Jesaja 51

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Der HERR sagt: »Hört auf mich, alle, die ihr euch bemüht, das Rechte zu tun, und nach mir fragt! Seht doch auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid! (5Mo 32,18; Jes 48,1) 2 Seht auf euren Stammvater Abraham und auf eure Stammmutter Sara! Sie waren nur ein einzelnes Menschenpaar, als ich sie rief; aber ich habe sie gesegnet und ihre Nachkommen zu einem großen Volk gemacht.« (1Mo 12,1; 1Mo 17,15) 3 Seid gewiss: Der HERR tröstet die Zionsstadt, aus den Trümmern lässt er sie neu erstehen. Das verwüstete Land macht er zu einem Paradies; es wird blühen und fruchtbar sein wie der Garten Eden. Freude und Jubel werden dort erschallen und ihr werdet eurem Gott Danklieder singen. (1Mo 2,8; Jes 35,1) 4 Der HERR sagt: »Höre auf mich, mein Volk, achte auf das, was ich sage! Ich lasse meine Weisung ergehen, meine Rechtsordnung richte ich auf als Licht für die Völker. (Jes 2,4; Jes 42,1; Jes 42,6; Jes 49,6) 5 Ich bringe die Rettung, sie ist ganz nahe; meine Hilfe ist schon unterwegs. Mein starker Arm wird den Streit der Völker schlichten. Die fernsten Länder setzen ihre Hoffnung auf mich und warten, dass ich eingreife. (Jes 60,9) 6 Blickt zum Himmel empor: Er wird sich auflösen wie Rauch. Blickt auf die Erde unter euren Füßen: Sie wird zerfallen wie ein altes Kleid und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Fliegen.[1] Aber die Rettung, die ich bringe, schafft immerwährenden Frieden; nichts wird ihn erschüttern. (Ps 102,26; Jes 24,4; Jes 40,7) 7 Hört her, ihr Menschen in meinem Volk! Ihr kennt meine Treue und tragt meine Gebote in eurem Herzen. Habt keine Angst, wenn man euch verhöhnt; lasst euch nicht einschüchtern, wenn man euch mit Spott überschüttet! 8 Eure Feinde werden untergehen, wie ein Wollkleid zerfällt, wenn es die Motten zerfressen. Aber der Frieden, den ich bringe, besteht für immer; mein rettendes Eingreifen bleibt wirksam für alle kommenden Generationen.« 9 »Wach auf, HERR«, so ruft ihr, »wach auf! Zeig deine Macht! Gebrauche sie wie in alten Zeiten! Du warst es doch, der den Drachen Rahab durchbohrt und zerteilt hat. (Ps 74,12; Ps 89,10) 10 Du warst es, der in der Urzeit die Fluten des Meeres zurückgetrieben hat, sodass das trockene Land herauskam. Und du warst es, der mitten im tiefsten Meer einen Weg bahnte, damit dein befreites Volk hindurchziehen konnte.« (2Mo 14,21) 11 Ja, die Seinen, die der HERR befreit hat, kehren heim; voll Jubel kommen sie zum Zionsberg. Aus ihren Augen strahlt grenzenloses Glück. Freude und Wonne bleiben bei ihnen, Sorgen und Seufzen sind für immer vorbei. (Jes 35,10) 12 »Ich bin es«, sagt der HERR, »ich bin es, der eurem Leiden ein Ende macht! Wie kommt ihr dazu, euch vor Menschen zu fürchten, die doch sterben müssen, die vergänglich sind wie Gras? (Ps 56,5; Jes 40,6) 13 Habt ihr euren Schöpfer vergessen, der euch erschaffen hat? Es ist derselbe, der den Himmel ausgespannt und die Erde auf festen Grund gestellt hat! Warum zittert ihr dann immerzu vor dem Zorn eurer Unterdrücker? Lasst sie wüten, soviel sie wollen – was können sie euch anhaben? 14 In Kürze werden die Gefangenen befreit, sie sollen nicht im Kerker umkommen, sie sollen nicht verhungern. 15 Denn ich bin der HERR, euer Gott; mein Name ist: ›der HERR, der Herrscher der Welt‹.[2] Ich wühle das Meer auf, dass seine Wogen brausen. (Jer 31,35) 16 Ich spanne den Himmel aus und stelle die Erde auf festen Grund. Und ich sage den Bewohnern der Zionsstadt: ›Ihr seid mein Volk! Ihr sollt meine Weisungen verkünden und ich halte meine schützende Hand über euch.‹« 17 Raff dich auf, Jerusalem; raff dich auf, steh auf! Der HERR hat dich aus dem Becher seines Zorns trinken lassen; du hast ihn bis zur Neige geleert und bist dem Untergang entgegengetaumelt. (Jer 25,15) 18 Keins von den Kindern, die du geboren und großgezogen hattest, stand dir bei, keins nahm dich bei der Hand und stützte dich. 19 Ein doppeltes Unglück hat dich getroffen, aber niemand hat Mitgefühl mit dir, niemand tröstet dich:[3] Stadt und Land sind verwüstet, und das Volk ist dahingerafft durch Hunger und Schwert! 20 Erschöpft brachen deine Kinder auf den Straßen zusammen, an allen Straßenecken lagen sie und konnten nicht weiter wie das Wild, das sich im Netz verfangen hat. So schrecklich traf sie der grimmige Zorn deines Gottes! 21 Doch nun höre, du Zionsstadt, die du taumelst wie eine Betrunkene, aber nicht von Wein! 22 Höre, was der HERR, dein Gott, dir sagt, dein Beschützer, der für sein Volk eintritt: »Ich nehme dir den Becher aus der Hand, du musst nicht länger den Wein meines Zornes trinken. 23 Ich gebe ihn stattdessen deinen Unterdrückern, die zu dir sagten: ›Wirf dich nieder, damit wir über dich weggehen können!‹ Du musstest dich vor ihnen niederlegen und sie gingen über deinen Rücken wie über eine Straße.« 

Jesaja 51

English Standard Version

von Crossway
1 “Listen to me, you who pursue righteousness, you who seek the LORD: look to the rock from which you were hewn, and to the quarry from which you were dug. (Jes 51,7) 2 Look to Abraham your father and to Sarah who bore you; for he was but one when I called him, that I might bless him and multiply him. (Hes 33,24) 3 For the LORD comforts Zion; he comforts all her waste places and makes her wilderness like Eden, her desert like the garden of the LORD; joy and gladness will be found in her, thanksgiving and the voice of song. (1Mo 2,8; 1Mo 13,10; Jes 35,10; Jes 40,1; Jes 52,9; Hes 28,13; Hes 31,9; Joe 2,3) 4 “Give attention to me, my people, and give ear to me, my nation; for a law[1] will go out from me, and I will set my justice for a light to the peoples. (Ps 78,1; Jes 2,3) 5 My righteousness draws near, my salvation has gone out, and my arms will judge the peoples; the coastlands hope for me, and for my arm they wait. (Jes 11,11; Jes 46,13) 6 Lift up your eyes to the heavens, and look at the earth beneath; for the heavens vanish like smoke, the earth will wear out like a garment, and they who dwell in it will die in like manner;[2] but my salvation will be forever, and my righteousness will never be dismayed. (Ps 102,26; Ps 102,27; Ps 102,28; Jes 40,26; Mt 24,25; 2Petr 3,10; Offb 21,1) 7 “Listen to me, you who know righteousness, the people in whose heart is my law; fear not the reproach of man, nor be dismayed at their revilings. (Ps 37,31; Jes 41,14; Jes 51,1; Mt 10,28) 8 For the moth will eat them up like a garment, and the worm will eat them like wool, but my righteousness will be forever, and my salvation to all generations.” (Jes 6,1; Jes 50,9) 9 Awake, awake, put on strength, O arm of the LORD; awake, as in days of old, the generations of long ago. Was it not you who cut Rahab in pieces, who pierced the dragon? (Ps 44,1; Ps 74,13; Ps 74,14; Ps 93,1; Jes 27,1; Jes 30,7; Jes 40,10; Jes 51,17; Jes 52,1; Jes 52,10; Jes 53,1; Hes 29,3; Lk 1,51) 10 Was it not you who dried up the sea, the waters of the great deep, who made the depths of the sea a way for the redeemed to pass over? (2Mo 14,21; Ps 106,9; Jes 43,16) 11 And the ransomed of the LORD shall return and come to Zion with singing; everlasting joy shall be upon their heads; they shall obtain gladness and joy, and sorrow and sighing shall flee away. (Jes 35,10) 12 “I, I am he who comforts you; who are you that you are afraid of man who dies, of the son of man who is made like grass, (Ps 118,6; Jes 40,1; Jes 40,6; Jes 66,13) 13 and have forgotten the LORD, your Maker, who stretched out the heavens and laid the foundations of the earth, and you fear continually all the day because of the wrath of the oppressor, when he sets himself to destroy? And where is the wrath of the oppressor? (Jes 14,4; Jes 40,22; Jes 48,13) 14 He who is bowed down shall speedily be released; he shall not die and go down to the pit, neither shall his bread be lacking. (Jes 45,13; Sach 9,11) 15 I am the LORD your God, who stirs up the sea so that its waves roar— the LORD of hosts is his name. (Jer 31,35) 16 And I have put my words in your mouth and covered you in the shadow of my hand, establishing[3] the heavens and laying the foundations of the earth, and saying to Zion, ‘You are my people.’” (Jes 40,22; Jes 48,13; Jes 49,2; Jes 50,4; Jes 59,21) 17 Wake yourself, wake yourself, stand up, O Jerusalem, you who have drunk from the hand of the LORD the cup of his wrath, who have drunk to the dregs the bowl, the cup of staggering. (Hi 21,20; Ps 60,3; Jes 51,9; Jes 52,1; Jer 25,15; Sach 12,2; Mt 20,22; Mt 26,39; Mt 26,42; Mk 10,38; Mk 14,36; Lk 22,42; Joh 18,11) 18 There is none to guide her among all the sons she has borne; there is none to take her by the hand among all the sons she has brought up. (Ps 74,9; Jer 5,31) 19 These two things have happened to you— who will console you?— devastation and destruction, famine and sword; who will comfort you?[4] (Jes 47,9) 20 Your sons have fainted; they lie at the head of every street like an antelope in a net; they are full of the wrath of the LORD, the rebuke of your God. (5Mo 14,5; Ps 141,10; Kla 2,11; Kla 2,12) 21 Therefore hear this, you who are afflicted, who are drunk, but not with wine: (Jes 54,11) 22 Thus says your Lord, the LORD, your God who pleads the cause of his people: “Behold, I have taken from your hand the cup of staggering; the bowl of my wrath you shall drink no more; (Jes 17,1; Jer 49,25; Jer 50,34) 23 and I will put it into the hand of your tormentors, who have said to you, ‘Bow down, that we may pass over’; and you have made your back like the ground and like the street for them to pass over.” (Jes 47,6; Jes 52,2; Jer 25,17; Jer 25,26; Jer 25,28)