2.Mose 19

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. (4Mo 1,1; 4Mo 33,15)2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber. (2Mo 3,1; 2Mo 17,1; 4Mo 1,1; 4Mo 33,15)3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen: (2Mo 3,4; 2Mo 19,20; 2Mo 20,21; 2Mo 24,12; 2Mo 34,4)4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und ⟨wie⟩ ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. (5Mo 1,31; 5Mo 4,34; 5Mo 29,1; 5Mo 32,11; Jos 23,3; Hos 11,1)5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. (2Mo 6,7; 2Mo 15,26; 2Mo 34,9; 5Mo 10,14; 1Kön 8,53; Hi 41,3; Ps 135,4; Jer 13,11; Tit 2,14)6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst. (2Mo 28,36; 3Mo 11,44; 3Mo 20,24; 5Mo 26,19; Ps 114,2; Jes 61,6; Jer 7,23; Hag 2,5; 2Kor 7,1; 1Petr 2,5)7 Darauf ging Mose hin, rief die Ältesten des Volkes ⟨zusammen⟩ und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR geboten hatte. (2Mo 4,29)8 Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte dem HERRN die Worte des Volkes zurück. (2Mo 24,3; 5Mo 5,27; 5Mo 26,17; Jos 24,21)9 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde im Dunkel des Gewölks zu dir kommen, damit es das Volk hört, wenn ich mit dir rede, und auch dir ewig glaubt. Und Mose teilte dem HERRN die Worte des Volkes mit. (2Mo 14,31; 5Mo 4,11; Ps 18,12; Ps 97,2; Hebr 12,18)10 Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und heilige sie[1] heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider waschen, (1Mo 35,2; 4Mo 11,18; 4Mo 31,23; Jos 3,5)11 damit sie für den dritten Tag bereit sind; denn am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen. (2Mo 24,16; 5Mo 4,10)12 Darum zieh eine Grenze rings um das Volk und sage: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder ⟨auch nur⟩ sein Ende[2] zu berühren! Jeder, der den Berg berührt, muss getötet werden. (2Mo 24,2)13 Keine Hand darf ihn berühren, denn ⟨sonst⟩ muss er gesteinigt oder erschossen[3] werden; ob Tier oder Mensch, er darf nicht am Leben bleiben. ⟨Erst⟩ wenn das Widderhorn[4] anhaltend ertönt, sollen sie zum Berg hinaufsteigen. (2Mo 34,3; Hebr 12,20)14 Darauf stieg Mose vom Berg zu dem Volk hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider. (1Mo 35,2; 4Mo 31,23)15 Dann sagte er zum Volk: Haltet euch für den dritten Tag bereit! Nähert euch keiner Frau[5]! (3Mo 15,18; 1Sam 21,5)16 Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, da brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke ⟨lagerte⟩ auf dem Berg, und ein sehr starker Hörnerschall ⟨ertönte⟩, sodass das ganze Volk, das im Lager war, bebte. (2Mo 20,18; 5Mo 5,5; Ps 81,8; 1Thess 4,16; Hebr 12,19; Offb 1,10; Offb 4,5)17 Mose aber führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich am Fuß des Berges auf. (5Mo 4,11)18 Und der ganze Berg Sinai rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig. (1Mo 19,28; 5Mo 4,36; 5Mo 33,2; Neh 9,13; Ps 18,9; Ps 68,9; Ps 77,19; Ps 104,32; Ps 114,4; Hab 3,6; Hebr 12,26; Offb 8,5)19 Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer ⟨lauten⟩ Stimme[6]. (4Mo 12,8; 5Mo 5,22; Apg 7,38)20 Und der HERR stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges, und der HERR rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf. (2Mo 19,3; 2Mo 24,15; Offb 4,1)21 Und der HERR sprach zu Mose: Steig hinab, warne das Volk[7], dass sie nicht zum HERRN durchbrechen, um zu schauen; sonst müssten viele von ihnen fallen. (4Mo 4,15; 1Sam 6,19)22 Ja, auch die Priester, die zum HERRN herantreten[8], sollen sich heiligen, damit der HERR nicht in sie einbricht[9]. (3Mo 10,3; 1Chr 13,9)23 Mose aber sagte zum HERRN: Das Volk wird den Berg Sinai nicht ersteigen können, denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und erkläre ihn für heilig!24 Da sprach der HERR zu ihm: Geh, steig hinab, und komm ⟨dann wieder⟩ herauf, du und Aaron mit dir! Aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum HERRN hinaufzusteigen, damit er nicht in sie einbricht[10]. (3Mo 10,3; 1Chr 13,9)25 Da stieg Mose zum Volk hinab und sagte es ihnen. (5Mo 5,5)

2.Mose 19

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Genau am dritten Neumondtag nach ihrem Auszug aus Ägypten erreichten die Israeliten die Wüste Sinai.2 Sie waren von Refidim aufgebrochen und schlugen nun ihr Lager in der Wüste, dem Berg gegenüber, auf.3 Mose stieg hinauf, um Gott zu begegnen. Da rief ihm Jahwe vom Berg aus zu: „Sage es den Nachkommen Jakobs, rede zu den Israeliten:4 Ihr habt selbst gesehen, was ich mit den Ägyptern gemacht habe. Ihr habt erlebt, dass ich euch wie auf Adlerflügeln getragen und bis hierher zu mir gebracht habe.5 Wenn ihr nun auf mich hört und meinen Bund haltet, dann sollt ihr unter allen Völkern mein persönliches Eigentum sein. Denn mir gehört die ganze Erde.6 Ihr sollt mir ein Königsvolk von Priestern sein, eine heilige Nation!'[1] Das sollst du den Israeliten sagen!“ (1Petr 2,9)7 Da ging Mose zurück und rief die Ältesten des Volkes zusammen. Er legte ihnen vor, was Jahwe ihm aufgetragen hatte.8 Das ganze Volk war sich einig: „Wir wollen alles tun, was Jahwe gesagt hat!“ Mose ging, um Jahwe die Antwort des Volkes zu überbringen.9 Jahwe sagte zu ihm: „Pass auf! Ich werde in einer dichten Wolke zu dir kommen, damit das Volk es hören kann, wenn ich mit dir rede, und damit sie dir immer glauben.“ Nun teilte Mose Jahwe die Antwort des Volkes mit.10 Dann sagte Jahwe zu Mose: „Geh zum Volk und sorge dafür, dass sie sich heute und morgen auf die Begegnung mit mir vorbereiten![2] Sie sollen ihre Gewänder waschen,11 damit sie für den dritten Tag bereit sind. Denn am dritten Tag wird Jahwe vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen.12 Du musst das Volk ringsum abgrenzen und ihnen einschärfen: 'Nehmt euch in Acht! Steigt nicht auf den Berg, kommt nicht einmal an seinen Fuß!' Jeder, der den Berg antastet, muss getötet werden.13 Keine Hand darf ihn berühren! Und wer es dennoch tut, darf nicht am Leben bleiben! Er muss mit Steinen erschlagen oder mit Pfeilen erschossen werden, ganz egal ob Mensch oder Tier.[3] Erst wenn das Widderhorn anhaltend dröhnt, dürfen sie auf den Berg steigen.“ (Hebr 12,20)14 Mose stieg wieder zum Volk hinunter und ordnete an, dass die Leute ihre Gewänder wuschen und sich darauf vorbereiteten, Gott zu begegnen.15 Er sagte zu ihnen: „Haltet euch für den dritten Tag bereit! Bis dahin darf niemand mit seiner Frau schlafen!“16 Im Morgengrauen des dritten Tages begann es zu donnern und zu blitzen. Eine schwere Wolke lag auf dem Berg, und das überlaute Dröhnen eines Schofar-Horns[4] war zu hören. Das Volk im Lager zitterte vor Angst.17 Doch Mose führte es aus dem Lager hinaus, Gott entgegen. Am Fuß des Berges stellten sie sich auf.18 Der ganze Berg Sinai war in dichten Rauch gehüllt, weil Jahwe im Feuer auf ihn herabgekommen war. Rauch stieg von ihm auf wie von einem Schmelzofen. Der ganze Berg wurde von einem gewaltigen Beben geschüttelt.19 Das Dröhnen des Schofar wurde immer lauter. Mose rief, und Gott antwortete ihm mit Donnerstimme.20 Dann stieg Jahwe ganz auf den Gipfel des Berges herab und rief Mose zu sich. Mose stieg hinauf.21 Jahwe sagte zu ihm: „Geh noch einmal zurück und warne das Volk, dass sie ja nicht zu Jahwe durchbrechen, um ihn zu sehen. Sonst würden viele von ihnen den Tod finden.22 Auch die Priester,[5] die sich Jahwe nähern, müssen sich dafür weihen, sonst ist ihr Leben in Gefahr.“ (2Mo 13,2; 2Mo 19,24; 2Mo 24,5; 4Mo 3,45)23 Mose sagte zu Jahwe: „Das Volk kann gar nicht auf den Berg Sinai steigen, denn du hast uns ja gewarnt und befohlen, eine Grenze um den Berg zu ziehen und ihn für heilig zu erklären.“24 Doch Jahwe sagte zu ihm: „Geh und steig hinunter! Und komm dann mit Aaron herauf! Aber die Priester und das Volk dürfen nicht durchbrechen, um zu Jahwe hinaufzusteigen, damit er keine Bresche in ihre Linie bricht.“25 Da stieg Mose hinunter und warnte das Volk.