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Zürcher Bibel

Der Untergang von Kult und Königtum

1 Israel - ein üppiger Weinstock, es hatte seine Frucht, je zahlreicher seine Frucht wurde, desto zahlreicher machte es die Altäre, je schöner sein Land wurde, desto schöner machte es seine Mazzeben.
2 Ihr Herz ist geteilt, jetzt werden sie es büssen! Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen, ihre Mazzeben wird er verwüsten.
3 Ja, jetzt werden sie sagen: Wir haben keinen König! Wir haben den HERRN nicht gefürchtet; und der König - was könnte er für uns tun?
4 Sie haben Worte gemacht, sprechen nutzlose Verwünschungen aus, schliessen einen Bund, und ihr Urteil wuchert wie giftiges Kraut in den Furchen des Feldes.
5 Um das Kälbergeschmeiss von Bet-Awen haben die Bewohner von Samaria Angst, nachgetrauert hat ihm sein Volk! Seine Priester aber umjubeln es noch, seine Herrlichkeit - sie ist fort von ihm in die Verbannung gegangen!
6 Auch dieses wird nach Assur gebracht werden als Gabe für den grossen König1. Scham wird Efraim ergreifen, und Israel wird sich schämen für seinen Ratschlag.
7 Vernichtet ist Samaria, sein König - wie Schaum2 auf dem Wasser!
8 Und die Kulthöhen von Awen werden zerstört, die Sünde Israels. Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern. Dann sagen sie zu den Bergen: Kommt über uns!, und zu den Hügeln: Stürzt über uns zusammen!
9 Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Dort sind sie stehengeblieben. Wird sie in Gibea nicht der Krieg erreichen gegen die Kinder der Bosheit?
10 Ich werde sie in Zucht nehmen, wie es mir beliebt, und Völker werden gegen sie versammelt werden, wenn sie verstrickt sind in ihre doppelte Schuld.
11 Und Efraim - eine junge Kuh, ans Joch gewöhnt, die es liebte, zu dreschen. Und ich, ich fuhr mit der Hand über ihren schönen Nacken, immer wieder wollte ich Efraim anspannen, Juda sollte pflügen, Jakob für sich eggen:
12 Sät für euch, wie es der Gerechtigkeit entspricht, erntet nach Massgabe der Gnade! Macht euch neues Land urbar! Und es ist an der Zeit, den HERRN zu suchen, bis er kommt, um Gerechtigkeit auf euch regnen zu lassen.
13 Unrecht habt ihr gepflügt, Bosheit geerntet, die Frucht der Lüge gegessen, denn du hast auf deinen Weg vertraut, auf die Menge deiner Helden.
14 Aber in deinem Volk wird sich Kriegslärm erheben, und alle deine Festungen werden verwüstet, wie Schalman am Tag der Schlacht Bet-Arbel verwüstete, Mutter und Kinder sind zerschmettert!
15 So hat man es mit euch gemacht, Bet-El, des Bösen eurer Bosheit wegen. Wenn der Morgen graut, ist es zu Ende mit dem König von Israel!
1 Siehe die Anm. zu 5,13.
2 Die Übersetzung mit "wie Schaum" ist nicht gesichert; möglich ist auch: "wie ein abgeknickter Zweig".
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