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Zürcher Bibel

Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens

1 Zum weisen Sohn wird man mit der Unterweisung durch den Vater, zum Spötter wird, wer nicht auf Warnungen hört.
2 Von der Frucht seines Mundes kann man Gutes essen, aber die Abtrünnigen gieren nach Gewalttat.
3 Wer seine Lippen hütet, schützt sein Leben, wer seinen Mund aufreisst, den trifft das Verderben.
4 Der Faule ist gierig und kommt dennoch zu nichts, aber das Verlangen der Fleissigen wird gestillt.
5 Ein Gerechter hasst verlogene Worte, ein Frevler aber handelt schimpflich und schändlich.
6 Die Gerechtigkeit schützt den, der schuldlos wandelt, den Frevel aber bringt die Sünde zu Fall.
7 Manch einer gibt sich reich und besitzt nichts, manch einer gibt sich arm und hat grossen Besitz.
8 Wer Reichtum hat, kann Lösegeld zahlen für sein Leben, ein Armer aber kann sich nicht loskaufen1.
9 Das Licht der Gerechten erstrahlt, aber die Leuchte der Frevler erlischt.
10 Hochmut führt nur zu Streit, Weisheit aber ist bei denen, die sich beraten lassen.
11 Erjagtes Vermögen schwindet dahin,2 wer aber bedächtig sammelt, wird reich.
12 Unerfüllte Hoffnung macht das Herz krank, ein Baum des Lebens aber ist ein erfüllter Wunsch.
13 Wer das Wort verachtet, erleidet Schaden, wer Achtung hat vor dem Gebot, wird belohnt.
14 Die Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, mit ihr entgeht man den Fallen des Todes.
15 Richtige Einsicht bringt Gunst, aber der Weg der Abtrünnigen ist ihr Verderben3.
16 Ein Kluger tut alles4 mit Verstand, ein Dummer aber verbreitet Torheit.
17 Ein frevlerischer Bote stürzt ins Unglück, aber ein zuverlässiger Gesandter bringt Heilung.
18 Wer die Unterweisung in den Wind schlägt, erntet Armut und Schande, aber wer die Ermahnung beachtet, wird geehrt.
19 Ein erfüllter Wunsch tut der Seele gut, die Dummen aber wollen das Böse nicht meiden.
20 Wer mit Weisen geht, wird weise, wer aber mit Dummen verkehrt, dem wird es übel ergehen.
21 Unheil verfolgt die Sünder, die Gerechten aber belohnt das Glück.
22 Der Gute hinterlässt sein Erbe den Enkeln, aber das Vermögen des Sünders ist aufgespart für den Gerechten.
23 Der Acker der Vornehmen gibt reichlich Nahrung, aber durch Unrecht wird es hinweggerafft.
24 Wer seinen Stock schont, hasst seinen Sohn, wer ihn aber liebt, sorgt für seine Unterweisung.
25 Der Gerechte kann essen, bis sein Hunger gestillt ist, der Bauch der Frevler aber muss darben.
1 Die Übersetzung "ein Armer aber kann sich nicht loskaufen" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts; dieser lautet: "ein Armer aber hört nicht auf Warnungen".
2 Die Übersetzung "Erjagtes Vermögen schwindet dahin" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
3 Die Übersetzung "ihr Verderben" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
4 Die Übersetzung "Ein Kluger tut alles mit Verstand" beruht auf einer Umvokalisierung des Massoretischen Texts; dieser lautet übersetzt: "Jeder Kluge handelt mit Verstand".
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