1Für den Chormeister. Nach der Weise Lotusblüten. Von David.2Rette mich, Gott,
denn das Wasser geht mir bis an die Kehle! (Ps 42,8)3Ich bin versunken im Schlamm des Abgrunds
und habe keinen Halt mehr.
In Wassertiefen bin ich geraten,
die Flut reißt mich fort. (Ps 40,3)4Ich bin erschöpft von meinem Rufen,
es brennt meine Kehle.
Mir versagen die Augen,
während ich warte auf meinen Gott. (Jes 38,14)5Zahlreicher als auf meinem Kopf die Haare
sind die, die mich grundlos hassen.
Mächtig sind, die mich verderben, /
meine verlogenen Feinde.
Was ich nicht geraubt,
das soll ich erstatten. (Ps 35,19; Joh 15,25)6Du, Gott, kennst meine Torheit,
meine Verfehlungen sind dir nicht verborgen.7Nicht sollen zuschanden werden durch mich,
die auf dich hoffen, Herr, GOTT der Heerscharen,
nicht sollen durch mich beschämt werden,
die dich suchen, du Gott Israels.8Denn deinetwegen erleide ich Hohn
und Schande bedeckt mein Angesicht. (Ps 44,23; Jer 15,15)9Entfremdet bin ich meinen Brüdern,
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd. (Ps 31,12)10Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt,
die Verhöhnungen derer, die dich verhöhnen, sind auf mich gefallen. (Ps 119,139; Joh 2,17; Röm 15,3)11Ich habe geweint und gefastet,
es brachte mir nur Verhöhnung.[1]12Ich legte als Gewand ein Bußkleid an,
ich wurde ihnen zum Spottvers. (Kla 3,14)13Es reden über mich, die am Stadttor sitzen,
Spottlieder singen die Zecher beim Wein. (Hi 30,9)14Ich aber komme zu dir mit meinem Bittgebet,
HERR, zur Zeit der Gnade.
Gott, in deiner großen Huld erhöre mich,
mit deiner rettenden Treue! (Ps 102,14; Jes 49,8)15Entreiß mich dem Sumpf, damit ich nicht versinke,
damit ich meinen Hassern entkomme, den Tiefen des Wassers,[2] (Ps 40,3)16damit die Wasserflut mich nicht fortreißt,/
mich nicht verschlingt der Abgrund,
der Brunnenschacht nicht über mir seinen Rachen schließt! (1Mo 29,3; Ps 42,8)17Erhöre mich, HERR, denn gut ist deine Huld,
wende dich mir zu in deinem großen Erbarmen!18Verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht,
denn mir ist angst, eile, erhöre mich! (Ps 102,3; Ps 143,7)19Sei mir nah und erlöse mich!
Befreie mich meinen Feinden zum Trotz!20Du, ja du kennst meine Verhöhnung,
alle meine Widersacher sind dir vor Augen.21Die Verhöhnung bricht mir das Herz,
ich bin krank vor Schmach und Schande.
Ich hoffte auf Mitleid, doch vergebens,
auf Tröster, doch fand ich keinen. (Kla 1,2)22Sie gaben mir Gift als Speise,
für den Durst gaben sie mir Essig zu trinken. (Kla 3,15; Mt 27,34)23Der Opfertisch werde für sie zur Falle,
für die Tischgenossen zum Fangnetz. (Röm 11,9)24Ihre Augen sollen dunkel werden, dass sie nicht mehr sehen,
ihre Hüften lass wanken für immer!25Gieß über sie deinen Grimm aus,
dein glühender Zorn soll sie treffen!26Ihr Lagerplatz soll veröden,
in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen. (Apg 1,20)27Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast,
sie reden vom Schmerz deiner Durchbohrten. (Ps 71,11; Jes 53,4)28Rechne ihnen Schuld über Schuld an,
damit sie nicht eingehen in dein Heil!29Sie seien aus dem Buch des Lebens getilgt
und nicht bei den Gerechten verzeichnet. (2Mo 32,32; Ps 139,16; Jes 4,3; Dan 7,10; Dan 12,1; Mal 3,16; Lk 10,20; Phil 4,3; Offb 3,5; Offb 20,12)30Ich aber bin elend und voller Schmerzen,
doch deine Hilfe, Gott, wird mich erhöhen.31Ich will im Lied den Namen Gottes loben,
ich will ihn mit Dank erheben.32Das gefällt dem HERRN mehr als ein Opferstier,
mehr als ein Rind mit Hörnern und Klauen. (Ps 40,7)33Die Gebeugten haben es gesehen und sie freuen sich!
Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf! (Ps 22,27)34Denn der HERR hört auf die Armen,
seine Gefangenen verachtet er nicht.35Himmel und Erde sollen ihn loben,
die Meere und alles, was sich in ihnen regt.36Denn Gott wird Zion retten, /
wird Judas Städte neu erbauen.
Man wird dort siedeln und das Land besitzen. (Ps 51,20; Jes 44,26; Hes 36,10)37Die Nachkommen seiner Knechte werden es erben,
die seinen Namen lieben, werden darin wohnen. (Jes 65,9)
1Dem Chorleiter. Nach Schoschannim[1]. Von David. (Ps 45,1)2Rette mich, Gott, denn Wasser ist bis an die Seele[2] gekommen.3Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein fester Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut schwemmt mich fort. (Ps 40,3; Ps 88,7)4Ich bin müde von meinem Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen vergehen vom Harren[3] auf meinen Gott. (Ps 6,7; Hebr 5,7)5Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; mächtig sind, die mich vernichten[4] wollen, meine Feinde ⟨sind sie⟩ ohne Grund; was ich nicht geraubt habe, das soll ich dann erstatten. (Ps 35,19)6Du, Gott, hast meine Torheit erkannt, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen.7Lass nicht durch mich beschämt werden, die auf dich hoffen, Herr, HERR der Heerscharen! Lass nicht an mir zuschanden werden, die dich suchen, Gott Israels!8Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Gesicht. (Ps 89,51; Jes 50,6; Jer 15,15; Mt 26,67; Mk 15,32)9Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter. (Ps 38,12; Joh 7,5)10Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. (Ps 119,139; Joh 2,17; Röm 15,3)11Als ich weinte ⟨und⟩ meine Seele fastete, da[5] wurde es mir zu Schmähungen. (Ps 109,24)12Als ich mich in Sacktuch kleidete, da wurde ich ihnen zum Sprichwort. (Ps 35,13; Jer 20,7)13Die im Tor sitzen, reden über mich, und ⟨auch⟩ die Spottlieder der Zecher[6]. (Kla 3,63)14Ich aber ⟨richte⟩ mein Gebet an dich, HERR, zur Zeit des Wohlgefallens. Gott, nach der Größe deiner Gnade, erhöre mich durch die Treue deines Heils[7]! (Ps 86,5; Jon 2,8; 2Kor 6,2)15Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke! Lass mich gerettet werden von denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen!16Lass die Flut des Wassers mich nicht fortschwemmen und die Tiefe mich nicht verschlingen; und lass die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen!17Erhöre mich, HERR, denn gut ist deine Gnade; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen! (Kla 3,22)18Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn mir ist angst; erhöre mich eilends! (Ps 22,20; Ps 27,9; Ps 143,7)19Nahe dich meiner Seele, erlöse sie; wegen meiner Feinde befreie mich[8]! (Ps 5,9)20Du, du hast meine Schmähung erkannt und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger. (Mt 27,29; Hebr 12,2)21Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und ⟨es⟩ ist unheilbar[9]; und ich habe auf Mitleid gewartet – aber ⟨da war⟩ keins; und auf Tröster, aber ich habe keine gefunden. (Kla 1,2; Mt 26,40; Mt 27,41; Joh 16,32)22Und sie gaben mir zur Speise[10] Gift[11], und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig. (Mt 27,47)23Es werde ihr Tisch vor ihnen zur Falle und den Sorglosen zum Fallstrick!24Lass dunkel werden ihre Augen, dass sie nicht sehen; und lass beständig ihre Hüften wanken! (Röm 11,9)25Schütte über sie aus deine Verwünschung, und deines Zornes Glut soll sie erreichen!26Verödet sei ihr Lagerplatz, in ihren Zelten sei kein Bewohner! (Mt 23,38; Apg 1,20)27Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt[12], und vom Schmerz deiner Verwundeten erzählen sie. (Jes 53,4)28Füge Schuld zu ihrer Schuld, und lass sie nicht hineinkommen in deine Gerechtigkeit!29Sie sollen ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten! (Offb 3,5)30Ich aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, Gott, schütze mich[13]!31Loben will ich den Namen Gottes im Lied und ihn erhöhen mit Dank. (Ps 7,18)32Denn es wird dem HERRN wohlgefälliger sein als ein Stier, ein Opferstier mit Hörnern und[14] gespaltenen Hufen. (Ps 50,13)33Die Sanftmütigen haben es gesehen, sie werden sich freuen; die ihr Gott sucht, euer Herz soll leben! (Ps 22,27; Ps 34,3)34Denn der HERR hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht. (Ps 102,18)35Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen wimmelt! (Ps 145,10; Ps 148,4; Jes 44,23)36Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen; und sie werden dort wohnen und es besitzen. (Jes 44,26)37Die Nachkommen seiner Knechte werden es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen. (Ps 5,12; Ps 102,29; Jes 65,9)
1Von David, zu singen nach der Melodie »Lilien«.[1]2Hilf mir, Gott! Die Flut geht mir bis an die Kehle! (Ps 42,8)3Ich versinke im brodelnden Schlamm, meine Füße finden keinen Halt. Ich treibe ab in tiefes Wasser, die Strömung reißt mich mit sich fort!4Bis zur Erschöpfung habe ich geschrien, meine Kehle ist davon ganz entzündet. Meine Augen sind müde geworden vom Ausschauen nach dir, meinem Gott!5Viele hassen mich ohne jeden Grund, zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf. Meine Feinde verbreiten Lügen über mich, sie sind mächtig und wollen mich vernichten. Ich soll wieder herausgeben, was ich gar nicht gestohlen habe! (Ps 109,2; Joh 15,25)6Gott, du weißt, wie unverständig ich war; meine Schuld ist dir nicht verborgen.7HERR, du Herrscher der Welt, Gott Israels, du mächtiger Gott,[2] enttäusche nicht die, die mit dir rechnen! Wenn sie sehen, dass du mir nicht hilfst, könnten sie die Hoffnung verlieren.8Weil ich zu dir gehöre, werde ich geschmäht, für dich erleide ich Schimpf und Schande. (Ps 44,23)9Meinen Verwandten bin ich ein Fremder geworden, selbst meine Brüder kennen mich nicht mehr. (Ps 38,12)10Die Liebe zu deinem Haus – sie verzehrt mich wie ein Feuer. Die Schmähungen, mit denen man dich lästert, sie treffen mich. (Joh 2,17; Röm 15,3)11Ich weine und versage mir das Essen, doch dafür ernte ich nichts als Hohn.12Ich gehe im Sack umher und werde dafür nur ausgelacht.13Dort, wo die Leute zusammenkommen, bin ich der Anlass für ihren Klatsch und für die Spottlieder betrunkener Zecher. (Hi 30,9)14Doch ich bete zu dir, HERR! Hilf mir in der Stunde, die du bestimmst! Du bist so reich an Güte, darum erhöre mich! Du bist doch der Retter, auf den Verlass ist. (Jes 49,8)15Lass mich nicht im Schlamm versinken, zieh mich heraus! Rette mich vor denen, die mich hassen! Zieh mich heraus aus dem tiefen Wasser!16Sonst treibt die Strömung mich fort, der Abgrund verschlingt mich, die Grube schließt sich über mir!17Erhöre meine Bitte, HERR, denn deine Güte tut mir wohl; wende dich mir zu in deinem Erbarmen!18Ich bin doch dein Diener, verbirg dich nicht länger vor mir! Ich bin voller Angst, erhöre mich bald!19Komm zu mir, befreie und rette mich, damit meine Feinde schweigen müssen!20Du weißt, wie man mich verhöhnt, mich entehrt und mit Schande überschüttet; alle meine Gegner stehen dir vor Augen.21Die Schmach bricht mir das Herz, ich bin zutiefst verwundet. Ich habe auf Mitgefühl gewartet, doch niemand hat es mir erwiesen. Ich habe einen gesucht, der mich tröstet, und keinen Einzigen gefunden.22Statt Nahrung haben sie mir Gift gereicht, mir Essig angeboten, um meinen Durst zu löschen. (Mk 15,36)23Ihre Opfergelage sollen ihnen zum Fallstrick werden, der sie ins Verderben bringt, sie und alle ihre Tischgenossen! (Röm 11,9)24Lass sie blind werden und nichts mehr sehen, mach sie für immer kraftlos und krank!25Schütte deinen Zorn über sie aus, hole sie ein mit der Glut deines Grimms!26Ihr Lagerplatz soll verwüstet werden, mach ihre Zelte menschenleer! (Apg 1,20)27Denn erbarmungslos jagen sie mich, den deine Strafe doch schon getroffen hat, und sie reden gern von den Schmerzen derer, denen du Wunden geschlagen hast.28Rechne ihnen jede Verfehlung an und erkläre sie nicht für gerecht!29Streiche ihre Namen aus dem Buch des Lebens, damit sie nicht eingeschrieben sind mit denen, die in Treue zu dir halten. (2Mo 32,32; Mal 3,16)30Ich selbst bin arm und von Schmerzen geplagt; durch deine Hilfe, Gott, bring mich in Sicherheit!31Dann kann ich dich preisen mit meinem Lied und deine Größe verkünden durch meinen Dank. (Ps 40,7)32Das ist dir lieber, als wenn ich ein Rind für dich schlachte, dir einen starken Stier als Opfer bringe.33Die Unterdrückten werden es sehen und sie werden sich freuen. Ihr alle, die ihr nach Gott fragt: Neuer Mut soll eure Herzen erfüllen!34Denn der HERR hört das Rufen der Hilflosen, er lässt die Seinen nicht im Stich, wenn sie gefangen sind. (Ps 9,13)35Himmel und Erde sollen ihn preisen, die Meere und alles, was darin lebt!36Denn der HERR wird den Zionsberg befreien und die Städte in Juda wieder aufbauen. Sein Volk wird wieder dort wohnen und das Land besitzen.37Die Kinder seiner Diener werden es erben, und alle, die den HERRN lieben, werden dort wohnen.
1Von David, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«.2Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.3Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.4Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.5Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir ohne Ursache feind sind / und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe. (Joh 15,25)6Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.7Lass nicht zuschanden werden an mir, die deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Lass nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!8Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. (Ps 44,23)9Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter; (Ps 38,12)10denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. (Ps 119,139; Joh 2,17; Röm 15,3)11Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu.12Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir.13Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir. (Hi 30,9)14Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe. (Jes 49,8)15Errette mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke, dass ich errettet werde vor denen, die mich hassen, und aus den tiefen Wassern;16dass mich die Wasserflut nicht ersäufe / und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe. (1Mo 29,3)17Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit (4Mo 6,26)18und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn mir ist angst; erhöre mich eilends.19Nahe dich meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen.20Du kennst meine Schmach, meine Schande und Scham; meine Widersacher sind dir alle vor Augen.21Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.22Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst. (Mt 27,34; Mt 27,48)23Ihr Tisch werde vor ihnen zur Falle, zur Vergeltung und zum Strick. (Röm 11,9)24Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Hüften lass immerfort wanken.25Gieß deine Ungnade über sie aus, und dein grimmiger Zorn ergreife sie.26Ihre Wohnstatt soll verwüstet werden, und niemand wohne in ihren Zelten. (Apg 1,20)27Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und reden gern von dem Schmerz derer, die du hart getroffen hast.28Lass sie aus einer Schuld in die andre fallen, dass sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.29Tilge sie aus dem Buch des Lebens, dass sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten. (2Mo 32,32; Dan 12,1; Lk 10,20; Phil 4,3)30Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!31Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank.32Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat. (Ps 50,8)33Die Elenden sehen es und freuen sich. Die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf! (Ps 22,27)34Denn der HERR hört die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.35Es lobe ihn Himmel und Erde, die Meere und alles, was sich darin regt.36Denn Gott wird Zion helfen / und die Städte Judas bauen, dass man dort wohne und sie besitze.37Und die Kinder seiner Knechte werden sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.
1Für den Chorleiter: Ein Psalm Davids, nach der Melodie »Lilien« zu singen.2Rette mich, Gott, denn das Wasser steht mir bis zum Hals.3Immer tiefer versinke ich im Schlamm, meine Füße finden keinen Halt. Ich stehe im tiefen Wasser, und die Flut überwältigt mich. (Jon 2,4)4Ich bin müde vom Schreien, meine Kehle ist rau und wund. Meine Augen sind müde und matt vom Warten auf dich, mein Gott. (Ps 6,7; Ps 119,82; Jes 38,14)5Die mich ohne Grund hassen, sind zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf. Die Feinde, die mich vernichten wollen, haben keinen Grund für ihr Tun. Sie verbreiten Lügen über mich und fordern zurück, was ich nicht genommen habe. (Ps 35,11; Ps 59,4; Joh 15,25)6Gott, du weißt, wie viele Fehler ich mache, denn meine Sünden sind dir nicht verborgen. (Ps 44,22)7Lass nicht zu, dass die, die auf dich vertrauen, meinetwegen enttäuscht werden, HERR, Allmächtiger. Lass nicht an mir zugrunde gehen, die dich suchen, Gott Israels. (2Sam 12,14)8Denn um deinetwillen werde ich verhöhnt und verspottet, gedemütigt und gekränkt.9Selbst meine Brüder geben vor, mich nicht zu kennen, und behandeln mich wie einen Fremden. (Ps 31,12; Ps 38,12)10Die Leidenschaft für dein Haus brennt in mir, deshalb beleidigen die, die dich beleidigen, auch mich. (Joh 2,17; Röm 15,3)11Wenn ich vor dem HERRN weine und faste, dann verspotten sie mich.12Wenn ich mein Trauergewand anlege, um der Welt meinen Kummer zu zeigen, dann verlachen sie mich.13Ich bin zum Stadtgespräch geworden, und die Betrunkenen lästern über mich. (Hi 30,9)14Doch ich höre nicht auf, zu dir zu beten, denn ich hoffe darauf, dass du, HERR, mir diesmal gnädig bist. Gott, erhöre mich in deiner Gnade und antworte auf mein Gebet mit deiner Hilfe, denn auf dich ist Verlass! (Ps 32,6; Jes 49,8; 2Kor 6,2)15Zieh mich aus dem Schlamm, damit ich nicht noch tiefer sinke! Rette mich vor denen, die mich hassen, und zieh mich herauf aus dem tiefen Wasser. (Ps 144,7)16Lass nicht zu, dass die Flut mich überwältigt und die Fluten über mir zusammenschlagen und der Tod mich verschlingt. (4Mo 16,33; Ps 124,4)17HERR, erhöre meine Gebete, denn deine Gnade tröstet mich. Wende dich in deiner großen Barmherzigkeit zu mir und sorge für mich. (Ps 25,16; Ps 51,3; Ps 63,4)18Verbirg dich nicht vor mir, erhöre mich bald, denn meine Angst ist groß!19Komm und rette mich, befreie mich von meinen Feinden. (Ps 49,16; Ps 119,134)20Du kennst die Beschimpfungen, die ich erdulde – den Hohn und den Spott, der über mich ergeht. Du kennst alle meine Feinde und weißt, was sie gesagt haben. (Ps 22,7; Jes 53,3)21Ihre Beschimpfungen haben mir das Herz gebrochen, ich bin verzweifelt. Wenn doch nur ein Einziger Mitleid gezeigt hätte, wenn nur einer sich mir zugewandt und mich getröstet hätte.22Stattdessen geben sie mir Gift zu essen, bieten mir Essig an, wenn ich durstig bin. (Mt 27,48; Joh 19,29)23Ihr überreich gedeckter Tisch soll ihnen zur Falle werden und die, die sich sicher fühlen, ins Verderben stürzen.24Ihre Augen sollen sich verfinstern, sodass sie nichts mehr sehen, und ihre Körper sollen von Tag zu Tag schwächer werden. (Röm 11,9)25Schütte deinen Zorn über sie aus und vernichte sie in deiner Wut.26Mögen ihre Häuser leer werden und ihre Zelte veröden. (Mt 23,38; Lk 13,35; Apg 1,20)27Denn sie haben dem, den du gestraft hast, zum Schaden noch den Spott hinzugefügt, sie machen sich lustig über den Schmerz dessen, den du geschlagen hast. (2Chr 28,9; Jes 53,4)28Vergiss keine von ihren Sünden[1] und lass sie nicht ungestraft davonkommen.29Tilge ihre Namen aus dem Buch des Lebens, damit sie nicht bei den Gottesfürchtigen aufgeschrieben sind. (2Mo 32,32; Lk 10,20; Offb 3,5; Offb 13,8; Offb 20,15)30Ich aber leide und habe Schmerzen. Beschütze mich, Gott, durch deine Hilfe.31Dann will ich Gottes Namen mit einem Lied loben und ihm von ganzem Herzen danken. (Ps 28,7; Ps 50,14)32Das wird dem HERRN besser gefallen als die Opferung eines Ochsen oder eines Stieres mit seinen Hörnern und Hufen. (Ps 50,13)33Die Demütigen werden ihren Gott am Werk sehen und froh sein. Alle, die Gottes Hilfe suchen, sollen in Freude leben. (Ps 22,27; Ps 34,3)34Denn der HERR hört die Schreie der Hilflosen und lässt sein unterdrücktes Volk nicht zugrunde gehen.35Lobt ihn, Himmel und Erde, ihr Meere und alles, was darin lebt. (Ps 148,1)36Denn Gott wird Jerusalem[2] retten und die Städte Judas wieder aufbauen. Dann wird sein Volk wieder dort wohnen und das Land besitzen. (Ps 147,2; Jes 44,26)37Die Nachkommen derer, die ihm gehorchen, werden das Land erben, und alle, die ihn lieben, werden darin sicher wohnen. (Ps 25,13)
1Dieses Lied ist von David, nach der Tune von „Die Lilie“.2Gott, hilf mir jetzt, das Wasser geht mir bis zur Kehle!3Ich versinke im Siff, wo kein Boden mehr is, bin in den Schlamm geraten, ich versinke in Raten.4Ich hab geschrien und geweint, meine Stimmbänder sind verschleimt, meine Augen total verweint, wir sind nicht mehr vereint! Zu lange warte ich jetzt schon auf dich.5So viele Leute, Gott, hassen mich, und das ganz ohne Grund. Ich hab Feinde wie Flöhe ein Straßenhund. Und der Gegner ist stark, sind alle voll mächtig. Sie sind mordverdächtig, das ist echt heftig. Die wollen mich töten, und sie fordern von mir Kröten, treiben angeblich Schulden von mir ein. Doch ich hab bei denen keinen Schuldschein,6bin nicht mehr allein. Gott, du weißt, wie blöd ich oft bin. Und meine Fehler keine Geheimnisse für dich sind.7Du hast das Sagen über die Armee aus’m Himmel, und du bist der Chef über ganz Israel. Gott, bring mich nicht in eine peinliche Situation, denn sonst werden bald schon alle denken: „Das ist voll der Hohn.“ Deine Leute werden verzweifelt sein, wären voll entmutigt.8Sie machen Witze, lachen sich schlapp über mich, weil ich zu dir gehöre, darum lachen sie mich aus.9Selbst meine Geschwister kennen mich nicht mehr im Haus, auch mein Onkel, meine Tante und selbst meine Oma behandeln mich wie Luft, so als wär ich im Wachkoma.10Ich geh ab, ja, für den Tempel, das ist total mein Ding. Wenn Menschen dich beleidigen, das krieg ich voll nicht hin.11Ich weine wie ein Kind über den Zustand deines Tempels, ich faste wie Hempel, und jetzt machen sie mich zum Depp, ey.12Als ich mir wegen dir einfache Klamotten anzog, da waren sie am Lästern, das war wohl nicht mehr in Mode.13Auf dem Schulhof lästern sie ab wie verrückt, und in der Kneipe am Tisch krieg ich Verarsche am Stück.14Aber ich bete zu dir, du allein bist mein Gott, und die Zeit ist jetzt da, wo du mir hilfst aus der Not. Du bist ja nicht tot, ich kann mich auf dich verlassen.15Hol mich hier raus, übernimm du meine Lasten. Rette mich vor diesen Freaks, die mich hassen und dissen. Zieh mich hier raus aus den tödlichen Flüssen.16Sonst ersaufe ich bald, es zieht mich unter Wasser, ich ersticke im Schlamm, komm, jetzt hilf mir, mein Herr.17Hör auf meine Gebete, deine Liebe tröstet mich, wende dich mir zu, denn du bist doch herzig.18Hör auf mit dem Versteckspiel, ich gehör doch zu dir! Ich weiß keinen Ausweg, darum antworte mir.19Nicht erst um vier, sondern jetzt, damit meine Feinde nicht gewinnen.20Du weißt doch, wie das ist, wenn sie am Ablachen sind. Ich bin dein Kind, und du kennst jeden, der mich bedrängt. Du kennst das, weißt, wie so was immer anfängt.21Das ist so voll peinlich, ich sterbe fast vor Scham. Ich hoffte auf Mitleid, aber alles, was da kam, war das Gegenteil von Trost, ich konnte niemanden finden, der mir half, meine Herzenswunden zu verbinden.22Sie mischten mir Zyankali in meinen Salat und gaben mir Essig anstatt Fruchtsaftkonzentrat.23Wenn sie feiern, soll es ihre Falle werden, stürz sie ins Verderben, sie sollen alle dran sterben.24Blende ihre Augen, dass sie nichts mehr sehen, als total Blinde durch das Leben gehen. Hau ihnen auf die Hüften, damit sie humpeln müssen.25Schütte deinen Ärger über sie aus, fang an, sie zu dissen.26Ihre Wohnung wird zerschlissen, da soll niemand mehr pennen.27Denn sie rennen hinter Leuten her, die deinen Namen kennen, und diese Leute wurden von dir schon mal hart getroffen sie lästern gern, sind von den Problemen anderer fast besoffen.28Lass sie abgehen in ihren Mist und vergib ihnen nichts!29Lösch ihre Datei aus dem Ordner des Lichts, vernichte ihre Namen von der Liste der Guten!30Mir geht es so schlecht, Gott, hab voll Herzschmerzbluten. Hilf mir, Gott, bring mich in Sicherheit,31dann will ich auch im Streit bringen dir Dankbarkeit. Ich will Lieder für dich singen,32dich nicht nur ehren mit Dingen, Kohle, Geschenke, Opfer und so was, daran hast du vermutlich überhaupt keinen Spaß.33Wenn die fertigen Leute das dann sehen, werden sie abgehen, weil sie deine Liebe verstehen.34Gott hört auf die Armen, die kaputten Leute, die Süchtigen liebt er, mit Problemen von heute.35Das Universum und die Erde sollen Gott voll loben, auch die Meere sollten sich im Loben austoben.36Denn Gott wird den Berg Zion einfach retten und Judas Städte aufbauen, ihre Häuser und Betten.37Und die Kinder seiner Kinder werden alles mal erben, unser Gott wird niemals sterben, er ist der derbste der Derben. Alle, die ihn über alles lieben, wird man niemals besiegen, die kann man dort niemals ganz und richtig wegkriegen.