Psalm 137

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 An den Flüssen Babylons saßen wir und weinten, jedes Mal, wenn wir an Zion dachten. (2Kön 24,14; 2Kön 25,11; Hes 3,15) 2 Unsere Harfen hingen dort an den Weiden; wir mochten nicht mehr auf ihnen spielen. 3 Doch die Feinde, die uns unterdrückten, die uns verschleppt hatten aus der Heimat, verlangten von uns auch noch Jubellieder. »Singt uns ein Lied vom Zion!«, sagten sie. 4 Fern vom Tempel, im fremden Land – wie konnten wir da Lieder singen zum Preis des HERRN? 5 Jerusalem, wenn ich dich je vergesse, dann soll mir die rechte Hand verdorren! (Ps 122,3; Jer 51,50) 6 Die Zunge soll mir am Gaumen festwachsen, wenn ich aufhöre, an dich zu denken, wenn ich irgendetwas lieber habe, lieber als dich, Jerusalem! 7 HERR, vergiss nicht, was die Edomiter taten, als Jerusalem in die Hand der Feinde fiel, wie sie schrien: »Reißt sie nieder, die Stadt! Reißt sie nieder bis auf den Grund!« (Hes 35,1) 8 Babylon, auch du wirst bald verwüstet! Gott segne den, der dir heimzahlt, was du uns angetan hast! (Jer 50,1) 9 Gott segne den, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert! 

Psalm 137

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Wir saßen an den Flüssen Babylons und weinten, immer wenn wir an Zion dachten. 2 Unsere Lauten hängten wir an die Zweige der Pappeln, wir hatten aufgehört, auf ihnen zu spielen. 3 Aber die Peiniger, die uns gefangen hielten, wollten Freudengesänge von uns hören. Höhnisch drängten und forderten sie: »Singt doch eins von euren Zionsliedern!« 4 Doch wie hätten wir in diesem fremden Land Lieder singen können, die dem HERRN geweiht sind? 5 O Jerusalem, wenn ich dich jemals vergesse, dann soll meine rechte Hand gelähmt werden! 6 Die Zunge soll mir am Gaumen kleben bleiben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn du, mein geliebtes Jerusalem, nicht mehr die größte Freude für mich bist! 7 HERR, vergiss es den Edomitern nicht, wie sie jubelten, als Jerusalem in die Hände der Feinde fiel! Damals grölten sie: »Reißt sie nieder, diese Stadt! Zerstört ihre Häuser bis auf die Grundmauern!« 8 Babylon, auch dich wird man niederreißen und verwüsten! Glücklich ist, wer dir heimzahlt, was du uns angetan hast! 9 Glücklich ist, wer deine kleinen Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert! 

Psalm 137

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 An den Flüssen Babels saßen wir und weinten, wenn wir an Jerusalem[1] dachten. (Neh 1,4; Hes 1,1) 2 An die Äste der Weiden hängten wir unsere Harfen. (Hes 26,13) 3 Denn die uns gefangen hielten, wollten, dass wir singen, und die uns peinigten, wollten Freudenlieder hören: »Singt doch eins der Lieder von Jerusalem!« (2Chr 29,27; Neh 12,46) 4 Doch wie können wir in einem fremden Land die Lieder des HERRN anstimmen? 5 Wenn ich dich jemals vergesse, Jerusalem, soll meine rechte Hand gelähmt werden. 6 Meine Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn Jerusalem nicht mehr meine höchste Freude ist. (Hes 3,26) 7 HERR, denk doch daran, was die Edomiter an dem Tag taten, als die babylonischen Heere Jerusalem eroberten. Sie schrien: »Zerstört es! Macht es dem Erdboden gleich!« (Jer 49,7; Hes 25,12; Ob 1,10) 8 Babel, du selbst wirst zerstört werden. Der ist gut dran, der Vergeltung an dir übt für das, was du uns angetan hast. (Jes 13,1; Jes 47,1; Jer 50,1; Jer 51,1) 9 Der ist gut dran, der deine kleinen Kinder an den Felsen zerschmettert!