Psalm 143

Elberfelder Bibel

1 Ein Psalm. Von David. HERR, höre mein Gebet, merke auf mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit! (Ps 17:1) 2 Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Job 15:14; Job 25:4; Ps 130:3; Ec 7:20; Ro 3:10) 3 Denn der Feind verfolgt meine Seele, tritt zu Boden mein Leben, lässt mich wohnen in Finsternissen gleich den Toten der Urzeit. (Ps 7:6; La 3:6; Mic 7:8) 4 Mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern. (Ps 142:4) 5 Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun. Ich sinne nach über das Werk deiner Hände. (Ps 77:6) 6 Zu dir breite ich meine Hände aus. Gleich einem lechzenden Land ⟨schmachtet⟩ meine Seele nach dir! // (Ps 42:3; Ps 88:10) 7 Schnell, erhöre mich, HERR! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst bin ich denen gleich, die zur Grube hinabfahren. (Ps 28:1; Ps 69:18) 8 Lass mich am Morgen hören deine Gnade, denn ich vertraue auf dich! Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele! (Ps 25:20; Ps 32:8; Ps 86:4; Ps 90:14) 9 Rette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht[1]. (Ps 57:2; Ps 142:7) 10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich in ebenes Land[2]! (Ps 27:11; Ps 118:28) 11 Um deines Namens willen, HERR, belebe mich[3]! In deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not! (Ps 119:25; Ps 142:8) 12 In deiner Gnade vernichte meine Feinde[4], und alle Bedränger meiner Seele lass umkommen, denn ich bin dein Knecht! (Ps 54:7; Ps 116:16)