Psalm 2

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? (Ps 46,7; Ps 83,3; Apg 4,25)2 Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: (Ps 48,5; Ps 83,6; Joh 1,41; Offb 11,18)3 »Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!« (Jer 2,20; Jer 5,5)4 Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie. (Ps 37,13; Ps 59,9; Ps 123,1)5 Dann redet er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt er sie: (Jes 34,2)6 »Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!« (Offb 14,1)7 Lasst mich die Anordnung des HERRN bekannt geben! Er hat zu mir gesprochen: »Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt. (Lk 1,32; Joh 1,49; Apg 13,33; Hebr 1,5)8 Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und zu deinem Besitz die Enden der Erde. (Ps 82,8; Dan 7,13; Hebr 1,2)9 Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen.« (Ps 110,5; Lk 19,27; Offb 2,27)10 Und nun, ihr Könige, handelt verständig; lasst euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde!11 Dient dem HERRN mit Furcht, und[1] jauchzt mit Zittern! (Phil 2,12; Hebr 12,28)12 Küsst den Sohn[2], dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen! (Ps 31,20; Ps 34,9; Ps 84,13; Spr 16,20; Jes 30,18; Offb 6,16)

Psalm 2

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Was soll das Toben der Völker? / Was soll ihr sinnloser Plan?2 Die Großen der Welt lehnen sich auf, / verschwören sich gegen Jahwe. / Gegen seinen Messias gehen sie an:[1] (Apg 4,25)3 „Los, wir zerreißen die Fessel, / befreien uns von ihrem Strick!“4 Doch der im Himmel thront, lacht, / der Herr lacht sie nur spöttisch aus.5 Dann fährt er sie an in glühendem Zorn / und erschreckt sie durch heftige Wut:6 „Ich habe den König gesalbt und geweiht“, sagt er, / „hier auf dem Zion,[2] meinem heiligen Berg!“7 Nun will ich[3] verkünden Jahwes Beschluss! / Er sagte zu mir: „Du bist mein Sohn! / Ich habe dich heute gezeugt.8 Sprich mich nur an, und ich gebe dir die Völker, / ja die ganze Erde zu deinem Besitz!9 Du wirst sie regieren mit eiserner Faust / und zerschmettern wie Töpfergeschirr.“10 Und nun, ihr Könige, kommt zur Vernunft! / Lasst euch warnen, Richter der Welt!11 Dient Jahwe mit Furcht, / jubelt und zittert vor ihm!12 Küsst den Sohn, sonst wird er zornig / und ihr kommt auf eurem Weg um, / denn leicht entflammt sein Zorn! / Doch glücklich alle, die bei ihm geborgen sind!