1.Mose 30
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichJakobs Reichtum
25 Als Rachel Josef geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Lass mich ziehen, ich will an meinen Ort und in mein Land gehen. 26 Gib mir meine Frauen und meine Kinder, um die ich dir gedient habe, damit ich gehen kann. Du weisst ja selbst, welchen Dienst ich bei dir geleistet habe. (1Mo 29,20) 27 Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade finden in deinen Augen. Ich habe unter guten Vorzeichen gestanden, und um deinetwillen hat mich der HERR gesegnet. (1Mo 39,5) 28 Und er sprach: Bestimme den Lohn, den du von mir haben willst. Ich will ihn dir geben. (1Mo 29,15) 29 Er sprach zu ihm: Du weisst selbst, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh unter meiner Obhut geworden ist. (1Mo 31,6; 1Mo 31,38) 30 Das wenige, das du vor meiner Zeit hattest, hat sich gewaltig vermehrt, und der HERR hat dich gesegnet, wo immer ich meinen Fuss hinsetzte. Wann werde nun auch ich für mein Haus etwas tun können? 31 Da sagte er: Was soll ich dir geben? Jakob sagte: Du sollst mir gar nichts geben. Wenn du mir dies eine gewährst, so will ich wieder deine Schafe weiden und hüten: (1Mo 46,34) 32 Ich will heute durch deine ganze Herde gehen und aus ihr alle gesprenkelten und gefleckten und alle schwarzen Lämmer aussondern, ebenso was unter den Ziegen gefleckt und gesprenkelt ist. Das soll mein Lohn sein. (1Mo 31,8) 33 Und meine Redlichkeit wird dann für mich sprechen, wenn du kommst, um meinen Lohn nachzuprüfen: Alles, was unter den Ziegen nicht gesprenkelt oder gefleckt und unter den Lämmern nicht schwarz ist, das soll als von mir gestohlen gelten. 34 Da sprach Laban: Gut, es soll geschehen, wie du gesagt hast. 35 Und er sonderte noch am selben Tag die gestreiften und gefleckten Ziegenböcke und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen aus, alles, an dem etwas weiss war, und alles, was schwarz war unter den Lämmern, und übergab sie seinen Söhnen. 36 Und er legte einen Abstand von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob, während Jakob die übrige Herde Labans weidete. 37 Nun nahm Jakob frische Ruten von Weisspappeln, Mandelbäumen und Platanen und schälte daran weisse Streifen heraus, so dass das Weisse an den Ruten blossgelegt wurde. 38 Dann stellte er die Ruten, die er geschält hatte, in die Tröge, in die Wasserrinnen, zu denen die Herden zum Trinken kamen, gerade vor die Tiere hin. Und sie paarten sich, wenn sie zum Trinken kamen. 39 So paarten sich die Tiere vor den Ruten, und die Tiere warfen Gestreifte, Gesprenkelte und Gefleckte. (1Mo 31,10) 40 Die Lämmer aber schied Jakob aus, und er richtete den Blick der Tiere auf das Gestreifte und alles Schwarze in der Herde Labans. So legte er sich eigene Herden zu, die er nicht zu den Tieren Labans tat. 41 Und sooft die kräftigen Tiere sich paarten, stellte Jakob die Ruten vor die Tiere in die Tränkrinnen, damit sie sich vor den Ruten paarten. 42 Wenn aber die Tiere schwächlich waren, stellte er sie nicht hin. Daher fielen die schwächlichen Tiere Laban zu, die kräftigen aber Jakob. 43 So breitete sich der Mann über die Massen aus, und er kam zu vielen Schafen und Ziegen, Mägden und Knechten, Kamelen und Eseln. (1Mo 12,16)1.Mose 30
Das Buch
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.