Psalm 10

English Standard Version

from Crossway
1 Why, O Lord, do you stand far away? Why do you hide yourself in times of trouble? (Ps 9:9; Ps 13:1; Ps 22:1; Ps 22:11; Ps 22:19; Ps 35:22; Ps 38:21)2 In arrogance the wicked hotly pursue the poor; let them be caught in the schemes that they have devised. (Ps 7:15)3 For the wicked boasts of the desires of his soul, and the one greedy for gain curses[1] and renounces the Lord. (Job 1:5; Job 1:11; Ps 10:13; Ps 94:4; Isa 3:9)4 In the pride of his face[2] the wicked does not seek him;[3] all his thoughts are, “There is no God.” (Ps 10:3; Ps 14:1; Ps 53:1)5 His ways prosper at all times; your judgments are on high, out of his sight; as for all his foes, he puffs at them. (Ps 12:5; Isa 26:11)6 He says in his heart, “I shall not be moved; throughout all generations I shall not meet adversity.” (Ps 10:11; Ps 10:13; Re 18:7)7 His mouth is filled with cursing and deceit and oppression; under his tongue are mischief and iniquity. (Job 20:12; Ps 5:5; Ps 6:8; Ps 7:14; Ps 36:3; Ps 55:11; Ps 72:14; Ps 140:3; So 4:11; Ro 3:14)8 He sits in ambush in the villages; in hiding places he murders the innocent. His eyes stealthily watch for the helpless; (Ps 17:12; Ps 64:4; Hab 3:14)9 he lurks in ambush like a lion in his thicket; he lurks that he may seize the poor; he seizes the poor when he draws him into his net. (Job 38:40; Ps 9:15; Ps 17:12; Ps 59:3; Mic 7:2)10 The helpless are crushed, sink down, and fall by his might.11 He says in his heart, “God has forgotten, he has hidden his face, he will never see it.” (Job 22:13; Ps 73:11; Ps 94:7; Eze 8:12; Eze 9:9; Zep 1:12)12 Arise, O Lord; O God, lift up your hand; forget not the afflicted. (Ps 3:7; Ps 9:12; Ps 9:18; Mic 5:9)13 Why does the wicked renounce God and say in his heart, “You will not call to account”? (Ps 9:12; Ps 10:3)14 But you do see, for you note mischief and vexation, that you may take it into your hands; to you the helpless commits himself; you have been the helper of the fatherless. (Ps 33:13; Ps 68:5; Ps 146:9; Ho 14:3; 2Ti 1:12; 1Pe 4:19)15 Break the arm of the wicked and evildoer; call his wickedness to account till you find none. (Ps 37:17; Ps 37:36; Isa 41:12)16 The Lord is king forever and ever; the nations perish from his land. (Ex 15:18; De 8:20; Ps 29:10; Jer 10:10; La 5:19; Da 4:34; Da 6:26; 1Ti 1:17; Re 11:15)17 O Lord, you hear the desire of the afflicted; you will strengthen their heart; you will incline your ear (1Ch 29:18)18 to do justice to the fatherless and the oppressed, so that man who is of the earth may strike terror no more. (Ps 9:9; Ps 9:19; Ps 17:14; Ps 74:21; Ps 82:3; Isa 1:17; Isa 11:4)

Psalm 10

Neue Genfer Übersetzung

from Genfer Bibelgesellschaft
1 Warum, HERR, bist du so fern, warum verbirgst du dich in Zeiten der Not?[1] (Ps 9:1)2 Hochmütige Menschen, die Gott ablehnen, verfolgen die Wehrlosen und bringen sie durch ihre Intrigen zu Fall.3 Diese Gottlosen prahlen auch noch damit, dass ihre Gier keine Grenzen kennt.[2] In ihrer Habsucht verspotten sie den HERRN und verachten ihn.[3]4 Stolz behaupten sie: »Gott kümmert sich sowieso nicht um das, was wir tun! Es gibt ja gar keinen Gott!« Weiter reichen ihre Gedanken nicht.5 Dennoch führt ihr Weg sie stets zum Erfolg. Unendlich fern liegt ihnen der Gedanke, dass du sie einmal zur Rechenschaft ziehen könntest.[4] Sie pfeifen auf jeden, der sich ihnen in den Weg stellt.6 Sie reden sich ein: »Uns bringt nichts zu Fall, kein Unglück wird uns jemals treffen, auch nicht in künftigen Generationen.«7 Wenn sie fluchen, betrügen und erpressen, sind sie um Worte nicht verlegen; was sie von sich geben, bringt anderen Unheil und Schaden.[5]8 Dort, wo ihre Opfer wohnen, legen sie sich in den Hinterhalt; wo niemand es sieht, bringen sie den Unschuldigen um. Ihre Augen spähen nach Menschen, die sich nicht wehren können.9 Sie liegen auf der Lauer wie Löwen im Dickicht, aus dem Hinterhalt fallen sie über ihr Opfer her und fangen es in ihrem Netz.10 Sie halten sich versteckt, sind auf dem Sprung, und schon geht ein Wehrloser unter ihren Pranken zu Boden[6].11 Sie reden sich ein: »Gott hat alles sowieso schon vergessen, er hat sich abgewandt und sieht nie wieder hin.«12 Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine ´mächtige` Hand! Vergiss die nicht, die erlittenes Unrecht geduldig ertragen!13 Warum dürfen diese Gottlosen Gott verachten und sich einreden, dass du dich sowieso um nichts kümmerst?14 Du hast doch alles genau gesehen! Du achtest doch darauf, ob jemand Not leidet oder Kummer hat, und nimmst das Schicksal dieser Menschen in deine Hände! Die Armen und die Verwaisten dürfen dir ihre Anliegen anvertrauen, denn du bist ihr Helfer.15 Zerbrich die Macht dieser gottlosen und boshaften Menschen, zieh sie zur Rechenschaft dafür, dass sie sich dir widersetzen! Keiner von ihnen soll mehr zu finden sein!16 Der HERR ist König für immer und ewig. Einst werden alle Völker, die ihn missachten, aus seinem Land verschwunden sein.17 Du hast die Wünsche derer gehört, die erlittenes Unrecht geduldig ertragen, HERR; aufmerksam hast du dich ihnen zugewandt und ihr Herz wieder stark gemacht.18 Du wirst den Verwaisten und den Unterdrückten zu ihrem Recht verhelfen. Du wirst nicht zulassen, dass Menschen auf der Erde Angst und Schrecken verbreiten.[7]

Psalm 10

Einheitsübersetzung 2016

from Katholisches Bibelwerk
1 HERR, warum bleibst du so fern, verbirgst dich in Zeiten der Not?2 Voller Hochmut verfolgt der Frevler den Elenden. Sie sollen sich fangen in den Ränken, die sie selbst ersonnen.3 Denn der Frevler hat sich gerühmt nach Herzenslust, der Gierige hat gelästert und den HERRN verachtet.4 Überheblich sagt der Frevler: Gott ahndet nicht. Es gibt keinen Gott. So ist sein ganzes Denken. (Ps 14:1)5 Zu jeder Zeit glücken ihm seine Wege. / Hoch droben und fern von sich wähnt er deine Gerichte. Alle seine Gegner faucht er an.6 Er sagt in seinem Herzen: Ich werde niemals wanken. Von Geschlecht zu Geschlecht trifft mich kein Unglück.[1]7 Sein Mund ist voll Fluch und Trug und Gewalttat, auf seiner Zunge sind Verderben und Unheil. (Ro 3:14)8 Er liegt auf der Lauer in den Gehöften / und will den Schuldlosen heimlich ermorden; seine Augen spähen aus nach dem Schwachen. (Ps 11:2)9 Er lauert im Versteck wie ein Löwe im Dickicht, / er lauert darauf, den Elenden zu fangen; er fängt den Elenden und zieht ihn in sein Netz. (Ps 17:12)10 Er duckt sich und kauert sich nieder, seine Übermacht bringt die Schwachen zu Fall.[2]11 Er sagt in seinem Herzen: Gott hat vergessen, hat sein Angesicht verborgen, niemals sieht er. (Job 22:13; Ps 64:6; Ps 73:11; Ps 94:7; Isa 29:15; Eze 8:12; Eze 9:9)12 HERR, steh auf, Gott, erheb deine Hand, vergiss die Elenden nicht!13 Warum darf der Frevler Gott verachten und in seinem Herzen sagen: Du ahndest nicht?14 Du, ja du, hast Mühsal und Kummer gesehen! Schau hin und nimm es in deine Hand! Dir überlässt es der Schwache, der Waise bist du ein Helfer geworden.15 Zerbrich den Arm des Frevlers und des Bösen, / ahnde seinen Frevel, sodass man von ihm nichts mehr findet.16 Der HERR ist König für immer und ewig, verschwunden sind Nationen aus seinem Land. (Ps 24:7)17 Die Sehnsucht der Elenden hast du gehört, HERR, du stärkst ihr Herz, dein Ohr nimmt wahr,18 Recht zu verschaffen der Waise und dem Bedrückten. Kein Mensch mehr verbreite Schrecken im Land. (Ex 22:21; De 10:18; Ps 68:6; Ps 146:9)