Bahnt die Straße! Schafft vor meinem Volk alle Hindernisse beiseite!« (Jes 40,3; Jes 62,10)15 Er, der hohe und erhabene Gott, der Heilige, dessen Thron ewig steht, sagt: »Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit. Aber ich wohne auch bei den Gedemütigten und Verzagten, ich gebe ihnen Hoffnung und neuen Mut! (Ps 113,5; Jes 61,1; Jes 66,1)16 Ich klage nicht länger an, ich lasse meinem Zorn nicht unbegrenzt freien Lauf. Sonst würde mein Volk, das ich doch geschaffen habe, völlig zugrunde gehen. (Jer 3,12)17 Ich war zornig und bestrafte sie, weil sie in ihrer Habgier schwere Schuld auf sich geladen hatten. Ich wandte mich von ihnen ab und ließ Unheil über sie hereinbrechen, das sie selbst verschuldet hatten.18 Denn ich habe genau gesehen, wie sie es trieben. Aber jetzt richte ich sie wieder auf und führe sie. Als Entschädigung für das, was sie erlitten haben, gebe ich ihnen Freude und Trost.19 Ich sorge dafür, dass sie mich mit Lobliedern preisen können. Allen schenke ich Glück und Frieden: denen, die in der Nähe leben, und denen, die noch in der Ferne zerstreut sind. Ich mache alles wieder gut. Ich, der HERR, sage es. (Eph 2,17)20 Die Menschen aber, die sich gegen mich auflehnen, sind wie die unruhigen Meereswogen, die Schlamm und Schmutz aufwühlen.21 Wer nichts von mir wissen will, findet keinen Frieden, sondern stürzt sich ins Unglück.« Das sagt mein Gott. (Jes 48,22)

Jesaja 57

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Der Gerechte dagegen kommt um, ohne dass sich jemand darüber Gedanken macht. Die, die Gott treu sind, werden abberufen, aber niemandem fällt auf, dass sie dadurch dem Bösen entkommen sollen. (2Kön 22,19; Ps 12,2)2 Sie treten in den Frieden Gottes ein und ruhen auf ihren Lagern, weil sie ihren Weg geradeaus gingen.3 »Ihr aber – kommt her, ihr Kinder der Zauberin, Nachkommen von Ehebrechern und Huren! (Mt 16,4)4 Über wen macht ihr euch lustig, wem gegenüber reißt ihr das Maul so weit auf und wem streckt ihr die Zunge heraus? Seid ihr nicht Kinder der Sünde und eine verlogene Brut?5 Unter den Eichen hurt ihr beim Götzendienst unter jedem grünen Baum herum. In Tälern und unter Felshängen schlachtet ihr eure Kinder. (Ps 106,37; Jer 2,20; Jer 7,31)6 Abgerundete Steine in den Tälern sind dein Zugang zu den Götzen. Sie bestimmen deiner Meinung nach dein Schicksal. Du hast über ihnen Trankopfer ausgegossen und Speiseopfer daraufgelegt. Soll ich das ruhig mit ansehen? (Jer 7,18; Hab 2,19)7 Auf hohen und erhabenen Bergen hast du dein Lager aufgeschlagen; auch dort gingst du hinauf, um zu opfern. (Hes 16,16)8 Das Abzeichen zur Erinnerung an deinen HERRN hast du hinter dem Eingang versteckt und hinter dem Türpfosten angebracht. So hast du versucht mich loszuwerden, um hinaufsteigen zu können und dir ein geräumiges Hurenlager herzurichten. Dann hast du ausgehandelt, was man dir zu geben hat, bist mit deinen Freiern liebestrunken ins Bett gegangen und hast dich an ihrer Männlichkeit ergötzt. (Hes 23,18)9 Du bist auch zum König gegangen und hast Öl und reichlich Salben mitgenommen. Du hast deine Boten zu ihm weit ausgesandt, dich bis in die Unterwelt[1] verbeugt. (Hes 23,16)10 Der weite Weg hat dich erschöpft, doch du gabst nicht auf. Du fandest immer wieder neue Kraft und wurdest deshalb nicht schwach. (Jer 2,25)11 Vor wem hast du dich gescheut und gefürchtet, dass du gelogen hast? An mich dachtest du überhaupt nicht! Du hast mich leichtfertig übergangen. (Ps 50,21; Spr 29,25; Jer 2,32)12 Ich werde selbst verraten, was es mit deiner Gerechtigkeit und deinem Tun auf sich hat, sodass sie dir nichts nützen werden. (Mi 3,1)13 Wenn du um Hilfe schreist, sollen dich doch deine vielen Götzen retten. Doch sie werden alle vom Wind davongetragen, ein Luftzug wird sie wegpusten. Wer sich aber in mir birgt, wird das Land besitzen und meinen heiligen Berg erben.« (Ps 37,3; Jer 30,14)14 Gott sagt: »Schaufelt fleißig und baut eine glatte Straße! Bahnt meinem Volk einen Weg ohne Hindernisse.« (Jes 62,10)15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in der Ewigkeit wohnt, der, dessen Name der Heilige ist: »Ich wohne an der hohen, heiligen Stätte und bei denen, die einen zerschlagenen und gedemütigten Sinn haben, um die Gedemütigten neu zu beleben, und die zerschlagenen Herzen wieder aufleben zu lassen. (5Mo 33,27; Ps 34,19)16 Denn ich werde nicht für immer hadern; und nicht ewig zornig sein. Wenn es so wäre, müsste der Geist des Lebens vor mir verschmachten – die Seele des Menschen, die ich selbst geschaffen habe. (Mi 7,18)17 Ich war wegen seiner Sünde, der Selbstsucht, zornig, schlug mein Volk und verbarg mich vor ihm. Ich war deshalb voller Zorn, weil es Wege wählte, durch die es sich von mir abwandte.18 Ich habe seine Wege sehr wohl gesehen, aber ich werde es trotzdem heilen und leiten! Ich werde meinem Volk einen Trost bringen, der alle Trauernden erreicht.19 Ich will es zu einem dankbaren Volk erschaffen. Frieden, Frieden, den Fernen und den Nahen, denn ich werde mein Volk heilen«, spricht der HERR. (Apg 2,39; Eph 2,17; Hebr 13,15)20 »Die Gottlosen aber sind wie das aufgewühlte Meer, das niemals still sein kann, sondern ständig Schmutz und Schlamm aufwühlt. (Hi 18,5)21 Für die Gottlosen gibt es keinen Frieden«, spricht mein Gott. (Jes 48,22)