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Neues Leben. Die Bibel

1 Liebe Freunde1, ich sehne mich von Herzen danach und bete zu Gott, dass das jüdische Volk gerettet wird.
2 Ich kann bezeugen, mit welcher Hingabe sie Gott dienen, aber es fehlt ihnen die richtige Erkenntnis.
3 Denn sie haben nicht erkannt, auf welche Weise Gott die Menschen gerecht erklärt. Stattdessen gehen sie ihren eigenen Weg, indem sie versuchen das Gesetz zu halten, um dadurch die Anerkennung2 Gottes zu gewinnen. Damit lehnen sie den Weg Gottes ab.
4 Denn mit Christus ist die Absicht des Gesetzes vollkommen erfüllt. Wer an ihn glaubt, wird vor Gott gerecht gesprochen.3

Die Erlösung steht für alle bereit

5 Denn Mose schrieb, dass man alle Gebote des Gesetzes erfüllen muss, um durch das Gesetz vor Gott gerecht zu werden.4
6 Wer aber durch den Glauben vor Gott bestehen will, dem sollt ihr sagen: »Du musst nicht in den Himmel hinaufsteigen« - um Christus zu finden und ihn herabzuholen.
7 Und: »Du musst nicht in die Tiefe hinabsteigen« - um Christus wieder von den Toten heraufzuholen.
8 Denn in der Schrift heißt es: »Die Botschaft ist dir ganz nahe; sie ist auf deinen Lippen und in deinem Herzen.«5 Es ist die Botschaft von der Erlösung durch den Glauben an Christus, die wir verkünden.
9 Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.
10 Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.
11 So heißt es in der Schrift: »Wer an ihn glaubt, wird nicht umkommen6
12 Das gilt ohne Unterschied für Juden wie für alle anderen Menschen. Alle haben denselben Herrn, der seine Reichtümer großzügig allen schenkt, die ihn darum bitten.
13 Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«7.
14 Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet?
15 Und wie soll jemand hingehen und ihnen die Botschaft Gottes sagen, wenn er nicht dazu beauftragt wurde? Das ist gemeint, wenn es in der Schrift heißt: »Wie wunderbar ist es, die Boten kommen zu hören, die gute Nachrichten bringen!«8
16 Doch nicht jeder nimmt die gute Botschaft an, wie auch der Prophet Jesaja sagte: »Herr, wer hat unserer Predigt geglaubt?«9
17 Und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.10
18 Aber was ist nun mit den Juden? Haben sie die Botschaft wirklich gehört? Ja, das haben sie: »Die Botschaft breitete sich aus über die ganze Erde und ihre Worte über die ganze Welt.«11
19 Aber hat das Volk Israel sie auch wirklich verstanden? Ja, das haben sie, denn schon bei Mose steht geschrieben: »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Volk, das nicht mein Volk ist. Ich will euch zornig machen auf ein Volk, das nichts von mir weiß.«12
20 Und Jesaja wagte zu sagen: »Ich habe mich von Menschen finden lassen, die nicht nach mir suchten. Ich habe mich denen zu erkennen gegeben, die nicht nach mir fragten.«13
21 Über Israel aber sprach Gott: »Den ganzen Tag stand ich mit offenen Armen vor einem Volk, das mir nicht gehorcht und sich mir widersetzt.«14
1 10,1 Griech. Brüder.
2 10,3 O. vor Gott gerecht dazustehen.
3 10,4 Griech. Denn das Ende des Gesetzes ist Christus zur Gerechtigkeit für jeden Glaubenden.
4 10,5 O. Leben zu haben; 3. Mose 18,5.
5 10,6-8 5. Mose 30,11-14.
6 10,11 O. wird nicht beschämt werden; Jesaja 28,16.
7 10,13 Joel 3,5.
8 10,15 Jesaja 52,7.
9 10,16 Jesaja 53,1.
10 10,17 Griech. durch das Wort Christi.
11 10,18 Psalm 19,5.
12 10,19 5. Mose 32,21.
13 10,20 Jesaja 65,1.
14 10,21 Jesaja 65,2.
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