Jesus Sirach 30

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Über Kinder Wer seinen Sohn liebt, wird ihm häufig Schläge geben, / damit er am Ende erfreut wird. (Spr 13,24; Spr 23,13; Spr 29,15; Hebr 12,7)2 Wer seinen Sohn erzieht, wird an ihm Beistand finden / und im Kreis der Bekannten wird er sich seiner rühmen. (Spr 15,20)3 Wer seinen Sohn unterweist, weckt den Neid des Feindes, / im Beisein der Freunde wird er über ihn frohlocken. (Spr 23,24)4 Stirbt der Vater, ist es, als wäre er nicht tot, / denn er hat einen, der ihm ähnlich ist, zurückgelassen.5 Während seines Lebens hat er ihn gesehen und sich gefreut, / an seinem Lebensende war er nicht betrübt.6 Gegen Feinde hat er einen Rächer hinterlassen / und den Freunden einen, der Dankbarkeit erweist.7 Wer den Sohn verwöhnt, verbindet seine Wunden, / bei jedem Schrei ist sein Innerstes bestürzt.8 Ein ungebändigtes Pferd bricht störrisch aus, / ein nicht gezügelter Sohn bricht überraschend aus.9 Verhätschle ein Kind und es macht dich fassungslos! / Scherze mit ihm und es betrübt dich!10 Lach nicht mit ihm, damit du mit ihm nicht Kummer erfährst, / denn zuletzt wirst du schmerzvoll mit deinen Zähnen knirschen!11 Gib ihm nicht zu viel Macht in der Jugend / und übersieh nicht seine Fehler!12 Beuge seinen Nacken in der Jugend, / schlag ihn aufs Gesäß, solange er noch klein ist, sonst wird er störrisch und widerspenstig gegen dich / und du hast Kummer mit ihm! (Sir 7,23)13 Erzieh deinen Sohn und arbeite an ihm, / damit du dich nicht wegen seines schlechten Verhaltens ärgerst!14 Besser arm, gesund und in kräftiger Verfassung / als reich und geschlagen an seinem Leib.15 Gesundheit und Wohlbefinden sind besser als alles Gold / und ein kräftiger Leib ist besser als unermesslicher Reichtum.[1]16 Über Speisen Reichtum ist nicht besser als Gesundheit des Leibes / und keine Fröhlichkeit geht über die Freude des Herzens.17 Besser ist der Tod als ein verbittertes Leben / und besser Ruhe in Ewigkeit als andauernde Krankheit. (Sir 41,2)18 Köstlichkeiten, ausgebreitet vor einem verschlossenen Mund, / sind Speisegaben, aufgestellt auf einem Grab. (Tob 4,17)19 Was nützt ein Ganzopfer einem Götzenbild? / Denn es kann weder essen noch riechen. / So ist der, der vom Herrn verworfen wird.20 Einer, der mit den Augen sieht und seufzt / wie ein Eunuch, der eine Jungfrau umarmt und seufzt, / so ist es, wer mit Gewalt Entscheidungen durchsetzt.21 Gib deine Seele nicht der Trauer hin! / Quäle dich nicht mit deinem Wünschen! (Spr 12,25; Spr 15,13; Spr 17,22; Sir 38,20)22 Heiterkeit des Herzens ist Leben für den Menschen / und Jubel eines Mannes ist langes Leben.23 Beschwichtige deine Seele und tröste dein Herz! / Halte Trauer weit von dir fern! Denn viele hat die Trauer zugrunde gerichtet / und es ist kein Nutzen in ihr. (Sir 38,18)24 Eifersucht und Wut verkürzen die Tage, / Sorge macht vorzeitig alt.25 Ein fröhliches und gut gestimmtes Herz beim Essen / wird sich um seine Speisen kümmern. (Spr 15,15)

Jesus Sirach 30

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Wer seinen Sohn liebt, wird bei ihm von der Rute Gebrauch machen, damit er sich freuen kann an seinem Ende.2 Wer seinen Sohn erzieht, wird Nutzen daraus ziehen und sich seinetwegen bei Bekannten rühmen.3 Wer seinen Sohn unterrichtet, wird den Feind neidisch machen, und vor Freunden wird er über ihn jubeln.4 Ist sein Vater gestorben, so ist es, als wäre dieser nicht gestorben, denn er hat jemanden hinterlassen, der ist wie er.5 Zu seinen Lebzeiten hat er ihn gesehen und sich gefreut, und an seinem Ende ist er nicht betrübt worden.6 Für die Feinde hat er einen Rächer zurückgelassen und den Freunden einen, der Wohltat vergilt.7 Wer einen Sohn immer nur umsorgt, wird dessen Wunden verbinden, und bei jedem Schrei wird sein Innerstes aufgewühlt werden.8 Ein ungezähmtes Pferd bricht aus, unaufhaltbar, und ein sich selbst überlassener Sohn bricht sprunghaft aus.9 Verhätschle ein Kind, und es wird dich erschrecken, scherze mit ihm, und es wird dich betrüben.10 Lache nicht mit ihm, damit du nicht mit ihm leiden musst und am Ende deine Zähne zermalmst.11 Gib ihm keine Vollmacht in der Jugend, [und sieh nicht hinweg über seine Unwissenheit.]12 [Beuge seinen Nacken in der Jugend,] schlag ihm in die Seiten, solange er unmündig ist, damit er sich nicht verhärtet und dir nicht den Gehorsam verweigert [und damit dir nicht seinetwegen Seelenschmerz entsteht.]13 Erziehe deinen Sohn und arbeite an ihm, damit du nicht Anstoss nehmen musst, wenn er sich unanständig verhält.14 Besser arm, gesund und in kräftiger Verfassung als reich und am Leib geschlagen.15 Gesundheit und Wohlbefinden sind wertvoller als alles Gold, und ein starker Geist ist wertvoller als grenzenloser Wohlstand.16 Es gibt keinen Reichtum, der wertvoller ist als die Gesundheit des Körpers, und es gibt keine Freude, die den Frohmut des Herzens übertrifft.17 Der Tod ist besser als ein bitteres Leben, und ewige Ruhe ist besser als eine Krankheit ohne Ende.18 Gutes, ausgebreitet vor einem verschlossenen Mund, sind Speisegaben, die auf einem Grab liegen.19 Was bringt ein Ernteopfer einem Bild? Denn es wird weder essen noch riechen:20 So ist der, der vom Herrn vertrieben wird. Er sieht mit den Augen und seufzt wie ein Eunuch, der eine junge Frau umarmt und seufzt - [so ist der, der mit Gewalt Entscheidungen trifft.]21 Gib deine Seele nicht dem Kummer hin, und bedränge dich nicht selbst mit deinem Vorsatz.22 Herzensfreude macht das Leben eines Menschen aus und der Jubel eines Mannes: langes Leben.23 Betöre deine Seele und tröste dein Herz, und halte den Kummer von dir fern. Denn viele hat der Kummer ins Verderben gestürzt, und es kommt keinerlei Nutzen von ihm.24-26 Eifersucht und Leidenschaft verkürzen die Lebenstage, und Sorge bringt ein Altern vor der Zeit.27 Ein prächtiges und gutes Herz beim Essen wird selbst für seine Speise sorgen.[1]