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Zürcher Bibel

Rechtsstreitigkeiten in der Gemeinde

1 Da wagt es doch einer von euch, der mit einem anderen einen Rechtsstreit hat, sein Recht vor den Ungerechten1 zu suchen statt vor den Heiligen?
2 Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn sogar die Welt durch euch gerichtet wird, wie solltet ihr da nicht zuständig sein für die geringfügigen Fälle?
3 Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden, und darum erst recht über Alltägliches?
4 Wenn ihr nun alltägliche Streitfälle habt, setzt ihr da ausgerechnet diejenigen als Richter ein, die in der Gemeinde nichts gelten?
5 Zu eurer Beschämung sage ich dies. Gibt es denn keinen Verständigen unter euch, der zwischen Bruder und Bruder Recht sprechen könnte?
6 Aber nein, da zieht ein Bruder den andern vor Gericht - und das vor Ungläubigen?
7 Es ist an sich schon ein schweres Versagen, dass ihr Prozesse miteinander führt. Weshalb lasst ihr euch nicht lieber Unrecht zufügen? Weshalb lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?
8 Stattdessen tut ihr Unrecht und übervorteilt andere - und das unter Brüdern!
9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Wer Unzucht treibt, die nichtigen Götter verehrt, die Ehe bricht, sich gehen lässt, mit Männern schläft,
10 stiehlt, rafft, auch wer trinkt, andere beschimpft oder beraubt, wird das Reich Gottes nicht erben.
11 Und das taten manche von euch. Dies alles aber ist von euch abgewaschen, ihr seid geheiligt worden, ihr seid gerecht gemacht worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Freiheit und Sexualität

12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist zuträglich. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.
13 Die Speisen sind für den Bauch da, und der Bauch für die Speisen; Gott wird beides zugrunde gehen lassen. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.
14 Gott hat den Herrn auferweckt, und er wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.
15 Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und sie zu Gliedern einer Dirne machen? Gewiss nicht!
16 Oder wisst ihr nicht, dass wer der Dirne anhängt, ein Leib ist mit ihr? Denn, so heisst es, die zwei werden ein Fleisch sein.
17 Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.
18 Meidet den Weg zur Dirne! Jeder Fehler, den ein Mensch begeht, betrifft nicht seinen Leib. Wer aber zur Dirne geht, vergeht sich am eigenen Leib.
19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch wirkt und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
20 Ihr seid teuer erkauft. Verherrlicht also Gott mit eurem Leib!
1 Der Begriff 'die Ungerechten' bezeichnet die Nichtchristen in einem beschreibenden Sinn: Sie sind diejenigen, die Gottes Gerechtigkeit (noch) nicht kennen gelernt haben.
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