Jesaja 23

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Ausspruch über Tyrus. Heult, ihr Tarschisch-Schiffe, / denn es ist verwüstet, ohne Hafen, ohne Einfahrt; aus dem Land der Kittäer / wurde es ihnen offenbart. (Jes 2,16; Jes 23,14)2 Verstummt, ihr Bewohner der Küste, / du Kaufmann von Sidon, der du das Meer durchziehst, / sie haben dich reich gemacht.3 Über gewaltige Wasser kam die Saat des Schihor, die Ernte des Nils, / ihr Ertrag und du wurdest zum Händler der Nationen.4 Schäme dich, Sidon, / denn das Meer hat gesprochen, die Festung am Meer: Ich lag nicht in Wehen und habe nicht geboren / und ich habe weder junge Männer großgezogen noch habe ich junge Frauen emporgebracht. (Jes 1,2)5 Sobald die Nachricht die Ägypter erreicht, / zittern sie wie bei der Nachricht von Tyrus.6 Fahrt nach Tarschisch hinüber; / heult, ihr Bewohner der Küste!7 Ist das eure fröhliche Stadt, / deren Ursprung von Urzeit her ist, / deren Füße sie tragen, um in der Ferne zu siedeln?8 Wer hat das über Tyrus beschlossen, / das Kronen verschenkt hat, dessen Händler Fürsten waren, / dessen Kaufleute zu den Angesehenen der Erde gehörten? (Offb 18,23)9 Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, / die Überheblichkeit aller Zierde zu entweihen, / alle Angesehenen der Erde verächtlich zu machen.10 Überströme dein Land wie der Nil, Tochter Tarschisch, / es gibt keine Hafenmole mehr![1]11 Seine Hand hat er ausgestreckt über das Meer, / er hat die Königreiche erschüttert. Der HERR hat über Kanaan befohlen, / seine Festungen zu zerstören.12 Er sagte: Nie mehr sollst du fröhlich sein, / du vergewaltigte Jungfrau, Tochter Sidon. Zu den Kittäern mach dich auf, fahr hinüber, / auch dort findest du keine Ruhe!13 Siehe, das Land der Chaldäer. Das ist das Volk, das nicht gewesen ist. Assur hat es für Wüstentiere gegründet. Sie haben ihre Belagerungstürme errichtet, seine Paläste bloßgelegt. Er hat es zu einem Trümmerhaufen gemacht.14 Heult, ihr Tarschisch-Schiffe, / denn eure Festung wurde zerstört! (Jes 2,16; Jes 23,1)15 Es wird geschehen an jenem Tag, dass Tyrus vergessen bleibt für siebzig Jahre gemäß den Tagen eines einzelnen Königs. Nach siebzig Jahren wird es Tyrus ergehen gemäß dem Lied von der Dirne:16 Nimm die Leier, / durchstreife die Stadt, / vergessene Hure! Spiele gut / und singe viel, / damit man sich an dich erinnert!17 Am Ende von siebzig Jahren wird es geschehen, dass der HERR Tyrus heimsucht. Sie wird zu ihrem Dirnenlohn zurückkehren und Hurerei treiben mit allen Königreichen der Erde auf der Fläche des Erdbodens. (Offb 17,2)18 Ihr Gewinn und ihr Dirnenlohn wird dem HERRN als heilige Gabe gehören. Er wird nicht angesammelt und gehortet, sondern wird denen, die vor dem HERRN wohnen, als Gewinn zugutekommen, um sich satt zu essen und sich fein zu kleiden.

Jesaja 23

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Ausspruch: Tyros Heult, ihr Tarschisch-Schiffe, denn drinnen wurde Verwüstung angerichtet, man kommt nicht mehr hinein. Vom Land der Kittim her wurde es ihnen kundgetan.[1] (1Mo 10,4; Jes 2,12; Jes 2,16; Jer 2,10; Hes 27,6)2 Es wehklagten die Bewohner der Küste, die Händler aus Sidon, die daherzogen über das Meer ...[2]3 und über gewaltige Wassermassen. Die Saat des Schichor, die Ernte des Nil war ihr Ertrag, und das ergab den Gewinn aus dem Handel mit den Nationen[3]. (Jer 2,18)4 Schäme dich, Sidon, denn das Meer spricht, die Festung, das Meer sagt: Ich hatte keine Wehen und habe nicht geboren, ich habe keine jungen Männer grossgezogen, keine jungen Frauen aufgezogen. (Hes 28,21)5 Wenn die Nachricht nach Ägypten kommt, werden sie Wehen haben, wie bei der Nachricht über Tyros.6 Fahrt hinüber nach Tarschisch! Heult, ihr Bewohner der Küste!7 Ist dies eure frohlockende Stadt, deren Ursprung in frühester Zeit liegt, deren Füsse sie hinaustragen, damit sie auch weit weg in der Fremde sein kann?8 Wer hat dies beschlossen über Tyros, die andere krönte[4], deren Händler Fürsten waren und deren Kaufleute angesehen waren auf der Erde? (Sach 9,3)9 Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, um der Überheblichkeit all des Zierrats die Weihe zu nehmen, um unbedeutend zu machen alle, die angesehen sind auf der Erde.10 Überflute dein Land wie der Nil, Tochter Tarschisch, es gibt keine Werft mehr.11 Über das Meer hat er seine Hand ausgestreckt, Königreiche hat er erschüttert, über Kanaan hat der HERR verhängt, dass seine Zufluchtsorte zerstört werden. (Jes 14,26)12 Und er sprach: Du sollst nicht mehr frohlocken, du Jungfrau, Tochter Sidon, die du vergewaltigt wurdest! Mach dich doch auf zu den Kittim, fahr hinüber! Auch dort wirst du keine Ruhe finden! (Jes 23,1)13 Sieh, das Land der Kasdäer, dies ist das Volk, das nie war. Assur hat es den Schiffen zugewiesen. Man hat die Belagerungstürme[5] errichtet, seine Paläste hat man geschleift, zu einem Trümmerhaufen hat er es gemacht.14 Heult, ihr Tarschisch-Schiffe! Denn eure Festung ist verwüstet. (Jes 2,16; Jes 23,1)15 Und von jenem Tag an wird Tyros siebzig Jahre lang vergessen sein, solange das Leben eines Königs währt. Nach siebzig Jahren wird für Tyros gelten, was gesagt wird im Lied von der Hure: (Jer 25,11; Jer 29,10)16 Nimm die Leier, zieh deine Kreise in der Stadt, du vergessene Hure! Spiel gut, singe fleissig, damit man sich deiner erinnert!17 Und nach siebzig Jahren wird der HERR sich der Stadt[6] Tyros annehmen, und sie wird wieder zu ihrem Hurenlohn kommen, und sie wird Hurerei treiben mit allen Königreichen der Erde auf dem Erdboden. (Offb 17,2)18 Ihr Gewinn aber und ihr Lohn werden dem HERRN heilig sein. Nichts wird angehäuft oder aufgespart: Ihr Gewinn wird denen zukommen, die vor dem HERRN wohnen, damit sie sich satt essen und prächtig kleiden!

Jesaja 23

Das Buch

von SCM Verlag

Das Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.

Jesaja 23

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Botschaft über Tyrus: Heult und klagt, ihr großen Seeschiffe![1] Tyrus ist zerstört, ihr habt keinen Hafen mehr! Bei der Heimfahrt von Zypern erreicht euch diese Nachricht. (Jer 25,22; Hes 26,1; Hes 32,30; Joe 4,4; Am 1,9; Sach 9,1; Mt 11,21)2 Werdet stumm vor Entsetzen, ihr Bewohner der Küste, ihr Händler aus Sidon! Eure Aufkäufer überquerten das Meer;[2]3 sie führten Korn aus Ägypten ein. Was am Nil gesät und geerntet wurde, brachte Sidon Gewinn; es wurde zum Marktplatz der Völker.4 Vergeh vor Schmach und Schande, Sidon, und auch du, Tyrus, du Felsenfestung am Meer! Das Meer sagt zu euch: »Ich habe keine Kinder mehr, es ist, als hätte ich euch nie geboren. Ihr wart doch meine Söhne und Töchter, ich zog euch groß.«5 Auch die Ägypter fangen an zu zittern, wenn sie erfahren, dass Tyrus zerstört ist.6 Heult und klagt, ihr Bewohner der Küste, flieht doch hinüber nach Tarschisch in Spanien!7 Was ist aus eurer Stadt geworden, die früher erfüllt war von brausendem Leben, Tyrus, in uralter Zeit gegründet, Ausgangsort so vieler Händler, die sich in fernen Ländern niederließen!8 Früher hat Tyrus Königskronen ausgeteilt, seine Händler waren Fürsten, seine Kaufherren zählten zu den Großen der Erde. Wer hat seinen Untergang beschlossen?9 Der HERR war es, der Herrscher der Welt![3] Er wollte die ganze stolze Pracht zerschlagen und alle Großen der Erde klein machen.10 Ihr Bewohner von Tarschisch,[4] bewässert euer Land wie die Bauern am Nil und baut Korn an; denn in Tyrus werden keine Schiffe mehr gebaut!11 Der HERR hat seine Hand über das Meer ausgestreckt und Königreiche erschüttert. Er hat befohlen, die Burgen der Phönizier zu zertrümmern.12 Zur Stadt Sidon hat er gesagt: »Es gibt nichts mehr zu feiern, du geschändete Jungfrau! Flieht doch hinüber nach Zypern, ihr Bewohner von Sidon; aber auch dort seid ihr eures Lebens nicht sicher.«13 Denkt an Babylonien! Das Volk, das dort lebte, existiert nicht mehr. Die Assyrer haben Belagerungstürme errichtet, die Burgen in Trümmer gelegt und das Land den Wüstentieren überlassen.[5]14 Heult und klagt, ihr großen Seeschiffe! Tyrus ist zerstört, ihr habt keinen Hafen mehr!15 Die Zeit kommt, da wird man Tyrus vergessen, siebzig Jahre lang, die ganze Lebenszeit eines Königs. Wenn diese siebzig Jahre vorüber sind, wird es Tyrus ergehen wie der Hure in dem bekannten Lied: (Jer 25,11)16 Auf, nimm deine Laute und zieh durch die Stadt, spiel doch und sing deine Lieder! Vielleicht, du vergessenes Hurenweib, kommt deine Kundschaft dann wieder.17 Nach siebzig Jahren wird der HERR sich um die Stadt Tyrus kümmern. Dann kann sie ihr altes Geschäft wieder aufnehmen und sich an alle Königreiche der Welt verkaufen. (Offb 17,2)18 Aber was sie damit verdient und gewinnt, wird dem HERRN gehören. Es wird nicht angehäuft und im Kasten eingeschlossen, sondern wird denen zugutekommen, die beim Heiligtum des HERRN wohnen. Sie sollen sich davon reichlich zu essen kaufen und prächtige Kleider.

Jesaja 23

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Dies ist Gottes Botschaft über Tyrus: Heult, ihr Leute auf den großen Handelsschiffen[1], denn eure Stadt liegt in Schutt und Asche! In euren Hafen könnt ihr nicht mehr einfahren. Die Gerüchte, die ihr auf Zypern gehört habt – sie sind alle wahr! (Jes 2,16)2 Es soll euch die Sprache verschlagen, ihr Bewohner der phönizischen Küste! Vorbei ist die Zeit, in der zahlreiche Händler aus Sidon eure Gegend bevölkerten. Mit ihren Handelsschiffen segelten sie in ferne Länder3 und unternahmen Reisen über das weite Meer. Was in Ägypten am Nil gesät und geerntet wurde, das verkauften die Phönizier in alle Welt. Ja, Sidon war zum Handelsplatz der Völker geworden.4 Beschämt stehst du da, Sidon, und du, Tyrus, die Festung am Meer! Denn das Meer klagt: »Ach, es ist, als hätte ich nie Kinder geboren, nie Söhne und Töchter großgezogen!«5 Wenn die Ägypter diese Nachricht über Tyrus hören, werden sie sich winden vor Entsetzen.6 Weint und klagt, ihr Küstenbewohner! Rettet euch und segelt hinüber nach Tarsis in Spanien!7 Soll das Tyrus sein, die Stadt, die früher so fröhlich und berühmt war? Sie, die in grauer Vorzeit schon gegründet wurde? Ihre Abgesandten reisten doch immer bis in die fernsten Länder, gründeten überall Kolonien8 und setzten Könige als Herrscher über diese Gebiete ein. Die phönizischen Händler waren Fürsten und gehörten zu den angesehensten Männern der Erde. Wer hat dieses Unheil über Tyrus beschlossen?9 Der HERR, der allmächtige Gott, hat es getan! Er wollte dem Hochmut der Phönizier ein Ende bereiten; die angesehensten Männer der Erde hat er gedemütigt.10 Ihr Bewohner von Tarsis, breitet euch in eurem Land aus wie der Nil, wenn er die Felder überschwemmt! Jetzt hält euch keine Fessel mehr zurück![2]11 Der HERR hat seine Hand über das Meer ausgestreckt und ganze Königreiche zum Zittern gebracht. Er hat befohlen, die starken Festungen der Phönizier zu zerstören.12 Zu den Sidoniern sagt er: »Nie mehr werdet ihr feiern und jubeln, ihr Einwohner von Sidon. Eure Stadt gleicht nun einem Mädchen, das vergewaltigt wurde. Auf, flieht nur nach Zypern hinüber! Auch dort werdet ihr keine Ruhe finden.13 Denkt daran, wie es den Babyloniern ergangen ist! Das Volk der Chaldäer ist heute bedeutungslos. Die Assyrer haben das Land zu einer Einöde gemacht, in der die Wüstentiere hausen. Sie stellten Belagerungstürme auf und zerstörten die Paläste bis auf die Grundmauern. Sie haben die Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt.14 Heult, ihr Leute auf den großen Handelsschiffen, denn eure starke Festung ist verwüstet!15 Für siebzig Jahre – so lange, wie ein König lebt – soll Tyrus in Vergessenheit geraten. Nach diesen Jahren gleicht die Stadt jener alten Hure, von der es in dem Lied heißt:16 ›Du Hure, die man fast vergessen hat, nimm deine Laute und versuch dein Glück! Sing deine Lieder in der ganzen Stadt, vielleicht kommt mancher Kunde dann zurück.‹«17 Danach wird der HERR die Stadt Tyrus wieder aufblühen lassen. Wie früher geht sie ihren Geschäften nach und lässt sich gut bezahlen. Sie verkauft sich an alle Königreiche weit und breit für teures Geld.18 Doch was die Stadt bei ihren Geschäften und Handelsreisen verdient, ist dann dem HERRN geweiht. Die Tyrer häufen ihr Geld nicht mehr auf, um es für sich zu behalten. Es wird den Priestern des HERRN zugutekommen, damit sie reichlich zu essen haben und prächtige Kleider tragen können.

Jesaja 23

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Das Wort, das auf Tyrus[1] lasten wird: / Heult, ihr Handelsschiffe,[2] denn euer Hafen ist zerstört! / Als ihr von Zypern kamt, habt ihr davon gehört.2 Werdet stumm, ihr Küstenbewohner, / ihr Händler von Sidon. / Eure Aufkäufer überquerten das Meer3 und führten Korn aus Ägypten ein. / Die Saat am Nil und die Ernte am Strom brachten euch den Gewinn.4 Schäm dich, Sidon, und du, Festung am Meer! / Nun sagt euch das Meer: „Es ist, als hätte ich nie geboren, / als hätte ich niemals Wehen gehabt! / Zog ich denn niemals Kinder groß?“[3]5 Sobald die Kunde nach Ägypten kommt, werden sie sich winden, / wie es einst bei der Nachricht von Tyrus geschah.6 Fahrt doch nach Tarschisch[4] hinüber! / Heult, ihr Küstenbewohner!7 Ist das eure fröhliche, brausende Stadt, / gegründet in uralter Zeit, / die ihre Siedler in die Ferne schickt?8 Wer hat das Unheil gegen dieses Tyrus geplant, / das Königskronen spendete, / dessen Kaufleute Fürsten waren / und dessen Händler die Vornehmsten der Welt?9 Das beschloss Jahwe, der allmächtige Gott, / um zu entweihen die prunkende Pracht, / zu erniedrigen die Großen der Welt.10 Bewässert euer Land wie die Bauern am Nil, / ihr Kinder von Tarschisch! / Denn es gibt keine Werft mehr bei euch.11 Jahwe hat seine Hand über das Meer ausgestreckt und Königreiche erschreckt. / Er erließ den Befehl, die Burgen dieses Händlerlandes niederzureißen.12 Er sagte: Nie mehr sollst du fröhlich sein, / Sidon,[5] du vergewaltigte junge Frau! / Auch wenn ihr nach Zypern flieht, / findet ihr dort keine Sicherheit.13 Das ist ja ein Chaldäerland, / jenes Volk, das damals noch nicht war. / Nun hat Assyrien es für seine Schiffe bestimmt. / Sie haben Belagerungstürme gebaut, / die Burgen zerstört und zu Trümmerhaufen gemacht.14 Heult, ihr Schiffe von Tarschisch, / denn euer Hafen wurde zerstört.15 Es kommt eine Zeit, wo Tyrus siebzig Jahre lang – so lange, wie ein König lebt – vergessen sein wird. Und nach diesen siebzig Jahren wird es Tyrus ergehen wie der Hure im Lied:16 Nimm die Laute, / durchstreife die Stadt, / du vergessene Hure! / Spiel, so gut du kannst! / Singe Lied um Lied, / damit man wieder an dich denkt!17 Wenn die siebzig Jahre vorbei sind, wird Jahwe sich wieder um Tyrus kümmern. Die Stadt wird ihr altes Geschäft wieder aufnehmen und sich an alle Königreiche der Welt verkaufen.18 Aber ihr Handelsgewinn und Hurenlohn wird dann Jahwe gehören. Er wird nicht angesammelt und gehortet werden, sondern denen zugutekommen, die in der Nähe Jahwes wohnen, damit sie reichlich zu essen haben und Prachtgewänder tragen können.

Jesaja 23

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Für Tyrus erhielt ich folgende Botschaft: Weint, ihr Männer auf den Tarsis-Schiffen, denn eure Heimat wurde verwüstet. Es steht kein Haus mehr. Es ist keine Hafeneinfahrt mehr vorhanden. Ihr erfuhrt es durch die Hafenbewohner Zyperns. (Jos 19,29; Hes 26,1)2 Verstummt, ihr Küstenbewohner! Seefahrende Händler von Sidon machten euch einst reich. (Jes 47,5)3 Sie fuhren über das weite Meer und brachten Getreide aus fruchtbaren Tälern des Nil, mit dem ihr eure Vorratslager fülltet und das vielen Nationen zum Gewinn bringenden Geschäft wurde. (Hes 27,3)4 Doch nun schäme dich – denn aus Tyrus schallt es von der Felseninsel klagend über das Meer: »Mir ist, als hätte ich nie in Wehen gelegen, Kinder geboren und Söhne und Töchter großgezogen!« (1Mo 10,15; Jer 47,4)5 Wenn die Ägypter diese Nachricht über Tyrus hören, werden sie von Angst und Schrecken gepackt werden.6 Fahrt nur hinüber nach Tarsis! Klagt, ihr Küstenbewohner!7 Ist das noch die uralte, fröhliche Stadt? Sie brachen in ferne Länder auf, um dort einzuwandern und Kolonien zu gründen. (Jes 32,13)8 Wer hat dies über Tyrus angeordnet, das Herrscher ernannt hat, dessen Kaufleute Fürsten und dessen Händler in der Welt angesehen waren?9 Der HERR, der Allmächtige, hat es getan, um die Herrlichkeit des Reiches zu schänden und allen Prunk und alles hoch Angesehene als null und nichtig zu kennzeichnen. (Jes 5,13; Dan 4,34)10 Ihr Leute von Tarsis, breitet euch über euer Land aus wie der Nil. Mit der Herrschaft von Tyrus, eures Kolonialherrn, ist es aus.11 Der HERR hat seine Hand über dem Meer ausgestreckt und die Machtzentren der Erde erschüttert. Er hat den Befehl erteilt, alle militärischen Stützpunkte Kanaans zu zerstören. (Jes 50,2; Sach 9,3)12 Er spricht: »Du sollst nie wieder froh werden, du geschändete jungfräuliche[1] Tochter Sidon. Mach dich auf! Flieh doch nach Zypern – auch dort wirst du keine Ruhe finden.« (Offb 18,22)13 Sieh das Land von Babel – als Eroberungsmacht war es noch nicht in Sicht. Die Assyrer betrachteten es als Lebensraum für Wüstentiere. Dieses Land errichtet jetzt überall seine Wachttürme, zerstört die Paläste von Tyrus und macht das Land von Sidon zu einem Trümmerhaufen. (Jes 13,21)14 Klagt, ihr Männer auf den Tarsis-Schiffen, denn eure Festung ist zerstört!15 70 Jahre lang, die Länge eines Königslebens, wird Tyrus dann in Vergessenheit geraten. Nach diesen 70 Jahren wird es Tyrus ergehen, wie es im Lied der Hure heißt: (Jer 25,11)16 »Nimm die Harfe zur Hand, zieh durch die Straßen, vergessene Hure. Spiel so gut du kannst und sing ein Lied nach dem anderen, damit die Menschen sich an dich erinnern.«17 Ja, nach 70 Jahren wird der HERR sich an Tyrus erinnern. Es wird wieder Gewinn bringenden Handel treiben und mit allen Ländern der Erde geschäftlich verkehren.18 Aber es wird seine Handelsgewinne und seinen Erwerb an den HERRN abtreten. Es wird ihn nicht horten und aufbewahren, sondern denen zugutekommen lassen, die mit dem HERRN leben, damit sie genug zu essen haben und prachtvolle Kleider kaufen können. (Jes 60,5; Sach 14,20)