Psalm 2

Das Buch

von SCM Verlag
1 Was soll das? Die Völker proben den Aufstand und die Nationen verfangen sich in zwecklosen Gedanken.2 Die Könige auf der Erde rotten sich zusammen. Gemeinsam schmieden sie Pläne gegen den HERRN und gegen den, den er als Messias auserwählt hat.3 Sie sagen: »Ihre Fesseln wollen wir zerreißen, ihre Stricke von uns wegschmeißen!«4 Er, der in den Himmeln thront, lacht, der Herr überhäuft sie mit Spott.5 Danach spricht er mit ihnen in seinem Zorn. Ja, er erschreckt sie mit seinem Grimm:6 »Doch ich habe meinen König eingesetzt auf dem Zion, dem Berg meiner heiligen Gegenwart.«7 Öffentlich bekannt machen will ich, was der HERR beschlossen hat. Zu mir hat er gesagt: »Mein Sohn bist du! Heute habe ich dich hervorgebracht.8 Bitte mich und ich werde dir die Nationen geben als deinen Erbbesitz, ja, die letzten Winkel der Erde als dein Eigentum.9 Zerschlagen wirst du sie mit einem Stab aus Eisen, wie bloße Tongefäße wirst du sie zerschmettern.«10 Und jetzt, ihr Könige, werdet vernünftig! Nehmt den Rat an, ihr, die ihr auf der Welt regiert!11 Dient dem HERRN mit Ehrfurcht, begeistert jubelt ihm zu!12 Begrüßt den Sohn und reizt ihn nicht, damit ihr nicht auf dem Weg umkommt. Ja, leicht entbrennt sein Zorn! Doch Glückwunsch allen, die bei ihm Schutz suchen!

Psalm 2

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Warum toben die Völker, warum ersinnen die Nationen nichtige Pläne? (Apg 4,25; Offb 11,18)2 Die Könige der Erde stehen auf, / die Großen tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: (Offb 19,19)3 Lasst uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke!4 Er, der im Himmel thront, lacht, der HERR verspottet sie. (Ps 59,9)5 Dann spricht er in seinem Zorn zu ihnen, in seinem Grimm wird er sie erschrecken:6 Ich selber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.7 Den Beschluss des HERRN will ich kundtun./ Er sprach zu mir: Mein Sohn bist du. Ich selber habe dich heute gezeugt. (Ps 89,27; Apg 13,33; Hebr 1,5; Hebr 5,5)8 Fordere von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe und zum Eigentum die Enden der Erde. (Ps 72,8; Offb 2,26)9 Du wirst sie zerschlagen mit eisernem Stab, wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern. (Ps 110,5; Offb 12,5; Offb 19,15)10 Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, lasst euch warnen, ihr Richter der Erde!11 Mit Furcht dient dem HERRN, jubelt ihm zu mit Beben,12 küsst den Sohn, / damit er nicht zürnt und euer Weg sich nicht verliert, denn wenig nur und sein Zorn ist entbrannt. Selig alle, die bei ihm sich bergen!