Hilfe

Neues Leben. Die Bibel

Gottes Hilfe für Israel

1 »Wendet euch mir schweigend zu, ihr Meeresländer. Die Völker sollen sich rüsten. Dann sollen sie kommen und reden. Lasst uns miteinander den Rechtsstreit beginnen.
2 Wer hat den Mann aus dem Osten geschickt, dem die Gerechtigkeit unmittelbar folgt? Wer übergibt ihm die Völker und lässt ihn Könige bezwingen? Sein Schwert verwandelt sie in Staub, sein Bogen macht sie zu verwehtem Stroh.
3 Er jagt sie und geht ungehindert einen Weg, den seine Füße nie zuvor betreten haben.
4 Wer hat dies bewirkt und vollbracht? Er, der die Menschen von Anfang an ruft: Ich, der Herr! Ich war bei den Ersten und werde auch bei den Letzten noch derselbe sein.«
5 Die Meeresländer sahen es und erschraken. Ferne Länder erzitterten, verbündeten sich und kamen näher.
6 Einer half dem anderen und sagte: »Nur zu!«
7 Der Gießer ermutigte den Goldschmied und der, der mit dem Hammer glättet, den, der auf den Amboss schlägt. Dieser sagte über die Lötung: »Sie ist gut.« Dann schlug er Nägel hinein, damit ihr Götzenbild nicht wackelt1.
8 »Doch was dich betrifft, Israel, mein Diener, Jakob, mein Erwählter, du Nachkomme meines Freundes Abraham:
9 Dich habe ich von den Enden der Erde gepackt und aus der Ferne berufen und zu dir gesagt: `Du bist mein Diener.´ Denn ich habe dich erwählt und nicht verworfen.
10 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott: Meine Entscheidung für dich steht fest, ich helfe dir. Ich unterstütze dich, indem ich mit meiner siegreichen Hand Gerechtigkeit übe.
11 Alle, die wütend mit dir verfeindet sind, sollen beschämt werden und blamiert dastehen. Wer sich mit dir streitet, soll vergehen und umkommen.
12 Du wirst alle, die dich bekämpft haben, suchen, aber nicht finden. Diejenigen, die gegen dich Krieg führten, werden alle vollkommen verschwinden,
13 weil ich deine rechte Hand halte - ich, der Herr, dein Gott. Und ich sage dir: `Hab keine Angst. Ich bin da und helfe dir.
14 Du armer Wurm Jakob, du trauriger Haufen Israel, fürchte dich nicht, ich helfe dir, darauf hast du mein Wort. Dein Erlöser ist der Heilige Israels.´
15 Ich habe dich zu einem neuen Dreschwagen mit scharfen Messern gemacht. Du wirst sowohl Hügel dreschen und zermalmen als auch Berge in Spreu verwandeln.
16 Du wirst sie in die Luft werfen und der Wind wird sie verwehen; ein Sturm wird sie zerstreuen. Dann wird dich die Freude des Herrn ganz erfüllen und du wirst dich des Heiligen Israels rühmen.
17 Die Armen und Notleidenden suchen Wasser, doch sie finden keins und ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, werde sie erhören. Ich, der Gott Israels, werde sie nicht im Stich lassen.
18 Ich werde auf kahlen Höhen Flüsse entspringen lassen und in den Tälern Quellen öffnen. In den Wüsten werden Teiche entstehen. Das trockene, verdorrte Land wird Wasserquellen bekommen.
19 Ich werde in der Wüste Zedern, Akazien, Myrten und wilde Olivenbäume wachsen lassen und Zypressen, Ulmen und Pinien in der Steppe pflanzen.
20 Dadurch sollen alle sehen und erkennen, merken und verstehen, dass der Herr, der Heilige Israels, dies bewirkt und geschaffen hat.
21 »Kommt, bringt eure Sache vor und legt Beweise auf den Tisch!«, spricht der Herr, der König von Israel2.
22 »Sollen sie ihre Beweise vorlegen und uns sagen, was die Zukunft bringt. Lasst uns wissen, was unmittelbar bevorsteht, damit wir darüber Bescheid wissen und dann prüfen können, was daraus geworden ist. Oder sagt an, was in ferner Zukunft liegt.
23 Ja, lasst uns wissen, was uns später noch erwartet, damit wir erkennen, dass ihr tatsächlich Götter seid. Legt euch fest, gleich worin, sei es etwas Gutes oder etwas Schlimmes. Dann wollen wir in einen Wettstreit miteinander treten und zusammen entscheiden, was daraus geworden ist.
24 Aber nein! Ihr seid nichts; euer Tun ist nichtig. Wer euch erwählt, wird zu einem Gräuel.
25 Doch ich habe jemanden aus dem Norden losgeschickt und er ist gekommen. Der meinen Namen anrufen wird, kommt aus östlicher Richtung. Er zertritt Landesherren wie Lehm. Er stampft sie wie ein Töpfer den Ton.
26 Wer hat es von Anfang an geweissagt, damit wir es erkennen können? Wer hat es vorhergesagt, sodass wir bestätigen könnten, dass er Recht hatte? Niemand! Niemand hat etwas verkündet, keiner hat etwas angesagt. Nicht einer hat eine Weissagung von euch zu hören bekommen.
27 Ich war der Erste, der zu Zion sagte: `Sieh! Da sind sie! Ich werde einen Freudenboten nach Jerusalem senden.´
28 Wenn ich mich umschaue, ist da niemand, auch keiner von ihnen, der Auskunft geben könnte oder der im Stande wäre zu antworten, wenn ich ihn befragen würde.
29 Seht doch: Sie sind alle nichts. Ihr Tun führt zu nichts. Es sind nichtige, nutzlose Gegenstände. Eure Götzen sind hohl wie der Wind.«
1 41,7 Die Verse 5-7 haben vermutlich ursprünglich hinter 40,19 gestanden.
2 41,21 Hebr. der König von Jakob.
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