Hiob 26
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichHiobs Antwort
1 Da antwortete Hiob und sprach: 2 Wie hast du doch dem Kraftlosen geholfen und dem Ohnmächtigen beigestanden! 3 Wie hast du den Unweisen doch beraten und eine Fülle von Tiefsinn kundgetan! 4 Mit wessen Hilfe hast du gesprochen, und wessen Geist ging aus von dir? 5 Es erzittern die Schatten dort unten, die Wasser und ihre Bewohner. (Hi 23,2; Spr 9,18; Spr 21,16; Jes 14,9) 6 Nackt liegt das Totenreich vor ihm und unverhüllt der Abgrund. (Hi 28,20; Ps 139,8; Spr 15,11) 7 Er spannt den Norden aus über der Leere und hängt die Erde auf über dem Nichts. (Hi 38,6) 8 Er bindet das Wasser in seine Wolken, und die Wolken zerreissen darunter nicht. (Hi 36,27; Hi 37,11) 9 Er verschliesst den Thron vor den Blicken und breitet seine Wolken darüber. 10 Rund um das Wasser hat er eine Grenze gezogen, wo Licht und Finsternis sich scheiden. (1Mo 1,4; Hi 38,8; Spr 8,27) 11 Die Säulen des Himmels erzittern und erschrecken vor seinem Drohen. 12 Mit seiner Kraft hat er das Meer erregt und mit seiner Klugheit Rahab zerschmettert. (Hi 9,13) 13 Durch seinen Atem wurde der Himmel heiter, seine Hand hat die flüchtige Schlange durchbohrt. (Hi 12,10; Jes 27,1) 14 Seht, das sind nur die Säume seiner Wege, und wie leise ist das Wort, das wir vernehmen! Wer aber könnte das Donnern seiner Macht begreifen?Hiob 26
Das Buch
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
Hiob 26
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftIjob: Wie groß und mächtig ist Gott!
1 Ijob antwortete: 2 »Du bist doch wirklich eine große Hilfe für einen kranken, schwachen Mann wie mich! 3 Du kannst so gut beraten, weißt so viel und gibst es gern an arme Narren weiter! 4 Wo hast du diese weisen Worte her? Sag, welcher Geist hat sie dir eingeblasen? 5 Sogar die Geister der Verstorbenen zittern dort in der Tiefe unterm Meeresboden. 6 Die Totenwelt liegt nackt vor Gottes Augen, kein Schleier deckt den Abgrund vor ihm zu. (Ps 139,8; Spr 15,11; Am 9,2) 7 Gott spannt das Zelt des Himmels aus im Leeren und überm Nichts hängt er die Erde auf. 8 Das Wasser speichert er in seinen Wolken, die nicht zerreißen trotz der großen Last. 9 In dichte Wolken hüllt er seinen Thron, damit kein Auge ihn erblicken kann. 10 Rund um die Meere zog er einen Kreis; dort liegt die Grenze zwischen Licht und Dunkel. (Spr 8,27) 11 Die Pfeiler, die den Himmel tragen, schwanken, Entsetzen packt sie, wenn Gott sie bedroht. 12 Mit seiner Kraft hat er das Meer besiegt und Rahab umgebracht durch seine Klugheit. (Hi 9,13; Jes 27,1) 13 Sein Atem hat den Himmel blank gefegt, den schnellen Drachen hat sein Arm durchbohrt. 14 Das alles ist der Saum von seinen Taten, ein schwaches Echo, das wir davon hören. Wie groß und mächtig muss Gott wirklich sein!« (Sir 43,32)Hiob 26
Hoffnung für alle
von BiblicaHiob: Wie klug hast du mich beraten!
1 Darauf entgegnete Hiob: 2 »Ach, wie gut hast du mir beigestanden, mir, der keine Kraft besitzt! Wie sehr hast du mir geholfen – arm und schwach, wie ich bin! 3 Wie hast du mich so gut beraten, mich, dem jede Weisheit fehlt! Welche Einsicht hast du mir vermittelt, tief und umfangreich! 4 Mit wessen Hilfe hast du so geredet? Wer hat dir diese Worte eingegeben?[1]«Wer kann Gottes Macht begreifen?
5 »Vor Gott erzittern die Verstorbenen, alle, die im Wasser tief unter der Erde leben. 6 Die Welt der Toten – nackt und bloß liegt sie vor Gott. Der tiefe Abgrund kann sich nicht verhüllen. 7 Gott spannte den Himmel aus über dem leeren Raum; die Erde hängte er auf im Nichts. 8 Er füllt die Wolken mit Wasser, und doch reißen sie nicht unter ihrer Last. 9 Er verhüllt seinen Thron, indem er die Wolken davor ausbreitet. 10 Er spannte den Horizont wie einen Bogen über dem Meer, als Grenze zwischen Licht und Dunkelheit. 11 Wenn er die Säulen des Himmels bedroht, dann zittern und schwanken sie vor Furcht. 12 In seiner Kraft ließ er die Wellen des Meeres tosen, und in seiner Klugheit zerschmetterte er das Ungeheuer im Meer[2]. 13 Durch seinen Hauch wurde der Himmel wieder klar. Eigenhändig durchbohrte er den fliehenden Drachen. 14 Das alles sind nur kleine Fingerzeige, ein leises Flüstern, das wir von ihm hören! Die Donnersprache seiner Allmacht aber – wer kann sie begreifen?«Hiob 26
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenHiobs Antwort:
1 Hiob erwiderte: 2 „Wie hilfst du doch der Schwachheit auf / und stehst der Ohnmacht bei! 3 Wie gut du Dummheit berätst / und großes Wissen offenbarst! 4 Wessen Weisheit verbreitest du da, / und wessen Geist entströmte dir?“Ich zeige dir die Größe Gottes
5 „Es zittern die Schatten vor Gott, / tief unter dem Wasser und seinen Bewohnern. 6 Das Grab ist nackt vor ihm, / keine Decke hüllt den Abgrund ein. 7 Er spannt den Norden aus über der Leere, / hängt die Erde auf über dem Nichts. 8 Er speichert das Wasser in seine Wolken, / und das Gewölk zerreißt nicht unter dem Gewicht. 9 Er versperrt den Anblick seines Thrones / und breitet sein Gewölk davor aus. 10 Er zieht eine Grenze über dem Wasser, / wo Licht mit Finsternis zusammentrifft. 11 Die Säulen des Himmels[1] wanken, / erstarren, wenn Gott sie bedroht. 12 Durch seine Kraft erregt er das Meer, / durch seine Einsicht zerschmettert er das Ungetüm.[2] 13 Der Himmel wird heiter durch seinen Hauch, / seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange.[3] 14 Das sind nur kleine Fingerzeige von dem, was er tut; / wir vernehmen ja nur ein Wispern von ihm. / Wer könnte denn den Donner seiner Macht verstehen?“Hiob 26
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.