1Diesen zweiten Brief, Geliebte, schreibe ich euch bereits, in welchen ⟨beiden⟩ ich durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufwecke, (2Petr 1,12)2damit ihr gedenkt der von den heiligen Propheten ⟨schon⟩ vorher gesprochenen Worte und des durch eure Apostel ⟨übermittelten⟩ Gebotes des Herrn und Retters (1Thess 4,1; Hebr 1,1; 2Petr 1,19; Jud 1,17)3und zuerst dies wisst, dass in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden wandeln (1Tim 4,1; 2Petr 2,18)4und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an. (Jes 5,19; Hes 12,22; Mt 24,48)5Denn denen, die dies behaupten, ist verborgen, dass von jeher Himmel waren und eine Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte⟨, und zwar⟩ durch das Wort Gottes, (1Mo 1,1; 1Mo 1,6; Ps 24,2; Ps 33,6)6durch welche[1] die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt, unterging. (1Mo 1,2)7Die jetzigen Himmel und die ⟨jetzige⟩ Erde aber sind durch dasselbe Wort aufbewahrt und für das Feuer aufgehoben zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. (Jes 51,6; 2Thess 1,8)8Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. (Ps 90,4)9Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. (Röm 2,4; 1Tim 2,4; Hebr 10,37)10Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr ⟨im Gericht⟩ erfunden werden[2]. (Mt 24,35; Mt 24,43; Offb 20,11)11Da dies alles so aufgelöst wird, was für ⟨Leute⟩ müsst ihr ⟨dann⟩ sein in heiligem Wandel und Gottesfurcht[3], (1Tim 2,2; 1Petr 1,15)12indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden! (1Thess 1,10; Hebr 1,11)13Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. (Jes 60,21; Offb 21,1)14Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, befleißigt euch, unbefleckt und tadellos von ihm im Frieden befunden zu werden! (Phil 2,15; Jud 1,24)15Und seht in der Langmut unseres Herrn die Rettung[4], wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, (2Petr 3,9)16wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen ⟨Briefen⟩ ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen[5], wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben. (Röm 3,8)17Da ihr, Geliebte, es nun vorher wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrtum der Ruchlosen mit fortgerissen werdet und aus eurer eigenen Festigkeit fallt! (Mt 24,25)18Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit[6]! Amen[7]. (Röm 11,36; Eph 4,13; Kol 1,10; 2Petr 1,8; 1Joh 2,13)
Auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen: Christus wird wiederkommen
1Dies ist nun schon der zweite Brief, liebe Freunde, den ich euch schreibe. Es geht mir in diesen Briefen darum, euch Dinge ins Gedächtnis zu rufen, die euch helfen sollen, wachsam zu bleiben und euer Denken durch nichts Böses beeinflussen zu lassen[1].2Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben, und an die Lehre unseres Herrn und Retters, die euch durch die Apostel, die Gott zu euch schickte, überbracht wurde[2].3Vor allem müsst ihr wissen, dass in den Tagen vor dem Ende Spötter auftreten werden, denen nichts heilig ist und die[3] nur ihren eigenen Begierden folgen.4»Wo bleibt denn die Erfüllung seiner Zusage?«, höhnen sie. »Er hat doch versprochen, dass er wiederkommt! Inzwischen sind unsere Väter[4] gestorben, aber geändert hat sich nichts. Alles ist immer noch so[5], wie es seit der Erschaffung der Welt war.«5Denen, die das behaupten, entgeht freilich[6], dass es in alter Zeit schon einmal einen Himmel und eine Erde gab, die auf Gottes Wort hin entstanden waren[7] (wobei das Land sich aus dem Wasser erhob und das Wasser dem Land Platz machte[8]).[9]6´Und es entgeht ihnen, dass` diese damalige Welt vernichtet wurde, und zwar ebenfalls auf Gottes Wort hin und ebenfalls mit Hilfe von Wasser[10] – dem Wasser der großen Flut. (1Mo 6,1)7Genauso sind auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde durch dasselbe göttliche Wort zur Vernichtung bestimmt, allerdings zur Vernichtung durch das Feuer. Sie bleiben nur noch so lange bestehen[11], bis der Tag des Gerichts da ist und die gottlosen Menschen dem Verderben ausgeliefert werden.
Gottes Geduld ist unsere Rettung
8Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag.[12] (Ps 90,4)9Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch[13]. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren.10Trotzdem: Der Tag des Herrn wird kommen, und er kommt ´so unerwartet` wie ein Dieb. An jenem Tag wird der Himmel mit gewaltigem Krachen[14] vergehen, die Gestirne[15] werden im Feuer verglühen, und über die Erde und alles, was auf ihr getan wurde, wird das Urteil gesprochen werden[16].
Ein neuer Himmel und eine neue Erde
11Wenn das alles auf diese Weise vergeht[17], wie wichtig ist es da, dass ihr[18] ein durch und durch geheiligtes Leben führt, ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott!12Wartet auf den großen Tag Gottes; verhaltet euch so, dass er bald anbrechen kann![19] Sein Kommen bedeutet zwar, dass der Himmel in Brand geraten und vergehen wird und dass die Gestirne im Feuer zerschmelzen.13Doch wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott versprochen hat[20] – ´die neue Welt,` in der Gerechtigkeit regiert[21].[22] (1Kor 6,9; 1Kor 6,10; Offb 21,1; Offb 21,27; Offb 22,15)
Aufruf zur Wachsamkeit
14Weil ihr also auf diese Dinge wartet, liebe Freunde, setzt alles daran, euch vor dem Herrn als untadelig und ohne Makel zu erweisen, als Menschen, die Frieden mit ihm haben[23].15Begreift doch: Die Geduld, die unser Herr ´mit uns` hat, bedeutet ´unsere` Rettung. So hat es euch ja auch unser lieber Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben[24], (Röm 2,4)16und dasselbe sagt er in allen Briefen, wenn er über diese Dinge spricht. Einiges in seinen Briefen ist allerdings schwer zu verstehen, was dazu führt, dass die Unbelehrbaren[25] und Ungefestigten es verdrehen. Aber das tun sie auch mit den übrigen Heiligen Schriften, und sie tun es zu ihrem eigenen Verderben.17Ihr, liebe Freunde, wisst nun schon im Voraus Bescheid. Darum seid auf der Hut und lasst euch nicht von den irrigen Ansichten jener gewissenlosen Leute mitreißen; gebt Acht, dass ihr nicht euren festen Stand verliert und zu Fall kommt!18Lasst stattdessen euer Leben immer mehr von der Gnade bestimmen und lernt Jesus Christus, unseren Herrn und Retter, immer besser kennen.[26] Ihm gebührt die Ehre[27] – jetzt, in dieser Zeit, und dann am ´großen` Tag der Ewigkeit. Amen.