Psalm 12

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Für den Chormeister. Auf der Achten. Ein Psalm Davids. 2 Hilf doch, HERR, der Fromme ist am Ende, ja, verschwunden sind die Treuen unter den Menschen. (Ps 14,3; Mi 7,2) 3 Sie reden Lüge, einer zum andern, mit glatter Lippe und doppeltem Herzen reden sie. (Hi 5,21; Ps 15,2; Ps 28,3; Ps 52,4; Ps 55,22; Ps 116,11; Ps 120,2; Jes 59,3; Jer 9,7) 4 Der HERR tilge alle glatten Lippen, die Zunge, die Vermessenes redet, 5 die da sagten: Mit unserer Zunge sind wir mächtig, unsere Lippen sind mit uns. - Wer ist Herr über uns? 6 Wegen der Unterdrückung der Schwachen, wegen des Stöhnens der Armen / stehe ich jetzt auf, spricht der HERR, ich bringe Rettung dem, gegen den man wütet.[1] 7 Die Worte des HERRN sind lautere Worte,/ Silber, geschmolzen im Ofen, von Schlacken gereinigt siebenfach.[2] (Ps 18,31; Ps 19,8; Ps 119,140; Spr 30,5) 8 Du, HERR, wirst sie behüten, wirst ihn bewahren vor diesem Geschlecht auf immer, 9 auch wenn ringsum Frevler umhergehn und die Gemeinheit groß wird unter den Menschen. 

Psalm 12

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Für den Chormeister. Auf der Achten. Ein Psalm Davids. 2 Hilf, HERR, denn dahin ist der Getreue, verschwunden sind die Getreuen unter den Menschen. (Ps 14,1; Jer 9,1; Mi 7,2) 3 Nichtiges reden sie untereinander, mit glatter Zunge, mit zwiespältigem Herzen reden sie. (Ps 5,10; Ps 28,3; Ps 52,4; Ps 55,22; Ps 62,5; Ps 120,2; Spr 26,24; Jes 59,3; Jer 9,7) 4 Der HERR vertilge alle falschen Lippen, die Zunge, die vermessen redet, 5 die da sagen: Mit unserer Zunge sind wir mächtig, unser Mund spricht für uns, wer kann Herr sein über uns. 6 Die Elenden werden unterdrückt, die Armen seufzen, darum stehe ich auf, spricht der HERR, und bringe Rettung dem, den man hart bedrängt. (Jes 33,10) 7 Die Worte des HERRN sind lautere Worte, Silber, im Schmelztiegel geläutert, von Erde gereinigt siebenfach. (Ps 18,31) 8 Du, HERR, wirst sie halten, wirst ihn für immer bewahren vor dieser Generation, 9 auch wenn ringsum Frevler sind und Niedertracht sich erhebt unter den Menschen.