Nehemia 6

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, der Araber, und der Rest unserer Feinde vernahmen, dass ich die Mauer gebaut hatte und dass kein Riss mehr darin war – doch hatte ich bis zu dieser Zeit die Torflügel noch nicht in die Tore eingesetzt –, (Neh 2,10; Neh 7,1)2 da sandten Sanballat und Geschem zu mir ⟨und ließen mir⟩ sagen: Komm, wir wollen uns in Kefirim, im Tal von Ono, treffen! Sie beabsichtigten aber, mir Böses anzutun. (1Chr 8,12; Neh 11,35; Spr 26,24)3 Und ich sandte Boten zu ihnen ⟨und ließ ihnen⟩ sagen: Ich führe gerade ein großes Werk aus und kann nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk ruhen, wenn ich es zurückließe und zu euch hinabkäme? (Neh 4,13; Joh 9,4)4 Und sie sandten auf diese Weise viermal zu mir, ich aber erwiderte ihnen ⟨viermal⟩ auf dieselbe Weise.5 Da sandte Sanballat zum fünften Mal auf diese Weise seinen Diener zu mir; der hatte einen offenen Brief in seiner Hand,6 in dem stand geschrieben: Unter den Nationen verlautet, und Geschem sagt es ⟨auch⟩: Du und die Juden, ihr beabsichtigt, euch zu empören. Darum baust du die Mauer auf. Und du willst nach diesem Gerücht ihr König werden. (Esr 4,12; Neh 2,19)7 Sogar Propheten sollst du eingesetzt haben, damit sie in Jerusalem über dich ausrufen: ⟨Er ist⟩ König in Juda! Nun, solche Gerüchte werden dem König zu Ohren kommen. So mach dich nun auf, dass wir miteinander beraten!8 Da sandte ich zu ihm ⟨und ließ ihm⟩ sagen: Es ist nichts geschehen von diesen Dingen, die du behauptest, sondern aus deinem Herzen hast du sie ⟨frei⟩ erfunden.9 Denn sie alle wollten uns in Furcht versetzen, indem sie ⟨sich⟩ sagten: Ihre Hände werden von dem Werk ablassen, und es wird nicht ausgeführt werden. – Und nun, stärke meine Hände![1] (2Chr 32,18; Esr 4,4; Jes 40,29)10 Und ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels, der sich eingeschlossen hatte[2]. Der sagte: Wir wollen uns im Haus Gottes treffen, im Innern des Tempelraums und die Türen des Tempelraums verschließen. Denn sie wollen kommen, um dich umzubringen; und zwar kommen sie in der Nacht, um dich umzubringen. (Lk 13,31)11 Ich aber sagte: Ein Mann wie ich sollte davonlaufen? Und wer von meinesgleichen könnte in den Tempel hineingehen und am Leben bleiben[3]? Ich gehe nicht mit hinein! (4Mo 3,10; Ps 11,1; Spr 28,1; Apg 20,24)12 Und ich merkte: Nein, nicht Gott hatte ihn gesandt, sondern er redete die Prophezeiung über mich, weil Tobija und Sanballat ihn angeheuert hatten. (Hes 13,7)13 Dazu war er angeheuert worden, dass ich aus Furcht so handeln und mich versündigen sollte. So hätten sie ⟨einen Anlass⟩ zur üblen Nachrede gehabt, damit man mich schmähen könnte. – (1Petr 3,16)14 Rechne es, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen ihren Taten an[4] und auch der Prophetin Noadja und dem Rest der Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten! (2Mo 15,20; Neh 13,29; Ps 137,7)15 Und die Mauer wurde am 25. des ⟨Monats⟩ Elul[5], in 52 Tagen fertiggestellt. (Esr 6,14)16 Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und unsere Feinde[6] sanken sehr in ihren Augen. Und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war. (Jos 2,9; Ps 109,27; Ps 129,5; Ps 147,2)17 In denselben Tagen ließen auch ⟨einige der⟩ Edlen[7] von Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und solche von Tobija kamen an sie.18 Denn es gab viele in Juda, die sich ihm mit einem Eid verbunden hatten[8], denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs. Und sein Sohn Johanan hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, ⟨zur Frau⟩ genommen. (Esr 2,5; Neh 3,4; Neh 7,10)19 Auch sprachen sie vor mir von seinen guten Taten[9] und hinterbrachten ihm meine Worte. ⟨Und⟩ Tobija sandte Briefe, um mich in Furcht zu versetzen.

Nehemia 6

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Und als Sanballat, Tobija und Geschem, der Araber, und unsere andern Feinde erfuhren, dass ich die Mauer gebaut hätte und keine Lücke mehr darin wäre, wiewohl ich die Türen zu der Zeit noch nicht in die Tore gehängt hatte,2 sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm und lass uns zusammenkommen in Kefirim im Tal Ono! Sie gedachten mir aber Böses anzutun. (1Mo 50,20)3 Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk würde liegen bleiben, wenn ich davon abließe und zu euch hinabkäme.4 Sie sandten aber viermal zu mir auf diese Weise, und ich antwortete ihnen auf die gleiche Weise.5 Da sandte Sanballat zum fünften Mal seinen Diener zu mir mit einem offenen Brief in seiner Hand.6 Darin war geschrieben: Unter den Völkern hört man, und Geschem hat’s gesagt, dass du und die Juden abfallen wollt, dass du darum auch die Mauer baust, und du wollest ihr König werden; (Esr 4,12; Neh 2,19)7 und du habest dir Propheten bestellt, die in Jerusalem von dir ausrufen und sagen sollen: Er ist der König in Juda! Nun, solche Worte werden vor den König kommen. So komm nun und lass uns miteinander Rat halten!8 Ich aber sandte zu ihm und ließ ihm sagen: Nichts von dem ist geschehen, was du da sagst; du hast es in deinem Herzen ausgedacht.9 Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Sie sollen die Hand abtun vom Werk, dass es nicht fertig wird. Da stärkte ich desto mehr meine Hände.10 Und ich kam ins Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels; der hatte sich eingeschlossen, und er sprach: Lass uns zusammenkommen im Hause Gottes, im Innern des Tempels, und die Türen des Tempels zuschließen; denn sie werden kommen, dich zu töten, in der Nacht werden sie kommen, dass sie dich töten.11 Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Sollte ein Mann wie ich in den Tempel gehen, um am Leben zu bleiben? Ich gehe nicht hinein.12 Denn ich merkte, dass nicht Gott ihn gesandt hatte. Denn er sagte die Weissagung über mich, weil Tobija und Sanballat ihm Geld gegeben hatten.13 Er hatte Geld genommen, damit ich mich fürchten sollte und so handeln und mich verfehlen, dass ein böses Gerücht aufkäme, damit sie mich verhöhnen könnten.14 Gedenke, mein Gott, des Tobija und des Sanballat nach diesem ihrem Tun, auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mich abschrecken wollten. (Neh 3,33)15 Und die Mauer wurde fertig am fünfundzwanzigsten Tage des Monats Elul in zweiundfünfzig Tagen.16 Und als alle unsere Feinde das hörten, fürchteten sich alle Völker, die um uns her wohnten, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten, dass dies Werk von Gott war.17 Auch sandten viele Vornehme aus Juda in jenen Tagen Briefe an Tobija, und von Tobija gingen Briefe zu ihnen.18 Es gab nämlich viele in Juda, die sich ihm verschworen hatten; denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs, und sein Sohn Johanan hatte zur Frau die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas.19 Und sie sagten vor mir Gutes von ihm und trugen ihm meine Worte zu. Da sandte Tobija Briefe, um mich abzuschrecken.

Nehemia 6

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Sanballat, Tobija, der Araber Geschem und all unsere anderen Feinde erfuhren, dass ich die gesamte Mauer wieder aufgebaut hatte und sie keine Lücken mehr aufwies. Die Torflügel allerdings hatten wir noch nicht in die Stadttore eingesetzt.2 Da ließen Sanballat und Geschem mich durch einen Boten einladen, sie in Kefirim in der Ebene von Ono zu treffen. Sie planten, mir dort etwas anzutun,3 deshalb ließ ich ihnen ausrichten: »Ich arbeite an einer wichtigen Aufgabe. Ich kann nicht zu euch kommen, denn ich will die Arbeit nicht im Stich lassen. Sie wird ins Stocken geraten, wenn ich weggehe, um euch zu treffen.«4 Viermal sandten sie mir dieselbe Einladung, und viermal lehnte ich mit den gleichen Worten ab.5 Beim fünften Mal sandte Sanballat seinen Diener mit einem unversiegelten Brief,6 in dem ´für alle lesbar` stand: »Die Leute sagen – und Geschem hat es bestätigt –, dass du die Mauer baust, weil du zusammen mit den Juden einen Aufstand planst. Sie sagen, dass du der König der Juden werden willst7 und sogar schon Propheten bestellt hast, die dich in Jerusalem zum König ausrufen sollen. Von diesen Gerüchten wird auch der persische König erfahren. Deshalb komm und lass uns gemeinsam beraten, was zu tun ist.«8 Ich ließ ihm ausrichten: »Nichts von dem, was du schreibst, ist wahr. Das hast du alles frei erfunden.«9 Unsere Feinde wollten uns Angst einjagen. Sie hofften, dass wir ´den Bau` aufgeben würden, bevor ´die Mauer` fertig war. Doch ich betete: »Herr, bitte gib mir jetzt umso mehr Mut und Entschlossenheit!«[1]10 ´Bald darauf` besuchte ich Schemaja, den Sohn Delajas und Enkel Mehetabels, denn er hatte nicht – wie vorgesehen – zu mir kommen können[2]. Er sagte zu mir: »Wir müssen uns im inneren ´Raum` des Tempels treffen und die Türen verriegeln. Denn sie werden kommen, um dich umzubringen. Heute Nacht werden sie kommen!«11 »Ein Mann wie ich läuft nicht davon«, entgegnete ich. »Außerdem bin ich kein Priester und darf das Innere des Tempels gar nicht betreten, sonst verwirke ich mein Leben.[3] Nein, da gehe ich nicht hin!«12 Mir war klar, dass Schemaja nicht im Auftrag Gottes redete. Sanballat und Tobija hatten ihn dafür bezahlt, mir diese ´angebliche` prophetische Botschaft weiterzugeben.13 Sie hatten ihn angeheuert, um mich einzuschüchtern. Ich sollte seinem Vorschlag folgen und mich versündigen, damit sie meinen guten Ruf zerstören und mich vor den anderen verächtlich machen konnten.14 Gott, vergelte Tobija und Sanballat ihre bösen Taten! Vergiss auch nicht, wie die Prophetin Noadja und die anderen Propheten versucht haben, mich einzuschüchtern!15 Am fünfundzwanzigsten Tag des Monats Elul war die Mauer fertig. ´Der Wiederaufbau` hatte zweiundfünfzig Tage gedauert.16 Als unsere Feinde aus den Völkern ringsum das hörten, bekamen sie Angst. Ihre Überheblichkeit verging ihnen[4], denn sie mussten anerkennen, dass dieser Erfolg auf den Beistand unseres Gottes zurückzuführen war.17 In jenen Tagen standen die führenden Familien Judäas in regem Briefkontakt mit ´dem Ammoniter` Tobija.18 Viele Judäer hatten ihm Beistand geschworen, denn er war der Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs. Zudem hatte Tobijas Sohn Johanan eine Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, geheiratet.19 Diese Leute lobten Tobijas Verdienste vor mir. Gleichzeitig hinterbrachten sie ihm alles, was ich sagte. Auch schrieb Tobija mir ´ständig` Briefe, um mich einzuschüchtern.