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Schlachter 2000

Elberfelder Bibel

Neue evangelistische Übersetzung

Der Herr ist der Erlöser Israels

1 Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.
3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle.
4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen [und] wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln.
6 Ich will zum Norden sagen: Gib heraus!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt,
7 einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe.
8 Bringe hervor das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben!
9 Alle Heidenvölker mögen zusammenkommen und die Nationen sich vereinigen! Wer unter ihnen kann dies verkündigen und uns Früheres hören lassen? Lass sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen; dann wird man es hören und sagen: Es ist wahr!
10 Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben.
11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter.
12 Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, dass ich Gott bin.
13 Ja, von jeher bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke — wer will es abwenden?

Der Herr wird Israel retten trotz dessen Untreue

14 So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euretwillen habe ich nach Babel geschickt und habe sie alle als Flüchtlinge hinuntergejagt, auch die Chaldäer in den Schiffen ihrer Jubelrufe1.
15 Ich, der HERR, bin euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König.
16 So spricht der HERR, der einen Weg im Meer bahnt und einen Pfad in mächtigen Wassern,
17 der Streitwagen und Rosse ausziehen lässt, Heer und Macht — da liegen sie miteinander, stehen nicht mehr auf; sie sind erloschen, wie ein Docht verglommen:
18 Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene!
19 Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.
20 Die Tiere des Feldes werden mich preisen, die Schakale und Strauße, weil ich Wasser gegeben habe in der Wüste und Ströme in der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes,
21 das Volk, das ich mir gebildet habe, damit sie meinen Ruhm verkündigen.
22 Und doch hast du, Jakob, nicht mich angerufen, noch hast du dich um mich bemüht, Israel!
23 Du hast mir deine Brandopferschafe nicht dargebracht und mich nicht mit deinen Schlachtopfern geehrt. Ich habe dir nicht zu schaffen gemacht mit Speisopfern, ich habe dich mit Weihrauchspenden nicht ermüdet.
24 Du hast mir nicht Gewürzrohr um Geld gekauft und mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich nicht getränkt; aber du hast mir zu schaffen gemacht mit deinen Sünden und mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten!
25 Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!
26 Erinnere mich, wir wollen miteinander rechten; zähle [doch] auf, womit du dich rechtfertigen willst!
27 Dein erster Vater hat gesündigt, und deine Lehrer haben mir die Treue gebrochen;
28 darum habe ich die Vorsteher des Heiligtums entweiht und Jakob dem Bann preisgegeben und Israel den Schmähungen.
1 Auf den Euphratkanälen in Babylonien fanden oft Götterprozessionen in Schiffen unter den Jubelrufen der Bevölkerung statt.

Israels Rettung aus Gnade

1 Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen1, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
2 Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.
3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, ich, der Heilige Israels, dein Retter2. Ich gebe Ägypten als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle.
4 Weil du teuer bist in meinen Augen und wertvoll bist und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen hin an deiner Stelle und Völkerschaften anstelle deines Lebens.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Vom Sonnenaufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln.
6 Ich werde zum Norden sagen: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fern her und meine Töchter vom Ende der Erde,
7 jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!
8 Lass hervortreten3 das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben!
9 Alle Nationen sind miteinander versammelt, und die Völkerschaften sind zusammengekommen! Wer unter ihnen verkündet dies4? Auch Früheres5 sollen sie uns hören lassen! Sie sollen ihre Zeugen stellen, dass sie gerecht sind6! Und sie sollen es hören und sagen: Es ist wahr!
10 Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR7, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin8. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.
11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter9.
12 Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Gott war10 unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR11; ich bin Gott.
13 Ja, auch weiterhin bin ich es12, und da ist niemand, der aus meiner Hand rettet. Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen?
14 So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: Euretwegen13 habe ich nach Babel gesandt. Und ich stoße herunter all die Riegel. Und die Chaldäer - zur Klage wird ihr Jubel14.
15 Ich bin der HERR, euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König.
16 So spricht der HERR, der einen Weg gibt im Meer und einen Pfad in mächtigen Wassern,
17 der ausziehen lässt Wagen und Pferd, Heer und Held - zusammen liegen sie da, stehen nicht wieder auf; sie sind erloschen, verglommen wie ein Docht -:
18 Denkt nicht an das Frühere, und auf das Vergangene achtet nicht!
19 Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme15 durch die Einöde.
20 Die Tiere des Feldes werden mich ehren, Schakale und Strauße, weil ich in der Wüste Wasser gegeben habe, Ströme in der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes.
21 Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.
22 Nicht mich hast du angerufen, Jakob, dass du dich um mich gemüht hättest, Israel!
23 Du hast mir nicht das Lamm deiner Brandopfer gebracht und mit deinen Schlachtopfern mich nicht geehrt. Ich habe dir nicht mit Opfergaben Arbeit gemacht16 noch mit Weihrauch dich ermüdet.
24 Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht17 mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden.
25 Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken.
26 Zeige mich an18! Wir wollen miteinander vor Gericht treten! Erzähle du, damit du recht behältst!
27 Dein erster Vater hat schon gesündigt, und deine Vermittler haben mit mir gebrochen.
28 So entweihe ich die Obersten des Heiligtums19. Und ich gebe Jakob dem Bann und Israel den Hohnreden preis.
1 s. Anm. zu Kap. 40,26
2 o. Helfer
3 So konnte der Text vor der Vokalisierung durch die Masoreten verstanden werden. Mas. T.: Er hat hervortreten lassen
4 Gemeint sind zukünftige Ereignisse.
5 d. h. früher Geweissagtes, das in Erfüllung gegangen ist
6 o. im Recht sind; o. damit sie Recht behalten
7 w. ist der Ausspruch des HERRN
8 o. dass ich derselbe bin
9 o. Helfer
10 o. und ich war kein Fremder
11 w. ist der Ausspruch des HERRN
12 o. auch in Zukunft bin ich derselbe
13 o. euch zuliebe
14 So lässt sich der Text in seiner ursprünglichen Form (ohne Vokale) verstehen. Die Masoreten lasen: Und die Chaldäer auf den Schiffen ihres Jubels o. ihres Klagens. Das hebr. Wort kann beides bedeuten.
15 Qu.: Pfade
16 w. Ich habe dich nicht . . . zur Arbeit angehalten
17 w. du hast mich zur Arbeit angehalten
18 o. Klage mich an
19 LXX: Und die Obersten entweihten mein Heiligtum

Erlösung durch Gnade

1 Aber jetzt sagt Jahwe, / der dich geschaffen hat, Jakob, / der dich bildete, Israel: / "Fürchte dich nicht, / denn ich habe dich erlöst! / Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, / du gehörst mir!
2 Musst du durchs Wasser gehen, bin ich bei dir, / und durch reißende Ströme – sie überfluten dich nicht. / Musst du durchs Feuer gehen, / wirst du nicht versengt, / diese Flamme verbrennt dich nicht.
3 Denn ich bin Jahwe, dein Gott, / ich bin Israels heiliger Gott, / und ich rette dich! / Ägypten gebe ich als Lösegeld für dich, / Nubien und Seba1 noch dazu.
4 Weil du mir wert und teuer bist, / weil ich dich liebe, gebe ich Menschen an deiner Stelle hin, / ganze Völker für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! / Von dort, wo die Sonne aufgeht, / hole ich deine Nachkommen zurück, / und von dort, wo sie untergeht, / sammle ich euch ein.
6 Zum Norden sage ich: 'Gib sie heraus!' / und zum Süden: 'Halte sie nicht zurück!' / Lass kommen meine Söhne von fern / und meine Töchter vom Ende der Welt,
7 jeden, der mein Eigentum ist, / den ich zu meiner Ehre erschuf / und ins Leben rief!"

Zeugen im Prozess

8 "Es soll vortreten mein blindes Volk, das doch Augen hat – und Ohren, die nicht hören!
9 Alle Völker sind versammelt zum Gericht, / alle Nationen herangeholt! / Welcher ihrer Götter hat dies angekündigt? / Welche ihrer Weissagungen trafen überhaupt ein? Mögen sie uns Zeugen dafür stellen! / Die sollen es hören und sagen: 'Es ist wahr!' –
10 Ihr seid meine Zeugen", spricht Jahwe, / "und mein Diener, den ich erwählte, / damit ihr erkennt und mir glaubt, / damit ihr einseht, dass ich es bin! / Vor mir gab es keinen Gott, / und nach mir wird kein anderer sein.
11 Ich bin Jahwe, / einen Retter außer mir gibt es nicht!
12 Ich habe es angekündigt / und habe euch gerettet. / Ich habe es euch hören lassen, als noch kein fremder Gott bei euch war. / Und ihr seid meine Zeugen", spricht Jahwe, / "und ich bin Gott.
13 Und auch in Zukunft bin ich noch derselbe Gott. / Niemand reißt etwas aus meiner Hand! / Was ich tun will, kann niemand verhindern."
14 So spricht Jahwe, euer Erlöser, / Israels heiliger Gott: / "Um euretwillen habe ich gegen Babel geschickt; / und als Flüchtlinge treibe ich sie hinab / in Schiffen, ihrem Stolz – sie und auch die Chaldäer.
15 Ich bin Jahwe, euer heiliger Gott, / der Schöpfer Israels und euer König!
16 So spricht Jahwe, der einen Weg durchs Meer gebahnt / und euch sicher durch die Fluten geführt hat,
17 der ausziehen ließ Streitwagen und Pferd, / Heer und Held. / Nun liegen sie zusammen da und stehen nicht wieder auf, / ausgelöscht wie ein verglimmender Docht.
18 Denkt nicht an das, was früher war, / achtet nicht auf das Vergangene!
19 Seht, ich wirke Neues! / Es wächst schon auf. / Merkt ihr es nicht? / Ich bahne einen Weg durch die Wüste, / lege Ströme in der Einöde an.
20 Schakale und Strauße, die Wüstentiere ehren mich, / weil ich der Wüste Wasser gab / und Ströme in der Öde fließen ließ, / damit mein auserwähltes Volk zu trinken hat.
21 Dieses Volk, das ich mir schuf, / soll erzählen, was ich tat.
22 Und doch hast du mich nicht gerufen, Jakob! / Israel, du hast dich nicht um mich gemüht!
23 Du hast mir keine Lämmer als Opfer gebracht, / mich nicht mit Schlachtopfern geehrt! / Auch mit Speisopfern habe ich dir keine Arbeit gemacht! / Ich habe dich nicht mit Weihrauch ermüdet!
24 Du hast mir für dein Geld kein Würzrohr gekauft, / mich nicht mit dem Fett deiner Opfer gelabt! / Doch mit deinen Sünden hast du mir Arbeit gemacht! / Mit deinen Vergehen hast du mich ermüdet!
25 Ich, ich bin es doch, der deine Vergehen auslöscht. / Um meinetwillen denke ich nicht mehr an deine Schuld.
26 Klag mich doch an! Treten wir miteinander vor Gericht! / Trag deine Sache vor und beweise dein Recht!
27 Schon dein Urahn hat gesündigt, / und deine Führer brachen mit mir.
28 Darum habe ich die Vorsteher des Heiligtums entweiht, / habe Jakob in den Bann getan und Israel Verachtung zugeteilt."
1 Seba war ein Land in der Nähe von Kusch (Nubien).
2 o. Helfer
3 So konnte der Text vor der Vokalisierung durch die Masoreten verstanden werden. Mas. T.: Er hat hervortreten lassen
4 Gemeint sind zukünftige Ereignisse.
5 d. h. früher Geweissagtes, das in Erfüllung gegangen ist
6 o. im Recht sind; o. damit sie Recht behalten
7 w. ist der Ausspruch des HERRN
8 o. dass ich derselbe bin
9 o. Helfer
10 o. und ich war kein Fremder
11 w. ist der Ausspruch des HERRN
12 o. auch in Zukunft bin ich derselbe
13 o. euch zuliebe
14 So lässt sich der Text in seiner ursprünglichen Form (ohne Vokale) verstehen. Die Masoreten lasen: Und die Chaldäer auf den Schiffen ihres Jubels o. ihres Klagens. Das hebr. Wort kann beides bedeuten.
15 Qu.: Pfade
16 w. Ich habe dich nicht . . . zur Arbeit angehalten
17 w. du hast mich zur Arbeit angehalten
18 o. Klage mich an
19 LXX: Und die Obersten entweihten mein Heiligtum
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