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Richter 5

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

Deboras und Baraks Siegeslied

1 Debora und Barak, der Sohn Abinoams, sangen an jenem Tag dieses Lied:[1] 2 Dass Führer Israel führten / und das Volk sich bereit zeigte, / dafür preist den HERRN! 3 Hört, ihr Könige, horcht auf, ihr Fürsten! / Ich will für den HERRN, / ich will singen, für den HERRN, / den Gott Israels, spielen. 4 HERR, als du auszogst aus Seïr, / als du vom Grünland Edoms heranschrittest, / da bebte die Erde, die Himmel ergossen sich, / ja, aus den Wolken ergoss sich das Wasser. (5Mo 33,2) 5 Die Berge flossen vor dem HERRN, dem vom Sinai, / vor dem HERRN, dem Gott Israels. 6 In den Tagen Schamgars, des Sohnes des Anat, / in den Tagen Jaëls lagen die Wege verlassen da; / wer unterwegs war, ging auf verschlungenen Wegen. (Ri 3,31) 7 Bewohner des offenen Landes gab es nicht mehr, / es gab sie nicht mehr in Israel, / bis du dich erhobst, Debora, / bis du dich erhobst, Mutter in Israel. 8 Gott erwählte Neue. / Damals war Kampf in den Toren. / Schild und Speer waren nicht mehr zu sehen / bei den Vierzigtausend in Israel. 9 Mein Herz gehört Israels Führern. / Ihr, die ihr bereit seid im Volk, / preist den HERRN! 10 Ihr, die ihr auf weißen Eselinnen reitet, / die ihr auf Teppichen sitzt, / die ihr auf der Straße dahinzieht, singt! 11 Horch, sie jubeln zwischen den Tränken; / dort besingt man die rettenden Taten des HERRN, / seine rettenden Taten an den Bauern in Israel. / Damals zog das Volk des HERRN hinab zu den Toren. 12 Wach auf, wach auf, Debora! / Wach auf, wach auf, sing ein Lied! / Erheb dich, Barak, / führ deine Gefangenen heim, / Sohn Abinoams! 13 Damals stieg herab, / was übrig war, zu den Herrlichen. / Das Volk des HERRN stieg herab / zu mir unter den Helden. 14 Aus Efraim sind, die ihre Wurzel in Amalek haben; / dir nach, Benjamin, mit deinen Scharen; / von Machir stiegen die Führer hinab, / von Sebulon, die das Zepter tragen.[2] 15 Die Fürsten Issachars zusammen mit Debora / und wie Issachar so auch Barak, / ins Tal gesandt zu Fuß. / Groß waren in Rubens Bezirken / die Beschlüsse des Herzens. 16 Warum sitzt du zwischen den Hürden, / um bei den Herden Flötenspiel zu hören? / Groß waren in Rubens Bezirken / die Beschlüsse des Herzens. 17 Gilead blieb jenseits des Jordan. / Und Dan - warum verweilt er bei den Schiffen? / Ascher saß am Ufer des Meeres, / bleibt ruhig an seinen Buchten. 18 Sebulon ist ein Volk, / das sein Leben aufs Spiel setzt, / auch Naftali auf den Höhen des Feldes. 19 Könige kamen und kämpften, / damals kämpften Kanaans Könige / bei Taanach, an den Wassern Megiddos, / doch Beute an Silber machten sie nicht. 20 Vom Himmel her kämpften die Sterne, / von ihren Bahnen aus kämpften sie gegen Sisera. 21 Der Bach Kischon schwemmte sie fort, / ein uralter Bach ist der Bach Kischon. / Meine Seele soll auftreten mit Macht. 22 Damals stampften die Hufe der Pferde / im Jagen, im Dahinjagen seiner Hengste. 23 Ihr sollt Meros verfluchen, / spricht der Engel des HERRN. / Mit Flüchen flucht seinen Bewohnern; / denn sie kamen dem HERRN nicht zu Hilfe, / zu Hilfe dem HERRN unter den Helden. 24 Gepriesen sei Jaël unter den Frauen, / die Frau des Keniters Heber, / gepriesen unter den Frauen im Zelt. 25 Wasser erbat er, Milch gab sie, / in einer prächtigen Schale reichte sie Sahne. (Ri 4,19) 26 Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflock, / ihre Rechte nach dem Hammer der Arbeiter. / Sie hämmerte auf Sisera ein, zermalmte sein Haupt, / zerschlug, durchbohrte seine Schläfe. 27 Zwischen ihren Füßen brach er in die Knie, stürzte, lag da, / zwischen ihren Füßen brach er in die Knie, stürzte. / Wo er in die Knie brach, da lag er vernichtet. 28 Durch das Fenster blickte Siseras Mutter / und klagte durch das Gitter: / Warum säumt sein Wagen zu kommen, / warum zögert der Hufschlag seiner Gespanne? 29 Die Klügsten ihrer Fürstinnen antworteten / und sie selbst wiederholte für sich ihre Worte: 30 Sicher machen und teilen sie Beute, / ein, zwei Frauen für jeden Mann, / bunte Tücher als Beute für Sisera, / als Beute Buntgewirktes, ein buntes Tuch, doppelt Buntgewirktes / für meinen Hals zur Beute. 31 So gehen all deine Feinde zugrunde, HERR. / Doch die, die ihn lieben, sind wie die Sonne, / wenn sie aufgeht in ihrer Kraft. Dann hatte das Land vierzig Jahre lang Ruhe. 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

www.bibelwerk.de

Richter 5

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich

Deboras Siegeslied

1 Und an jenem Tag sangen Debora und Barak, der Sohn von Abinoam: (2Mo 15,1; 2Sam 22,1) 2 Dafür dass Fürsten wirklich Fürsten waren in Israel, dafür dass das Volk sich bereitwillig einfand, dafür lobt den HERRN. (2Chr 17,16) 3 Hört, ihr Könige, merkt auf, ihr Fürsten! Ich, ich will dem HERRN singen, werde spielen dem HERRN, dem Gott Israels. (Ps 146,2) 4 HERR, als du auszogst von Seir, als du einherschrittest von Edoms Gefilde, da bebte die Erde, troffen auch die Himmel, auch die Wolken troffen von Wasser. (5Mo 33,2; 2Sam 22,8; Ps 68,9; Hab 3,3) 5 Die Berge wankten vor dem HERRN - dem vom Sinai -, vor dem HERRN, dem Gott Israels. 6 In den Tagen von Schamgar, dem Sohn Anats, in den Tagen von Jael waren die Wege verödet, und die auf Pfaden gingen, mussten gewundene Wege gehen. (Ri 3,31; 2Chr 15,5) 7 Keiner bewohnte das offene Land, in Israel bewohnte es niemand, bis ich mich erhob, Debora, ich mich erhob, eine Mutter in Israel. 8 Gott erwählt Neues, da hielt man die Tore geschlossen, als wären Schild und Speer zu sehen gewesen bei Vierzigtausend in Israel. (1Sam 13,19) 9 Mein Herz gehört den Gebietern Israels, die sich bereitwillig einfanden beim Volk. Lobt den HERRN. 10 Die ihr auf glänzenden Eselinnen reitet; die ihr auf edlen Stoffen sitzt und die ihr auf dem Weg geht, besingt es (Ri 10,4; Ri 12,14) 11 lauter als die Wasserträger singen zwischen den Tränken. Dort besingen sie die Heilstaten des HERRN, die Heilstaten an seinen Bewohnern des Landes in Israel. Da zog das Volk des HERRN hinab zu den Toren. 12 Wach auf, wach auf, Debora! Wach auf, wach auf, sing ein Lied! Mach dich auf, Barak, und führe deine Gefangenen in die Gefangenschaft, Sohn Abinoams! (Ps 57,9) 13 Wer übrig geblieben war zog damals hinab zu Herrlichen, zum Volk, HERR ziehe hinab für mich mit den Helden, 14 aus Efraim, dessen Wurzeln in Amalek sind, hinter dir ist Benjamin mit seinen Völkern. Aus Machir zogen Gebieter hinab und aus Sebulon, die mit dem Führerstab ziehen. (4Mo 32,39; Jos 17,1) 15 Und die Obersten in Issaschar waren bei Debora, und wie Issaschar, so Barak; ins Tal wurden sie gesandt, hinter ihm her. In den Abteilungen Rubens gab es grosse Entscheidungen. 16 Warum hast du zwischen den Körben im Sattel gesessen? Um die Töne der Flöte bei den Herden zu hören? In den Abteilungen Rubens gab es grosse Erwägungen. (4Mo 32,1) 17 Gilead blieb jenseits des Jordan. Und Dan - warum hält er sich bei den Schiffen auf? Asser sass an der Küste des Meeres und bleibt in seinen Buchten. 18 Sebulon ist ein Volk, das sein Leben verachtete und bereit war zu sterben, so auch Naftali, auf den Höhen des Feldes. 19 Könige kamen, sie führten Krieg; da führten die Könige Kanaans Krieg in Taanach bei den Wassern von Megiddo; Silberbeute gewannen sie nicht. (Jos 12,21) 20 Vom Himmel her kämpften die Sterne, aus ihren Bahnen kämpften sie gegen Sisera. (Ri 4,15) 21 Der Bach Kischon riss sie fort, der uralte Bach[1], der Bach Kischon. Meine Seele, tritt auf mit Kraft! (Ps 83,10) 22 Da stampften die Hufe des Pferdes beim Galopp, dem Galopp seiner Starken. 23 Verflucht Meros!, sprach der Bote des HERRN, Verflucht, verflucht seine Bewohner, denn sie sind dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen, dem HERRN zu Hilfe bei den Helden! (Ri 21,8) 24 Mehr als andere Frauen sei Jael gesegnet, die Frau von Cheber, dem Keniter, mehr als andere Frauen im Zelt sei sie gesegnet. (Lk 1,42) 25 Um Wasser hatte er gebeten, Milch hat sie ihm gegeben, in einer Schale, die Herrlichen zusteht, reichte sie Rahm. (Ri 4,19) 26 Mit ihrer Hand greift sie nach dem Pflock, und mit ihrer Rechten nach dem Hammer der Arbeiter. Sie hämmerte ein auf Sisera, zerschlug ihm den Schädel, und zerschmetterte und durchschlug seine Schläfe. 27 Zwischen ihren Füssen sank er nieder, fiel er, lag er; zwischen ihren Füssen sank er nieder, fiel er, dort fiel er, zugrunde gerichtet. 28 Durch das Fenster hielt die Mutter Siseras Ausschau und klagte, durch das Gitter: Warum kommt sein Wagen noch immer nicht? Warum lässt der Hufschlag seiner Gespanne auf sich warten? (Spr 7,6; Hl 2,9) 29 Die klügsten ihrer Fürstinnen antworten, sie selbst wiederholt sich das, was sie sagen: 30 Werden sie nicht Beute finden und sie teilen? Ein Frauenleib, zwei Frauenleiber für jeden Mann, bunte Tücher als Beute für Sisera, bunte Tücher als Beute, Buntgewirktes, ein buntes Tuch, zwei buntgewirkte Tücher für meinen Hals als Beute! 31 So werden umkommen alle deine Feinde, HERR! Die ihn aber lieben, sind wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Kraft. Und das Land hatte vierzig Jahre lang Ruhe. (5Mo 6,5; 2Sam 23,4; Dan 3,11; Dan 12,3) 

Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.

Richter 5

Das Buch

von SCM Verlag

Das Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.

Richter 5

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft

Deboras Siegeslied

1 Damals sang Debora zusammen mit Barak, dem Sohn Abinoams, das folgende Lied:[1] 2 Zum Kampf entschlossen war ganz Israel, freiwillig stellten sich die Männer ein – gelobt, gepriesen sei der HERR dafür! 3 Ihr Könige und Fürsten, hört mir zu! Dem HERRN zu Ehren will ich singen, erklingen soll mein Lied und Spiel zum Ruhm des Gottes Israels! 4 Als du vom Bergland Seïr auszogst, HERR, und zu uns kamst von Edoms grünen Steppen, da zitterte vor dir die ganze Erde, vom Himmel stürzten Wasserfluten nieder, die Wolken gossen ihren Regen aus. (5Mo 33,2; Ps 68,8; Hab 3,3) 5 Die Berge schwankten, als der HERR sich nahte, der Gott, den sein Volk Israel verehrt, der seinem Volk am Sinai erschien. (2Mo 19,16) 6 Zur Zeit, als Schamgar lebte, Anats Sohn, auch in den Tagen Jaëls, der Keniterin, da lagen alle Wege menschenleer; wer damals über Land zu reisen hatte, der musste auf versteckten Pfaden gehn. (Ri 3,31; Ri 4,17) 7 Die Felder wagte niemand zu bestellen, wie ausgestorben waren alle Dörfer, bis endlich du, Debora, dich erhobst und handeltest, du Mutter Israels! 8 Noch hielt das Volk nach neuen Göttern Ausschau, da stand auch schon der Feind vor ihren Toren. Doch von den vierzigtausend Männern Israels besaß nicht einer Speer und Schild. 9 Mein Herz schlägt für die Helden Israels, die Männer aus dem Volk, die willig kamen – gelobt, gepriesen sei der HERR dafür! 10 Geht in euch, denkt darüber nach, ihr alle, die vornehm ihr auf weißen Eseln reitet, die ihr auf einem weichen Teppich sitzt, auch ihr, die ihr zu Fuß die Straße zieht! 11 An allen Brunnen, wo die Hirten lärmen und Wasser schöpfen, um ihr Vieh zu tränken, dort soll man laut die großen Taten rühmen, durch die der HERR sein Volk gerettet hat; dazu soll Israel aus allen Städten kommen! 12 Auf, auf, Debora, auf und sing dein Lied! Auf, Barak, Abinoams Sohn, auch du, bring die herbei, die du gefangen hast! 13 Es kamen alle, die noch übrig waren, und stießen zu den Führern Israels; gerüstet kam das Volk des HERRN zu ihm:[2] 14 die Efraïmiten, stark wie Amalekiter, danach die mutigen Scharen Benjamins; von Machir kamen mächtige Gebieter, von Sebulon die Führer mit dem Stab; (2Mo 17,14; Ri 3,13; Ri 6,3; Ri 6,33; Ri 7,12; Ri 10,12) 15 die Fürsten Issachars erschienen alle, gemeinsam mit Debora kamen sie und Barak folgte ihnen auf dem Fuß – so stürmten sie hinunter in das Tal. Die Sippen Rubens hielten lange Rat und konnten sich trotz allem nicht entschließen. 16 Was bleibt ihr zwischen euren Hürden liegen und hört dem Flötenspiel der Hirten zu? Bei Ruben überlegten sie zu lange! 17 Von Gad in Gilead war keiner da, sie blieben auf der andern Jordanseite. Warum verweilte Dan bei seinen Schiffen? Am Strand des Meeres wohnen die von Ascher, sie blieben dort an seinen Buchten sitzen. 18 Doch die von Sebulon und Naftali bewiesen auf dem Schlachtfeld ihren Mut und setzten ohne Furcht ihr Leben ein. 19 Da kamen sie, die Herrscher Kanaans, sie rückten an zur Schlacht bei Taanach, beim Bache von Megiddo kämpften sie; doch Silberbeute gab es nicht zu holen. 20 Sogar die Sterne droben griffen ein von ihren hohen Himmelsbahnen aus, sie kämpften gegen Sisera mit Macht. 21 Der Kischon drang heran mit seiner Flut und riss die Feinde alle mit sich fort. – Auf, auf, mein Herz, nimm allen Mut zusammen! (Ri 4,7) 22 Da jagten sie heran, die schnellen Rosse, der Boden dröhnte unter ihren Hufen. 23 Sprecht einen Fluch aus über die Stadt Meros! – Das sagt der HERR durch seinen Engel. – Verflucht die Stadt und alle, die dort wohnen, weil sie dem HERRN nicht Beistand leisten wollten, weil ihre Krieger ihm nicht halfen! 24 Doch Gottes Segen komme über Jaël, die Frau von Heber, dem Keniter! Gepriesen sei sie unter allen Frauen! 25 Als Sisera bei ihr um Wasser bat, da reichte sie ihm sogar Milch zu trinken, in edler Schale gab sie ihm den Trunk. (Ri 4,19) 26 Doch dann ergriff sie einen spitzen Zeltpflock und mit der Rechten packte sie den Hammer. Dann schlug sie zu, zermalmte ihm den Schädel, durchbohrte seine Schläfe mit dem Pflock. 27 Er brach zusammen, stürzte nieder, vor ihren Füßen blieb er liegen. Tot lag er da, das war sein Ende. 28 Zu Hause wartet ängstlich seine Mutter, voll Sorge späht sie durch das Gitterfenster. »Wo bleibt er?«, fragt sie. »Warum kommt er nicht? Wann höre ich das Dröhnen seines Wagens?« 29 Die klügste ihrer Edelfrauen sagt – die Mutter spricht es immer wieder nach: 30 »Gewiss, sie haben Beute, teilen sie: ein Mädchen oder zwei für jeden Mann, für Sisera gewebte, teure Stoffe und zwei gestickte, bunte Tücher für jede Frau, die sie erbeutet haben.« 31 Wie Sisera so soll es allen gehen, die dir, HERR, feindlich gegenübertreten! Doch deine Freunde sollen siegreich sein, der Sonne gleich, die strahlend sich erhebt! Vierzig Jahre lang hatte das Land nun Ruhe vor Feinden. (Ps 83,10) 

Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Richter 5

Hoffnung für alle

von Biblica

Deboras und Baraks Siegeslied

1 Am Tag des Sieges sangen Debora und Barak, der Sohn von Abinoam, dieses Lied: 2 Preist den HERRN für Israels Helden, die sich als Führer bewährten, und für das Volk, das ihnen in den Kampf folgte! 3 Hört her, ihr Könige, gebt acht, ihr Herrscher: Für den HERRN will ich singen, ja, singen und musizieren will ich für den HERRN, den Gott Israels! 4 HERR, du stiegst herab vom Gebirge Seïr, aus den Steppen Edoms kamst du herbei. Da bebte die Erde, und Regen fiel vom Himmel, das Wasser strömte aus den Wolken nieder. 5 Die Berge gerieten ins Wanken, als der HERR kam, als der Gott Israels sich am Sinai zeigte. 6 Zur Zeit Schamgars, des Sohnes von Anat, und in den Tagen Jaëls waren die Straßen leer: Wer auf Reisen war, ging auf gut versteckten Pfaden. 7 Felder und Dörfer lagen verwaist, bis ich mich erhob, ja, bis ich, Debora, aufstand, die Mutter Israels. 8 Mein Volk hatte sich neue Götter erwählt, und dann brach der Feind durch die Tore herein. Bei vierzigtausend Männern in Israel fand sich kein Schild und kein Speer! 9 Doch nun bin ich stolz auf die Heerführer Israels und auf alle Soldaten, die freiwillig kämpften. Ja, preist den HERRN dafür, 10 denkt darüber nach, die ihr auf weißen Eseln mit kostbaren Satteldecken reitet, singt auch ihr, die ihr zu Fuß gehen müsst! 11 Hört, dort am Brunnen, wo man das Vieh tränkt,[1] rühmen sie die mächtigen Taten des HERRN! Sie erzählen, wie er seinem Volk geholfen hat. Israel konnte die Berge wieder verlassen und ist in seine Städte zurückgekehrt. 12 Auf, Debora, auf, sing ein Lied! Steh auf, Barak, du Sohn Abinoams, und führe deine Gefangenen fort! 13 Die letzten mutigen Soldaten kamen herab vom Gebirge und schlossen sich den Führern Israels an. Das Volk des HERRN kam zu mir, bereit zum Kampf: 14 Die Ephraimiter rückten an aus Amaleks Land, gefolgt von den Männern aus Benjamin. Machirs Sippe kam mit ihren Oberhäuptern und Sebulon mit seinen Truppenführern. 15 Auch Issachars Fürsten halfen Debora, und seine Soldaten folgten Barak ins Tal. Der Stamm Ruben aber blieb in seinem Gebiet und beriet ohne Ende, ob er mitkommen sollte. 16 Warum nur bist du bei deinen Herden geblieben? Um den Flöten der Hirten zu lauschen? Doch der Stamm Ruben ließ sich nicht bewegen und konnte zu keinem Entschluss kommen. 17 Die Sippen aus Gilead ruhten sich jenseits des Jordan aus. Warum ging der Stamm Dan nicht von seinen Schiffen? Die Soldaten von Asser saßen am Ufer des Meeres, untätig hockten sie an seinen Buchten. 18 Sebulon schließlich wagte sein Leben, zusammen mit Naftali zog er aufs Schlachtfeld, ohne Furcht vor dem Tod. 19 Könige kamen und kämpften, Kanaans Könige führten Krieg gegen Israel bei Taanach am Fluss von Megiddo. Doch sie brachten kein Silber als Beute zurück. 20 Vom Himmel her griffen die Sterne Sisera an, von ihren Bahnen aus kämpften sie gegen ihn und sein Volk! 21 Der Fluss Kischon, der schon seit Urzeiten fließt, riss die Feinde mit sich fort. Sei stark, Debora, verlier nicht den Mut! 22 Die Pferde der Feinde galoppierten davon, unter ihren Hufen dröhnte die Erde. 23 »Verflucht sei die Stadt Meros!«, rief der Engel des HERRN. Ja, Unheil soll ihre Bewohner treffen! Denn sie kamen dem HERRN nicht zu Hilfe, sie standen den Soldaten Israels nicht bei. 24 Preist Jaël, die Frau des Keniters Heber, rühmt sie mehr als jede andere Frau! Möge Gott sie reicher beschenken als alle Frauen, die in Zelten zu Hause sind. 25 Als Sisera um Wasser bat, reichte sie Milch, gab ihm Sahne im kostbaren Gefäß. 26 Doch dann fasste sie mit der Linken den Pflock und mit der Rechten den wuchtigen Hammer. Sie erschlug Sisera, zertrümmerte seinen Schädel und durchbohrte ihm die Schläfe.[2] (Ri 4,17) 27 Er krümmte sich zu ihren Füßen, geschlagen lag er da. Er krümmte sich zu ihren Füßen und starb. 28 Zu Hause hielt seine Mutter Ausschau nach ihm. Sie blickte aus dem Fenster und rief voller Sorge: »Warum sehe ich seinen Streitwagen noch nicht? Was hält seine Pferde bloß auf?« 29 Ihre weisen Beraterinnen beruhigten sie, und auch sie selbst redete sich ein: 30 »Unser Volk macht gewiss reiche Beute und teilt sie nun auf: ein oder zwei Mädchen für jeden Mann und für Sisera lauter bunt gewebte Gewänder. Ja, kostbare Kleider bringen sie mit und zwei schöne Tücher als Schmuck um meinen Hals[3]!« 31 HERR, mögen all deine Feinde sterben wie Sisera! Doch wer dich liebt, gleicht der Sonne, die aufgeht und mit aller Kraft strahlt! Nach Baraks Sieg über die Kanaaniter herrschte vierzig Jahre lang Frieden im Land. 

Hoffnung für alle TM
Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.
Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Richter 5

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden

Deboras Lied

1 An jenem Tag sangen Debora und Barak Ben-Abinoam das folgende Lied: 2 Dass Führer Israel führten / und das Volk freiwillig kämpfte, / preist Jahwe dafür! 3 Ihr Könige, hört her! / Ihr Fürsten, merkt auf! / Ich will singen zur Ehre Jahwes, / die Saiten klingen lassen für Israels Gott. 4 Als du auszogst, Jahwe, von Seïr[1] / und durch Edoms[2] Steppen kamst, / da bebte die Erde, / da brach der Himmel, / aus den Wolken ergoss sich die Flut. 5 Die Berge wankten vor Jahwe, / als Gott seinem Volk am Sinai[3] erschien. 6 Zur Zeit von Schamgar Ben-Anat[4] / und jetzt in den Tagen von Jaël, / da waren alle Wege menschenleer. / Wer reisen wollte, musste auf versteckten Pfaden gehen. 7 Felder und Dörfer lagen verwaist – bis ich mich erhob, / bis aufstand eine Mutter in Israel. 8 Mein Volk hatte sich neue Götter erwählt, / und dann brach der Feind durch die Tore herein. / Hat einer wohl Schild und Lanze gesehen / bei 40.000[5] Männern in Israel? 9 Mein Herz gehört Israels Führern / und den Freiwilligen im Volk. / Preist Jahwe! 10 Singt, die ihr auf weißen Eseln reitet / und auf kostbaren Decken sitzt! / Singt, die ihr durch die Straßen zieht! 11 Hört, wie sie jubeln zwischen den Tränken! / Dort besingt man die rettenden Taten Jahwes. / Sie erzählen, wie er seinem Volk half. Dann zog sein Volk zu den Toren hinab: 12 Auf, auf, Debora! Wach auf und singe ein Lied! / Auf, Barak, Abinoams Sohn! / Führe deine Gefangenen vor! 13 Es kamen alle, die noch übrig waren, / und schlossen sich den Führern Israels an. / Gerüstet kam das Volk Jahwes zu mir. 14 Aus Efraïm, das stark und heiß wie Amalek ist, zogen die Scharen ins Tal, / auch Benjamins Männer folgten der Spur. / Von Machir[6] stiegen die Führer herab, / von Sebulon die mit dem Befehlshaberstab. 15 Auch Issachars Fürsten kamen zu Debora, / und Barak mit seinem ganzen Gefolge. / So stürmten sie hinunter ins Tal. – Doch an Rubens Bächen überlegte man lang. 16 Warum bist du bei deinen Herden geblieben / und hörtest den Flöten der Hirten zu? / Ja, an Rubens Bächen überlegte man lang. 17 Gilead[7] blieb hinter dem Jordan stehen. / Und warum hielt sich Dan bei den Schiffen auf? / Die von Ascher saßen am Strand, / blieben faul in ihren Buchten am Meer. 18 Doch Sebulon ist ein Volk, / das sein Leben aufs Spiel gesetzt hat. / Auch Naftali zog aufs Schlachtfeld hinaus / und hatte keine Furcht vor dem Tod. 19 Könige kamen und kämpften, / Kanaans Könige führten Krieg – bei Taanach und bei Megiddos Bach –, doch silberne Beute holten sie nicht. 20 Von himmlischen Bahnen her kämpften die Sterne, / gegen Sisera stellten sie ihre Macht. 21 Der Bach Kischon schwemmte sie fort, / der uralte Bach riss die Feinde hinweg.[8] / Vorwärts, meine Seele, sei stark! 22 Die Pferde donnerten im Galopp vorbei, / unter ihren Hufen dröhnte die Erde. 23 „Ihr sollt Meros[9] verfluchen“, spricht der Engel Jahwes. / Verflucht die Bewohner der Stadt! / Denn sie eilten nicht zur Hilfe herbei, / zu Jahwe unter den Helden. 24 Preist Jaël, die Frau des Keniters Heber, / rühmt sie mehr als jede andere Frau! / Gesegnet sei sie unter den Frauen im Zelt! 25 Als Sisera um Wasser bat, reichte sie Milch, / in kostbarer Schale gab sie ihm Rahm. 26 Dann griff sie mit der Linken den Pflock. / Den schweren Hammer in rechter Hand schlug sie zu, / durchbohrte die Schläfe / und zerschmetterte Siseras Kopf. 27 Er krümmte sich zu ihren Füßen, / erschlagen lag er da. / Er krümmte sich zu ihren Füßen und war tot. 28 Seine Mutter späht zum Fenster hinaus, / blickt durch das Gitter, von Sorge erfüllt. / Warum sehe ich seinen Wagen noch nicht? / Wo ist der Hufschlag seines Gespanns? 29 Die Klügste ihrer Edelfrauen antwortet ihr, / und sie selbst wiederholt ihren Trost: 30 „Gewiss haben sie die Beute verteilt, / ein oder zwei Mädchen pro Mann, / für Sisera den teuren Stoff. Ja, bunte Kleider bringen sie mit, / zwei kostbare Tücher für deinen Hals.“ 31 So möge es all deinen Feinden ergehen, Jahwe! / Doch die ihn lieben, sollen sein wie die Sonne, / die aufgeht in ganzer Pracht! Daraufhin hatte das Land 40 Jahre lang Ruhe vor seinen Feinden. 

© 2025 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 2025.10)
www.derbibelvertrauen.de

Richter 5

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft

Deboras Siegeslied

1 Damals sang Debora zusammen mit Barak, dem Sohn Abinoams, folgendes Lied: 2 Entschlossen zogen Israels Fürsten voran[1], und bereitwillig folgte das Volk in den Kampf. – Darum preist den HERRN! – 3 Hört her, ihr Könige, horcht auf, ihr Herrscher: Zu Ehren des HERRN will ich singen, mein Lied soll erklingen für den HERRN, den Gott Israels. 4 Als du, HERR, vom Gebirge Seïr auszogst, als du herangeschritten kamst von Edoms Steppe, da bebte die Erde. Vom Himmel strömte der Regen, und die Wolken gossen ihr Wasser aus. 5 Die Berge wankten[2], als der HERR sich nahte, der ´Bundesgott` vom Sinai, als der HERR kam, der Gott Israels. 6 Zur Zeit Schamgars, des Sohnes Anats, und in den Tagen Jaëls waren alle Straßen leer. Wer reisen wollte, musste auf versteckten Pfaden gehen.[3] 7 Die Dorfbewohner wagten sich nicht mehr aufs Feld, niemand in Israel bestellte noch seinen Acker[4], bis ich, Debora, mich erhob, bis ich mich erhob[5] als Mutter für Israel. 8 ´Das Volk` hatte sich neue Götter gewählt[6], darum suchte der Krieg ihre Städte heim[7]. Doch fand sich kein Schild und kein Speer bei den vierzigtausend Männern Israels. 9 Mein Herz schlägt für Israels Heerführer und für das Volk, das ihnen bereitwillig folgte[8]. – Preist den Herrn! – 10 Die ihr auf weißen Eseln reitet und auf weichen Satteldecken sitzt, und ihr, die ihr zu Fuß gehen müsst, bedenkt[9] ´alles, was geschehen ist`. 11 Am Brunnen, wo man lärmt und schwatzt[10], soll man die großen Taten des HERRN erzählen, die gewaltigen Taten, die er für Israels Bewohner[11] vollbrachte[12]. ´Im Triumph` kehrte das Volk des HERRN zurück in seine Städte. 12 Auf, auf, Debora, auf und sing ein Lied. Steh auf, Barak, du Sohn Abinoams, und führe deine Gefangenen vor[13]. 13 Auch die letzten Männer, die noch übrig waren, kamen ´vom Bergland` herab zu den Anführern Israels. Entschlossen zog das Volk des HERRN in den Kampf.[14] 14 Die Efraimiter kamen vom Bergland Amaleks[15], die Benjaminiter folgten[16] ´und reihten sich ein` in das Heer[17]. Die Befehlshaber aus Machir[18] zogen ´in die Schlacht`, aus Sebulon ´kamen` die Männer mit dem Herrscherstab. (Ri 12,15) 15 Issachars Fürsten standen Debora bei, Issachars Kämpfer folgten Barak ins Tal. Doch Rubens Sippen zögerten lang.[19] 16 Warum seid ihr bei den Herden geblieben und habt dem Flötenspiel der Hirten gelauscht? Rubens Sippen überlegten zu lang[20]. 17 Auch Gilead[21] blieb jenseits des Jordans. Warum verweilte Dan bei seinen Schiffen? Ascher ruhte sich aus am Meeresstrand, untätig saß er an seinen Buchten. 18 Sebulon dagegen riskierte sein Leben, und Naftali ´stellte sich` auf den Hügeln ´zur Schlacht`. 19 Könige kamen und führten Krieg, die Könige Kanaans kämpften bei Taanach am Bach von Megiddo – aber Silber erbeuteten sie nicht. 20 Vom Himmel her griffen die Sterne ein, von ihrer Bahn aus stritten sie gegen Sisera. 21 Der Bach Kischon riss die Feinde mit sich fort, der Bach Kischon, der seit Urzeiten fließt[22]. – Auf, meine Seele, fasse Mut und sei stark! – 22 Der Boden dröhnte unter den Hufen der Pferde, die mächtigen Rosse stoben davon. 23 »Verflucht die Stadt Meros!«, sagt der Engel des HERRN, »ja, legt einen Fluch auf ihre Einwohner! Denn sie kamen dem HERRN nicht zu Hilfe und standen Israels Soldaten nicht bei[23].« 24 Gesegnet aber sei Jaël, die Frau des Keniters Heber, mehr als alle Frauen. Mehr als alle Frauen, die in Zelten wohnen, sei sie gesegnet. 25 Sisera bat um Wasser, aber sie gab ihm Milch. Sie reichte ihm Rahm in ihrer schönsten Schale. 26 Doch dann griff ihre Hand nach einem Zeltpflock, und mit der Rechten ´packte sie` den Hammer. Sie schlug zu und zertrümmerte Sisera den Schädel, sie durchbohrte seine Schläfe ´mit dem Pflock`. 27 Er krümmte sich zu ihren Füßen[24], erschlagen lag er da. Er krümmte sich zu ihren Füßen und starb. Wo er sich gekrümmt hatte, blieb er liegen – das war sein Ende. 28 Siseras Mutter stand am Fenster und hielt Ausschau, sie spähte durch das Gitter ´und fragte`: »Warum kommt sein Streitwagen nicht? Warum hört man noch immer nicht das Stampfen seiner Wagenpferde?« 29 Die weisesten unter ihren Begleiterinnen antworteten ihr, und sie selbst tröstete sich mit den gleichen Worten: 30 »Bestimmt haben sie Beute gemacht und teilen sie jetzt: ein oder zwei Mädchen für jeden Mann, bunte, bestickte Gewänder für Sisera und beidseitig bestickte[25] bunte Tücher als Beute für mich[26].« 31 Alle deine Feinde, o HERR, sollen umkommen wie Sisera. Aber die den HERRN lieben sind wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Kraft. Das Land hatte nun vierzig Jahre Ruhe ´vor seinen Feinden.` 

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ).
© Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz.
© Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Richter 5

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag

Deboras Lied

1 An jenem Tag sangen Debora und Barak, der Sohn von Abinoam, folgendes Lied: (2Mo 15,1) 2 »Dass die Starken in Israel sich als stark erwiesen, dass sich das Volk bereitwillig aufopferte – dafür preist den HERRN! (Ps 110,3) 3 Hört zu, ihr Könige! Merkt auf, ihr mächtigen Herrscher! Denn ich will dem HERRN singen, mein Lied soll erklingen für den HERRN, den Gott Israels. 4 HERR, als du ausgezogen bist von Seïr und hinausgegangen bist von den Feldern von Edom, da erzitterte die Erde, da fielen Tropfen vom Himmel und aus den Wolken strömte der Regen. (5Mo 33,2; Hab 3,6) 5 Die Berge bebten beim Kommen des HERRN. Selbst der Sinai schwankte in der Gegenwart des HERRN, des Gottes von Israel. (2Mo 19,18; Ps 97,5; Ps 114,4; Jes 64,2) 6 In den Tagen von Schamgar, Anats Sohn, und in den Tagen von Jaël mieden die Menschen die Hauptstraßen, die Reisenden hielten sich an die schmalen Seitenwege. (Ri 3,31; Ri 4,17) 7 Nur noch wenige Menschen lebten in den Dörfern von Israel – bis Debora aufstand, eine Mutter Israels. 8 Als Israel sich neue Götter suchte, brach Krieg an den Stadttoren aus. Doch weder Schild noch Speer waren unter 40.000 Kriegern in Israel zu finden! (5Mo 32,17) 9 Mein Herz ist den Anführern von Israel zugetan und denen im Volk, die sich bereitwillig zeigten. Preist den HERRN! 10 Ihr, die ihr auf weißen Eseln reitet und auf prächtigen Satteldecken sitzt, und ihr, die ihr auf der Straße wandert, denkt darüber nach! (Ri 10,4; Ri 12,14) 11 Hört, wie sie singen, wenn sie Wasser schöpfen! Sie singen von der Gerechtigkeit des HERRN, von den großen Taten, die er für die Dorfbewohner von Israel tat, als das Volk des HERRN hinunter an die Stadttore zog. (1Mo 24,11; 1Sam 12,7) 12 Wach auf, Debora, wach auf! Wach auf, wach auf und sing ein Lied! Erhebe dich, Barak! Führ deine Gefangenen siegreich fort, Sohn von Abinoam! 13 Da zog herab, was übrig war von den Angesehenen im Volk, der HERR kam herab zu mir mit den Helden. 14 Sie kamen herab aus Ephraim – einem Land, das einst den Amalekitern gehörte, und Benjamin folgte mit seinen Leuten. Aus Machir zogen Befehlshaber hinab; aus Sebulon kamen, die den Führerstab tragen. 15 Die Fürsten von Issachar gingen mit Debora und Barak; sie folgten Barak und eilten hinunter ins Tal. Nur der Stamm Ruben konnte sich nicht entschließen. 16 Warum bliebst du daheim bei den Schafhürden – um das Flötenspiel bei den Herden zu hören? Der Stamm Ruben konnte sich nicht entschließen. (4Mo 32,1) 17 Gilead blieb untätig östlich des Jordan. Und warum hielt sich Dan bei den Schiffen auf? Asser saß still am Ufer, blieb gemächlich sitzen an seinen Buchten. (Jos 13,24) 18 Sebulon aber wagte sein Leben, ebenso Naftali auf den Hochebenen des Landes. 19 Könige kamen und kämpften, die Könige von Kanaan kämpften in Taanach bei den Quellen von Megiddo, doch sie trugen kein Silber vom Schlachtfeld. (Jos 11,1; Ri 1,27) 20 Die Sterne kämpften vom Himmel aus. Sie kämpften auf ihrer Bahn gegen Sisera. 21 Der Kischon schwemmte sie fort – der uralte Fluss, der Kischon. Vorwärts, meine Seele, nur Mut! (Ri 4,7) 22 Die Hufe der Pferde hämmerten über den Boden, im wilden Galopp jagten die mächtigen Streitrosse. (Hi 39,19) 23 ›Die Leute von Meros seien verflucht‹, sprach der Engel des HERRN. ›Sie seien für immer verflucht, weil sie dem HERRN nicht zu Hilfe eilten, weil sie dem HERRN nicht beistanden unter den mächtigen Kriegern.‹ 24 Gepriesen unter den Frauen sei Jaël, die Frau von Heber, dem Keniter. Sie sei gesegnet vor allen Frauen, die in Zelten leben. (Ri 4,17) 25 Sisera bat um Wasser und Jaël gab ihm Milch. In einer vornehmen Schale brachte sie ihm saure Milch. 26 Dann ergriff sie mit ihrer Linken einen Zeltpflock und mit ihrer Rechten den Hammer des Arbeiters. Sie schlug auf Sisera ein und zerschmetterte seinen Kopf. Sie zerschlug und durchbohrte seine Schläfe. (Ri 4,21) 27 Er sank, er fiel, er krümmte sich zu ihren Füßen. Er krümmte sich und fiel zu ihren Füßen nieder und lag tot da. 28 Aus dem Fenster hielt Siseras Mutter Ausschau und rief in Angst durchs Gitter hindurch: ›Warum verspätet sich sein Streitwagen? Warum hören wir den Hufschlag seiner Gespanne nicht?‹ 29 Antwort geben ihr weise Frauen, und sie selbst wiederholt ihre Worte: 30 ›Sie verteilen die Beute, die sie machten – ein, zwei Frauen für jeden Mann. Prächtige Gewänder für Sisera, bunte, schön bestickte Tücher für meinen Hals.‹ (2Mo 15,9) 31 HERR, all deine Feinde sollen umkommen wie Sisera! Aber die dich lieben, sollen in ihrer Kraft wachsen wie die aufgehende Sonne!« Danach hatte das Land 40 Jahre lang Ruhe. (Ps 68,2; Ps 92,10) 

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