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Neues Leben. Die Bibel

Jesus, der wahre Weinstock

1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.
2 Er schneidet jede Rebe ab, die keine Frucht bringt, und beschneidet1 auch die Reben, die bereits Früchte tragen, damit sie noch mehr Frucht bringen.
3 Ihr seid schon durch die Botschaft, die ich euch gegeben habe, beschnitten2.
4 Bleibt in mir, und ich werde in euch bleiben. Denn eine Rebe kann keine Frucht tragen, wenn sie vom Weinstock abgetrennt wird, und auch ihr könnt nicht, wenn ihr von mir getrennt seid, Frucht hervorbringen.
5 Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, wird viel Frucht bringen. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
6 Wer nicht in mir bleibt, wird fortgeworfen wie eine nutzlose Rebe und verdorrt. Solche Reben werden auf einen Haufen geworfen und verbrannt.
7 Doch wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch gewährt werden!
8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht hervorbringt und meine Jünger werdet.
9 Ich habe euch genauso geliebt, wie der Vater mich geliebt hat. Bleibt in meiner Liebe.
10 Wenn ihr mir gehorcht, bleibt ihr in meiner Liebe, genauso wie ich meinem Vater gehorche und in seiner Liebe bleibe.
11 Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt. Ja, eure Freude soll vollkommen sein!
12 Ich gebiete euch, einander genauso zu lieben, wie ich euch liebe.
13 Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt.
14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
15 Ich nenne euch nicht mehr Diener, weil ein Herr seine Diener nicht ins Vertrauen zieht. Ihr seid jetzt meine Freunde, denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe.
16 Nicht ihr habt mich erwählt, ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu berufen, hinzugehen und Frucht zu tragen, die Bestand hat, damit der Vater euch gibt, was immer ihr ihn in meinem Namen bittet.
17 Ich gebe euch das Gebot, einander zu lieben.

Der Hass der Welt

18 Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon gehasst hat, ehe sie euch gehasst hat.
19 Die Welt würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet, aber das tut ihr nicht. Ich habe euch erwählt, aus der Welt herauszutreten; deshalb hasst sie euch.
20 Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: `Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.´ Da sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Und wenn sie auf mein Wort gehört haben, werden sie auch auf euch hören!
21 Die Menschen in der Welt werden gegen euch sein, weil ihr zu mir gehört, denn sie kennen Gott nicht, der mich gesandt hat.
22 Sie hätten sich nicht schuldig gemacht, wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen gesprochen hätte. Doch so haben sie keine Entschuldigung mehr für ihre Sünde.
23 Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater.
24 Wenn ich nicht solche Wunder unter ihnen getan hätte, die niemand sonst hätte tun können, wären sie nicht schuldig. Doch sie haben alles gesehen, was ich tat, und trotzdem sowohl mich als auch meinen Vater gehasst.
25 Dadurch hat sich erfüllt, was im Gesetz vorausgesagt ist: `Sie haben mich ohne Grund gehasst.´3
26 Doch ich werde euch den Ratgeber4 schicken - den Geist der Wahrheit. Er wird vom Vater zu euch kommen und wird mein Zeuge sein.
27 Und ihr werdet meine Zeugen sein, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.
1 15,2 Griech. reinigt.
2 15,3 Griech. rein.
3 15,25 Psalm 35,19; 69,5.
4 15,26 S. 14,16.
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