Joel 1

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Das Wort des HERRN, das an Joël, den Sohn Petuëls, erging.2 Hört her, ihr Ältesten, / horcht alle auf, ihr Bewohner des Landes! Ist so etwas jemals geschehen / in euren Tagen oder in den Tagen eurer Väter?3 Erzählt euren Kindern davon / und eure Kinder sollen es ihren Kindern erzählen / und deren Kinder dem folgenden Geschlecht.4 Was der Grashüpfer übrig ließ, / hat die Wanderheuschrecke gefressen; was die Wanderheuschrecke übrig ließ, / hat die Larve gefressen; was die Larve übrig ließ, / hat der Nager gefressen. (5Mo 28,38; Ps 105,34; Am 4,9; Am 7,1)5 Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! / Jammert alle, ihr Zecher! / Euer Mund bekommt keinen Wein mehr zu trinken.6 Denn ein Volk zog heran gegen mein Land, / gewaltig groß und nicht zu zählen; seine Zähne sind Zähne eines Löwen / und sein Gebiss ist das einer Löwin. (Offb 9,8)7 Es hat meinen Weinstock verwüstet, / meinen Feigenbaum völlig verstümmelt. Abgeschält ließ es ihn liegen, / die Zweige starren bleich in die Luft. (Jes 5,1)8 Klagt wie eine Jungfrau im Trauergewand, / die den Bräutigam ihrer Jugend beweint!9 Aus ist es mit dem Speiseopfer, / mit dem Trankopfer im Haus des HERRN. / Es trauern die Priester, die Diener des HERRN.10 Vernichtet ist das Feld, der Ackerboden trauert; / denn vernichtet ist das Korn, vertrocknet der Wein, / versiegt das Öl.11 Die Bauern sind ganz geschlagen, / es jammern die Winzer; denn Weizen und Gerste, / die Ernte des Feldes ist verloren.12 Der Weinstock ist dürr, der Feigenbaum welk. / Granatbaum, Dattelpalme und Apfelbaum, alle Bäume auf dem Feld sind verdorrt; / ja, verdorrt ist die Freude der Menschen. (Jes 16,10; Jer 25,10; Am 4,7)13 Legt Trauer an und klagt, ihr Priester! / Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, / ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer / bleiben dem Haus eures Gottes versagt.14 Ordnet ein heiliges Fasten an, / ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten / und alle Bewohner des Landes beim Haus des HERRN, eures Gottes, / und schreit zum HERRN: (Joe 2,15)15 Weh, was für ein Tag! / Denn der Tag des HERRN ist nahe; / er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen. (Jes 13,6; Hes 30,2)16 Vor unseren Augen wurde uns die Nahrung entrissen, / aus dem Haus unseres Gottes sind Freude und Jubel verschwunden.17 Die Saat liegt vertrocknet unter den Schollen; / die Scheunen sind verödet, die Speicher zerfallen; / denn das Korn ist verdorrt.18 Wie brüllt das Vieh! / Die Rinderherden irren umher, denn sie finden kein Futter; / selbst die Schafherden leiden Not.19 Zu dir rufe ich, HERR; / denn Feuer hat das Gras der Steppe gefressen, / die Flammen haben alle Bäume auf dem Feld verbrannt.20 Auch die Tiere auf dem Feld schreien lechzend zu dir; / denn die Bäche sind vertrocknet / und Feuer hat das Gras der Steppe gefressen.

Joel 1

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Das Wort des HERRN, das an Joel erging, den Sohn des Petuel:2 Hört dies, ihr Ältesten! Und horcht auf, all ihr Bewohner des Landes! Gab es das in euren Tagen oder in den Tagen eurer Vorfahren?3 Davon erzählt euren Kindern, und eure Kinder sollen es ihren Kindern erzählen und deren Kinder einer späteren Generation!4 Was nach der Raupe[1] übrig blieb, hat die Heuschrecke gefressen, und was nach der Heuschrecke übrig blieb, hat die Heuschreckenbrut gefressen, und was nach der Heuschreckenbrut übrig blieb, hat die Schabe gefressen. (Joe 2,25; Am 4,9; Am 7,1)5 Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint, und heult, alle, die ihr Wein trinkt, über den Saft der Traube, denn er ist eurem Mund entrissen.6 Denn eine Nation ist über mein Land gekommen, stark und unzählbar, ihre Zähne sind Löwenzähne, und sie hat die Kiefer einer Löwin. (Offb 9,8)7 Meinen Weinstock hat sie verwüstet, und meinen Feigenbaum hat sie abgeknickt, restlos hat sie ihn abgeschält und hingeworfen, weiss geworden sind seine Ranken. (Hos 10,1)8 Wehklage wie eine Jungfrau, die umgürtet ist mit dem Trauergewand, um den Mann ihrer Jugendzeit klagt.9 Speiseopfer und Trankopfer sind dem Haus des HERRN entrissen, die Priester trauern, die Diener des HERRN.10 Verwüstet ist das Feld, der Boden vertrocknet[2]. Ja, verwüstet ist das Getreide, verdorrt der Wein, verschwunden das Öl.11 Schämt euch[3], ihr Bauern, heult, ihr Winzer, über den Weizen und über die Gerste, denn die Ernte des Felds ist zugrunde gegangen.12 Der Weinstock ist verdorrt und der Feigenbaum verschwunden. Granatapfelbaum, auch Palme und Apfelbaum, alle Bäume des Felds sind vertrocknet. Ja, verdorrt ist die Freude, den Menschen ist sie entzogen. (Am 4,7)13 Gürtet euch und klagt, ihr Priester, heult, ihr Diener des Altars! Kommt, tragt das Trauergewand in der Nacht, ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer werden dem Haus eures Gottes vorenthalten.14 Erklärt das Fasten für heilig, ruft einen Busstag aus! Versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes beim Haus des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN: (Joe 2,12; Joe 2,16)15 Ach, dieser Tag! Nah ist der Tag des HERRN, er kommt wie eine Verheerung durch Schaddai![4] (Hes 7,7; Joe 2,1; Joe 3,4; Joe 4,14; Am 5,18; Ob 1,15; Zef 1,7; Mal 3,23)16 Ist nicht vor unseren Augen die Nahrung entrissen worden, Freude und Jubel dem Haus unseres Gottes? (Joe 1,9)17 Verrottet sind die Saatkörner[5] unter ihren Schaufeln, die Speicher sind verödet, die Vorratsgruben eingefallen, denn das Getreide ist verdorrt!18 Wie das Vieh stöhnt! Aufgeregt sind die Rinderherden, denn sie haben keine Weide, auch die Schafherden tragen an der Schuld.19 Zu dir, HERR, rufe ich. Denn Feuer hat die Weideplätze in der Steppe gefressen, und auf dem Feld hat die Flamme alle Bäume verbrannt. (Joe 2,3)20 Auch die Tiere des Feldes haben Verlangen nach dir, denn ausgetrocknet sind die Flussbetten, und Feuer hat die Weideplätze in der Steppe gefressen.

Joel 1

Das Buch

von SCM Verlag

Das Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.

Joel 1

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 In diesem Buch steht, was der HERR durch Joël, den Sohn Petuëls, verkünden ließ.2 Hört her, ihr Alten und Erfahrenen, hört her, alle Leute im Land! Ist so etwas Unerhörtes schon einmal vorgekommen, zu euren Lebzeiten oder zur Zeit eurer Vorfahren?3 Erzählt es euren Kindern, damit sie es ihren eigenen Kindern weitersagen und diese wieder der folgenden Generation!4 Heuschrecken sind über die Felder hergefallen, Schwarm auf Schwarm; alles haben sie kahl gefressen. Was die einen übrig ließen, haben die nächsten verzehrt.[1] (2Mo 10,12; 5Mo 28,38; Ps 105,34; Joe 2,25; Am 4,9; Am 7,1)5 Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! Heult, ihr Zecher alle, denn es wird keinen neuen Wein geben!6 Ein Heer, das unbesiegbar und nicht zu zählen ist, hat unser Land überfallen. Sie haben Zähne wie Löwen. (Offb 9,8)7 Unsere Weinstöcke haben sie kahl gefressen und die Feigenbäume entlaubt, sogar die Rinde haben sie abgenagt und nur das nackte Holz übrig gelassen.8 Weint und klagt wie eine Braut, die im Sack umhergeht, weil sie ihren Bräutigam verloren hat!9-10 Die Felder sind verwüstet und ausgedörrt. Die Ernte ist vernichtet; niemand bringt mehr Korn, Öl und Wein als Speise- und Trankopfer in den Tempel des HERRN. Darum trauern die Priester, die den Opferdienst für den HERRN versehen.11 Klagt über euer Unglück, ihr Bauern und Weingärtner! Es gibt weder Weizen noch Gerste, die ganze Ernte ist verloren. (Jer 14,4)12 Die Weinstöcke sind verdorrt, die Feigen- und Dattelbäume, die Granat- und Apfelbäume und alle wild wachsenden Bäume im Land sind entlaubt. Die ganze Freude der Menschen welkt dahin.13 Ihr Priester am Altar des HERRN, legt den Sack um die Hüften und klagt! Behaltet ihn auch bei Nacht an! Es gibt keine Speise- und Trankopfer mehr im Tempel eures Gottes. (Jer 16,6; Am 8,10)14 Ruft einen Fasttag aus! Ordnet einen Bußgottesdienst an! Die Ältesten und das ganze Volk sollen sich im Tempel des HERRN, eures Gottes, versammeln und zu ihm um Hilfe rufen! (Jes 58,5)15 Wehe, was steht uns bevor! Der Gerichtstag des HERRN naht heran. Er kommt mit vernichtender Gewalt von Gott, dem Gewaltigen. (Am 5,18)16 Mit eigenen Augen mussten wir zusehen, wie unsere Nahrung vernichtet wurde. Darum sind Freude und Jubel im Haus unseres Gottes verstummt. (5Mo 16,11; Ps 118,24)17 Die Saatkörner liegen vertrocknet unter den Erdschollen. Die Vorräte sind aufgebraucht, die Speicher verfallen; denn es gibt kein Korn mehr.18 Brüllend irren die Rinder umher, weil sie kein Futter finden, und sogar die Schafherden leiden Not.19 Zu dir, HERR, rufe ich um Hilfe! Die Gluthitze hat das Gras in der Steppe verzehrt und die Bäume auf dem Feld versengt.20 Auch die wilden Tiere schreien zu dir; denn die Wasserläufe sind versiegt und das Gras ist verdorrt. (Ps 104,27)

Joel 1

Hoffnung für alle

von Biblica
1 In diesem Buch ist die Botschaft aufgeschrieben, die Joel, der Sohn Petuëls, vom HERRN empfing.2 Hört zu, ihr Anführer des Volkes, passt gut auf, ihr Bewohner dieses Landes! Hat sich jemals so etwas Schreckliches zu euren Lebzeiten oder zur Zeit eurer Vorfahren ereignet?3 Erzählt euren Kindern davon, damit sie es ihren eigenen Kindern weitersagen, und diese sollen den folgenden Generationen darüber berichten:4 Riesige Heuschreckenschwärme sind über unser Land hergefallen und haben alles kahl gefressen. Was die einen übrig ließen, haben die anderen vertilgt.[1] (Joe 2,25)5 Kommt endlich zu euch, ihr Betrunkenen! Jammert und weint, ihr fröhlichen Zecher, denn mit dem Weintrinken ist es nun vorbei!6 Ein ganzes Heer von Heuschrecken hat sich in Israel breitgemacht, sie sind mächtig und nicht zu zählen. Sie haben Zähne wie Löwen und sind genauso gefräßig!7 Nun sind unsere Weinstöcke kahl und die Feigenbäume abgestorben. Die Heuschrecken haben die Rinde abgenagt bis auf das nackte, weiße Holz.8 Weint und klagt wie eine junge Frau, die um ihren Bräutigam Trauer trägt!9-10 Die Felder sind eine trostlose Wüste, der Boden ist ausgetrocknet. Es gibt kein Getreide, keinen Most und kein Öl mehr, darum können im Tempel keine Speise- und Trankopfer dargebracht werden. Trauer erfüllt die Priester, die Diener des HERRN.11 Seid entsetzt, ihr Bauern! Klagt und weint, ihr Winzer! Ihr könnt keinen Weizen und keine Gerste mehr ernten.12 Die Weinstöcke und Feigenbäume sind nur noch kahles Gestrüpp; Dattelpalmen, Apfel- und Granatapfelbäume sind verdorrt und vertrocknet, genauso wie alle wild wachsenden Bäume im Land. Mit ihnen ist auch alle Freude der Menschen dahin.13 Legt Trauergewänder an, ihr Priester Gottes! Jammert und klagt, die ihr den Dienst am Altar verrichtet! Zieht auch in der Nacht die Trauerkleidung nicht aus, denn am Tempel gibt es nichts zu opfern, keine Speise- und keine Trankopfer mehr.14 Ruft die Menschen zum Fasten auf! Sie sollen sich alle zum Gottesdienst versammeln! Die führenden Männer und das ganze Volk sollen zum Tempel des HERRN, eures Gottes, kommen und laut zu ihm um Hilfe schreien!15 Ein Tag des Schreckens wartet auf uns! Denn jetzt naht der Gerichtstag des HERRN! Der Allmächtige kommt, um uns ins Verderben zu stürzen.16 Wir haben nichts mehr zu essen, vor unseren Augen wurde die Ernte vernichtet. Nun herrschen auch im Haus unseres Gottes kein Jubel und keine Freude mehr.17 Die Saatkörner liegen ausgedörrt in der Erde, die Vorratsspeicher stehen leer, die Scheunen verfallen, weil alles Korn vertrocknet ist.18 Das Vieh schreit nach Futter, die Rinder irren umher, denn sie können keine Weide mehr finden; auch die Schafe gehen elend zugrunde.19 Zu dir, HERR, rufe ich! Ein Feuer hat das Gras verzehrt und die Bäume versengt.20 Die Tiere in der Steppe lechzen nach Wasser, sie schreien zu dir um Hilfe! Die Bäche sind versiegt und die Weideplätze verbrannt.

Joel 1

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Wort Jahwes, das an Joël Ben-Petuël erging.2 Hört her, ihr Ältesten, / horcht auf, alle Leute im Land! / Kam so etwas bei euch schon einmal vor? / Haben eure Vorfahren je so etwas erlebt?3 Erzählt euren Kindern davon, / damit sie es ihren Kindern weitergeben / und diese es der nächsten Generation.4 Was der Nager übrig ließ, / hat die Heuschrecke gefressen; / was die Heuschrecke übrig ließ, / hat der Abfresser gefressen; / und was der Abfresser übrig ließ, hat der Vertilger gefressen.[1]5 Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! / Heult auf, ihr Weinsäufer alle! / Mit dem Weintrinken ist es jetzt vorbei.6 Denn ein Volk hat mein Land überfallen / mit einem mächtigen, unzählbaren Heer. / Es hat Zähne wie die von Löwen, / ja, ein Löwinnengebiss.7 Sie haben meine Weinstöcke verwüstet, / meine Feigenbäume geknickt, / entlaubt und fortgeworfen. / Die Zweige starren bleich in die Luft.8 Klage wie eine unberührte junge Frau im Trauersack, / die den Bräutigam ihrer Jugend verlor!9 Speis- und Trankopfer sind Jahwes Haus entzogen, / und die Diener Jahwes, die Priester, trauern.10 Die Felder sind verwüstet, / der Boden ist verdorrt, / das Korn vernichtet, / der Most vertrocknet, / die Oliven verwelkt.11 Seid entsetzt, ihr Bauern; / klagt und weint, ihr Winzer! / Vernichtet sind Weizen und Gerste, / die ganze Ernte ist verloren,12 der Weinstock ist vertrocknet, / der Feigenbaum verwelkt. / Auch Granat- und Apfelbaum, / Dattelpalme und alles Gehölz / sind entlaubt. / Die Freude der Menschen welkt dahin.13 Ihr Priester am Altar, / legt den Trauersack an! / Zieht ihn auch in der Nacht nicht aus! / Weint und klagt, ihr Diener Gottes! / Denn Speis- und Trankopfer / sind dem Haus eures Gottes entzogen.14 Ruft einen Fastentag aus! / Ordnet eine Feier an! / Bringt die Ältesten zusammen / und alle Bewohner des Landes! / Kommt zum Haus von Jahwe, eurem Gott, / und schreit um Hilfe zu ihm!15 Weh, was steht uns bevor! / Der Tag Jahwes ist nah! / Er kommt mit der Gewalt des Allmächtigen.16 Vor unseren Augen wurde unsere Nahrung vernichtet. / Aus dem Haus unseres Gottes ist Freude und Jubel verschwunden.17 Die Saat liegt vertrocknet unter den Schollen, / die Scheunen sind verödet, / die Speicher zerfallen, / das Korn ist verdorben.18 Brüllend irren die Rinder umher, / weil sie kein Futter mehr finden. / Selbst Schafherden gehen zugrunde. –19 Jahwe, ich rufe zu dir, / denn die Glut hat die Viehweiden verzehrt / und alle Bäume auf dem Feld versengt.20 Auch die wilden Tiere schreien zu dir, / denn die Wasserläufe sind versiegt / und die Viehweiden vom Feuer verbrannt.

Joel 1

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Der HERR gab Joel, dem Sohn Petuëls, folgende Botschaft:2 Hört meine Worte, ihr Ältesten und ihr anderen alle: Hört genau zu! Ist so etwas zu eurer oder zur Zeit eurer Vorfahren je passiert? (Jer 30,7; Joe 2,16)3 Erzählt euren Kindern davon, die sollen es ihren Kindern sagen und diese der nachfolgenden Generation. (2Mo 10,2)4 Was die Raupen übrig ließen, fraßen die Heuschrecken und was die übrig ließen, fraßen die Grashüpfer und andere Schädlinge[1]! (5Mo 28,38; Jes 33,4; Nah 3,15)5 Wacht auf, ihr Trinker, und weint, ihr Säufer! Denn euer Mund wird keinen Wein mehr schmecken, weil die Trauben vernichtet sind.6 Ein riesiges, mächtiges Heer[2] ist in mein Land eingefallen. Seine Zähne sind wie Löwenzähne und es hat den Biss einer Löwin. (Offb 9,3)7 Es hat meine Weinstöcke verwüstet und meine Feigenbäume abgeknickt: Abgeschält liegen sie da! Die Weinranken haben keine Blätter mehr. (Jes 5,6; Am 4,9)8 Weint und klagt wie eine Frau, die in Trauer um ihren verlorenen Bräutigam ist.9 Es gibt keine Speise- und Trankopfer mehr für den Tempel. Darum trauern die Priester, die dem HERRN dienen. (Hos 9,4)10 Der Acker trauert, denn die Felder sind verwüstet, das Korn ist vernichtet und Wein und Öl sind verdorben. (Jes 24,4)11 Verzweifelt, ihr Bauern! Klagt, ihr Weinbauern! Weint, denn die Weizen- und Gerstenernte, ja, alles Getreide ist vernichtet. (Am 5,16)12 Die Weinstöcke und Feigenbäume sind verdorrt, ebenso die Granatapfelbäume, Palmen und Apfelbäume und auch alle anderen. Und mit ihnen ist alle Lebensfreude vertrocknet. (Hl 2,3; Hab 3,17; Hag 2,19)13 Zieht eure Trauerkleidung an, ihr Priester, und klagt! Weint, ihr, die ihr am Altar Dienst tut! Behaltet auch nachts die Trauerkleidung an, ihr Diener meines Gottes! Denn es gibt weder Korn noch Wein, um sie im Tempel eures Gottes zu opfern. (1Kön 21,27; Jer 4,8)14 Ordnet ein heiliges Fasten an und ruft eine Gebetsversammlung aus. Versammelt die Ältesten und alle Einwohner des Landes im Tempel des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN um Hilfe! (Jon 3,8)15 Schlimmes wird geschehen. Der Tag des HERRN naht, er bringt die Zerstörung durch den Allmächtigen. (Jes 13,9; Jer 30,7; Hes 7,2)16 Haben wir nicht mit eigenen Augen gesehen, wie alles Essbare zerstört wurde und aller Jubel und alle Freude im Haus Gottes verstummt sind? (Jes 3,7; Am 4,6)17 Die Körner sind im Boden verschrumpelt. Die Scheunen und Silos verfallen, weil alles Korn vertrocknet ist. (Jes 17,10)18 Die Tiere schreien vor Hunger! Die Rinderherden sind verstört, weil sie keine Weide finden. Das Kleinvieh geht jämmerlich zugrunde.19 Zu dir, HERR, rufe ich! Das Feuer hat die Weiden verbrannt und die Bäume zerstört. (Ps 50,15; Ps 91,15; Mi 7,7)20 Sogar die wilden Tiere schreien zu dir, weil sie verdursten. Die Flüsse sind ausgetrocknet, das Feuer hat alles Leben vernichtet. (1Kön 17,7; 1Kön 18,5; Ps 104,21)