1Und es geschah eines Tages, dass Jonatan, der Sohn Sauls, zu dem Waffenträger[1] sagte: Komm, lass uns hinübergehen zu dem Posten der Philister, der dort drüben ist! Seinem Vater aber teilte er es nicht mit. (Ri 14,6; 1Sam 25,19)2Und Saul saß am Rand von Gibea unter dem Granatapfelbaum, der in Migron ⟨steht⟩; und das ⟨Kriegs⟩volk bei ihm war etwa sechshundert Mann. (1Sam 13,15; 1Sam 22,6; Jes 10,28; Jes 10,29)3Und Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis, des Priesters des HERRN in Silo, trug das Efod[2]. Und das Volk hatte nicht erkannt, dass Jonatan weggegangen war. (1Sam 2,18; 1Sam 4,4; 1Sam 4,21; 1Sam 22,9)4Es waren aber zwischen den Pässen, durch die Jonatan zu dem Posten der Philister hinüberzugehen suchte, eine Felszacke auf der einen Seite und eine Felszacke auf der anderen Seite: Der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Senne.5Die eine Zacke ⟨bildete⟩ eine Säule im Norden gegenüber Michmas und die andere im Süden gegenüber Geba. (1Sam 13,3; Jes 10,29)6Und Jonatan sprach zu dem Waffenträger[3]: Komm, lass uns hinübergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der HERR etwas für uns tun, denn für den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viel oder durch wenig zu helfen[4]. (Ri 7,4; 1Sam 17,26; 2Chr 14,10)7Und sein Waffenträger antwortete ihm: Tu alles, was du vorhast[5]! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du vorhast[6]. (2Sam 7,3; 2Sam 15,15)8Und Jonatan sagte: Siehe, wir wollen zu den Männern hinübergehen und uns ihnen zeigen.9Wenn sie dann zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! – so wollen wir stehen bleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen.10Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! – so wollen wir hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns zum Zeichen sein. (1Mo 24,14; 2Mo 3,12; 2Kön 20,9; Lk 1,18; Lk 2,12)11Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die Philister: Sieh an, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben! (1Sam 13,6; 1Sam 29,3)12Und die Männer der Wache riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu[7] und sagten: Kommt zu uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren[8]! Da sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: Steig hinauf, mir nach! Denn der HERR hat sie in die Hand Israels gegeben. (Ri 7,15)13Und Jonatan stieg auf Händen und Füßen[9] hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonatan ⟨zu Boden⟩, und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie. (3Mo 26,8; Hebr 11,34)14So traf der erste Schlag, den Jonatan und sein Waffenträger taten, an die zwanzig Mann, ⟨sie fielen⟩ etwa auf einer halben Furche⟨nlänge⟩ eines Joches Acker[10].15Und es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter dem ganzen ⟨Kriegs⟩volk. Auch der Posten und[11] die Schar, die das Land verwüsten sollte[12], erschraken. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes. (1Mo 35,5; 2Kön 7,6; Ps 14,5)
Sauls Sieg über die Philister
16Und die Wächter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, und siehe, ein lärmendes Getümmel, das immer hin und her wogte.17Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Lasst doch antreten und seht, wer von uns weggegangen ist! Und sie ließen antreten, siehe, da fehlten Jonatan und sein Waffenträger.18Da sagte Saul zu Ahija: Bring die Lade Gottes[13] herbei! Denn die Lade Gottes war an jenem Tag unter[14] den Söhnen Israel.19Und es geschah, während Saul noch zu dem Priester redete, nahm das Getümmel im Lager der Philister immer mehr zu; und Saul sagte zu dem Priester: Zieh deine Hand zurück! (4Mo 27,21; 1Sam 30,7)20Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und kamen zum Kampf. Und siehe, da war das Schwert des einen gegen den andern – eine sehr große Verwirrung[15]. (Ri 7,22)21Und die Hebräer waren bei den Philistern wie schon früher; ⟨die nun,⟩ die[16] mit ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren, auch sie wandten sich[17], um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonatan war. (1Sam 29,4)22Als aber alle Männer von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister flohen, setzten auch sie ihnen nach im Kampf. (Ri 7,23)23So rettete der HERR Israel an demselben Tag. Und der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus. (2Mo 14,30; 5Mo 20,4; 1Sam 9,16; 1Sam 13,5)
Sauls unbesonnener Schwur und dessen Folgen
24Als die Männer von Israel an jenem Tag ins Gedränge kamen, beschwor Saul das Volk und sagte: Verflucht sei jeder[18], der vor dem Abend etwas[19] isst, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe! Und das ganze Volk nahm keine Speise zu sich. (Ri 21,5; 1Sam 18,25)25Und das ganze Land war in die ⟨Zeit der⟩ Honigernte[20] gekommen, und es gab Honig auf der Fläche des Feldes. (Mt 3,4)26Und als das Volk zu den Waben[21] kam, siehe, da floss der[22] Honig; aber niemand brachte ⟨etwas davon⟩ mit seiner Hand in seinen Mund, denn das Volk fürchtete den Schwur. (Pred 8,2)27Jonatan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte sie in die Honigwabe und führte seine Hand wieder zu seinem Mund, und seine Augen wurden ⟨wieder⟩ hell. (Spr 24,13)28Einer von dem Volk aber fing an und sagte: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei jeder[23], der heute etwas[24] essen wird! Und so ist das Volk matt geworden.29Da antwortete Jonatan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen hell geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig zu mir genommen habe.30Wie viel mehr, wenn das Volk heute tüchtig von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! Denn jetzt ist die Niederlage unter den Philistern nicht groß!31Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon. Und das Volk war sehr matt geworden. (Jos 10,12)32Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Schafe, Rinder und Kälber und schlachteten sie einfach auf der Erde; und das Volk aß ⟨das Fleisch⟩ über dem Blut.33Und man berichtete es Saul und sagte: Siehe, das Volk versündigt sich an dem HERRN, denn es isst ⟨das Fleisch⟩ über dem Blut. Und er rief: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzt sofort einen großen Stein her zu mir!34Und Saul sagte ⟨weiter⟩: Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen: Jeder soll sein Rind und sein Schaf zu mir bringen und es hier schlachten und essen, damit ihr euch nicht am HERRN versündigt, indem ihr über dem Blut esst! Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder eigenhändig sein Rind[25]; und sie schlachteten es dort. (1Mo 9,4)35Und Saul baute dem HERRN einen Altar. Das war der erste Altar, den er dem HERRN baute[26]. (Ri 6,24; 1Sam 7,17)36Und Saul sagte: Lasst uns noch in der Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern, bis der Morgen hell wird, und niemand von ihnen übrig lassen! Sie antworteten: Tu alles, was in deinen Augen gut ist! Und der Priester sagte: ⟨Erst⟩ lasst uns hier Gott nahen! (1Sam 1,23; Ps 73,28)37Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Willst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm nicht an diesem Tag. (1Sam 23,2; 1Sam 28,6; 1Sam 30,8)38Da sagte Saul: Tretet hierher, alle Anführer[27] des Volkes, und erkennt und seht, wodurch heute diese Verschuldung geschehen ist!39Denn so wahr der HERR lebt, der Israel gerettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonatan wäre, soll er bestimmt sterben! Aber niemand aus dem ganzen Volk antwortete ihm. (2Sam 12,5)40Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf der einen Seite ⟨stehen⟩, und ich und mein Sohn Jonatan wollen auf der anderen Seite sein. Und das Volk antwortete Saul: Tu, was in deinen Augen gut ist! (1Sam 1,23)41Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Gib rechten Entscheid![28] Da wurden Jonatan und Saul getroffen, aber das Volk ging frei aus.42Und Saul sagte: Werft das Los über mich und meinen Sohn Jonatan! Da wurde Jonatan getroffen. (Jos 7,18; Spr 16,33; Apg 1,26)43Da sprach Saul zu Jonatan: Bekenne mir, was du getan hast! Und Jonatan bekannte ihm und sagte: Mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, habe ich nur ein wenig Honig zu mir genommen. Siehe, ich muss sterben! (Jos 7,19)44Und Saul sprach: So tue ⟨mir⟩ Gott und so füge er hinzu[29], ja, du musst sterben, Jonatan! (Ri 11,35; 1Sam 3,17)45Aber das Volk sagte zu Saul: Sollte Jonatan sterben, der diese große Rettungstat in Israel vollbracht hat? Ausgeschlossen[30]! So wahr der HERR lebt! Wenn von den Haaren seines Hauptes ⟨eins⟩ auf die Erde fällt[31]! Hat er es ⟨doch⟩ nur mit Gott schaffen können an diesem Tage. So löste das Volk Jonatan aus, sodass er nicht sterben musste. (1Sam 11,13; 2Sam 14,11; Apg 27,34)46Und Saul ließ von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf[32], und die Philister kehrten an ihren Wohnort zurück.47Als Saul das Königtum über Israel erlangt hatte, kämpfte er ringsum gegen all seine Feinde, gegen Moab, gegen die Söhne Ammon und gegen Edom, gegen die Könige von Zoba und gegen die Philister; und überall, wohin er sich wandte, war er siegreich[33]. (1Mo 19,37; 1Mo 36,8; 1Sam 11,11; 2Sam 8,3; 2Sam 8,15)48Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug Amalek und rettete Israel aus der Hand seines Plünderers. (2Mo 17,8; Ri 2,16; 1Sam 15,3; 2Sam 1,22)49Die Söhne Sauls waren: Jonatan, Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner beiden Töchter waren: der Name der erstgeborenen war Merab und der Name der jüngeren Michal. (1Sam 18,17; 1Sam 31,2; 1Chr 8,33)50Der Name der Frau Sauls war Ahinoam, eine Tochter des Ahimaaz. Der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners, des Onkels Sauls; (1Sam 17,55; 1Sam 26,5; 2Sam 2,8; 2Sam 3,6)51denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiels. (1Sam 9,1)52Und der Krieg gegen die Philister war schwer alle Tage Sauls. Wenn Saul irgendeinen tapferen und kampffähigen Mann sah, stellte er ihn in seinen Dienst[34]. (1Sam 8,11; 1Sam 13,5)
1One day Jonathan the son of Saul said to the young man who carried his armor, “Come, let us go over to the Philistine garrison on the other side.” But he did not tell his father.2Saul was staying in the outskirts of Gibeah in the pomegranate cave[1] at Migron. The people who were with him were about six hundred men, (1Sam 13,15; 1Sam 13,23)3including Ahijah the son of Ahitub, Ichabod’s brother, son of Phinehas, son of Eli, the priest of the LORD in Shiloh, wearing an ephod. And the people did not know that Jonathan had gone. (Jos 18,1; 1Sam 2,28; 1Sam 4,21; 1Sam 22,9; 1Sam 22,11; 1Sam 22,20)4Within the passes, by which Jonathan sought to go over to the Philistine garrison, there was a rocky crag on the one side and a rocky crag on the other side. The name of the one was Bozez, and the name of the other Seneh. (1Sam 13,23)5The one crag rose on the north in front of Michmash, and the other on the south in front of Geba. (1Sam 13,3; 1Sam 13,16)6Jonathan said to the young man who carried his armor, “Come, let us go over to the garrison of these uncircumcised. It may be that the LORD will work for us, for nothing can hinder the LORD from saving by many or by few.” (Ri 7,4; Ri 7,7; Ri 14,3; 1Sam 17,26; 2Chr 14,11)7And his armor-bearer said to him, “Do all that is in your heart. Do as you wish.[2] Behold, I am with you heart and soul.”8Then Jonathan said, “Behold, we will cross over to the men, and we will show ourselves to them.9If they say to us, ‘Wait until we come to you,’ then we will stand still in our place, and we will not go up to them.10But if they say, ‘Come up to us,’ then we will go up, for the LORD has given them into our hand. And this shall be the sign to us.”11So both of them showed themselves to the garrison of the Philistines. And the Philistines said, “Look, Hebrews are coming out of the holes where they have hidden themselves.” (1Sam 13,6)12And the men of the garrison hailed Jonathan and his armor-bearer and said, “Come up to us, and we will show you a thing.” And Jonathan said to his armor-bearer, “Come up after me, for the LORD has given them into the hand of Israel.”13Then Jonathan climbed up on his hands and feet, and his armor-bearer after him. And they fell before Jonathan, and his armor-bearer killed them after him.14And that first strike, which Jonathan and his armor-bearer made, killed about twenty men within as it were half a furrow’s length in an acre[3] of land.15And there was a panic in the camp, in the field, and among all the people. The garrison and even the raiders trembled, the earth quaked, and it became a very great panic.[4] (1Sam 13,17)16And the watchmen of Saul in Gibeah of Benjamin looked, and behold, the multitude was dispersing here and there.[5] (Jos 2,9)17Then Saul said to the people who were with him, “Count and see who has gone from us.” And when they had counted, behold, Jonathan and his armor-bearer were not there.18So Saul said to Ahijah, “Bring the ark of God here.” For the ark of God went at that time with the people[6] of Israel.19Now while Saul was talking to the priest, the tumult in the camp of the Philistines increased more and more. So Saul said to the priest, “Withdraw your hand.” (4Mo 27,21)20Then Saul and all the people who were with him rallied and went into the battle. And behold, every Philistine’s sword was against his fellow, and there was very great confusion. (Ri 7,22; 2Chr 20,23)21Now the Hebrews who had been with the Philistines before that time and who had gone up with them into the camp, even they also turned to be with the Israelites who were with Saul and Jonathan. (1Sam 29,4)22Likewise, when all the men of Israel who had hidden themselves in the hill country of Ephraim heard that the Philistines were fleeing, they too followed hard after them in the battle. (Jos 24,33; 1Sam 13,6; 1Sam 14,11)23So the LORD saved Israel that day. And the battle passed beyond Beth-aven. (2Mo 14,30; 1Sam 13,5)
Saul’s Rash Vow
24And the men of Israel had been hard pressed that day, so Saul had laid an oath on the people, saying, “Cursed be the man who eats food until it is evening and I am avenged on my enemies.” So none of the people had tasted food. (Jos 6,26)25Now when all the people[7] came to the forest, behold, there was honey on the ground.26And when the people entered the forest, behold, the honey was dropping, but no one put his hand to his mouth, for the people feared the oath.27But Jonathan had not heard his father charge the people with the oath, so he put out the tip of the staff that was in his hand and dipped it in the honeycomb and put his hand to his mouth, and his eyes became bright. (1Sam 14,43)28Then one of the people said, “Your father strictly charged the people with an oath, saying, ‘Cursed be the man who eats food this day.’” And the people were faint. (Ri 8,4; Ri 8,5)29Then Jonathan said, “My father has troubled the land. See how my eyes have become bright because I tasted a little of this honey.30How much better if the people had eaten freely today of the spoil of their enemies that they found. For now the defeat among the Philistines has not been great.”31They struck down the Philistines that day from Michmash to Aijalon. And the people were very faint. (Jos 10,12; 1Sam 13,2; 1Sam 14,28)32The people pounced on the spoil and took sheep and oxen and calves and slaughtered them on the ground. And the people ate them with the blood. (3Mo 3,17; 1Sam 15,19)33Then they told Saul, “Behold, the people are sinning against the LORD by eating with the blood.” And he said, “You have dealt treacherously; roll a great stone to me here.”[8] (1Sam 14,32)34And Saul said, “Disperse yourselves among the people and say to them, ‘Let every man bring his ox or his sheep and slaughter them here and eat, and do not sin against the LORD by eating with the blood.’” So every one of the people brought his ox with him that night and they slaughtered them there.35And Saul built an altar to the LORD; it was the first altar that he built to the LORD. (1Sam 7,12; 1Sam 7,17)36Then Saul said, “Let us go down after the Philistines by night and plunder them until the morning light; let us not leave a man of them.” And they said, “Do whatever seems good to you.” But the priest said, “Let us draw near to God here.” (1Sam 14,18; 1Sam 14,19)37And Saul inquired of God, “Shall I go down after the Philistines? Will you give them into the hand of Israel?” But he did not answer him that day. (1Sam 28,6)38And Saul said, “Come here, all you leaders of the people, and know and see how this sin has arisen today.39For as the LORD lives who saves Israel, though it be in Jonathan my son, he shall surely die.” But there was not a man among all the people who answered him. (Rut 3,13; 1Sam 14,44)40Then he said to all Israel, “You shall be on one side, and I and Jonathan my son will be on the other side.” And the people said to Saul, “Do what seems good to you.”41Therefore Saul said, “O LORD God of Israel, why have you not answered your servant this day? If this guilt is in me or in Jonathan my son, O LORD, God of Israel, give Urim. But if this guilt is in your people Israel, give Thummim.”[9] And Jonathan and Saul were taken, but the people escaped. (Jos 7,16; 1Sam 10,20; 1Sam 10,21; Apg 1,24)42Then Saul said, “Cast the lot between me and my son Jonathan.” And Jonathan was taken. (1Sam 14,41)43Then Saul said to Jonathan, “Tell me what you have done.” And Jonathan told him, “I tasted a little honey with the tip of the staff that was in my hand. Here I am; I will die.” (Jos 7,19; 1Sam 14,27)44And Saul said, “God do so to me and more also; you shall surely die, Jonathan.” (Rut 1,17; 1Sam 14,39)45Then the people said to Saul, “Shall Jonathan die, who has worked this great salvation in Israel? Far from it! As the LORD lives, there shall not one hair of his head fall to the ground, for he has worked with God this day.” So the people ransomed Jonathan, so that he did not die. (1Sam 14,39; 2Sam 14,11; 1Kön 1,52; Mt 10,30; Lk 12,7; Lk 21,18; Apg 27,34)46Then Saul went up from pursuing the Philistines, and the Philistines went to their own place.
Saul Fights Israel’s Enemies
47When Saul had taken the kingship over Israel, he fought against all his enemies on every side, against Moab, against the Ammonites, against Edom, against the kings of Zobah, and against the Philistines. Wherever he turned he routed them. (1Sam 11,11; 2Sam 8,3; 2Sam 10,6)48And he did valiantly and struck the Amalekites and delivered Israel out of the hands of those who plundered them. (1Sam 15,3; 1Sam 15,7)49Now the sons of Saul were Jonathan, Ishvi, and Malchi-shua. And the names of his two daughters were these: the name of the firstborn was Merab, and the name of the younger Michal. (1Sam 18,17; 1Sam 18,19; 1Sam 31,2; 2Sam 2,8; 1Chr 8,33; 1Chr 9,39)50And the name of Saul’s wife was Ahinoam the daughter of Ahimaaz. And the name of the commander of his army was Abner the son of Ner, Saul’s uncle. (1Sam 10,14; 2Sam 2,8)51Kish was the father of Saul, and Ner the father of Abner was the son of Abiel. (1Sam 9,1)52There was hard fighting against the Philistines all the days of Saul. And when Saul saw any strong man, or any valiant man, he attached him to himself. (1Sam 8,11)
1Eines Tages sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: „Los, gehen wir zu dem Posten der Philister dort drüben!“ Seinem Vater aber sagte er nichts davon.2Saul saß zu dieser Zeit unter dem Granatapfelbaum, der am Rand von Gibea-Migron steht. Etwa 600 Mann waren bei ihm.3Ahija, der Sohn Ahitubs, trug das Efod. Ahitub war der Bruder von Ikabod, dem Sohn von Pinhas und Enkel von Eli, dem Priester Jahwes in Schilo. Von den Männern Sauls wusste niemand, dass Jonatan weggegangen war.4Um zu dem Posten der Philister hinüberzugelangen, wählte Jonatan einen Weg zwischen zwei Felszacken hindurch. Einen nannte man Bozez, den Glänzenden, den anderen Senne, den Stachel.5Sie ragten wie Säulen auf, die eine im Norden auf der Seite von Michmas, die andere im Süden auf der Seite von Geba.6Jonatan sagte zu seinem Waffenträger: „Komm, wir gehen zum Posten dieser Unbeschnittenen[1] dort drüben. Vielleicht wird Jahwe etwas für uns tun, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind.“7„Tu, was du für richtig hältst“, erwiderte sein Waffenträger, „ich bin immer dabei!“8„Pass auf!“, sagte Jonatan. „Wir gehen ganz offen auf die Männer zu.9Wenn sie dann zu uns sagen: 'Bleibt stehen, bis wir bei euch sind!', dann bleiben wir stehen und steigen nicht zu ihnen hinauf.10Wenn sie aber sagen: 'Kommt herauf zu uns!', dann klettern wir hinauf, denn dann hat Jahwe sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein.“11So zeigten sich beide dem Posten der Philister. „Sieh da!“, riefen die Philister. „Die Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in die sie sich verkrochen haben.“12Die Wachen riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu: „Kommt rauf zu uns, dann werden wir es euch schon zeigen!“ Da sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: „Steig mir nach, denn Jahwe hat sie in die Hand Israels gegeben!“13Auf allen vieren kletterte Jonatan hinauf und sein Waffenträger hinter ihm her. Jonatan schlug die Philister nieder und sein Waffenträger versetzte ihnen den Todesstoß.14Dieser erste Schlag, den Jonatan mit seinem Waffenträger führte, traf etwa 20 Mann – auf einer Fläche von der Größe eines halben Ackers.[2]15Da brach eine Panik im ganzen Heer der Philister aus: bei denen im Lager und bei denen im Gelände, auch bei der Postenkette und bei denen, die zur Verwüstung des Landes ausgezogen waren. Dazu bebte die Erde. Ein Schrecken Gottes war auf sie gefallen.
Der Sieg über die Philister
16Die Späher Sauls in Gibea-Benjamin bemerkten das lärmende Getümmel, das hin- und herwogte.17Saul befahl seinen Leuten: „Lasst antreten und seht nach, wer von uns weggegangen ist!“ Da stellte sich heraus, dass Jonatan und sein Waffenträger fehlten.18„Bring die Lade Gottes[3] her!“, sagte Saul zu Ahija. Die Bundeslade befand sich nämlich im Lager der Israeliten.19Aber während er noch mit dem Priester redete, steigerte sich der Tumult im Lager der Philister so sehr, dass Saul zu ihm sagte: „Nein, lass es!“20Saul und seine Leute sammelten sich und stürmten in den Kampf. Da sahen sie, dass einer gegen den anderen kämpfte. Es war ein großes Durcheinander.21Und die Hebräer, die sich bisher zu den Philistern gehalten hatten und mit ihnen in den Kampf gezogen waren, wollten jetzt bei den Israeliten sein, die zu Saul und Jonatan standen.22Und als die Israeliten, die sich im Bergland von Efraïm versteckt hatten, von der Flucht der Philister hörten, nahmen auch sie die Verfolgung auf.23So rettete Jahwe Israel an diesem Tag. Der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus.
Sauls voreiliger Schwur
24Vorwärtsgetrieben wurden die Männer Israels an jenem Tag durch einen Schwur Sauls. Saul hatte gesagt: „Verflucht sei jeder, der vor dem Abend etwas isst, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe!“ Daher nahm keiner von den Leuten etwas zu sich,25obwohl das ganze Land in der Wabenernte war und sich Honig auf dem freien Feld befand.26Als die Leute an den Bienenstöcken vorbeikamen, flossen diese von Honig über. Aber niemand wagte es, davon zu kosten, denn sie fürchteten Sauls Fluch.27Jonatan wusste nichts von dem Fluch, mit dem sein Vater das Volk belegt hatte. Er tauchte den Stab, den er in der Hand hatte, mit der Spitze in eine Honigwabe und aß von dem Honig. Da leuchteten seine Augen auf.28Einer von den Männern sagte zu ihm: „Dein Vater hat jeden mit einem Fluch bedroht, der heute etwas isst. Darum sind wir alle so erschöpft.“29Da sagte Jonatan: „Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen leuchten, weil ich dieses bisschen Honig gekostet habe.30Wie viel größer wäre unser Sieg gewesen, wenn die Leute sich an der Beute ihrer Feinde hätten satt essen können. So ist der Schlag gegen die Philister nicht heftig genug.“31Sie verfolgten die Philister an jenem Tag bis nach Ajalon.[4] Dann waren alle erschöpft.32Sie stürzten sich nun auf die Beutetiere und schlachteten Schafe, Rinder und Kälber einfach auf der Erde und aßen das blutige Fleisch.33Man berichtete Saul: „Pass auf! Das Volk macht sich schuldig vor Jahwe. Sie essen Fleisch, das noch blutig ist!“ – „Ihr seid Gott untreu geworden!“, rief Saul. „Wälzt sofort einen großen Stein zu mir her!“34Dann ordnete er an: „Geht unter das Volk und sagt jedem, dass er sein Rind oder Schaf zu mir bringen und es hier schlachten soll. Dann können sie es essen, ohne sich an Jahwe zu versündigen.“ Deshalb brachten in dieser Nacht alle ihre Tiere zum Schlachten an diesen Platz.35Dann baute Saul Jahwe einen Altar. Das war der erste, den er für ihn gebaut hatte.36Saul sagte: „Lasst uns noch in der Nacht den Philistern nachjagen. Wir wollen sie ausplündern und keinen von ihnen bis zum Morgen übrig lassen!“ – „Tu, was du für richtig hältst!“, riefen die Männer. Aber der Priester sagte: „Lasst uns erst hier vor Gott treten!“37Saul fragte Gott: „Soll ich die Philister bis in die Ebene verfolgen? Wirst du sie in die Hand Israels geben?“ Aber Gott gab Saul keine Antwort.38Da rief Saul alle Truppenführer zu sich und sagte: „Es muss heute jemand Schuld auf sich geladen haben. Findet heraus, wer es war!39So wahr Jahwe lebt, der Israel gerettet hat, der Schuldige muss sterben, und wenn es mein Sohn Jonatan wäre!“ Aber niemand aus dem Volk antwortete ihm.40Da sagte er zu den Israeliten: „Stellt euch hier auf die eine Seite! Ich werde mit meinem Sohn Jonatan auf der anderen stehen.“ – „Tu, was du für richtig hältst“, entgegnete das Volk.41Da rief Saul zu Jahwe: „Gott Israels, gib uns volle Klarheit!“ Da wurden Jonatan und Saul getroffen. Das Volk ging frei aus.42„Werft jetzt das Los zwischen mir und meinem Sohn!“, befahl Saul. Da wurde Jonatan getroffen.43„Sag mir, was hast du getan?“, forderte Saul seinen Sohn Jonatan auf. Dieser bekannte: „Ich habe die Spitze meines Stabs in Honig getaucht und ein wenig davon gekostet und muss nun dafür sterben.“44„Gott soll mir dies und jenes antun: Ja, du musst sterben!“, sagte Saul.45Aber das Volk rief: „Soll Jonatan sterben, der diesen großen Sieg für Israel errungen hat? Auf keinen Fall! So wahr Jahwe lebt, kein Haar soll ihm gekrümmt werden! Diese Taten heute hat er nur mit Gott vollbringen können.“ So löste das Volk Jonatan aus, dass er nicht sterben musste.46Saul verfolgte die Philister nicht weiter und kehrte um. Auch die Philister kehrten in ihr Gebiet zurück.
Sauls Kriege
47Nachdem Saul die Königsherrschaft über Israel bekommen hatte, kämpfte er gegen alle seine Feinde ringsum: gegen die Moabiter, die Ammoniter, die Edomiter,[5] gegen die Könige von Zoba[6] und gegen die Philister. Und alle bestrafte er.48Er war ein tapferer Mann und besiegte die Amalekiter.[7] Er befreite Israel von allen, die es ausplünderten.
Sauls Familie
49Sauls Söhne hießen Jonatan, Jischwi und Malkischua. Seine beiden Töchter hießen Merab und Michal. Merab war die Erstgeborene.50Sauls Frau hieß Ahinoam und war eine Tochter von Ahimaaz. Sein Heerführer war Abner Ben-Ner, der Sohn seines Onkels,51denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne von Abiël.52Der harte Krieg mit den Philistern hörte nicht auf, solange Saul lebte. Darum nahm Saul jeden tapferen und kriegstüchtigen Mann, den er finden konnte, in seinen Dienst.