Micha 6

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Hört doch, was der HERR sagt: Auf, tritt an zum Rechtsstreit mit den Bergen, / die Hügel sollen deine Stimme hören! (Jes 3,13; Hos 4,1)2 Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN / und ihr beständigen Fundamente der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, / er geht mit Israel ins Gericht:3 Mein Volk, was habe ich dir getan / und womit habe ich dich ermüdet? Antworte mir!4 Fürwahr, ich habe dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt / und dich freigekauft aus dem Sklavenhaus. Ich habe Mose vor dir hergesandt / und Aaron und Mirjam. (5Mo 5,6; 1Sam 12,6)5 Mein Volk, denke doch an das, was Balak plante, der König von Moab, / und was ihm Bileam antwortete, der Sohn des Beor, was zwischen Schittim und Gilgal geschah, / damit du die gerechten Taten des HERRN erkennst! (4Mo 22,1; Mi 7,9)6 Womit soll ich vor den HERRN treten, / mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, / mit einjährigen Kälbern?7 Hat der HERR Gefallen an Tausenden von Widdern, / an zehntausend Bächen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für meine Vergehen, / die Frucht meines Leibes für meine Sünde? (3Mo 18,21)8 Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist / und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben / und achtsam mitgehen mit deinem Gott. (Hos 2,21; Hos 6,6; Am 5,21)9 Die Stimme des HERRN ruft der Stadt zu: / Klug ist es, deinen Namen zu fürchten. - / Höre, du Stammesvolk und wer es befehligt!10 Kann ich vergessen das Haus des Frevlers, / die frevlerisch erworbenen Schätze / und das geschrumpfte Maß, das verdammte? (Am 8,5)11 Soll ich freisprechen bei ungerechter Waage / und bei einem Beutel mit falschen Gewichten?12 Ja, die Reichen in der Stadt sind voll von Gewalttat / und ihre Bewohner reden Lüge und ihre Zunge ist trügerisch in ihrem Mund.13 Deshalb habe ich begonnen, dich zu schlagen, / dich wegen deiner Sünden zu verwüsten.14 Du wirst essen und nicht satt werden - und dein Kot bleibt in dir. Du wirst beiseiteschaffen und nichts retten. / Was du rettest, übergebe ich dem Schwert. (Hos 4,10)15 Du wirst säen und nicht ernten; du wirst Oliven pressen und dich nicht mit Öl salben; / du wirst Trauben keltern und keinen Wein trinken. (5Mo 28,30)16 Man hat sich nach Omris Satzungen gerichtet / und nach all den bösen Taten des Hauses Ahab; / nach ihren Ratschlägen seid ihr gewandelt. Darum mache ich dich zur schauerlichen Wüste / und deine Bewohner zum Gespött. Ihr müsst es ertragen, dass euch die Völker verhöhnen. (Hes 36,15; Hos 5,9; Zef 2,15)

Micha 6

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Hört doch, was der HERR spricht: Auf, führe einen Rechtsstreit vor den Bergen, und die Hügel sollen deine Stimme hören! (Mi 3,1)2 Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN, und ihr Uralten[1], ihr Grundfesten der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, und mit Israel rechtet er. (Hos 4,1)3 Mein Volk, was habe ich dir angetan? Und womit habe ich dich ermüdet? Sage gegen mich aus!4 Ich habe dich doch heraufgeführt aus dem Land Ägypten und dich erlöst aus einem Sklavenhaus! Und vor dir her habe ich Mose, Aaron und Mirjam gesandt. (2Mo 6,27; 5Mo 5,6)5 Mein Volk, erinnere dich doch, was Balak, der König von Moab, beschlossen und was Bileam, der Sohn von Beor, ihm geantwortet hat, was von Schittim bis Gilgal geschah, damit du die gerechten Taten des HERRN erkennst! (4Mo 22,1)6 Mit welcher Gabe soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern?7 Gefallen dem HERRN Tausende von Widdern, ungezählte Bäche von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für mein Vergehen, die Frucht meines Leibes als Sündopfer für mein Leben[2]? (3Mo 18,21; Hos 6,6)8 Er hat dir kundgetan, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert: Nichts anderes, als Recht zu üben und Güte zu lieben und in Einsicht mit deinem Gott zu gehen. (Hos 6,6; Zef 2,3)9 Horch! Der HERR ruft der Stadt zu - und es ist klug, deinen Namen zu fürchten -, hört auf den Stock und den, der ihn einberuft!10 Sind im Haus des Ungerechten noch immer Schätze des Unrechts und das verwünschte, geschrumpfte Efa?11 Bleibe ich rein trotz ungerechter Waage und trotz des Beutels mit trügerischen Gewichten? (Hos 12,8)12 Da ihre Reichen voll Gewalttat sind und ihre Bewohner Lüge verbreiten und ihre Zunge trügerisch ist in ihrem Mund,13 mache auch ich dich krank, ich schlage dich, richte dich schrecklich zu, deiner Sünden wegen.14 Du wirst essen und nicht satt werden, und dein Kot[3] bleibt in dir. Du wirst hinwegschaffen und nichts retten, denn was du rettest, übergebe ich dem Schwert. (5Mo 32,25; Hos 4,10)15 Du wirst säen und nichts ernten, du wirst Oliven keltern und dich nicht mit Öl salben und Most keltern und keinen Wein trinken. (Am 5,11)16 Und man hält sich an die Satzungen Omris und an jede Tat des Hauses Achab, und nach ihren Ratschlägen seid ihr gegangen, damit ich dich verwüste und ihre Bewohner zu einem Anlass des Zischens mache: Die Schmach meines Volks werdet ihr tragen! (1Kön 16,25)

Micha 6

Das Buch

von SCM Verlag

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Micha 6

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Hört, was der HERR mir befohlen hat: »Vertritt meine Sache gegen mein Volk! Berge und Hügel sollen die Zeugen sein.« (Ps 50,4)2 Ihr uralten Berge, ihr Fundamente, auf denen die Erde ruht: Hört, was der HERR seinem Volk zu sagen hat! Denn er zieht Israel zur Rechenschaft.3 »Habe ich dir irgendetwas angetan, mein Volk?«, fragt der HERR. »Habe ich etwa zu viel von dir verlangt? Bring deine Klage vor!4 Ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Ich habe dir Mose, Aaron und Mirjam als Führer gegeben. (2Mo 4,13; 2Mo 15,20; 2Mo 20,2)5 Denk daran, mein Volk, was der Moabiterkönig Balak gegen dich im Schilde führte und was ihm der Seher Bileam antworten musste! Denk an den Jordanübergang zwischen Schittim und Gilgal! Dann wirst du erkennen, wie viel Gutes ich für dich getan habe!« (4Mo 22,17; 4Mo 23,7; 4Mo 24,10; Jos 3,15; Jos 4,19)6 Ihr fragt: »Womit soll ich vor den HERRN treten, diesen großen und erhabenen Gott? Was soll ich ihm bringen, wenn ich mich vor ihm niederwerfe? Soll ich einjährige Rinder als Opfer auf seinem Altar verbrennen? (Ps 15,1; Jes 1,10)7 Kann ich ihn damit erfreuen, dass ich ihm Tausende von Schafböcken und Ströme von Olivenöl bringe? Soll ich meinen erstgeborenen Sohn opfern, damit er mir meine Schuld vergibt?« (2Mo 22,28; Hes 20,25)8 Der HERR hat dich wissen lassen, Mensch, was gut ist und was er von dir erwartet: Halte dich an das Recht, sei menschlich zu deinen Mitmenschen und lebe in steter Verbindung mit deinem Gott! (5Mo 10,12; Hos 12,7)9 Hört, was der HERR der Stadt zuruft![1] Lasst euch warnen durch den Stock, der euch schlägt, und durch den, der euch die Schläge geschickt hat!10 »Wie lange noch häufen Verbrecher in dieser Stadt Schätze in ihren Häusern auf, die sie durch Betrug an sich gebracht haben?«, sagt der HERR. »Wie lange beleidigen sie mich noch mit ihren gefälschten Messgefäßen, die unter meinem Fluch stehen? (Am 8,5)11 Ich muss diese Stadt schuldig sprechen,[2] weil ihre Händler falsche Gewichtssteine im Beutel haben,12 weil ihre Reichen brutale Ausbeuter sind, weil alle ihre Bewohner lügen und betrügen! (Mi 3,1)13 Aber jetzt gehe ich daran,[3] euch zu schlagen, ich richte euch zugrunde wegen eurer schlimmen Taten.14 Ihr werdet nicht genug zu essen haben und ständig von Hunger gequält sein. Was ihr in Sicherheit zu bringen sucht, werdet ihr nicht retten können; und was ihr rettet, gebe ich dem Schwert eurer Feinde preis.15 Ihr werdet säen, aber keine Ernte einbringen; ihr werdet Oliven auspressen, aber euch mit dem Öl nicht salben; ihr werdet Wein keltern, aber ihn nicht trinken. (Am 5,11; Zef 1,13)16 Voll Eifer seid ihr dem schlimmen Beispiel der Könige Omri und Ahab und der ganzen Ahabsfamilie gefolgt; alles habt ihr ihnen getreulich nachgemacht. Darum bringe ich Unglück über euch, über die Stadt und alle ihre Bewohner. Die anderen Völker werden mit Fingern auf euch zeigen und sich entsetzt von euch abwenden. Ihr als mein Volk werdet für sie zum Gespött.« (1Kön 16,23; 1Kön 21,1; 2Kön 8,26; Zef 2,15)

Micha 6

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Hört, wozu der HERR sein Volk auffordert: »Kommt und verteidigt euch! Berge und Hügel sollen Zeugen unseres Rechtsstreites sein!«2 Ihr Berge und ihr uralten Fundamente der Erde, hört, welche Anklage der HERR gegen sein Volk erhebt! Jetzt geht er mit Israel ins Gericht.3 Er fragt: »Was habe ich dir bloß angetan, mein Volk? Habe ich vielleicht zu viel von dir gefordert? Sag es nur!4 Habe ich dich nicht sogar aus der Sklaverei in Ägypten erlöst und dir Mose, Aaron und Mirjam als Führer gegeben?5 Mein Volk, erinnere dich doch, welche finsteren Pläne Balak, der König von Moab, gegen dich schmiedete und was ihm Bileam, der Sohn von Beor, zur Antwort gab! Denk daran, wie du den Jordan bei Schittim überquertest und weiter bis nach Gilgal zogst! Dann wirst du erkennen, was ich, der HERR, für dich getan habe. Ich bin treu und gerecht!«6 Das Volk fragt: »Wie können wir denn dem HERRN begegnen, diesem großen und erhabenen Gott? Sollen wir einjährige Rinder als Opfer für ihn verbrennen, wenn wir ihn anbeten wollen?7 Hat er Gefallen daran, wenn wir ihm Tausende von Schafböcken und ganze Ströme von Olivenöl darbringen? Oder sollen wir ihm sogar unsere ältesten Söhne opfern, um unsere Schuld wiedergutzumachen?«8 Nein! Der HERR hat euch doch längst gesagt, was gut ist! Er fordert von euch Menschen nur eines: Haltet euch an das Recht, begegnet anderen mit Güte, und lebt in Ehrfurcht vor eurem Gott!9 Hört, was der HERR der Stadt Jerusalem zuruft! Wer klug ist, der nimmt seine Worte ernst! Lasst euch warnen durch die Strafe, die euch bevorsteht! Gott selbst hat sie über euch verhängt.[1]10 Er sagt: »Soll ich noch länger zusehen, wie gewissenlose Menschen in ihren Häusern Schätze ansammeln, die sie nur durch Betrug bekommen haben? Sie tun, was ich verabscheue, und verwenden gefälschte Maße!11 Wie kann ich sie freisprechen, wenn sie andere mit ihren falschen Waagen und Gewichtssteinen hinters Licht führen?12 Die Reichen in der Stadt beuten die Menschen aus und unterdrücken sie, ja, alle Einwohner von Jerusalem lügen und betrügen!13 Weil ihr so viel Schuld auf euch geladen habt, werde ich euch hart bestrafen und eure Stadt verwüsten.14 Bald könnt ihr euch nicht mehr satt essen, ständig quält euch der Hunger. Was ihr beiseiteschafft, könnt ihr doch nicht retten, und was ihr noch in Sicherheit bringt, verliert ihr im Krieg.15 Ihr werdet die Saat ausstreuen, aber keine Ernte einbringen, die Oliven auspressen, aber euch nicht mit dem Öl salben, Wein keltern, ihn aber nicht mehr genießen.16 Bis heute folgt ihr dem schlechten Vorbild der Könige Omri und Ahab. Alles, was diese Sippe tat, habt ihr ihnen nachgemacht! Darum lasse ich eure Stadt zu einem Ort des Grauens werden und euch zur Zielscheibe des Spotts; überall wird man euch, mein Volk, verhöhnen und verachten.«

Micha 6

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Hört doch, was Jahwe sagt: / „Auf, ‹mein Volk›, tritt an zum Prozess! / Die Berge sollen Zeugen sein, / die Hügel deine Stimme hören!“2 Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit Jahwes, / ihr uralten Fundamente der Erde! / Denn Jahwe führt einen Prozess gegen sein Volk, / zieht Israel zur Rechenschaft:3 „Mein Volk, was habe ich dir getan? / Habe ich zu viel von dir verlangt? / Sag ruhig aus gegen mich!4 Ja, ich habe dich aus Ägypten befreit, / dich aus der Sklaverei herausgeführt! / Ich habe dir Mose als Führer gegeben, / Aaron und Mirjam dazu.5 Denk doch daran, mein Volk, / was der Moabiterkönig Balak plante, / und was ihm Bileam Ben-Beor geantwortet hat![1] / Denk daran, wie du von Schittim nach Gilgal[2] kamst, / dann erkennst du die guten Taten Jahwes!“6 „Doch womit soll ich zu Jahwe kommen, / wie mich beugen vor dem höchstheiligen Gott? / Soll ich mit Brandopfern zu ihm kommen, / mit einjährigen Kälbern?7 Wird Jahwe sich über Tausende von Schafböcken freuen, / über zehntausend Bäche von Olivenöl? / Soll ich meinen Ältesten für meine Vergehen opfern, / meinen eigenen Sohn für mein Versagen?“8 Man hat dir gesagt, Mensch, was gut ist / und was Jahwe von dir erwartet: / Du musst nur das Rechte tun, / es lieben gütig zu sein / und bereitwillig gehen mit deinem Gott.9 Hört! Jahwe ruft in die Stadt. / Wer klug ist, fürchtet seinen Namen. / Lasst euch warnen durch den Stock, der euch schlägt, / und durch den, der ihn schickt!10 „Kann ich vergessen den Schatz der Gottlosigkeit, / der im Haus des Gottlosen liegt, / und das schwindsüchtig verfluchte Messgefäß?11 Kann ich denn für rein erklären die gottlos gefälschte Waage, / die falschen Gewichtssteine im Beutel?12 Ja, die Reichen in der Stadt gebrauchen Gewalt. / Ihre Bewohner belügen einander, / jedes Wort von ihnen ist Betrug.13 So werde auch ich dich unheilbar schlagen, / dich zugrunde richten wegen deiner Schuld:14 Du wirst essen, wirst aber nicht satt; / es wird dir flau im Magen sein. / Was du beiseiteschaffst, kannst du nicht retten; / und was du rettest, übergebe ich dem Schwert.15 Du wirst säen, / aber nicht ernten. / Du wirst Oliven pressen, / dich aber nicht salben mit dem Öl. / Du wirst Trauben keltern, / den Wein aber nicht trinken.16 Du bist dem schlimmen Beispiel Omris gefolgt, / hast dich nach der Sippe Ahabs gerichtet / und hast nach ihren Ratschlägen gelebt.[3] / Darum gebe ich dich dem Entsetzen preis / und deine Bewohner dem Gespött! / Ihr müsst die Verhöhnung ertragen!“

Micha 6

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Hört, was der HERR fordert: »Nur zu! Klagt mich doch an und lasst die Berge und Hügel Zeugen unseres Rechtsstreites sein.2 Und nun, ihr Berge und ihr Grundfesten der Erde, hört die Anklage des HERRN! Der HERR geht mit Israel ins Gericht und will sich mit Israel auseinandersetzen. (Hos 4,1; Hos 12,2)3 Mein Volk, was habe ich dir zuleide getan, und womit habe ich dich gekränkt? Antworte mir! (Jer 2,5)4 Denn ich habe dich aus Ägypten geführt und aus der Sklaverei befreit. Ich habe dir Mose, Aaron und Mirjam als Führer gegeben.[1] (2Mo 20,1; Ps 77,21)5 Mein Volk, denke doch an das Unheil, das Balak, der Moabiterkönig, plante, und an das, was Bileam, der Sohn Beors, ihm darauf antwortete. Und erinnere dich daran, wie du den Jordan überquertest, als du von Schittim nach Gilgal gezogen bist,[2] damit du erkennst, was ich dir Gutes getan habe.« (4Mo 22,5; 4Mo 25,1; Jos 5,9)6 »Wie kann ich wieder mit dem HERRN ins Reine kommen, wie kann ich mich vor dem erhabenen Gott beugen? Soll ich ihm ein Brandopfer von einjährigen Kälbern darbringen? (Ps 40,7; Ps 51,18)7 Hat der HERR Gefallen daran, wenn ich ihm 1000 Widder darbringe oder unermessliche Ströme von Öl? Oder soll ich ihm meinen erstgeborenen Sohn opfern, um mein Unrecht zu sühnen, meine Kinder als Opfer darbringen, um die Schuld meines Lebens[3] wieder gutzumachen?« (3Mo 18,21; 3Mo 20,1; Ps 50,9; Jes 40,16)8 Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt. (5Mo 10,12; Jes 57,15)9 Es ruft der HERR der Stadt Jerusalem zu – und klug ist es, deinen Namen zu fürchten –:[4] »Begreift doch, dass euch Strafe bevorsteht und achtet darauf, wer sie über euch verhängt hat!10 Sammelt der Gottlose immer noch unrecht erworbenes Gut in seinem Haus und misst er weiterhin mit dem verfluchten falschen Getreidemaß[5]? (Jer 5,26; Am 3,10; Am 8,5)11 Soll ich seinen Betrug mit der falschen Waage und den falschen Gewichten hinnehmen?12 Die Reichen in der Stadt verfolgen gnadenlos und brutal ihre eigenen Interessen, und alle Bewohner Jerusalems lügen und betrügen. (Jes 3,8)13 Deshalb werde ich euch mit Krankheit schlagen. Um eurer Sünden willen werde ich euch vernichten. (Jes 1,7; Jes 6,11)14 Du wirst essen und nicht satt werden – dein Hunger soll ungestillt bleiben. Was du dir beiseiteschaffst, wirst du doch nicht retten können. Und was du gerettet hast, wirst du im Krieg wieder verlieren. (3Mo 26,26; Jes 9,19; Jes 30,6)15 Du wirst säen, aber die Ernte nicht einbringen, und Oliven pressen, aber dich mit dem Öl nicht salben können. Und du wirst Trauben keltern, aber den Wein nicht genießen. (5Mo 28,38; Jer 12,13; Am 5,11; Zef 1,13)16 Denn du lebst immer noch nach dem Vorbild der Könige Omri[6] und Ahab[7]. Ihr habt euer ganzes Leben nach ihren Ratschlägen ausgerichtet. Deshalb mache ich dich zum abschreckenden Beispiel und deine Bewohner zur Zielscheibe des Spottes. Ihr werdet den Hohn der Völker ertragen müssen!« (1Kön 16,25; Jer 7,24; Jer 18,15; Jer 25,9)