1.Korinther 5

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Allgemein hört man von Unzucht unter euch, und zwar von Unzucht, wie sie nicht einmal unter den Heiden vorkommt, dass nämlich einer mit der Frau seines Vaters lebt. (3Mo 18,6; 3Mo 20,11; 5Mo 27,20)2 Und da macht ihr euch noch wichtig, statt traurig zu werden und den aus eurer Mitte zu stoßen, der so etwas getan hat.3 Was mich angeht, so habe ich - leiblich zwar abwesend, geistig aber anwesend - mein Urteil über den, der sich so vergangen hat, schon jetzt gefällt, als ob ich persönlich anwesend wäre: (Kol 2,5)4 Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn,5 diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird. (1Kor 1,8; 1Tim 1,20)6 Zu Unrecht rühmt ihr euch. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? (Gal 5,9)7 Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid! Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. (2Mo 12,15; 2Mo 13,7; Joh 1,29; Joh 19,36; 1Petr 1,19)8 Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit!9 Ich habe euch in meinem Brief geschrieben, dass ihr nichts mit Unzüchtigen zu schaffen haben sollt.10 Gemeint waren damit nicht alle Unzüchtigen dieser Welt oder alle Habgierigen und Räuber und Götzendiener; sonst müsstet ihr ja aus der Welt auswandern.11 Nun aber habe ich euch geschrieben: Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr auch keine Tischgemeinschaft haben. (1Kor 6,9)12 Was geht es mich denn an, die Außenstehenden zu richten? Habt ihr nicht die zu richten, die zu euch gehören?13 Die Außenstehenden wird Gott richten. Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte! (5Mo 17,7; 5Mo 19,19)

1.Korinther 5

Menge Bibel

1 Allgemein hört man von Unzucht bei euch, und noch dazu von einer solchen Unzucht, wie sie selbst bei den Heiden unerhört ist, daß nämlich einer die Frau seines Vaters zum Weibe genommen hat!2 Und da wollt ihr euch noch in die Brust werfen und habt nicht vielmehr Leid getragen, damit der Schuldige aus eurer Mitte entfernt werde?3 Nun – ich, der ich leiblich zwar abwesend, aber mit meinem Geiste bei euch anwesend bin, habe über diesen Menschen, der sich so schwer vergangen hat, bereits Gericht gehalten, als ob ich persönlich bei euch wäre.4 Wir wollen uns nämlich im Namen des Herrn Jesus versammeln, ihr und mein Geist im Verein mit der Kraft unsers Herrn Jesus,5 und wollen den betreffenden Menschen dem Satan zur Vernichtung des Fleisches übergeben, damit der Geist am Tage des Herrn Jesus gerettet werde.6 Euer Ruhm[1] ist nicht schön! Wißt ihr nicht, daß schon ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?7 Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr (durchweg) ein neuer Teig seid; ihr seid ja doch (als Christen) frei von allem Sauerteig; denn es ist ja auch unser Passahlamm geschlachtet worden: Christus.8 Darum laßt uns Festfeier halten nicht im[2] alten Sauerteig, auch nicht im[3] Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit, sondern im[4] Süßteig der Lauterkeit[5] und Wahrheit.9 Ich habe euch in meinem (vorigen) Briefe geschrieben, ihr möchtet keinen Verkehr mit unzüchtigen Leuten haben;10 (das heißt) nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt oder mit den Betrügern und Räubern oder Götzendienern; sonst müßtet ihr ja aus der Welt auswandern.11 Jetzt aber schreibe ich euch (unmißverständlich) so: Ihr dürft keinen Verkehr mit jemand haben, der den (christlichen) Brudernamen führt und dabei ein unzüchtiger Mensch oder ein Betrüger, ein Götzendiener, ein Verleumder, ein Trunkenbold oder ein Räuber ist; mit einem solchen Menschen dürft ihr nicht einmal Tischgemeinschaft haben.12 Denn was habe ich mit dem Richten von Leuten außerhalb der Gemeinde zu tun? Habt nicht auch ihr (nur) die zu eurer Gemeinde Gehörigen zu richten?13 Die draußen Stehenden wird Gott richten. Schafft den bösen Menschen aus eurer Mitte weg!

1.Korinther 5

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Überhaupt hört man ganz schlimme Dinge von euch! Es soll da einen Fall von Unzucht geben, wie er nicht einmal unter den Menschen vorkommt, die Gott nicht kennen:[1] dass nämlich einer mit seiner Stiefmutter zusammenlebt. (3Mo 18,8)2 Und darauf seid ihr noch stolz und gebt es als Zeichen eurer christlichen Freiheit aus![2] Ihr solltet vielmehr traurig sein und den, der so etwas getan hat, aus eurer Gemeinschaft ausstoßen! (1Kor 6,12; 1Kor 10,23)3 Ich selbst bin zwar körperlich fern, aber im Geist unter euch; und im Geist bei euch anwesend, habe ich schon das Urteil gesprochen über den, der so etwas Schlimmes getan hat. (Kol 2,5)4-5 Wenn ihr zusammenkommt und ich im Geist dabei bin und auch Jesus, unser Herr, mit seiner Kraft gegenwärtig ist, dann soll dieser Mensch im Namen von Jesus, unserem Herrn, dem Satan übergeben werden. Der soll an seinem Körper die verdiente Strafe vollziehen, damit er als einer, der von Gott den Heiligen Geist empfangen hat,[3] am Gerichtstag des Herrn doch noch gerettet wird. (1Kor 3,15; 1Tim 1,20)6 Euer Rühmen ist wahrhaftig unangebracht! Ihr wisst, dass ein klein wenig Sauerteig genügt, um den ganzen Teig sauer zu machen. (Gal 5,9)7 Reinigt euch also! Entfernt den alten Sauerteig, damit ihr wieder ein frischer, ungesäuerter Teig seid! Denn das seid ihr doch, seit Christus als unser Passalamm geopfert wurde. (2Mo 12,15; 2Mo 13,7; Joh 1,29)8 Lasst uns darum auch entsprechend feiern: nicht mit Brot aus dem alten Sauerteig der Sünde und Schlechtigkeit, sondern mit dem ungesäuerten Brot der Reinheit und Rechtschaffenheit.9 In meinem früheren Brief habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit Menschen zu tun haben, die Unzucht treiben.10 Natürlich dachte ich dabei nicht an Menschen, die außerhalb der Gemeinde stehen, genauso wenig, wenn ich euch vor dem Umgang mit Geldgierigen, Räubern und Götzenanbetern gewarnt habe. Sonst müsstet ihr ja diese Welt überhaupt verlassen.11 Ich schreibe euch darum jetzt ausdrücklich: Ihr sollt mit niemand Umgang haben, der sich Bruder nennt und trotzdem Unzucht treibt oder am Geld hängt oder Götzen verehrt, der ein Verleumder, Trinker oder Räuber ist. Mit solch einem sollt ihr auch nicht zusammen essen. (1Kor 6,9; 2Thess 3,6; Tit 3,10; 2Joh 1,10)12 Warum sollen wir über die Außenstehenden zu Gericht sitzen? Eure Aufgabe ist es, die eigenen Leute zur Rechenschaft zu ziehen.13 Über die draußen wird Gott Gericht halten. Entfernt also den Bösen aus eurer Mitte! (5Mo 13,6)

1.Korinther 5

Das Buch

von SCM Verlag
1 Außerdem habe ich gehört, dass es unter euch Unordnung im Bereich der Sexualität gibt, und zwar in einem solchen Ausmaß, wie man sie noch nicht einmal bei den Menschen aus den nichtjüdischen Völkern vorfindet. Dabei geht es darum, dass einer eine sexuelle Beziehung mit der Frau seines Vaters hat.2 Und dennoch seid ihr eingebildet und habt euch nicht – was viel naheliegender wäre – der Trauer und Besinnung gewidmet, sodass der, der das tut, aus eurer Mitte entfernt wird!3 Deshalb tue ich das jetzt: Obwohl ich körperlich nicht bei euch anwesend bin, aber in der Wirklichkeit des Gottesgeistes sehr wohl bei euch gegenwärtig bin, habe ich schon, als wäre ich persönlich bei euch, den, der sich dieser Tat hingegeben hat, unter das Gericht gestellt.4 Das bedeutet: Wenn ihr zusammengekommen seid und mein Geist zusammen mit euch in der Kraft unseres Herrn Jesus gegenwärtig ist,5 dann übergebt diesen Mann feierlich dem Ankläger, dem Satan, damit sein selbstbezogenes Ichleben geläutert wird und dadurch sein innerstes Wesen, sein Geist, am Gerichtstag des Herrn gerettet wird.6 Euer Selbstlob ist nichts Gutes. Begreift ihr denn nicht, dass schon ein kleines Stück Sauerteig den gesamten Teig durchsäuert?7 Macht es deshalb – im Bild gesprochen – so, wie es vor dem jüdischen Passafest vorgeschrieben ist: Reinigt das Haus vom alten Sauerteig und werdet so ein neuer Teig! Denn eigentlich seid ihr durch euer neues Leben sozusagen ohne diesen alten Sauerteig! Ja, so ist es: Unser Passalamm ist ja schon für uns geschlachtet worden, er, der Messias selbst.8 Lasst uns also unser Leben als Fest feiern, aber nicht mit dem alten Sauerteig, also auch nicht mit dem Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit, sondern mit ungesäuertem Teig, also dem Brot der Ehrlichkeit und der Wahrhaftigkeit.9 Ich hatte euch ja schon in meinem Brief geschrieben, dass ihr euch nicht mit denen zusammentun sollt, die sexuell ausschweifend leben!10 Damit meine ich natürlich nicht grundsätzlich alle Menschen in dieser Welt, die in außerehelichen sexuellen Beziehungen leben, oder alle Geldgierigen, Diebe oder Anhänger falscher Götter. Denn dann müsstet ihr ja vollständig aus der Welt ausziehen!11 Deshalb schreibe ich es euch jetzt noch einmal: Ihr sollt euch dann nicht mit ihnen zusammentun, wenn es sich um jemanden handelt, der als Mitchrist bezeichnet wird und dabei trotzdem sexuell ausschweifend lebt oder geldgierig ist oder als Götzendiener lebt oder gegen Gott redet oder ein Säufer oder Räuber ist. Mit solch einer Person sollt ihr euch auch nicht zum gemeinsamen Essen niedersetzen!12 Denn das ist doch nicht meine Aufgabe, die Menschen zu verurteilen, die außerhalb der Gottesgemeinde leben! Solltet ihr nicht vielmehr die beurteilen, die innerhalb der Gottesgemeinde leben?13 Die, die außerhalb der Gemeinschaft der Christen leben, die beurteilt Gott ja schon. Also: Schickt diesen Menschen, der sich der Bosheit hingegeben hat, aus eurer Mitte fort!

1.Korinther 5

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Überhaupt hört man, dass Unzucht[1] unter euch ist, und ⟨zwar⟩ eine solche Unzucht[2], die selbst unter den Nationen nicht ⟨stattfindet⟩: dass einer seines Vaters Frau hat. (3Mo 18,8; 5Mo 27,20; 2Kor 12,21)2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde! (1Kor 4,18; 2Kor 7,11)3 Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geist anwesend, habe schon als Anwesender das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat (Kol 2,5)4 [3]– wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid –, (Mt 18,20)5 einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern[4] zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet wird am Tage des Herrn. (1Kor 1,8; 1Tim 1,20)6 Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? (Mt 13,33; Gal 5,9; Jak 4,16)7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ⟨ja bereits⟩ ungesäuert seid! Denn auch unser Passah⟨lamm⟩, Christus, ist geschlachtet. (2Mo 12,21; 2Mo 13,7; Offb 5,6)8 Darum lasst uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit! (2Mo 12,15; Lk 12,1)9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen[5] Umgang zu haben;10 nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen. (Joh 17,15)11 Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen. (Röm 16,17)12 Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? (Mk 4,11)13 Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus! (5Mo 13,6; Mt 18,17)