Psalm 140

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. 2 Rette mich, HERR, von bösen Menschen[1]. Vor gewalttätigen Männern[2] behüte mich, (Ps 59,3; 2Thess 3,2) 3 die Bosheiten ersinnen im Herzen, die täglich Kriege erregen. (Spr 6,14) 4 Sie haben geschärfte Zungen[3] wie eine Schlange. Viperngift ist unter ihren Lippen. // (Ps 52,4; Ps 58,5; Röm 3,13) 5 Bewahre mich, HERR, vor den Händen des Gottlosen, vor dem Mann der Gewalttaten behüte mich, die beschlossen haben, meine Tritte umzustoßen! (Ps 43,1) 6 Hochmütige haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges, sie haben mir Fallen gestellt. // (Ps 57,7; Ps 142,4; Jer 18,22) 7 Ich sprach zu dem HERRN: Du bist mein Gott! Höre, HERR, auf die Stimme meines Flehens! (Ps 31,15) 8 HERR, mein Herr, du Hort meiner Rettung! Du hast mein Haupt beschirmt am Tag der Waffen. (Ps 144,10) 9 Gewähre die Gelüste des Gottlosen nicht, HERR! Lass sein Vorhaben nicht[4] gelingen: Sie würden sich überheben. // (5Mo 32,27) 10 Die Häupter derer die mich umringen – das Unheil ihrer Lippen bedecke sie![5] (Ps 7,17; Ps 64,9) 11 Mögen glühende Kohlen auf sie herabfallen, ins Feuer stürze er sie, in Wasserlöcher, dass sie sich nicht mehr erheben! 12 Ein Mensch mit ⟨böser⟩ Zunge – er bestehe nicht im Land; der Mann der Gewalttat – das Böse möge ihn jagen Stoß um Stoß! (Ps 12,3) 13 Ich weiß, dass der HERR die Rechtssache des Elenden wahrnimmt, das Recht der Armen. (Ps 35,10; Spr 22,23) 14 Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen. (Ps 15,1) 

Psalm 140

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David. 2 Rette mich, Jahwe, vor bösen Menschen, / schütze mich vor den Männern roher Gewalt, 3 die ständig über Bosheiten brüten. / Täglich zetteln sie Kriege an. 4 Sie haben spitze Zungen wie die Schlangen, / von ihren Lippen träufelt Natterngift. ♪ 5 Bewahre mich, Jahwe, vor den Händen der Bösen! / Gib mir Schutz vor den gewalttätigen Männern, / die entschlossen sind, mich niederzuwerfen. 6 Die Stolzen haben mir Fallen gestellt, / mir Schlingen und Netze gelegt, / mir den Wegrand gefährlich gemacht. ♪ 7 Ich sage zu Jahwe: „Du bist mein Gott! / Hör mein Flehen, Jahwe, ich schreie zu dir! 8 Jahwe, mein Herr, du Schutzmacht meines Heils! / Am Tag der Waffen hast du meinen Kopf beschützt. 9 Gib dem Gottlosen nicht, was er will, Jahwe! / Lass seinen Anschlag niemals gelingen!“ ♪ 10 Wenn meine Feinde rundum sich erheben, / dann fallen ihre bösen Worte auf sie selbst zurück. 11 Es regne glühende Kohlen auf sie! / Ins Feuer stürze Gott sie, in Abgründe hinein, / aus denen sie nicht mehr entkommen! 12 Kein Platz für böse Zungen sei im Land! / Unglück soll die Gewalttäter hetzen bis zu ihrem Sturz! 13 Ich weiß, dass Jahwe sich um die Belange der Schwachen / und um das Recht der Armen kümmern wird. 14 Gewiss, die Gerechten loben deinen Namen, / und die Aufrichtigen wohnen bei dir.