von Katholisches Bibelwerk1Doch Elischa entgegnete: Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit kostet am Tor von Samaria ein Sea Feinmehl nur noch einen Schekel und auch zwei Sea Gerste kosten nur noch einen Schekel.2Doch der Vorkämpfer, auf dessen Arm sich der König stützte, antwortete dem Gottesmann: Selbst wenn der HERR Schleusen am Himmel anbrächte, könnte das nicht geschehen. Elischa erwiderte: Du wirst es mit deinen eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.3Vor dem Eingang des Stadttors saßen vier aussätzige Männer. Sie sagten zueinander: Warum sitzen wir hier, bis wir sterben?4Wollten wir in die Stadt gehen, in der Hungersnot herrscht, dann sterben wir in ihr. Bleiben wir draußen, dann sterben wir auch. Kommt, wir gehen in das Lager der Aramäer hinüber! Wenn sie uns am Leben lassen, bleiben wir am Leben. Wenn sie uns töten, so sterben wir. (Est 4,16)5Sie machten sich daher in der Abenddämmerung auf, um in das Lager der Aramäer zu gehen. Doch als sie in den Bereich des aramäischen Lagers kamen, war dort niemand zu sehen.6Der Herr hatte nämlich das Rollen von Wagen, das Getrampel von Pferden und das Lärmen eines großen Heeres im Lager vernehmen lassen, sodass einer zum andern sagte: Der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, um uns überfallen zu lassen.7Sie waren daher in der Dämmerung aufgebrochen und geflohen. Dabei hatten sie ihre Zelte, Pferde und Esel und das ganze Lager, so wie es war, zurückgelassen, um durch die Flucht ihr Leben zu retten. (Spr 28,1)8Als nun die Aussätzigen in den Bereich des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt, aßen und tranken, nahmen Silber, Gold und Kleider und entfernten sich, um die Beute zu verstecken. Dann kamen sie zurück, gingen in ein anderes Zelt, machten auch hier ihre Beute und entfernten sich wieder, um sie zu verstecken.9Dann aber sagten sie zueinander: Wir handeln nicht recht. Heute ist ein Tag froher Botschaft. Wenn wir schweigen und bis zum Morgengrauen warten, trifft uns Schuld. Kommt also; wir gehen und melden es im Palast des Königs.10Sie machten sich auf, riefen die Wächter der Stadt und erzählten ihnen: Wir sind in das Lager der Aramäer gekommen. Aber dort war niemand zu sehen und kein menschlicher Laut zu hören. Die Pferde und Esel waren angebunden und die Zelte standen so da, wie sie waren.11Da riefen es die Wächter aus und man meldete es drinnen im Palast des Königs.12Noch in der Nacht stand der König auf und sagte zu seinen Leuten: Ich will euch erklären, was die Aramäer gegen uns planen. Sie wissen, dass wir Hunger leiden, und haben das Lager nur verlassen, um sich auf dem freien Feld zu verstecken mit dem Hintergedanken: Wenn sie die Stadt verlassen, nehmen wir sie lebendig gefangen und dringen in die Stadt ein.13Doch einer von den Leuten schlug vor: Man nehme doch fünf von den noch vorhandenen Pferden. Ihnen mag es ergehen wie den vielen Israeliten, die schon zugrunde gegangen sind. Wir wollen Männer mit den Pferden hinschicken und dann weitersehen.[1]14Man nahm also zwei Wagen mit den Pferden. Der König schickte sie der Streitmacht der Aramäer nach und befahl ihnen: Brecht auf und seht nach!15Sie fuhren hinter ihnen her bis an den Jordan und fanden den ganzen Weg mit Kleidern und Waffen übersät, die die Aramäer auf ihrer überstürzten Flucht weggeworfen hatten. Als sie zurückkamen und dem König Meldung erstatteten,16strömte das Volk hinaus und plünderte das Lager der Aramäer. Jetzt kostete ein Sea Feinmehl nur noch einen Schekel und auch zwei Sea Gerste kosteten nur noch einen Schekel, wie es der HERR vorausgesagt hatte. (Jdt 15,6)17Der König hatte die Aufsicht über das Tor dem Vorkämpfer übertragen, auf dessen Arm er sich zu stützen pflegte. Ihn trat das Volk im Stadttor nieder und so starb er, wie es ihm der Gottesmann vorausgesagt hatte. Als der König herabgekommen war, hatte er es gesagt.18Als nämlich der Gottesmann zum König sagte: Morgen um diese Zeit kosten am Tor von Samaria zwei Sea Gerste nur noch einen Schekel und ein Sea Feinmehl kostet nur noch einen Schekel,19hatte der Vorkämpfer dem Gottesmann geantwortet: Selbst wenn der HERR Schleusen am Himmel anbrächte, könnte dies nicht geschehen. Und Elischa hatte ihm erwidert: Du wirst es mit deinen Augen sehen, aber nicht davon essen.20So geschah es ihm nun: Das Volk trat ihn im Tor nieder, sodass er starb.
2.Könige 7
Lutherbibel 2017
von Deutsche Bibelgesellschaft1Elisa aber sprach: Hört des HERRN Wort! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Maß feines Mehl einen Schekel gelten und zwei Maß Gerste einen Schekel im Tor von Samaria.2Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm sich der König lehnte, dem Mann Gottes und sprach: Und wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie könnte das geschehen? Er sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen, doch du wirst nicht davon essen!3Und es waren vier aussätzige Männer vor dem Tor, und einer sprach zum andern: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben? (3Mo 13,46)4Wenn wir in die Stadt gehen wollten, so ist Hungersnot in der Stadt und wir müssten doch dort sterben. Bleiben wir aber hier, so müssen wir auch sterben. So lasst uns nun hingehen und zu dem Heer der Aramäer überlaufen. Lassen sie uns leben, so leben wir, töten sie uns, so sind wir tot.5Und sie machten sich in der Dämmerung auf, um zum Heer der Aramäer zu kommen. Und als sie vorn an das Lager kamen, siehe, da war niemand da.6Denn der Herr hatte die Aramäer hören lassen ein Getümmel von Rossen, Wagen und großer Heeresmacht, sodass sie untereinander sprachen: Siehe, der König von Israel hat gegen uns angeworben die Könige der Hetiter und die Könige der Ägypter, dass sie über uns kommen sollen. (2Kön 6,17; 2Kön 19,7)7Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre Zelte, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen, um ihr Leben zu retten.8Als nun die Aussätzigen an den Rand des Lagers kamen, gingen sie in eins der Zelte, aßen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und gingen hin und verbargen’s und kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt und nahmen daraus und gingen hin und verbargen’s.9Aber einer sprach zum andern: Lasst uns so nicht tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir das verschweigen und warten, bis es lichter Morgen wird, so wird uns Schuld treffen. So lasst uns nun hingehen und es dem Hause des Königs ansagen.10Und da sie kamen, riefen sie die Torhüter der Stadt und sagten’s ihnen an und sprachen: Wir sind zum Lager der Aramäer gekommen, und siehe, da ist niemand mehr und keine Menschenstimme, sondern Rosse und Esel angebunden und die Zelte, wie sie dastehen.11Da riefen es die Torhüter aus, und man sagte es drinnen im Hause des Königs an.12Und der König stand noch in der Nacht auf und sprach zu seinen Obersten: Lasst euch sagen, wie es die Aramäer mit uns machen. Sie wissen, dass wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, um sich im Felde zu verbergen, und denken: Wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig ergreifen und in die Stadt eindringen.13Da antwortete einer seiner Obersten: Man nehme fünf Rosse von denen, die noch in der Stadt übrig geblieben sind – ihnen wird es ja doch gehen wie der ganzen Menge, die hier noch übrig geblieben oder schon dahin ist. Die lasst uns senden, um nachzusehen.14Da nahmen sie zwei Wagen mit Rossen, und der König sandte sie dem Heer der Aramäer nach und sprach: Zieht hin und seht nach!15Und als sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg voll von Kleidern und Geräten, die die Aramäer in der Eile von sich geworfen hatten. Und als die Boten zurückkamen und es dem König ansagten,16ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Aramäer. Und es galt ein Maß feines Mehl einen Schekel und zwei Maß Gerste auch einen Schekel nach dem Wort des HERRN.17Aber der König bestellte den Ritter, auf dessen Arm er sich lehnte, in das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor, sodass er starb, wie der Mann Gottes gesagt hatte, als der König zu ihm hinabkam.18Und es geschah, wie der Mann Gottes dem König gesagt hatte, als er sprach: Morgen um diese Zeit werden zwei Maß Gerste einen Schekel gelten und ein Maß feines Mehl einen Schekel im Tor von Samaria.19Und der Ritter hatte dem Mann Gottes geantwortet: Und siehe, wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie könnte das geschehen? Elisa aber hatte gesprochen: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen, doch du wirst nicht davon essen!20Und genau so erging es ihm; denn das Volk zertrat ihn im Tor, dass er starb.
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2.Könige 7
Elberfelder Bibel
von SCM Verlag1Da sagte Elisa: Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Maß Weizengrieß für einen Schekel ⟨verkauft werden⟩ und zwei Maß Gerste für einen Schekel im Tor von Samaria. (1Sam 15,1; 2Kön 7,16)2Da antwortete der Anführer, auf dessen Arm[1] sich der König stützte, dem Mann Gottes und sagte: Siehe, wenn der HERR Fenster am Himmel machte, könnte wohl so etwas geschehen? Er aber sagte: Siehe, du wirst es mit deinen ⟨eigenen⟩ Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen! (4Mo 11,13; 2Kön 5,18; 2Kön 7,19; Ps 78,19; Hebr 4,2)3Nun waren da vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, die sagten einer zum anderen: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben? (3Mo 13,46; Lk 4,27)4Wenn wir sagen: Lasst uns in die Stadt gehen – in der Stadt ⟨herrscht⟩ ja die Hungersnot –, dann werden wir dort sterben. Wenn wir aber hierbleiben, werden wir auch sterben. So kommt nun und lasst uns ins Heerlager Arams überlaufen! Wenn sie uns am Leben lassen, dann leben wir, und wenn sie uns töten, dann sterben wir. (Est 4,16)5So machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch.6Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, dass sie über uns kommen sollen. (1Kön 10,29; 2Kön 19,7)7So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurückgelassen, das ⟨ganze⟩ Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen. (Ri 7,21; 1Sam 14,15; 1Kön 20,20; Ps 48,6; Spr 28,1)8Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Heerlagers kamen, gingen sie in eines der Zelte[2] und aßen und tranken. Und sie nahmen Silber und Gold und Kleider von dort mit und gingen hin und versteckten es. Dann kehrten sie zurück und gingen in ein anderes Zelt[3]; und sie nahmen ⟨auch⟩ von dort ⟨etwas mit⟩, gingen hin und versteckten es.9Dann sagten sie einer zum andern: Wir tun nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Schweigen wir aber und warten, bis der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt und lasst uns hineingehen und es im Haus des Königs berichten! (1Kor 9,16)10So kamen sie und riefen die Torwache der Stadt und berichteten ihnen: Wir sind in das Heerlager Arams gekommen, und siehe, da war kein Mensch und keine Menschenstimme, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden und die Zelte, so wie sie waren.11Da riefen ⟨es⟩ die Torwächter aus[4], und man berichtete es drinnen im Haus des Königs.12Da stand der König in der Nacht auf und sagte zu seinen Knechten: Ich will euch sagen, was die Aramäer mit uns gemacht haben: Sie haben erkannt, dass wir Hunger leiden; da sind sie aus dem Lager abgezogen, um sich im Feld zu verstecken, indem sie sich sagen: Wenn sie aus der Stadt herauskommen, dann wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt eindringen!13Da antwortete einer von seinen Knechten und sagte: Man nehme doch fünf von den übrig gebliebenen Pferden, die hier ⟨noch⟩ übrig geblieben sind! Siehe, ihnen ⟨wird es ja doch ergehen⟩ wie der ganzen Menge Israels, die hier übrig geblieben ist; siehe, ihnen ⟨wird es ergehen⟩ wie der ganzen Menge Israels, die am Ende ist. Schicken wir ⟨doch⟩ hin, und lasst uns sehen!14So nahmen sie zwei Wagen mit Pferden, und der König schickte hinter dem Heerlager Arams ⟨Männer⟩ her und sagte: Geht hin und seht!15Und sie zogen hinter ihnen her bis an den Jordan; und siehe, der ganze Weg war voll von Kleidern und Geräten, die die Aramäer auf ihrer hastigen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten kehrten zurück und berichteten es dem König.16Da ging das Volk hinaus und plünderte das Heerlager Arams. Da wurde ein Maß Weizengrieß für einen Schekel und zwei Maß Gerste für einen Schekel ⟨verkauft⟩ nach dem Wort des HERRN. (2Kön 7,1; 2Chr 20,25; Ps 68,13; Jes 44,26)17Der König hatte aber den Offizier, auf dessen Arm[5] er sich stützte, ⟨zur Aufsicht⟩ über das Tor bestellt. Und das Volk trat ihn im Tor nieder, sodass er starb, geradeso wie der Mann Gottes geredet hatte, der, als der König zu ihm herabkam, es ⟨voraus⟩gesagt hatte. (2Kön 7,2)18Es war ja geschehen, als der Mann Gottes zum König geredet hatte: Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit für einen Schekel ⟨verkauft⟩ werden und ein Maß Weizengrieß ⟨ebenso⟩ für einen Schekel im Tor von Samaria, (2Kön 7,1; Jes 44,26)19da hatte der Offizier dem Mann Gottes geantwortet und gesagt: Siehe, wenn der HERR auch Fenster am Himmel machte, könnte wohl so etwas geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen ⟨eigenen⟩ Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen. (2Kön 7,2)20So geschah es ihm nun: Das Volk trat ihn im Tor nieder, sodass er starb. (Jer 28,17)
2.Könige 7
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche Bibelgesellschaft1Darauf sagte Elischa zu allen Anwesenden: »Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: ›Morgen um diese Zeit sind im Tor von Samaria fünf Kilo Weizenmehl und zehn Kilo Gerstenkörner[1] für ein Silberstück zu kaufen!‹«2Der Offizier, der den König begleitete, gab zurück: »Das ist unmöglich, selbst wenn der HERR Fenster in den Himmel machen würde!« Elischa sagte zu ihm: »Du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht mehr davon essen!«
Die Belagerer sind abgezogen
3Draußen vor dem Stadttor saßen vier Männer, die den Aussatz hatten. Sie sagten zueinander: »Sollen wir hier sitzen bleiben, bis wir sterben? (3Mo 13,46)4In die Stadt zu gehen hat keinen Sinn, dort können wir auch nur verhungern. Gehen wir ins Lager der Syrer! Wenn sie uns am Leben lassen, haben wir Glück gehabt, und wenn nicht – sterben müssen wir sowieso.«5Bei Anbruch der Dunkelheit gingen sie zum syrischen Lager. Aber schon als sie die ersten Zelte erreichten, merkten sie, dass das Lager verlassen war.6Der HERR hatte die Syrer einen Lärm hören lassen, wie wenn ein großes Heer mit Pferden und Streitwagen anrückt. Da hatten sie sich gesagt: »Gewiss hat der König von Israel die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten mit ihren Truppen zu Hilfe gerufen; die wollen uns jetzt in den Rücken fallen!« (2Kön 6,17)7Darum hatten sie bei Anbruch der Dunkelheit die Flucht ergriffen und rannten um ihr Leben. Ihre Zelte, ihre Pferde und Esel, das ganze Lager, so wie es war, hatten sie zurückgelassen.8Die vier Aussätzigen gingen in eines der nächstgelegenen Zelte und aßen und tranken sich erst einmal satt. Dann nahmen sie alles Silber und Gold und die Gewänder, die sie in dem Zelt fanden, und versteckten alles außerhalb des Lagers. Danach gingen sie in ein anderes Zelt, holten auch dort alle Kostbarkeiten heraus, brachten sie weg und versteckten sie.9Dann aber sagten sie sich: »Das ist nicht recht, was wir da tun. Heute ist ein großer Tag, wir haben eine gute Nachricht zu überbringen. Wenn wir die auch nur bis morgen für uns behielten, würden wir uns schuldig machen. Kommt, wir gehen in die Stadt, zum Palast des Königs, und melden dort, was geschehen ist!«10Sie liefen also zur Stadt, riefen die Torwächter und meldeten ihnen: »Wir sind im Lager der Syrer gewesen. Kein Mensch ist mehr dort; keine Menschenstimme war zu hören. Nur die Pferde und Esel stehen angebunden im Lager und die Zelte sind noch völlig in Ordnung.«11Die Torwächter gaben die Nachricht weiter und man meldete es im Palast des Königs.12Der König stand auf – es war mitten in der Nacht – und beriet sich mit seinen hohen Offizieren. Er sagte: »Ich will euch sagen, was die Syrer mit uns vorhaben: Sie wissen, wie sehr uns der Hunger zusetzt. Nun haben sie ihr Lager verlassen und halten sich im Gelände versteckt. Sie warten nur darauf, dass wir uns aus der Stadt herauswagen. Dann werden sie uns alle gefangen nehmen und in die Stadt eindringen!«13Darauf meinte einer der Offiziere: »Wir sollten ein paar von den Pferden, die uns noch geblieben sind, zur Erkundung ausschicken. Denn auch wenn wir sie hierbehielten, würden sie zugrunde gehen – genauso wie die vielen Israeliten, die schon umgekommen sind.«14Der König ließ also zwei Streitwagen anspannen und gab den Besatzungen den Auftrag, zu erkunden, wo sich das syrische Heer befinde.
Die Voraussagen Elischas treffen ein
15Die Kundschafter verfolgten dessen Spur bis zum Jordan: Der ganze Weg war übersät mit Kleidungsstücken und Waffen, die die Syrer weggeworfen hatten, um auf der Flucht schneller voranzukommen. Nachdem die Kundschafter zurückgekehrt waren und dem König Bericht erstattet hatten,16stürmte das ganze Volk aus der Stadt hinaus und plünderte das Lager der Syrer. Da trat ein, was der HERR durch Elischa angekündigt hatte: Fünf Kilo Weizenmehl und zehn Kilo Gerstenkörner waren für ein Silberstück zu kaufen. (2Kön 7,1)17Den hohen Offizier, in dessen Begleitung der König zu Elischa gekommen war, hatte der König zum Stadttor geschickt, um dort die Ordnung aufrechtzuerhalten. Doch er wurde vom Volk zu Tode getrampelt. Auch dies geschah genau, wie der Mann Gottes es vorausgesagt hatte.18Denn als Elischa dem König verkündet hatte: »Zehn Kilo Gerstenkörner und fünf Kilo Weizenmehl sind morgen um diese Zeit im Tor von Samaria für ein Silberstück zu kaufen!«,19hatte der Offizier ihm geantwortet: »Das ist unmöglich, selbst wenn der HERR Fenster in den Himmel machen würde!« Darauf hatte Elischa ihm angekündigt: »Du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nichts mehr davon essen!«20Genauso kam es: Das Volk trampelte ihn im Tordurchgang zu Tode.
2.Könige 7
Hoffnung für alle
von Biblica1Da ergriff Elisa das Wort. »Hört, was der HERR dazu sagt: Morgen um diese Zeit könnt ihr beim Stadttor von Samaria für ein Silberstück 5 Kilo feines Weizenmehl oder sogar 10 Kilo Gerste kaufen!«2Spöttisch antwortete der hohe Offizier, der den König begleitet hatte: »Das ist unmöglich! Sollte der HERR etwa am Himmel ein Fenster öffnen und Getreide herunterschütten?« »Mit eigenen Augen wirst du es sehen«, gab Elisa ihm zurück, »aber essen wirst du nichts davon!«
Das Ende der Hungersnot
3Draußen vor dem Stadttor saßen vier aussätzige Männer. Sie sagten zueinander: »Was sollen wir hier sitzen und auf den Tod warten?4In der Stadt herrscht Hungersnot. Gehen wir in die Stadt, dann verhungern wir, bleiben wir hier, verhungern wir auch. Warum also nicht ins Lager der Syrer gehen? Wenn sie uns am Leben lassen, dann haben wir noch einmal Glück gehabt. Und wenn sie uns umbringen, ist es auch egal. Hier wären wir ja sowieso gestorben.«5Sobald es dunkel wurde, machten die vier sich auf den Weg zum Heerlager der Syrer. Doch als sie zu den ersten Zelten kamen, konnten sie weit und breit keinen Menschen entdecken.6Denn der Herr hatte die Syrer das Donnern von Pferdehufen und den Lärm heranbrausender Streitwagen hören lassen, als ob ein riesiges Heer im Anmarsch wäre. »Das sind die Könige der Hetiter und der Ägypter mit ihren Truppen!«, hatten die Syrer gedacht. »Bestimmt hat der König von Israel sie zu Hilfe gerufen! Gleich greifen sie an!«7Hals über Kopf hatten die Syrer in der Abenddämmerung die Flucht ergriffen. Ihre Zelte, die Pferde und Esel, ihr ganzes Hab und Gut – alles hatten sie zurückgelassen und waren um ihr Leben gerannt.8Als nun die vier aussätzigen Männer ins Lager kamen, gingen sie in eines der Zelte, aßen sich erst einmal satt und stillten ihren Durst. Dann rafften sie alles an Silber, Gold und Kleidern zusammen, was sie dort im Zelt finden konnten, und versteckten die Schätze außerhalb des Lagers. Schnell eilten sie zurück, gingen in das nächste Zelt und nahmen auch von dort alles mit, was sie an Kostbarem finden konnten, um es in ihr Versteck zu bringen.9Doch dann sagten sie zueinander: »Eigentlich ist es nicht recht, was wir hier tun. Heute ist ein Freudentag! Wir haben eine so gute Nachricht für die Leute in der Stadt und behalten sie für uns. Wenn wir unsere Entdeckung erst morgen früh melden, machen wir uns schuldig. Kommt, lasst uns zurückgehen und im Königspalast alles berichten!«10Die vier eilten zur Stadt zurück, machten die Torwächter durch lautes Rufen auf sich aufmerksam und erzählten ihnen, wie sie ins syrische Heerlager gekommen waren, aber dort keinen Menschen angetroffen hatten: »Wir sahen und hörten niemanden; Pferde und Esel waren an ihren Pfosten angebunden, und in den Zelten lagen noch alle Habseligkeiten der Syrer herum.«11Die Torwächter verbreiteten die Nachricht sofort in der ganzen Stadt, und auch im Königspalast wurde sie gemeldet.12Obwohl es mitten in der Nacht war, stand König Joram auf und ließ seine Berater zu sich kommen. »Ich kann euch sagen, was die Syrer vorhaben«, begann der König. »Sie haben längst gemerkt, dass wir am Verhungern sind. Nun haben sie sich aus dem Lager zurückgezogen und sich in einem Hinterhalt versteckt. Sobald wir aus der Stadt herauskommen, wollen sie uns alle gefangen nehmen, um dann mühelos die Stadt zu erobern.«13Da schlug einer der Berater vor: »Wir könnten doch fünf unserer letzten Pferde anspannen und in das Lager der Syrer fahren! Wir haben ja ohnehin nichts zu verlieren. Irgendwann werden die Tiere sterben, und auch wir halten nicht mehr lange durch. Lasst uns hinausfahren! Dann wollen wir einmal sehen, was geschieht!«14Die Pferde wurden vor zwei Streitwagen gespannt. Der König gab den Wagenlenkern den Auftrag, das Versteck der Syrer aufzuspüren.15Die Kundschafter machten sich auf und folgten dem Weg, den das Heer genommen haben musste. Sie sahen überall Kleider und Waffen herumliegen, die die Syrer weggeworfen hatten, um schneller fliehen zu können. Beim Jordan kehrten sie um, eilten nach Samaria zurück und berichteten dem König, was sie gesehen hatten.16Da strömten die Einwohner der Stadt in das verlassene Lager hinaus und plünderten es. Und was der HERR angekündigt hatte, das traf nun ein: Für ein Silberstück bekam man 5 Kilogramm feines Weizenmehl oder sogar 10 Kilogramm Gerste!17Der König hatte den hohen Offizier, mit dem er am Tag zuvor zu Elisa gegangen war, zum Stadttor geschickt, um dort für Ordnung zu sorgen. Doch die aufgeregte Volksmenge trampelte ihn zu Tode. So traf ein, was der Prophet vorausgesagt hatte, als der König und sein Begleiter bei ihm waren.18Elisa hatte ja zum König gesagt, dass man am folgenden Tag beim Stadttor für ein einziges Silberstück 5 Kilogramm feines Weizenmehl oder sogar 10 Kilogramm Gerste kaufen könnte.19Darauf hatte der Offizier spöttisch geantwortet: »Das ist unmöglich! Sollte der HERR etwa am Himmel ein Fenster öffnen und Getreide herunterschütten?« Da hatte der Prophet ihm erwidert: »Mit eigenen Augen wirst du es sehen, aber essen wirst du nichts davon!«20Und so geschah es nun: Die aufgeregte Volksmenge trampelte ihn beim Stadttor zu Tode.
2.Könige 7
Menge Bibel
1Da sagte Elisa: »Hört das Wort des HERRN! So hat der HERR gesprochen: ›Morgen um diese Zeit wird ein Maß Feinmehl einen Schekel kosten und zwei Maß Gerste auch einen Schekel im Tor[1] von Samaria!‹«2Da antwortete der Ritter[2], auf dessen Arm der König sich stützte, dem Gottesmanne folgendermaßen: »Selbst wenn Gott der HERR Fenster am Himmel aufmachte: wie könnte so etwas möglich sein?« Elisa aber entgegnete: »Wisse wohl: du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.«
Erlebnisse der vier Aussätzigen im syrischen Lager
3Nun befanden sich vier aussätzige Männer außerhalb des Stadttores, die sagten zueinander: »Wozu wollen wir hier bleiben, bis wir sterben?4Wenn wir uns vornehmen, in die Stadt zu gehen, so herrscht die Hungersnot in der Stadt, und wir müssen dort sterben; bleiben wir aber hier, so müssen wir auch sterben. Darum kommt, wir wollen auf das Lager der Syrer losgehen! Lassen sie uns am Leben, so bleiben wir leben; töten sie uns aber, nun, so sterben wir!«5So machten sie sich denn in der Abenddämmerung auf, um sich ins Lager der Syrer zu begeben. Als sie nun an den Rand[3] des syrischen Lagers kamen, war dort kein Mensch zu sehen.6Gott der HERR hatte nämlich das syrische Heer ein Getöse von Wagen und Rossen, das Getöse einer großen Heeresmacht, hören lassen, so daß einer zum andern sagte: »Gewiß hat der König von Israel die Könige der Hethiter und die Könige von Ägypten gegen uns gedungen, daß sie uns überfallen sollen!«7So hatten sie sich also noch in der Abenddämmerung aufgemacht und die Flucht ergriffen, hatten ihre Zelte, ihre Pferde und Esel, kurz das ganze Lager, wie es war, im Stich gelassen und waren davongelaufen, um ihr Leben zu retten.8Als nun jene Aussätzigen an den vorderen Eingang des Lagers gekommen waren, gingen sie in ein Zelt, aßen und tranken, nahmen Silber, Gold und Kleider daraus weg und vergruben es anderswo; dann kehrten sie um und gingen in ein anderes Zelt, plünderten es aus und vergruben den Raub.9Darauf aber sagten sie zueinander: »Wir handeln nicht recht! Der heutige Tag ist ein Tag guter Botschaft; schweigen wir aber und warten wir, bis es morgen hell ist, so trifft uns eine Verschuldung. Wir wollen also jetzt hingehen und es im königlichen Palast melden!«10Sie machten sich also auf, riefen die Wache am Stadttor an und meldeten dort: »Wir sind ins Lager der Syrer gekommen; aber da war kein Mensch zu sehen und keine Menschenstimme zu hören, sondern nur die Pferde und die Esel standen dort angebunden und die Zelte, wie sie gewesen waren.«11Da riefen die Torwächter es in die Stadt hinein, und man ließ es drinnen im Palast des Königs melden.12Da stand der König noch in der Nacht auf und sagte zu seinen Dienern: »Ich will euch sagen, was die Syrer gegen uns im Schilde führen! Weil sie wissen, daß wir Hunger leiden, haben sie ihr Lager verlassen, um sich irgendwo in der Gegend zu verstecken, indem sie denken: ›Wenn die aus der Stadt herausgekommen sind, wollen wir sie lebendig gefangennehmen und dann in die Stadt eindringen.‹«13Da antwortete einer von seinen Dienern: »So nehme man doch fünf[4] von den übriggebliebenen Pferden, die hier noch übrig sind – es wird ihnen ja doch nur ergehen wie der ganzen Menge, die bereits dahin ist –: die wollen wir ausschicken, um nachzusehen.«14Da nahm man zwei Gespanne Rosse[5], die schickte der König hinter dem syrischen Heere her mit dem Befehl: »Geht hin und seht nach!«15Als diese nun hinter ihnen her bis an den Jordan zogen, stellte es sich heraus, daß der ganze Weg mit Kleidern und Waffen bedeckt war, welche die Syrer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Als dann die Boten zurückgekehrt waren und dem König Bericht erstattet hatten,16zog das Volk aus der Stadt hinaus und plünderte das syrische Lager; und nun kostete ein Maß Feinmehl einen Schekel und zwei Maß Gerste auch einen Schekel, wie der HERR es angekündigt hatte.17Der König hatte aber dem Ritter, auf dessen Arm er sich stützte, die Aufsicht über den Markt übertragen; dabei zertrat ihn das Volk auf dem Markt, so daß er starb, wie der Gottesmann es vorausgesagt hatte, als der König zu ihm ins Haus gekommen war. (2Kön 7,2)18Als nämlich der Gottesmann zum Könige gesagt hatte: »Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit auf dem Markt von Samaria einen Schekel kosten und ein Maß Feinmehl auch einen Schekel«,19da hatte der Ritter dem Gottesmann zur Antwort gegeben: »Selbst wenn Gott, der HERR, Fenster am Himmel aufmachte: wie könnte so etwas möglich sein?« (Elisa) aber hatte entgegnet: »Wisse wohl: du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.«20Und so erging es ihm jetzt wirklich: das Volk zertrat ihn auf dem Markt, so daß er den Tod fand.
2.Könige 7
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz Vanheiden1Da sagte Elischa: „Hört das Wort Jahwes! So spricht Jahwe: 'Morgen um diese Zeit werden im Tor von Samaria ein Maß[1] Feinmehl und zwei Maß Gerste für ein Schekel ‹Silber› zu kaufen sein.'“2Der Adjutant des Königs erwiderte: „Selbst wenn Jahwe Schleusen am Himmel anbringen würde – das ist unmöglich!“ Elischa entgegnete: „Pass auf! Du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht mehr davon essen.“3Nun gab es da vier aussätzige Männer, die draußen vor dem Stadttor saßen. Sie sagten zueinander: „Sollen wir hier sitzen bleiben, bis wir sterben?4Wenn wir in die Stadt gehen, verhungern wir auch nur. Bleiben wir hier, sterben wir ebenfalls. Kommt, wir gehen ins Lager der Syrer! Wenn sie uns am Leben lassen, leben wir, und wenn sie uns töten, sterben wir eben.“5So gingen sie bei Anbruch der Dunkelheit ins Lager der Syrer. Schon am Rand merkten sie, dass das Lager verlassen war.6Denn der Herr hatte die Syrer ein Getöse von Wagen und Pferden hören lassen, das wie der Lärm eines großen Heeres klang. Da hatten sie sich gesagt: „Seht, der König von Israel hat die Könige der Hetiter[2] und Ägypter angeworben, dass sie uns jetzt überfallen!“7So hatten sie bei Anbruch der Dunkelheit die Flucht ergriffen und waren um ihr Leben gelaufen. Ihre Zelte, ihre Pferde, ihre Esel und das ganze Lager hatten sie zurückgelassen, wie es war.8Die Aussätzigen gingen nun in eins der Zelte, aßen und tranken, nahmen Silber, Gold und Gewänder mit und versteckten alles. Dann gingen sie in ein anderes Zelt und nahmen auch von dort etwas mit und versteckten es.9Doch dann sagten sie zueinander: „Es ist nicht richtig, was wir machen. Heute ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir das auch nur bis morgen für uns behalten, machen wir uns schuldig. Lasst uns in die Stadt zum Palast des Königs gehen und dort melden, was passiert ist!“10So liefen sie zur Stadt, riefen die Torwächter an und berichteten ihnen: „Wir sind im Lager der Syrer gewesen und haben dort keinen Menschen mehr gefunden und auch keine Menschenstimme gehört. Wir fanden nur Pferde und Esel angebunden und die Zelte so stehen, wie sie waren.“11Die Torwächter meldeten es im Palast des Königs.12Obwohl es mitten in der Nacht war, stand der König auf und beriet sich mit seinen Offizieren. „Ich will euch sagen, was die Syrer vorhaben“, begann der König. „Weil sie wissen, dass wir am Verhungern sind, haben sie das Lager verlassen und sich im Gelände versteckt. Sie haben gedacht: 'Wenn die aus der Stadt herauskommen, werden wir sie lebendig fangen und in die Stadt eindringen!'“13Da schlug einer der Offiziere vor: „Wir könnten doch fünf unserer letzten Pferde anspannen und nachsehen lassen. Es wird ihnen ja doch nicht anders ergehen als dem Rest der Israeliten, die ohnehin am Ende sind.“14Der König ließ also zwei Streitwagen anspannen und sagte den Männern: „Fahrt hin und seht nach!“15Sie verfolgten die Spur des Heeres bis an den Jordan. Der ganze Weg war mit Kleidungsstücken und Waffen übersät, die die Syrer auf der hastigen Flucht weggeworfen hatten.
Als die Boten zurückgekehrt waren und dem König Bericht erstattet hatten,16stürmte das ganze Volk aus der Stadt hinaus und plünderte das Lager der Syrer. Und nun kosteten ein Maß Feinmehl und zwei Maß Gerste tatsächlich nur noch ein Schekel ‹Silber›, wie Jahwe es angekündigt hatte.17Der König hatte seinem Adjutanten die Aufsicht über das Tor übertragen. Doch das Volk trampelte ihn zu Tode, so wie der Gottesmann es ihm gesagt hatte, als der König in sein Haus gekommen war.18Denn als Elischa dem König gesagt hatte: „Morgen um diese Zeit werden im Tor von Samaria ein Maß Feinmehl und zwei Maß Gerste für ein Schekel ‹Silber› zu kaufen sein“,19hatte der Adjutant entgegnet: „Selbst wenn Jahwe Schleusen am Himmel anbringen würde – das ist unmöglich!“ Darauf hatte Elischa ihm erwidert: „Pass auf! Du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht mehr davon essen.“20Genauso kam es: Das Volk trampelte ihn im Tordurchgang zu Tode.
2.Könige 7
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer Bibelgesellschaft1»Hört, was der HERR sagt!«, entgegnete Elisa. »So spricht der HERR: ›Morgen um diese Zeit wird man im Stadttor von Samaria vier Kilogramm[1] Weizenmehl oder neun Kilogramm[2] Gerstenkörner für ein Silberstück verkaufen.‹«2Da sagte der Offizier, der den König begleitete[3]: »Selbst wenn der HERR ein Fenster im Himmel öffnen und das Getreide herabschütten würde – das ist unmöglich!«[4] »Du wirst es mit eigenen Augen sehen«, erwiderte Elisa, »aber davon essen wirst du nichts.«
Das Ende der Belagerung
3Vor dem Stadttor von Samaria waren vier Aussätzige. Sie sagten zueinander: »Was sollen wir hier warten, bis wir sterben?4Wenn wir in die Stadt gehen, dann verhungern wir mit allen anderen.[5] Wenn wir hier bleiben, verhungern wir auch. Lasst uns zu den Aramäern überlaufen. Vielleicht lassen sie uns am Leben.[6] Und wenn sie uns töten, dann sterben wir eben.«5Bei Anbruch der Dunkelheit[7] machten sie sich auf den Weg zum Lager der Aramäer. Doch als sie die ersten Zelte erreichten, stellten sie fest, dass weit und breit kein Mensch zu sehen war.6Der HERR hatte die Aramäer einen Lärm hören lassen, als ob ein großes Heer mit Pferden und Streitwagen heranrückte. Da hatten sie zueinander gesagt: »Bestimmt hat der König von Israel die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten angeworben, damit sie uns ´mit ihren Truppen` angreifen.«7Darum waren sie in der Abenddämmerung[8] Hals über Kopf geflohen. Sie hatten ihr ganzes Lager zurückgelassen, wie es war – nicht nur ihre Zelte, sondern sogar ihre Pferde und Esel – und waren um ihr Leben gerannt.8Als nun die vier Aussätzigen ins Lager kamen, gingen sie in eines der Zelte, aßen sich erst einmal satt und stillten ihren Durst. Dann rafften sie das Gold, das Silber und die Gewänder, ´die sie im Zelt fanden`, zusammen und versteckten alles außerhalb des Lagers. Anschließend kehrten sie wieder ins Lager zurück, plünderten das nächste Zelt und brachten auch diese Schätze in ihr Versteck.9Doch dann sagten sie zueinander: »Was wir hier tun, ist nicht recht. Heute ist ein Freudentag, und wir haben eine wunderbare Nachricht[9], die wir nicht für uns behalten dürfen. Wenn wir den anderen erst morgen früh davon erzählen, machen wir uns schuldig. Kommt, lasst uns zum Palast des Königs gehen und unsere Entdeckung melden!«10Sie liefen zur Stadt, machten die Torwächter auf sich aufmerksam und riefen zu ihnen hinauf: »Wir sind zum Lager der Aramäer gegangen, und dort ist keine Menschenseele. Wir haben niemand ´gesehen oder` gehört. Die Pferde und Esel stehen angebunden im Lager, und die Zelte sind völlig in Ordnung.«11Die Torwächter gaben die Nachricht sofort weiter, und man meldete es im Palast des Königs.12Obwohl es mitten in der Nacht war, stand der König auf und beriet sich mit seinen Hofleuten: »Ich kann euch genau sagen, was die Aramäer vorhaben«, begann er. »Sie wissen, dass wir am Verhungern sind. Nun haben sie das Lager verlassen und sich im Gelände versteckt, denn sie rechnen damit, dass wir aus der Stadt herauskommen. Dann nehmen sie uns gefangen und erobern die Stadt.«13Einer seiner Leute schlug vor: »Wir könnten einige Männer ins Lager senden, um nachzusehen. Sie könnten fünf von den Pferden nehmen, die uns noch geblieben sind. Wir haben nichts zu verlieren. Unsere Pferde gehen so oder so zugrunde, genau wie wir alle.«[10]14Da ließ der König zwei Streitwagen anspannen[11] und befahl: »Fahrt zum Lager und erkundet, ob die Aramäer noch in der Nähe sind[12].«
Was Elisa vorausgesagt hat, trifft ein
15Die beiden Streitwagen folgten der Spur des aramäischen Heeres bis zum Jordan. Der ganze Weg war übersät mit Kleidungsstücken und Waffen, die die Aramäer weggeworfen hatten, um schneller fliehen zu können. Nachdem die Kundschafter zurückgekehrt waren und dem König Bericht erstattet hatten,16stürmte die ganze Stadt zum Lager der Aramäer hinaus und plünderte es. Was der HERR angekündigt hatte, traf ein: ´Man verkaufte` vier Kilogramm Weizenmehl oder neun Kilogramm Gerstenkörner für ein Silberstück.17Der König hatte den Offizier, in dessen Begleitung er zu Elisa gekommen war, damit beauftragt, am Stadttor für Ordnung zu sorgen. Doch die ´aufgeregte` Menge trampelte ihn zu Tode. Auch in diesem Punkt traf ein, was der Mann Gottes vorausgesagt hatte, als der König bei ihm war.18Elisa hatte gesagt: »Morgen um diese Zeit wird man im Stadttor von Samaria neun Kilogramm Gerstenkörner oder vier Kilogramm Weizenmehl für ein Silberstück kaufen.«19Doch der Offizier, der den König begleitet hatte, hatte entgegnet: »Selbst wenn der HERR ein Fenster im Himmel öffnen und das Getreide herabschütten würde – das ist unmöglich.« »Du wirst es mit eigenen Augen sehen«, hatte Elisa erwidert, »aber davon essen wirst du nichts.«20Genauso erging es ihm nun: Das Volk trampelte ihn im Stadttor zu Tode.
2.Könige 7
Neues Leben. Die Bibel
von SCM Verlag1Elisa antwortete: »Höre folgende Botschaft vom HERRN! ›So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit werden auf dem Markt von Samaria ein Maß feines Mehl und zwei Maß Gerste nur noch einen Schekel Silber kosten.‹«[1]2Der Mann, auf den der König sich stützte, sagte zu dem Propheten: »Das wäre selbst dann unmöglich, wenn der HERR die Fenster des Himmels öffnete!« Doch Elisa antwortete: »Du wirst mit eigenen Augen sehen, wie es geschieht, aber du wirst nichts davon essen!« (1Mo 7,11; 2Kön 5,18; Mal 3,10)
Vier aussätzige Männer gehen ins Lager der Feinde
3Vor den Stadttoren saßen vier Aussätzige. »Warum sollen wir hier warten, bis wir sterben?«, fragten sie sich. (3Mo 13,45; 4Mo 5,1)4»Wenn wir hier bleiben, sterben wir, und wenn wir in die Stadt zurückgehen, wo der Hunger herrscht, sterben wir auch. Wir können genauso gut hingehen und uns den Aramäern ergeben. Wenn sie uns am Leben lassen, umso besser. Wenn sie uns töten – nun, dann sterben wir eben.« (2Kön 6,24)5Also gingen sie noch am gleichen Abend ins Lager der Aramäer hinaus, doch als sie ankamen, war da niemand!6Denn der HERR hatte das Heer der Aramäer getäuscht, sodass die Krieger glaubten, das Rasseln heranstürmender Streitwagen, das Galoppieren von Pferden und das Heranrücken eines großen Heeres zu hören. »Der König von Israel hat die Hetiter und Ägypter angeworben und greift an!«, riefen sie einander zu. (2Sam 5,24; 2Chr 12,2)7So brachen sie in der Abenddämmerung auf und ergriffen die Flucht, ließen ihre Zelte, Pferde, Esel und alles andere im Stich und rannten um ihr Leben. (Ps 48,5; Spr 28,1)8Als die aussätzigen Männer am Rande des Lagers ankamen, gingen sie in eines der Zelte, aßen, tranken und schleppten Silber, Gold und Gewänder heraus und versteckten alles. Dann gingen sie in ein weiteres Zelt und verfuhren ebenso.9Schließlich sagten sie zueinander: »Wir handeln nicht richtig, wenn wir die gute Nachricht dieses Tages nicht weitersagen. Wenn wir bis morgen warten, machen wir uns schuldig. Kommt, gehen wir zurück und erzählen es im Palast des Königs.«10So kehrten sie in die Stadt zurück und erzählten den Wächtern am Tor: »Wir sind ins Lager der Aramäer gegangen und haben dort niemanden mehr vorgefunden. Die Pferde und Esel waren angebunden und die Zelte unverändert.«11Dann machten die Wächter die Neuigkeit allen bekannt und meldeten sie auch im Palast des Königs.
Israel plündert das Lager
12Der König erhob sich mitten in der Nacht und sagte zu seinen Dienern: »Ich weiß, was geschehen ist. Die Aramäer wissen, dass wir am Verhungern sind, deshalb haben sie ihr Lager verlassen und sich in den Feldern versteckt. Sie sagen: ›Wenn sie alle aus der Stadt hinauslaufen, dann werden wir sie gefangen nehmen und die Stadt erobern.‹« (Jos 8,6; 2Kön 6,25)13Einer der Diener schlug vor: »Sie sollen fünf von den Pferden nehmen, die wir noch haben. Ihnen wird es sowieso ergehen wie allen Israeliten, die noch übrig sind, und an ihnen werden wir Israels Schicksal erkennen.«14Also holten sie zwei Streitwagen mit Pferden, und der König schickte sie hinter dem aramäischen Heer her mit dem Auftrag: »Geht und findet heraus, was passiert ist.«15Sie folgten ihnen bis zum Jordan. Der Weg war übersät mit Kleidungsstücken und Ausrüstungsgegenständen, derer die Aramäer sich auf ihrer überstürzten Flucht entledigt hatten. Dann kehrten sie um und erstatteten dem König Bericht.16Da liefen die Einwohner Samarias hinaus und plünderten das aramäische Lager. Und so kam es, dass tatsächlich ein Maß feines Mehl und zwei Maß Gerste für einen Schekel Silber[2] verkauft wurden, wie der HERR vorausgesagt hatte. (2Kön 7,1)17Der König befahl dem Mann, der ihn begleitet hatte, das Tor zu beaufsichtigen, doch er wurde umgerannt und zu Tode getrampelt, als das Volk durch das Tor stürmte. Er starb so, wie der Prophet es vorausgesagt hatte, als der König in sein Haus kam. (2Kön 7,2)18Er hatte zum König gesagt: »Morgen um diese Zeit werden auf den Märkten von Samaria ein Maß feines Mehl und zwei Maß Gerste nur noch einen Schekel Silber kosten.«19Der Mann des Königs hatte dem Mann Gottes geantwortet: »Das wäre selbst dann unmöglich, wenn der HERR die Fenster des Himmels öffnete!« Und darauf hatte er gesagt: »Du wirst mit eigenen Augen sehen, wie es geschieht, aber du wirst nicht davon essen können!« (2Kön 7,2)20Und so war es gekommen, denn er war am Tor zu Tode getrampelt worden.
1Da sprach Elisa: Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird im Tor von Samaria ein Maß Feinmehl einen Schekel gelten und zwei Maß Gerste einen Schekel! (2Mo 16,7; Hi 33,14; Ps 85,9)2Da antwortete der Offizier, auf dessen Arm sich der König stützte, dem Mann Gottes und sprach: Siehe, selbst wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie könnte dies geschehen? Er aber sprach: Siehe, du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen! (4Mo 11,23; 4Mo 23,19; 2Kön 5,18; Ps 78,19; Sach 8,6; Hebr 4,2)3Es waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, und einer sprach zum anderen: Weshalb bleiben wir hier, bis wir sterben? (3Mo 13,46; 4Mo 5,2; Lk 4,27)4Wenn wir sprächen: Wir wollen in die Stadt gehen, wo doch Hungersnot in der Stadt herrscht, so müssten wir dort sterben; bleiben wir aber hier, so müssen wir auch sterben! So kommt nun, wir wollen zum Heer der Aramäer überlaufen! Lassen sie uns leben, so leben wir, töten sie uns, so sind wir tot! (Est 4,16; Hi 2,4)5Und sie machten sich in der Dämmerung auf, um in das Lager der Aramäer zu gehen. Als sie nun an den Rand des Lagers der Aramäer kamen, siehe, da war kein Mensch da! (5Mo 11,26; 5Mo 31,27; Jos 1,9; 1Sam 15,22; 1Sam 30,17; 2Kön 7,7; 2Chr 13,12; Hi 3,9; Spr 7,9; Jes 59,10; Hes 12,6)6Denn der Herr hatte das Heer der Aramäer ein Getöse von Streitwagen hören lassen, auch ein Getümmel von Pferden und ein Geschrei einer großen Heeresmacht, sodass sie untereinander sprachen: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige der Ägypter gegen uns angeworben, damit sie uns überfallen sollen! (2Sam 5,24; 1Kön 5,10; 2Kön 19,7; Hi 15,21; Jes 19,1; Jes 19,22)7Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre Zelte zurück und ihre Pferde und ihre Esel, das Lager, wie es stand, und flohen, um ihr Leben zu retten. (Hi 18,11; Ps 48,5; Ps 53,6; Ps 68,13; Spr 28,1)8Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt und aßen und tranken; und sie nahmen Silber, Gold und Kleider daraus mit und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt und plünderten es aus, gingen fort und verbargen es. (Jos 7,21; 2Kön 5,24; Jer 41,8; Mt 13,44; Mt 25,18)9Aber einer sprach zum anderen: Wir handeln nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft; wenn wir schweigen und warten, bis es heller Morgen wird, so wird uns Strafe treffen. So kommt nun, wir wollen gehen und es dem Haus des Königs melden! (3Mo 19,18; 4Mo 32,23; Est 4,14; Spr 11,26; Mt 7,12; 1Kor 9,16; Phil 2,4)10Und sie kamen und riefen dem Torhüter der Stadt und verkündeten es ihnen und sprachen: Wir sind zum Lager der Aramäer gekommen, und siehe, es ist niemand da, und man hört auch keinen Menschen, sondern nur Pferde und Esel; die sind angebunden, und die Zelte, wie sie waren! (2Sam 18,26; 2Kön 7,5; Ps 127,1; Mk 13,34)11Und er rief die Torhüter, und man berichtete es drinnen im Haus des Königs. (Jes 52,8; Jes 62,6; Jer 31,6)12Und der König stand in der Nacht auf und sprach zu seinen Knechten: Ich will euch doch sagen, was die Aramäer mit uns vorhaben: Sie wissen, dass wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, um sich im Feld zu verbergen, und denken: Wenn die aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig fangen und in die Stadt eindringen! (1Mo 20,8; 1Mo 41,36; 1Mo 41,38; 1Mo 41,55; 1Mo 42,19; 1Mo 43,1; Jos 8,4; Ri 20,29; 1Kön 20,7; 1Kön 20,23; 2Kön 5,7; 2Kön 6,8; 2Kön 6,25; 2Kön 7,1; 2Kön 25,3)13Da antwortete einer seiner Knechte und sprach: Man nehme doch fünf von den übrig gebliebenen Pferden, die noch da sind — siehe, es geht ihnen doch wie der ganzen Menge Israels, die darin übrig geblieben ist; siehe, es geht ihnen wie der ganzen Menge Israels, welche aufgerieben ist —, die lasst uns senden und dann schauen! (2Kön 1,13; 2Kön 4,22; 2Kön 4,43; 2Kön 5,13; 2Kön 9,7; 2Kön 13,7; 2Kön 17,18; 2Kön 19,30)14Da nahmen sie zwei Gespanne Pferde, und der König sandte sie dem Heer der Aramäer nach und sprach: Geht hin und seht nach!15Als sie ihnen nun bis an den Jordan nachzogen, siehe, da lagen alle Wege voll Kleider und Waffen, welche die Aramäer auf ihrer eiligen Flucht von sich geworfen hatten. Und die Boten kamen wieder und sagten es dem König. (Hi 2,4; Jes 2,20; Jes 22,17; Jes 30,22; Mt 16,26; Phil 3,7; Hebr 12,1)16Da ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Aramäer, sodass ein Maß Feinmehl einen Silberling galt und zwei Maß Gerste auch einen Silberling, nach dem Wort des HERRN. (2Kön 7,1; Ps 68,13; Jes 33,1; Jes 33,4; Jes 44,25)17Und der König bestellte den Offizier, auf dessen Arm er sich stützte, [zur Aufsicht] über das Tor; und das Volk zertrat ihn im Tor, sodass er starb, wie der Mann Gottes gesagt hatte, der es [voraus]gesagt hatte, als der König zu ihm hinabkam. (2Kön 6,32; 2Kön 7,2)18Denn es geschah, wie der Mann Gottes dem König gesagt hatte, als er sprach: Morgen um diese Zeit werden im Tor von Samaria zwei Maß Gerste einen Silberling gelten und ein Maß Feinmehl einen Silberling!, (1Mo 18,14; 2Kön 7,1; 2Kön 7,16; Jes 44,26)19worauf der Offizier dem Mann Gottes geantwortet hatte: Ja, siehe, selbst wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie könnte dies geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber nicht davon essen! (4Mo 20,12; 2Kön 7,2)20So erging es ihm jetzt; denn das Volk zertrat ihn im Tor, sodass er starb. (4Mo 20,12; Jes 7,9; Jer 17,5; Hebr 3,18)
2.Könige 7
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag Zürich1Elischa aber sprach: Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Sea Feinmehl im Tor von Samaria einen Schekel wert sein, und auch zwei Sea Gerste werden einen Schekel wert sein. (1Sam 15,1; 1Sam 15,16; 1Sam 15,18)2Daraufhin sagte der hoch gestellte Kämpfer[1], auf dessen Hand sich der König stützte, zum Gottesmann: Sieh, zwar macht der HERR Fenster am Himmel; wie aber sollte dieses möglich sein? Da sprach dieser: Du wirst es mit eigenen Augen sehen, davon essen aber wirst du nicht! (1Mo 7,11; 2Kön 5,18; 2Kön 7,17; Mal 3,10; Mal 3,19)3Vor dem Eingang des Tors aber waren vier Männer, die Aussatz hatten, und diese sagten zueinander: Was sollen wir hier bleiben, bis wir sterben! (3Mo 13,46)4Entschliessen wir uns, in die Stadt zu gehen, wo die Hungersnot herrscht, werden wir dort sterben, und bleiben wir hier, sterben wir auch. Nun also auf! Lasst uns ins Lager Arams überlaufen! Lassen sie uns leben, bleiben wir am Leben; töten sie uns, sterben wir. (Est 4,16; Jer 21,9)5Und in der Dämmerung machten sie sich auf, um ins Lager Arams zu gelangen. Als sie aber an den Rand des Lagers Arams kamen, sieh, da war dort kein Mensch.6Denn der Herr hatte das Lager Arams das Getöse von Wagen hören lassen, das Getöse von Pferden, das Getöse einer grossen Streitmacht, und sie hatten zueinander gesagt: Sieh, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige der Ägypter angeworben gegen uns, damit sie über uns kommen. (2Kön 6,17)7So hatten sie sich aufgemacht, und in der Dämmerung waren sie geflohen. Ihre Zelte aber, ihre Pferde und ihre Esel, das Lager, so wie es war, hatten sie zurückgelassen, und sie waren geflohen, um ihr Leben zu retten. (Ri 7,21; 1Sam 14,15; 1Kön 20,20)8Und jene Aussätzigen kamen an den Rand des Lagers, gingen in eines der Zelte und assen und tranken. Da nahmen sie von dort Silber, Gold und Kleider mit, gingen und versteckten es. Dann aber kehrten sie zurück, gingen in ein anderes Zelt, nahmen alles daraus mit, gingen und versteckten es.9Dann aber sagten sie zueinander: Was wir da tun, ist nicht recht! Der heutige Tag ist ein Freudentag. Wenn wir dies hier verschweigen und warten, bis der Morgen anbricht, wird uns Schuld treffen. Nun aber auf! Lasst uns gehen und im Haus des Königs davon berichten.10Und sie kamen hin, riefen den Torwächter der Stadt und berichteten ihnen: Wir sind ins Lager Arams gekommen, und sieh, dort war kein Mensch, und kein menschlicher Laut war zu hören. Die Pferde waren angebunden, und die Esel waren angebunden, und die Zelte standen da, so wie sie waren.11Da machten die Torwächter Meldung, und drinnen im Haus des Königs erstattete man Bericht.12Und noch in der Nacht stand der König auf und sprach zu seinen Dienern: Ich will euch sagen, was Aram gegen uns unternommen hat: Sie wissen, dass wir Hunger leiden; und so sind sie aus dem Lager ausgezogen, um sich auf dem offenen Land zu verstecken, und sie sagen: Wenn sie aus der Stadt herauskommen, können wir sie lebendig ergreifen, und wir haben Zugang zur Stadt.13Daraufhin sagte einer seiner Diener: Man könnte doch fünf von den übrig gebliebenen Pferden nehmen, von denen, die übrig geblieben sind in der Stadt. Sieh, es wird ihnen ja doch ergehen wie der ganzen Menge Israels, die übrig geblieben ist in der Stadt![2] Sieh, es wird ihnen ja doch ergehen wie der ganzen Menge Israels, die am Ende ist! Diese wollen wir aussenden, und dann werden wir sehen!14Da holte man zwei Wagen mit Pferden, und der König sandte sie dem Heer Arams nach und sprach: Geht, und haltet Ausschau!15Und diese folgten ihnen bis an den Jordan, und sieh, überall auf dem Weg lagen Kleider und Dinge, die Aram weggeworfen hatte bei seiner überstürzten Flucht. Da machten die Boten kehrt und berichteten es dem König.16Das Volk aber zog hinaus und plünderte das Lager Arams. Und ein Sea Feinmehl war einen Schekel wert, und auch zwei Sea Gerste waren einen Schekel wert, nach dem Wort des HERRN. (2Chr 20,1; 2Chr 20,25)17Der König aber hatte den hoch gestellten Kämpfer, auf dessen Hand er sich stützte, zum Aufseher im Tor bestellt; dort im Tor aber überrannte ihn das Volk, und er starb, wie der Gottesmann es angesagt hatte, wie er es angesagt hatte, als der König zu ihm herabkam. (2Kön 7,2)18Und so trat ein, was der Gottesmann dem König angesagt hatte: Morgen um diese Zeit werden zwei Sea Gerste im Tor von Samaria einen Schekel wert sein, und auch ein Sea Feinmehl wird einen Schekel wert sein. (2Kön 7,1)19Daraufhin hatte der hoch gestellte Kämpfer zum Gottesmann gesagt: Sieh, zwar macht der HERR Fenster am Himmel, wie aber sollte dieses möglich sein? Und er hatte gesagt: Sieh, du wirst es mit eigenen Augen sehen, davon essen aber wirst du nicht! (2Kön 7,2)20Und so geschah es denn auch mit ihm; das Volk überrannte ihn im Tor, und er starb.