1.Mose 48

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Einige Zeit danach sagte man zu Josef: Siehe, dein Vater ist krank. Da nahm Josef seine beiden Söhne mit, Manasse und Efraim, 2 und ließ Jakob melden: Siehe, dein Sohn Josef ist zu dir gekommen. Israel nahm seine Kräfte zusammen und setzte sich im Bett auf. 3 Dann sagte Jakob zu Josef: El-Schaddai ist mir zu Lus im Land Kanaan erschienen und hat mich gesegnet. (1Mo 28,13; 1Mo 35,11) 4 Er hat zu mir gesagt: Siehe, ich mache dich fruchtbar und vermehre dich, ich mache dich zu einer Schar von Völkern und gebe dieses Land deinen Nachkommen zu ewigem Besitz. 5 Jetzt sollen deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, mir gehören. Efraim und Manasse sollen mir wie Ruben und Simeon gehören. 6 Die Nachkommen aber, die du erst nach ihnen gezeugt hast, sollen dir gehören; nach dem Namen ihrer Brüder soll man sie in ihrem Erbteil benennen. 7 Als ich aus Paddan-Aram kam, starb mir unterwegs Rahel im Land Kanaan; nur noch eine kurze Strecke war es bis Efrata. Ich begrub sie dort auf dem Weg nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt. (1Mo 35,16) 8 Als Israel die Söhne Josefs sah, fragte er: Wer sind diese? 9 Josef sagte zu seinem Vater: Meine Söhne sind es, die mir Gott hier geschenkt hat. Da sagte Israel: Bring sie her zu mir, ich will sie segnen! 10 Israels Augen waren vor Alter schwer geworden, er konnte nicht mehr recht sehen. Er ließ die Söhne Josefs zu sich herantreten, küsste und umarmte sie. 11 Dann sagte Israel zu Josef: Ich hatte nicht mehr geglaubt, dich jemals wiederzusehen. Doch siehe, Gott hat mich sogar noch deine Nachkommen sehen lassen. 12 Josef holte sie von seinen Knien weg und sie warfen sich mit ihrem Gesicht zur Erde nieder. 13 Dann nahm Josef beide, Efraim an seine Rechte, zur Linken Israels, und Manasse an seine Linke, zur Rechten Israels, und führte sie zu ihm hin. 14 Israel streckte seine Rechte aus und legte sie Efraim auf den Kopf, obwohl er der jüngere war, seine Linke aber legte er Manasse auf den Kopf, wobei er seine Hände überkreuzte, obwohl Manasse der Erstgeborene war. 15 Er segnete Josef und sprach: Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak / ihren Weg gegangen sind, / Gott, der mein Hirt war mein Lebtag bis heute, 16 der Engel, der mich erlöst hat / von jeglichem Unheil, / er segne die Knaben. / Unter ihnen soll mein Name / und der Name meiner Väter / Abraham und Isaak genannt werden. / Sie sollen sich mitten im Land in Fülle tummeln. 17 Als Josef sah, dass sein Vater seine Rechte Efraim auf den Kopf legte, gefiel ihm das nicht. Josef ergriff die Hand seines Vaters, um sie von Efraims Kopf auf den Kopf Manasses hinüberzuziehen, 18 und er sagte zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater! Denn er ist der Erstgeborene; leg deine Rechte ihm auf den Kopf! 19 Aber sein Vater weigerte sich und sagte: Ich weiß, mein Sohn, ich weiß, auch er wird zu einem Volk, auch er wird groß sein; aber sein jüngerer Bruder wird größer als er und seine Nachkommen werden zu einer Fülle von Völkern. 20 Er segnete jeden von ihnen an jenem Tag mit den Worten: Durch dich wird Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Efraim und Manasse. So setzte er Efraim vor Manasse. 21 Israel sagte zu Josef: Sieh, ich sterbe nun. Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Väter zurückbringen. 22 Ich gebe dir Sichem, einen Bergrücken hoch über deinen Brüdern, den ich der Hand der Amoriter mit Schwert und Bogen entrissen habe.[1] 

1.Mose 48

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Und es geschah nach diesen Dingen, dass man dem Josef sagte: Siehe, dein Vater ist krank. Da nahm er seine beiden Söhne, Manasse und Ephraim, mit sich. (1Mo 46,20; 2Kön 13,14) 2 Und man berichtete dem Jakob und sagte: Siehe, dein Sohn Josef kommt zu dir. Da machte Israel sich stark und setzte sich im Bett auf. 3 Und Jakob sagte zu Josef: Gott, der Allmächtige[1], erschien mir in Lus im Land Kanaan, und er segnete mich (1Mo 17,1; 1Mo 28,13; 1Mo 35,6) 4 und sprach zu mir: »Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich vermehren, und ich will dich zu einer Schar von Völkern machen und dieses Land deiner Nachkommenschaft nach dir zum ewigen Besitz geben.« (1Mo 17,6; Hes 37,25) 5 Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mir gehören; Ephraim und Manasse sollen mir gehören wie Ruben und Simeon. (1Mo 41,50; 4Mo 1,32; Jos 14,4; Ps 77,16; Hes 47,13) 6 Aber deine Kinder[2], die du nach ihnen gezeugt hast, sollen dir gehören. Nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie genannt werden in ihrem Erbteil. 7 Denn ich – als ich aus Paddan[3] kam, starb Rahel bei mir im Land Kanaan, auf dem Weg, als es noch eine Strecke Landes war, um nach Efrata zu kommen; und ich begrub sie dort am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem. (1Mo 35,19) 8 Als Israel die Söhne Josefs sah, sagte er: Wer sind diese? 9 Und Josef sagte zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott mir hier gegeben hat. Da sagte er: Bring sie doch zu mir her, dass ich sie segne! (1Mo 27,4; 1Mo 33,5) 10 Die Augen Israels aber waren schwer vor Alter, er konnte nicht sehen. Und als er sie zu ihm gebracht hatte, küsste er sie und umarmte sie. (1Mo 27,1) 11 Und Israel sprach zu Josef: Ich hatte nicht gedacht, dein Gesicht ⟨noch einmal⟩ zu sehen; und siehe, Gott hat mich sogar deine Nachkommen sehen lassen! (1Mo 37,33; 1Mo 45,26; Ps 128,6) 12 Und Josef nahm sie von seinen Knien weg und beugte sich auf sein Gesicht zur Erde nieder. 13 Und Josef nahm sie beide, Ephraim mit seiner Rechten zur Linken Israels und Manasse mit seiner Linken zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm. 14 Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims Kopf – obwohl er der Jüngere war – und seine Linke auf Manasses Kopf; er legte seine Hände über Kreuz. Denn Manasse war der Erstgeborene. 15 Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gelebt haben[4], der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, (1Mo 24,40; 1Mo 27,27; 1Mo 35,3; 1Mo 49,22) 16 der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, segne die Jungen; und in ihnen werde mein Name genannt und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land[5]! (1Mo 22,15; 4Mo 26,34; 2Sam 4,9; 1Kön 1,29; Ps 34,8; Jes 63,9) 17 Und als Josef sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf Ephraims Kopf legte, war es schlecht in seinen Augen; und er fasste die Hand seines Vaters, um sie von Ephraims Kopf wegzuwenden auf Manasses Kopf. 18 Und Josef sagte zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene. Lege deine Rechte auf seinen Kopf! 19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß es[6], mein Sohn, ich weiß es[7]. Auch er wird zu einem Volk werden, und auch er wird groß sein. Jedoch wird sein jüngerer Bruder größer sein als er, und seine Nachkommenschaft wird eine Fülle von Nationen werden. (1Mo 25,23; 4Mo 1,33; 5Mo 33,17) 20 Und er segnete sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und wie Manasse! So setzte er Ephraim vor Manasse. (Jos 17,14; Hebr 11,21) 21 Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Väter zurückbringen. (1Mo 15,14; 1Mo 47,29) 22 Und ich gebe dir einen Bergrücken über deine Brüder hinaus, den ich aus der Hand der Amoriter mit meinem Schwert und mit meinem Bogen genommen habe. (Jos 24,32) 

1.Mose 48

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Nach einiger Zeit erhielt Josef die Nachricht, dass sein Vater krank sei. Da nahm er seine beiden Söhne Manasse und Efraïm und machte sich auf den Weg. 2 Als Jakob gesagt wurde: »Dein Sohn Josef ist da«, nahm er[1] alle seine Kräfte zusammen und setzte sich im Bett auf. 3 Er sagte zu Josef: »Gott, der Gewaltige, erschien mir in Lus im Land Kanaan. Er segnete mich 4 und sagte: ›Ich will dich fruchtbar machen und vermehren[2] und dich zu einer ganzen Schar von Völkern machen. Und dieses Land will ich deinen Nachkommen für alle Zeiten zum Besitz geben.‹ Das hat er mir zugesagt. (1Mo 12,2; 1Mo 12,7) 5 Deine beiden Söhne Efraïm und Manasse aber, die dir hier in Ägypten geboren wurden, bevor ich ins Land kam, die nehme ich als meine eigenen Söhne an; sie sollen mir genauso viel gelten wie Ruben und Simeon. 6 Deine späteren Söhne und ihre Nachkommen sollen als deine Nachkommenschaft gelten, doch bekommen sie ihren Anteil am Landbesitz im Gebiet ihrer älteren Brüder. 7 Ich tue das deiner Mutter Rahel zuliebe. Sie starb, als ich aus Mesopotamien ins Land Kanaan zurückkam, kurz vor der Stadt Efrata, und ich begrub sie dort am Wegrand.« – Efrata heißt jetzt Betlehem. (1Mo 35,16) 8 Jakobs Blick fiel auf Manasse und Efraïm, die Söhne Josefs. »Wen bringst du da mit?«, fragte er Josef. (Hebr 11,21) 9-10 Seine Augen waren altersschwach geworden und er konnte nicht mehr deutlich sehen. »Es sind die Söhne, die Gott mir hier in Ägypten geschenkt hat«, erwiderte Josef. »Bring sie her«, sagte Jakob, »ich will sie segnen!« Jakob zog sie an sich, umarmte und küsste sie. 11 Er sagte zu Josef: »Ich hätte nie geglaubt, dich wiederzusehen, und jetzt lässt Gott mich sogar noch deine Kinder sehen.« 12 Josef nahm die beiden von Jakobs Knien und beugte sich vor seinem Vater bis zur Erde. 13 Dann nahm er Efraïm an die rechte Hand, sodass er von Jakob aus gesehen links stand, und an seine linke Hand nahm er Manasse. So brachte er sie zu seinem Vater. 14 Jakob aber kreuzte seine Hände und legte die rechte auf den Kopf des jüngeren Bruders Efraïm und die linke auf den Kopf Manasses, obwohl Manasse der Erstgeborene war. 15 Dann segnete er die Söhne Josefs[3] und sagte: »Ich bete zu dem Gott, nach dessen Willen meine Väter, Abraham und Isaak, sich stets gerichtet haben. Ich bete zu dem Gott, der mich wie ein Hirt mein Leben lang geführt und beschützt hat. 16 Ich bete zu dem Gott,[4] der in aller Not zur Stelle war und mich gerettet hat. Er segne diese Kinder, damit mein Name und der meiner Väter Abraham und Isaak in ihnen und ihren Nachkommen fortlebe. Er lasse ihre Nachkommen zahlreich werden, damit sie das Land füllen.« 17 Josef gefiel es nicht, dass sein Vater die rechte Hand auf Efraïm gelegt hatte. Deshalb nahm er sie und wollte sie auf Manasse legen. 18 »Du irrst, Vater«, sagte er, »dieser ist der Erstgeborene, auf ihn musst du die rechte Hand legen!« 19 Aber Jakob wehrte ab: »Das weiß ich«, sagte er. »Sei unbesorgt, auch die Nachkommen Manasses sollen zu einem großen Volk werden. Aber sein jüngerer Bruder soll noch größer werden als er; seine Nachkommen sollen zu einer Menge von Völkern werden.« 20 So segnete Jakob die Söhne Josefs und sagte zu ihm: »Du und deine Kinder, ihr werdet in Israel ein Beispiel besonderen Segens sein. Wenn die Leute in Israel einander Glück wünschen, werden sie sagen: ›Gott segne dich wie Efraïm und Manasse!‹« Ganz bewusst nannte er dabei Efraïm an erster Stelle. (1Mo 22,18) 21 Dann sagte er: »Ich sterbe jetzt. Gott wird euch beistehen und euch in das Land zurückbringen, das er euren Vorfahren versprochen hat. 22 Dir aber gebe ich einen Bergrücken[5] hoch über den Wohnsitzen deiner Brüder. Ich habe ihn den Amoritern mit Schwert und Bogen weggenommen.« 

1.Mose 48

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Danach wurde Josef gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Söhne Manasse und Ephraim. 2 Da wurde Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Josef kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich auf im Bett 3 und sprach zu Josef: Der allmächtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich (1Mo 17,1; 1Mo 28,12; 2Mo 6,2) 4 und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zu einer Menge von Völkern machen und will dies Land zu eigen geben deinen Nachkommen für alle Zeit. (1Mo 17,8; 1Mo 35,11) 5 So sollen nun deine beiden Söhne Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Ägyptenland, ehe ich hergekommen bin zu dir, mein sein. Ephraim und Manasse sollen für mich sein wie Ruben und Simeon. (1Mo 41,50) 6 Die Nachkommen aber, die du nach ihnen zeugst, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brüder in deren Erbteil. 7 Und als ich aus Mesopotamien kam, starb mir Rahel im Land Kanaan auf der Reise, als es nur noch eine kleine Strecke Weges war bis Efrata, und ich begrub sie dort an dem Wege nach Efrata, das nun Bethlehem heißt. (1Mo 35,19) 8 Und Israel sah die Söhne Josefs und sprach: Wer sind die? 9 Josef antwortete seinem Vater: Es sind meine Söhne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne. 10 Denn die Augen Israels waren schwach geworden vor Alter, und er konnte nicht mehr sehen. Und er ließ sie herzutreten und küsste und herzte sie. 11 Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht hätte, und siehe, Gott hat mich auch deine Söhne sehen lassen. (1Mo 37,33; 1Mo 37,35; 1Mo 45,26; Ps 128,6) 12 Und Josef nahm sie von seinem Schoß und verneigte sich vor ihm zur Erde. 13 Dann nahm sie Josef beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels linker Hand und Manasse an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm. 14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war. 15 Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, (1Mo 32,10; Ps 23,1) 16 der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne die Knaben, dass durch sie mein und meiner Väter Abraham und Isaak Name fortlebe, dass sie wachsen und viel werden auf Erden. (1Mo 32,25; Jes 41,14) 17 Als aber Josef sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, 18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt. 19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden. (4Mo 1,33; 4Mo 1,35; 5Mo 33,17) 20 So segnete er sie an jenem Tage und sprach: Wer in Israel jemanden segnen will, der sage: Gott mache dich wie Ephraim und Manasse! Und so setzte er Ephraim vor Manasse. (Hebr 11,21) 21 Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Väter. 22 Ich gebe dir Sichem als Vorzug vor deinen Brüdern, das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe. (1Mo 34,1; Jos 24,30) 

1.Mose 48

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Einige Zeit später wurde Josef berichtet, dass sein Vater krank sei. Josef nahm seine beiden Söhne Manasse und Ephraim mit. (1Mo 41,51; Hebr 11,21) 2 Als Jakob[1] mitgeteilt wurde, dass Josef gekommen war, nahm er all seine Kraft zusammen und setzte sich in seinem Bett auf. 3 Jakob sagte zu Josef: »Gott der Allmächtige ist mir in Lus in Kanaan erschienen und hat mich gesegnet. (1Mo 28,13; 1Mo 35,9) 4 Er sagte zu mir: ›Ich werde dir viele Nachkommen schenken. Von dir sollen viele Völker abstammen. Ich werde deinen Nachkommen dieses Land für immer zum Besitz geben.‹ 5 Heute nehme ich deine beiden Söhne, Ephraim und Manasse, die dir vor meiner Ankunft hier in Ägypten geboren wurden, als meine eigenen Söhne an. Sie sollen Ruben und Simeon gleichgestellt sein. (1Mo 29,32) 6 Die Kinder aber, die dir nach ihnen geboren wurden, sind deine eigenen. Das Land, das sie erben werden, wird innerhalb der Gebiete von Ephraim und Manasse liegen. 7 Als ich aus Mesopotamien zurückkehrte, starb Rahel in Kanaan in der Nähe von Efrata. Ich habe sie dort an der Straße nach Efrata, dem heutigen Bethlehem, begraben.« (1Mo 35,19) 8 Dann bemerkte Jakob die beiden Söhne Josefs. »Wer sind sie?«, fragte er. 9 »Das sind meine Söhne, die Gott mir hier in Ägypten geschenkt hat«, antwortete Josef. Und Jakob sagte: »Bring sie zu mir, ich will sie segnen.« (1Mo 33,5) 10 Jakob war aufgrund seines Alters blind geworden und konnte nichts mehr sehen. Deshalb brachte Josef Ephraim und Manasse zu ihm und Jakob küsste und umarmte sie. (1Mo 27,1) 11 Dann sagte Jakob zu Josef: »Ich hätte nie gedacht, dass ich dich noch einmal sehen würde. Und nun hat Gott mich sogar noch deine Kinder sehen lassen!« (1Mo 44,28) 12 Josef nahm die jungen Männer von den Knien ihres Großvaters und verneigte sich tief vor ihm. (1Mo 33,3; 1Mo 42,6) 13 Dann nahm er Ephraim an seine rechte Hand und Manasse an seine linke und stellte sich vor Jakob, sodass sie direkt vor ihrem Großvater standen. 14 Jakob aber kreuzte seine Arme und legte seine rechte Hand auf Ephraims Kopf – obwohl er der Jüngere war – und seine linke auf den Kopf von Manasse, dem Erstgeborenen. (1Mo 41,51) 15 Dann segnete er Josef und sagte: »Der Gott, dem mein Großvater Abraham und mein Vater Isaak dienten, der Gott, der mich mein ganzes Leben lang geführt und versorgt hat, (1Mo 17,1; 1Mo 49,24) 16 und der Gott, der mich von allem Unglück erlöst hat, – er segne diese jungen Männer. In ihnen soll mein Name und der Name meiner Väter fortleben und sie sollen zu einem großen Volk werden.« (1Mo 22,11; 1Mo 28,13; 1Mo 31,11; Hebr 11,21) 17 Doch Josef gefiel es nicht, dass sein Vater seine rechte Hand auf Ephraims Kopf gelegt hatte. Er nahm die rechte Hand seines Vaters und wollte sie von Ephraims Kopf auf Manasses Kopf legen. 18 »Nein Vater«, sagte er, »er ist der Ältere. Leg deine rechte Hand auf seinen Kopf.« 19 Doch sein Vater weigerte sich. »Ich weiß es, mein Sohn«, sagte er. »Auch von Manasse wird ein großes Volk abstammen, aber sein jüngerer Bruder wird noch größer werden. Von ihm werden viele Völker abstammen!« (1Mo 28,14; 1Mo 46,3) 20 Jakob segnete Ephraim und Manasse an jenem Tag mit folgendem Segen: »Mit euren Namen werden die Israeliten einander segnen. Sie werden sagen: ›Gott mache dich wie Ephraim und Manasse.‹« So setzte Jakob Ephraim über Manasse. (Rut 4,11) 21 Dann sagte Jakob zu Josef: »Ich liege im Sterben, aber Gott wird mit euch sein und euch wieder nach Kanaan, in das Land eurer Vorfahren, bringen. (1Mo 28,15; 1Mo 46,4; 1Mo 50,24) 22 Und ich gebe dir einen Bergrücken mehr als deinen Brüdern, den ich den Amoritern mit Schwert und Bogen weggenommen habe.« (Jos 24,32; Joh 4,5) 

1.Mose 48

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Einige Zeit später kriegte Josef eine Mail von zu Hause, wo drinstand, dass sein Vater sehr krank ist. Er packte sofort seine Sachen, nahm seine beiden Söhne Manasse und Efraim mit ins Auto und fuhr los. 2 Als man Jakob erzählte, dass sein Sohn Josef gleich da sein würde, riss er sich noch mal richtig zusammen und setzte sich auf die Bettkante. 3 Nachdem Josef in seinem Zimmer angekommen war, fing Jakob an, mit ihm über etwas sehr Wichtiges zu sprechen. „Josef, ich hatte mal ein echt heftiges Treffen mit dem richtig großen Gott. Das war bei Lus, in Kanaan. Gott wünschte mir alles Gute, er segnete mich 4 und sagte dann: ‚Ich werde dafür sorgen, dass sich deine Familie sehr stark vermehren wird! Daraus wird mal ein ganz großes Volk werden, eine ganze Nation von Völkern. Und ich will dir dafür dieses Land auf lau schenken. Es soll dir und deiner Familie für immer gehören.‘ Das hat mir Gott höchstpersönlich damals so gesagt. 5 Ich hatte jetzt die Idee, dass ich deine beiden Söhne Efraim und Manasse, die ja beide in Ägypten geboren wurden, adoptieren werde, damit sie die gleichen Rechte wie meine eigenen Söhne haben. 6 Aber die Kinder, die du vielleicht später noch bekommst, sollen den Familiennamen Efraim oder Manasse abkriegen und in deren Land leben. 7 Ich will das vor allem wegen deiner Mutter Rahel. Sie ist ja auf dem Rückweg von Mesopotamien nach Kanaan gestorben. Wir waren damals kurz vor der Stadt Efrata. Ich hab sie dort auf einem Friedhof beerdigt.“ Efrata ist übrigens das heutige Bethlehem. 8 Jetzt erst bemerkte Jakob, dass die zwei Söhne von Josef, Manasse und Efraim, mit am Start waren. „Wen hast du denn da mitgebracht?“, fragte Jakob. 9 Josef antwortete: „Das sind die Söhne, die Gott mir hier in Ägypten geschenkt hat!“ – „Bring die mal her! Ich will mir die gerne mal aus der Nähe ansehen und für sie beten!“ 10 Jakob war nämlich schon ziemlich kurzsichtig und hatte keine Brille. Als die beiden Jungs bei ihm am Bett standen, knuddelte er sie und gab ihnen einen Kuss. 11 „Josef, ich hätte es echt nicht mehr geglaubt, dass ich dich überhaupt noch mal wiedersehen werde, und jetzt darf ich sogar noch deine Kinder umarmen!“ 12 Josef nahm dann die beiden Jungs beiseite und kniete sich vor dem Bett seines Vaters auf den Boden hin. Dann verbeugte er sich ganz tief. 13 Danach nahm er seine beiden Söhne an die Hände, Efraim rechts und Manasse links. So ging er dann noch mal ganz nahe zu seinem Vater ans Bett, damit der noch mal für seine Kinder beten und sie segnen würde. Er wollte, dass der Ältere von beiden mit der rechten Hand von Jakob gesegnet wird, weil man damals dachte, da liegt mehr Power drauf. 14 Jakob überkreuzte aber seine Hände beim Beten, legte seine rechte Hand auf den Kopf vom jüngeren Bruder Efraim und seine linke auf den Kopf von Manasse. Und das, obwohl eigentlich Manasse der ältere Bruder war. 15 Jakob fing dann an zu beten: „Gott! Du bist derjenige, der schon meinen Vätern Abraham und Isaak gesagt hat, was Sache ist. Sie haben sich danach gerichtet. Ich rede jetzt mit dem Gott, der mich schon mein ganzes Leben lang begleitet und auf mich aufgepasst hat, bis heute. 16 Du bist derjenige, der immer da war, wenn es mir beschissen ging. Du hast mich so oft gerettet. Du sollst jetzt mit voller Power mit diesen Kindern sein. Sorge dafür, dass unsere Familie, ich und meine Vorfahren Abraham und Isaak, durch ihr Leben weiterbesteht. Sie sollen viele Kinder bekommen, damit dieses Land ohne Ende bevölkert wird.“ 17 Josef fand das nicht so geil, dass Jakob seine rechte Hand auf Efraim gelegt hatte. Darum wollte er sie da wegnehmen und auf Manasse legen. 18 „Kleiner Irrtum, Papa“, sagte er zu ihm. „Das ist nicht der Ältere von den beiden! Auf den hier musst du deine rechte Hand legen!“ 19 „Das hab ich schon lange kapiert“, antwortete Jakob. „Keine Panik, auch Manasse wird sehr viele Kinder bekommen, aus denen dann ein großes Volk entstehen wird. Aber sein jüngerer Bruder wird es noch fetter abkriegen. Aus seiner Familie werden mal ganze Nationen!“ 20 Also betete Jakob auf die Art für die zwei Jungs von Josef. Er sagte danach zu Josef: „Hör zu, du und deine Kinder, ihr werdet mal in Israel als Beispiel dafür dienen, wie sehr Gott einen unterstützen und wie krass er jemanden segnen kann. Irgendwann wird es so einen Spruch in Israel geben. Wenn man sich etwas besonders Gutes sagen will, dann werden die Leute texten: ‚Gott soll so mit dir umgehen, wie er es mit Efraim oder Manasse gemacht hat!‘“ Ganz bewusst nannte er dabei Efraim zuerst. 21 Jakob, den man ja zu der Zeit auch Israel nannte, sagte dann zu Josef: „Pass auf, mein Junge, ich sterbe jetzt. Aber Gott lässt euch nie alleine. Er wird euch in das Land zurückbringen, das er schon unseren Vätern versprochen hat. 22 Ich vererbe dir hiermit ein Stück Land, das ich mal im Krieg von den Amoritern erobert habe. Es liegt dort oben in den Bergen. Du wohnst dann sogar noch höher als deine Brüder!“