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Neues Leben. Die Bibel

Eine Botschaft für Samaria

1 Der Krone, die über seinen fruchtbaren Tälern thront und auf die Ephraim trunken vor Stolz ist, wird es schlecht ergehen. Dem maßlosen Luxus, der dahinwelken wird wie eine Blume, und denen, die im Weinrausch leben, steht Schlimmes bevor.
2 Gib Acht! Der Herr hält einen Starken und Mächtigen bereit. Wie ein Hagelsturm, ein vernichtendes Unwetter, wie die reißenden Flutwellen nach einem Wolkenbruch wirft er sie mit seiner Hand zu Boden.
3 Die stolze Krone der berauschten Einwohner Israels wird mit Füßen zertreten werden.
4 Der welkenden Blume, dem stattlichen Luxus auf dem Gipfel über dem fruchtbaren Tal, wird es wie der frühen Feige in der Vorsommerzeit ergehen, die jemand entdeckt hat. Kaum, dass er sie in der Hand hält, ist sie verschlungen.
5 Zu der Zeit wird der Herr, der Allmächtige, dem Rest seines Volkes zur prächtigen Krone und zum Leben im Überfluss1 werden.
6 Er wird Israels Richtern den Geist der Gerechtigkeit geben und seinen Kriegern, die das Tor verteidigen, besonderen Mut verleihen.
7 Währenddessen aber taumeln auch diese vom Wein und sind vom Alkohol schwindlig. Priester und Propheten schwanken vom Wein und sind vom Most beherrscht. Der Wein hat sie vernebelt, sodass sie unsicher in ihren Weissagungen sind und hin und her schwanken, wenn sie Urteile sprechen.
8 Ihre Tische sind verdreckt und von Erbrochenem besudelt. Es gibt nichts, was sauber wäre.
9 »Wen will er2 denn Erkenntnis lehren? Wem will er seine Botschaft erklären? Entwöhnten Kindern, Kleinkindern, die gerade nicht mehr gestillt werden?
10 Was soll sein Blabla und Papperlapapp und sein bedeutungsloses Geschwätz mal hier mal dort?«
11 Ja, Gott wird tatsächlich durch rätselhafte Rede und in fremder Sprache zu diesem Volk sprechen!
12 Er hatte ihnen gesagt: »Hier werdet ihr Ruhe finden, die Erschöpften können sich ausruhen«, doch sie wollten nicht hören.
13 Deshalb wird es tatsächlich so kommen, dass ihnen das Wort des Herrn wie ein Blabla und ein Papperlapapp - wie bedeutungsloses Geschwätz mal hier mal dort vorkommt. Darüber sollen sie rücklings stolpern und zerschmettert werden, in die Falle gehen und gefangen werden.
14 Deshalb hört die Botschaft des Herrn, ihr frechen Spötter und Herrscher dieses Volkes in Jerusalem.
15 Denn ihr habt gesagt: »Wir haben ein Abkommen mit dem Tod geschlossen, einen Vertrag mit dem Totenreich3.« Ihr sagt: »Diese vernichtende Flut wird uns, wenn sie kommt, nichts anhaben, denn wir haben uns durch Lügen geschützt und uns in Betrug verborgen.«
16 Deshalb spricht Gott, der Herr: »Seht her! Ich lege einen Stein in Jerusalem. Er ist ein kostbarer Eckstein, der fest verankert ist. Wer glaubt, bleibt bestehen.
17 Ich mache die Gerechtigkeit zur Richtschnur und das Recht zum Lot. Hagel wird eure Lügenzuflucht vernichten; euer Versteck wird durch eine Flut weggeschwemmt werden.
18 Euer Abkommen mit dem Tod wird aufgehoben, der Vertrag, den ihr mit dem Totenreich geschlossen habt, wird ungültig. Wenn die Geißel über euch hereinbricht, wird sie euch zermalmen.
19 Sie wird euch erfassen, wann immer sie kommt; und sie wird kommen: Morgen für Morgen, bei Tag und bei Nacht.« Dann werden Weissagungen die Menschen in Schrecken versetzen.
20 Das Bett ist zu kurz, um sich darin auszustrecken, die Decke zu knapp, um sich damit zuzudecken.
21 Der Herr wird aufstehen wie am Berg Perazim und toben wie im Tal Gibeon, um sein Werk, ein befremdliches Werk und seine Arbeit, eine ungewöhnliche Arbeit, zu tun.
22 Deshalb hört auf zu spotten, denn das zieht eure Fesseln nur noch enger. Das Strafgericht steht vollkommen fest, der Herr, der Herr der Heerscharen hat mir gesagt, was er über die ganze Erde beschlossen hat.
23 Hört mir zu; hört doch und gebt Acht auf das, was ich sage!
24 Pflügt denn ein Bauer täglich, wenn er säen will? Macht er den Boden ständig urbar?
25 Wird er nicht, wenn der Boden bearbeitet ist, Dill ausstreuen und Kümmel säen, Weizen in Reihen und Gerste an anderer besonderer Stelle auswerfen und Dinkel an den Rand pflanzen?
26 Sein Gott hat ihn unterwiesen, wie er es richtig machen soll.
27 Dill wird nicht mit einem schweren Dreschschlitten gedroschen, sondern mit einem Schlägel. Auch wird Kümmel nicht mit der Walze überrollt, sondern mit einem Stock ausgeschlagen.
28 Wird Brotgetreide etwa zermalmt? Nein, er drischt es nicht ununterbrochen und fährt nicht mit dem Rad seines Wagens und dem Pferdegespann immerfort darüber hinweg; er zermalmt es nicht.
29 Auch das kommt vom Herrn, dem Allmächtigen. Er gibt erstaunliche Intelligenz und großen Scharfsinn.
1 28,5 Hebr. zum teuren Stirnreif.
2 28,9 der Prophet Jesaja.
3 28,15 Hebr. Scheol; so auch in 28,18.
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