Psalm 44

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter. 2 Gott, wir hörten es mit eigenen Ohren, unsere Väter haben uns erzählt von dem Werk, das du in ihren Tagen vollbracht hast, in den Tagen der Vorzeit. (5Mo 4,9; 2Sam 7,22; Ps 78,3) 3 Mit eigener Hand hast du Völker vertrieben, sie aber pflanztest du ein. Du hast Nationen zerschlagen, sie aber sätest du aus. (Ps 78,55; Ps 80,9) 4 Denn nicht mit ihrem Schwert nahmen sie das Land in Besitz und nicht ihr Arm hat ihnen Rettung gebracht; nein, deine Rechte war es, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest an ihnen Gefallen. (5Mo 8,17; Jos 24,12) 5 Du bist es, mein König, Gott! Gebiete rettende Taten für Jakob! (Ps 5,3) 6 Mit dir stoßen wir unsere Bedränger nieder, in deinem Namen zertreten wir, die gegen uns aufstehn. (Ps 60,14) 7 Denn ich vertraue nicht auf meinen Bogen, noch wird mein Schwert mir Rettung bringen; 8 nein, du hast uns vor unseren Bedrängern gerettet; du hast mit Schmach bedeckt, die uns hassen. 9 Wir rühmten uns Gottes den ganzen Tag und deinem Namen werden wir ewig danken. [Sela] 10 Doch nun hast du uns verstoßen und mit Schmach bedeckt, du ziehst nicht mehr aus mit unseren Heeren. (Ps 60,12) 11 Du lässt uns vor unsern Bedrängern fliehen und die uns hassen, plünderten uns aus. (5Mo 28,25) 12 Du gibst uns preis wie Schlachtvieh und unter die Völker hast du uns zerstreut. (5Mo 28,64) 13 Du verkaufst dein Volk um ein Spottgeld und hattest an dem Erlös keinen Gewinn. (Jes 52,3) 14 Du machst uns zum Hohn unseren Nachbarn, zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen. (Ps 79,4; Ps 80,7) 15 Du machst uns zum Sprichwort unter den Völkern, die Nationen schütteln den Kopf. 16 Den ganzen Tag steht meine Schande vor mir, Schmach hat mein Gesicht bedeckt 17 wegen der Stimme des lästernden Spötters, wegen der rachgierigen Blicke des Feindes. 18 All das ist über uns gekommen / und doch hatten wir dich nicht vergessen und deinen Bund nicht verraten. 19 Unser Herz wich nicht zurück und unser Schritt hat deinen Pfad nicht verlassen. 20 Doch du hast uns zerschlagen am Ort der Schakale und uns mit Finsternis bedeckt. 21 Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und zu einem fremden Gott unsere Hände erhoben, 22 würde Gott das nicht erforschen? Denn er kennt das im Herzen Verborgene. 23 Ja, um deinetwillen wurden wir den ganzen Tag getötet, wir galten als Schafe, zum Schlachten bestimmt. (Röm 8,36) 24 Wach auf! Warum schläfst du, Herr? Erwache, verstoß nicht für immer! (Ps 74,1; Ps 83,2) 25 Warum verbirgst du dein Angesicht, vergisst unser Elend und unsre Bedrückung? (Hi 13,24; Ps 89,47) 26 Unsere Seele ist in den Staub gebeugt, unser Leib klebt am Boden. (Ps 7,6; Ps 119,25) 27 Steh auf, uns zur Hilfe! In deiner Huld erlöse uns! 

Psalm 44

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil[1]. (Ps 42,1) 2 Gott, mit unseren Ohren haben wir gehört, unsere Väter haben uns erzählt die Großtat, die du gewirkt hast in ihren Tagen, in den Tagen der Vorzeit. 3 Du, du hast mit deiner Hand Nationen ausgetrieben, aber sie hast du eingepflanzt, Völkerschaften hast du Schaden zugefügt[2], aber sie hast du ausgebreitet. (Ps 78,55; Ps 80,9) 4 Denn nicht durch ihr Schwert haben sie das Land in Besitz genommen, und nicht ihr Arm hat sie gerettet; sondern deine Rechte und dein Arm und das Licht deines Angesichts, weil du Wohlgefallen an ihnen hattest. (2Mo 15,6; 5Mo 7,8; Ps 111,6; Apg 7,45) 5 Du selbst bist mein König, Gott; gebiete die Rettungen Jakobs! (Ps 5,3; Jes 33,22) 6 Durch dich werden wir niederstoßen unsere Bedränger; durch deinen Namen werden wir zertreten, die gegen uns aufstehen. (Ps 60,14) 7 Denn nicht auf meinen Bogen vertraue ich, und mein Schwert wird mich nicht retten. (Hos 1,7) 8 Denn du rettest uns von unseren Bedrängern, und unsere Hasser machst du zuschanden. (Ps 106,10; Lk 1,71) 9 In Gott rühmen wir uns den ganzen Tag, und deinen Namen werden wir ewig preisen. // (Jer 9,24) 10 Doch du hast ⟨uns⟩[3] verworfen und in Schande gebracht und ziehst nicht aus mit unseren Heeren. (4Mo 14,42; Ps 60,12; Ps 89,39) 11 Du lässt uns zurückweichen vor dem Bedränger, und die uns hassen, haben für sich geraubt. (Ri 2,14) 12 Du gibst uns hin wie Schlachtvieh, und unter die Nationen hast du uns zerstreut. (5Mo 4,27) 13 Du verkaufst dein Volk um ein Geringes und hast keinen Gewinn gemacht durch ihren Kaufpreis. 14 Du machst uns unseren Nachbarn zum Hohn, zu Spott und Schimpf denen, die uns umgeben. (Ps 79,4; Ps 123,3) 15 Du machst uns zum Sprichwort unter den Nationen, zum Kopfschütteln unter den Völkerschaften. (1Kön 9,7; Kla 2,15) 16 Den ganzen Tag ist meine Schande vor mir, und Scham hat mir mein Gesicht bedeckt 17 wegen der Stimme des Schmähers und Lästerers, angesichts des Feindes und des Rachgierigen. 18 Dieses alles ist über uns gekommen, doch wir hatten dich nicht vergessen, noch verraten deinen Bund. 19 Unser Herz ist nicht zurückgewichen, noch sind unsere Schritte abgebogen von deinem Pfad, (Hi 23,11) 20 dass du uns ⟨so⟩ zermalmt hast am Ort der Schakale und uns bedeckt mit Finsternis. (Ps 63,11) 21 Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände zu einem fremden Gott ausgestreckt, 22 würde Gott das nicht erforschen? Denn er erkennt die Geheimnisse des Herzens. (Ps 94,11; Ps 139,2; Jer 17,10; Apg 15,8) 23 Ja, deinetwegen werden wir umgebracht den ganzen Tag, als Schlachtvieh werden wir angesehen. (Röm 8,36) 24 Erwache! Warum schläfst du, Herr? Wache auf! Verwirf ⟨uns⟩ nicht auf ewig! (Ps 35,23) 25 Warum verbirgst du dein Angesicht, vergisst unser Elend und unsere Bedrückung? (Hi 13,24; Ps 10,1; Ps 88,15; Mk 4,38) 26 Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, unser Bauch klebt an der Erde. (Ps 119,25) 27 Stehe auf, uns zur Hilfe, und erlöse uns um deiner Güte willen! (Ps 80,3; Ps 115,1) 

Psalm 44

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Ein Gedicht der Korachiter. 2 Gott, mit eigenen Ohren haben wir es gehört, unsere Väter und Vorväter haben es uns erzählt, was du vollbracht hast in ihren Tagen – damals, vor langer Zeit: (Jos 24,11) 3 Fremde Völker hast du aus dem Land vertrieben und unsere Väter darin wohnen lassen. Die Fremden hast du hart geschlagen, damit unsere Väter in Freiheit leben konnten. 4 Sie haben zwar das Land erobert, doch nicht durch ihre Schwerter kam der Sieg und nicht durch ihre eigene Kraft: Durch deine Hand und deine Macht und deine Gegenwart ist es geschehen, denn du liebtest sie! 5 Du, Gott, bist unser König, du gibst[1] den Nachkommen Jakobs den Sieg. 6 Mit deiner Hilfe stoßen wir die Gegner nieder, durch deine Macht zertreten wir unsere Feinde. 7 Wir verlassen uns nicht auf unseren Bogen, wir erwarten nicht, dass unser Schwert uns rettet: (Ps 20,8) 8 Nur du befreist uns von unseren Feinden und stürzt die in Schande, die uns hassen. 9 Alle Tage wollen wir dich rühmen und dir, unserem Gott, ohne Ende danken! 10 Nun aber hast du uns verstoßen und uns in Schmach und Schande gestürzt; du ziehst nicht mehr mit unseren Heeren in den Kampf. 11 Du lässt zu, dass wir fliehen müssen vor unseren Feinden, die uns hassen; hemmungslos dürfen sie Beute machen. 12 Wie Schlachtvieh lieferst du uns an sie aus, du zerstreust uns unter fremde Völker. 13 Du verkaufst dein Volk zu einem lächerlichen Preis, nicht den kleinsten Gewinn machst du dabei. 14 Du lässt uns von unseren Nachbarn verhöhnen, sie dürfen uns verlachen und beschimpfen. (Ps 79,4; Ps 80,7) 15 Du machst uns zur Spottfigur für die Völker, sie alle schütteln über uns den Kopf. 16 Den ganzen Tag empfinden wir die Schande, und das Gesicht brennt uns vor Scham, 17 wenn wir den Hohn der Feinde hören, wie sie in ihrer Rachsucht uns beleidigen. 18 Dies alles ist über uns hereingebrochen – doch wir hatten dich nicht vergessen und den Bund mit dir nicht aufgekündigt! 19 Wir haben uns nicht von dir abgewandt und sind keinen Schritt von deinem Weg gewichen. 20 Du aber hast uns zu Boden geschlagen, wir müssen in den Trümmern hausen wie Schakale, auch nicht die kleinste Hoffnung lässt du uns. 21 Hätten wir dich, unseren Gott, vergessen und zu anderen Göttern gebetet, 22 du hättest es sofort gewusst, du kennst doch die Tiefen unseres Herzens! (Ps 139,1) 23 Weil wir zu dir gehören, sind wir täglich in Todesgefahr. Wir werden angesehen wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind. (Ps 34,20; Ps 69,8; Röm 8,36) 24 Wach auf, Herr! Warum schläfst du? Wach endlich auf, verstoß uns nicht für immer! (Ps 121,4) 25 Warum blickst du nicht mehr auf uns? Warum fragst du nicht danach, wie man uns quält und unterdrückt? 26 Erniedrigt liegen wir am Boden, kraftlos hingestreckt in den Staub. 27 Greif ein und hilf uns, mach uns frei! Wir berufen uns auf deine Güte! 

Psalm 44

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Eine Unterweisung der Korachiter, vorzusingen. 2 Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, / unsre Väter haben’s uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. (5Mo 6,20) 3 Du hast mit deiner Hand die Völker vertrieben, sie aber hast du eingesetzt; du hast die Nationen zerschlagen, sie aber hast du ausgebreitet. 4 Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. 5 Du bist es, mein König und mein Gott, der du Jakob Hilfe verheißest. 6 Durch dich wollen wir unsre Feinde niederstoßen, in deinem Namen zertreten, die sich gegen uns erheben. 7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen; 8 sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machst zuschanden, die uns hassen. 9 Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich. Sela. (Jer 9,22) 10 Doch nun verstößt du uns / und lässt uns zuschanden werden und ziehst nicht aus mit unserm Heer. 11 Du lässt uns fliehen vor unserm Feind, dass uns berauben, die uns hassen. 12 Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe und zerstreust uns unter die Heiden. 13 Du verkaufst dein Volk um ein Nichts und hast keinen Gewinn davon. 14 Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind. (1Kön 9,7; Ps 79,4) 15 Du machst uns zum Sprichwort unter den Völkern, lässt die Nationen das Haupt über uns schütteln. 16 Täglich ist meine Schmach mir vor Augen, und mein Antlitz ist voller Scham, 17 weil ich sie höhnen und lästern höre und die Feinde und Rachgierigen sehen muss. 18 Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch dich nicht vergessen noch an deinem Bund untreu gehandelt. 19 Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von deinem Weg, 20 dass du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis. 21 Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott: 22 würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund. 23 Um deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe. (Röm 8,36; 1Kor 15,31) 24 Wach auf, Herr! Warum schläfst du? Werde wach und verstoß uns nicht für immer! 25 Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unser Elend und unsre Drangsal? 26 Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib klebt am Boden. 27 Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! 

Psalm 44

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Für den Chorleiter: Ein Psalm der Nachkommen Korachs. 2 Gott, wir haben es mit eigenen Ohren gehört – unsere Vorfahren haben uns erzählt, was du vor langer Zeit getan hast: (2Mo 12,26) 3 Du hast die anderen Völker vertrieben und das Land unsren Vorfahren geschenkt. Du hast ihre Feinde vernichtet und unsere Väter befreit, damit unser Volk sich ausbreiten konnte. (Ps 78,55; Ps 80,9) 4 Sie haben das Land nicht mit ihren Schwertern erobert und nicht aus eigener Kraft gesiegt. Deine große Macht war es, die ihnen zum Sieg verhalf, weil du auf ihrer Seite warst und deine Liebe bei ihnen war.[1] (5Mo 4,37; Jos 24,12; Ps 77,16) 5 Du bist mein König und mein Gott. Auf dein Wort hin erringt dein Volk[2] den Sieg. (Ps 74,12) 6 Nur mit dir können wir unsere Feinde schlagen, und nur in deinem Namen können wir sie besiegen. (Ps 60,14) 7 Ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen und vertraue nicht auf mein Schwert, dass es mir hilft. 8 Du bist es, der uns den Sieg über unsere Feinde schenkt und die umkommen lässt, die uns hassen. (Ps 53,6; Ps 136,24) 9 Gott, alle Tage wollen wir dich loben und deinem Namen unaufhörlich danken. (Ps 30,13; Ps 34,3) 10 Doch jetzt hast du uns verstoßen und beschämt. Du führst unser Heer nicht mehr in die Schlacht. (Ps 43,2; Ps 60,12; Ps 74,1) 11 Du lässt uns vor unseren Feinden fliehen und gestattest ihnen, unser Land zu plündern. (Jos 7,8; Ps 89,42) 12 Du gabst uns hin wie Schafe zur Schlachtung und hast uns unter die Völker zerstreut. (5Mo 4,27; 5Mo 28,64; Ps 106,27; Hes 20,23) 13 Du hast uns, dein kostbares Volk, für einen Hungerlohn verkauft, mit dem du nicht den kleinsten Gewinn gemacht hast. (Jes 52,3) 14 Du hast zugelassen, dass unsere Nachbarn uns verlachen. Den Völkern um uns herum sind wir zum Spott geworden. (Ps 79,4; Ps 80,7) 15 Du hast uns zum Spott werden lassen, sodass die ganze Welt über uns lacht. (Ps 109,25; Jer 24,9) 16 Jeden Tag habe ich meine Schande vor Augen und Scham steht mir ins Gesicht, 17 wenn ich den Hohn unserer Spötter höre und die rachedurstigen Feinde sehe. 18 Dies alles geschah, obwohl wir dir treu waren und deinen Bund nicht verletzt haben. (Ps 119,61) 19 Unsere Herzen haben dich nicht verlassen. Wir sind nicht von deinem Weg abgewichen. (Hi 23,11; Ps 119,51) 20 Dennoch hast du uns in der Wüste niedergestreckt[3] und uns mit Dunkelheit und Tod bedeckt. (Hi 3,5; Ps 51,10) 21 Hätten wir Gott vergessen oder unsere Hände im Gebet zu fremden Göttern erhoben, (Ps 81,10) 22 hättest du es gleich gewusst, denn du kennst die Geheimnisse unserer Herzen. 23 Aber weil wir an dir festhalten, werden wir jeden Tag getötet und wie Schafe geschlachtet. (Jes 53,7; Röm 8,36) 24 Herr, wach auf! Warum schläfst du? Erhebe dich! Verstoße uns nicht für immer! (Ps 7,7; Ps 77,8; Ps 78,65) 25 Warum wendest du dich von uns ab? Warum verschließt du deine Augen vor unserem Leid und unserer Unterdrückung? (Hi 13,24; Ps 42,10; Ps 88,15) 26 Wir werden in den Staub gedrückt und liegen am Boden. (Ps 119,25) 27 Erhebe dich! Komm und hilf uns! Rette uns um deiner Gnade willen! 

Psalm 44

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Song von Korachs Söhnen. Zum Nachdenken. 2 Gott, unsere Väter haben uns erzählt, was du für Wunder getan hast. 3 Als du sie groß gemacht hast, hast du ganze Nationen geschasst. 4 Denn nicht alleine haben sie geschafft, das Land einzunehmen, du hast für sie gekämpft und ihnen alles gegeben. 5 Gott, du bist mein Präsident, steh uns bei, hilf uns weiter bei allen Dingen. 6 Durch dich werden wir Feinde besiegen, jeden Gegner bezwingen. 7 Ich weiß, du rettest mich, und ich vertraue nicht meinen Waffen. 8 Du rettest uns vor den Feinden, nur mit dir können wir was schaffen. 9 Dich wollen wir loben und dir den ganzen Tag danken, dich ehren. 10 Doch du hast uns verworfen, nicht mehr gekämpft mit unsern Heeren. 11 Wir haben gekämpft und verloren, die Feinde haben sich gefreut. 12 Du hast uns zur Beute gemacht und uns unter die Feinde zerstreut. 13 Du hast uns verkauft und dabei noch nicht mal Gewinn gemacht. 14 Du hast uns lächerlich gemacht und vor den Nationen dahingerafft. 15 Wir sind ein Witz für die anderen, ein Kopfschütteln, ein Achselzucken. 16 Es ist so peinlich für mich, ich kann ihnen nicht mal in die Augen gucken. 17 Denn ich höre sie ablästern, ich höre sie über uns lachen, ich spüre täglich die Feinde, und ich fürchte ihre Rache. 18 Dies alles mussten wir ertragen, doch wir haben an dich geglaubt, 19 immer an dir festgehalten und dir immer vertraut. 20 Selbst als wir merkten, wie du uns zerschlagen hast, als du uns fallen gelassen und nicht mehr getragen hast, 21 haben wir zu dir gehalten, haben an dich geglaubt in unserem Herzen. 22 Denn wir wussten, du kennst uns, würdest jedes Misstrauen merken. 23 Ja, deinetwegen werden wir gekillt, werden behandelt wie Schlachtvieh. 24 Ich frage mich, ob du wach bist, denn eigentlich schläfst du doch nie. 25 Warum guckst du weg, siehst du nicht, wie wir hier leiden? Willst du weiterhin jeden Kontakt mit uns vermeiden? 26 Denn wir sind schon ganz unten, unser Bauch liegt auf Erden. 27 Steh auf und hilf uns und lass uns bitte nicht sterben.