Psalm 137

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 An den Strömen von Babel, / da saßen wir und wir weinten, wenn wir Zions gedachten. (Kla 3,48; Hes 3,15) 2 An die Weiden in seiner Mitte hängten wir unsere Leiern. (Kla 5,14) 3 Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns, / unsere Peiniger forderten Jubel: Singt für uns eines der Lieder Zions! 4 Wie hätten wir singen können die Lieder des HERRN, fern, auf fremder Erde? 5 Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll meine rechte Hand mich vergessen.[1] (Jer 51,50) 6 Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht mehr gedenke, wenn ich Jerusalem nicht mehr erhebe zum Gipfel meiner Freude. (Ps 22,16) 7 Gedenke, HERR, den Söhnen Edoms den Tag Jerusalems, die sagten: Reißt nieder, bis auf den Grund reißt es nieder! (Kla 4,21; Hes 25,12; Hes 35,1; Ob 1,8) 8 Tochter Babel, du der Verwüstung Geweihte: / Selig, wer dir vergilt deine Taten, die du uns getan hast! (Jes 14,22; Jer 50,1) 9 Selig, wer ergreift und zerschlägt am Felsen deine Nachkommen! (Jes 13,16; Hos 14,1; Röm 12,19) 

Psalm 137

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 An den Flüssen von Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten. 2 An die Weiden dort hängten wir unsere Zithern. 3 Die uns gefangen hielten, forderten von uns, eines unserer Lieder zu singen[1], unsere Peiniger verlangten von uns, fröhlich zu sein: »Singt uns eines eurer Zionslieder!« 4 Doch wie könnten wir ein Lied für den HERRN auf fremdem Boden singen? 5 Jerusalem, wenn ich dich je vergesse, dann soll meine rechte Hand mir ihren Dienst versagen[2]! 6 Meine Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn Jerusalem nicht mehr meine allergrößte Freude ist! 7 HERR, vergiss den Edomitern nie, was sie am Unglückstag Jerusalems getan haben[3], als sie riefen: »Reißt die Stadt nieder, reißt sie nieder bis auf den Grund!« 8 Du Stadt Babylon[4], die du einst verwüstet sein wirst[5] – wohl dem, der dir einmal vergelten wird, was du uns angetan hast! 9 Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert![6]