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Neues Leben. Die Bibel

Die Zehn Gebote

1 Dann sprach Gott folgende Worte:
2 »Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
3 Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.
4 Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist.
5 Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott! Ich lasse die Sünden derer, die mich hassen, nicht ungestraft, sondern ich strafe die Kinder für die Sünden ihrer Eltern bis in die dritte und vierte Generation.
6 Denen aber, die mich lieben und meine Gebote befolgen, werde ich bis in die tausendste Generation gnädig sein.
7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der Herr wird jeden bestrafen, der seinen Namen missbraucht.
8 Denk an den Sabbat und heilige ihn.
9 Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen,
10 der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott. An diesem Tag darf kein Angehöriger deines Hauses irgendeine Arbeit erledigen. Das gilt für dich, deine Söhne und Töchter, deine Sklaven und Sklavinnen, dein Vieh und für alle Ausländer, die bei dir wohnen.
11 Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin und darauf ist, erschaffen; aber am siebten Tag hat er geruht. Deshalb hat der Herr den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt.
12 Ehre deinen Vater und deine Mutter1. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird.
13 Du sollst nicht töten.2
14 Du sollst nicht die Ehe brechen.3
15 Du sollst nicht stehlen.
16 Du sollst keine falsche Aussage über einen deiner Mitmenschen machen.4
17 Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren5: Weder sein Haus, seine Frau, seinen Sklaven, seine Sklavin, sein Rind, seinen Esel oder sonst etwas, das deinem Nächsten gehört.«
18 Als die Israeliten das Donnern und den Posaunenschall hörten und die Blitze und den Rauch sahen, der vom Berg aufstieg, zitterten sie vor Angst und blieben in einiger Entfernung stehen.
19 Und sie sagten zu Mose: »Rede du mit uns, dann wollen wir zuhören. Gott soll nicht direkt zu uns sprechen, sonst werden wir sterben.«
20 »Habt keine Angst«, beruhigte Mose sie, »denn Gott ist gekommen, um euch auf die Probe zu stellen: Eure Ehrfurcht vor ihm soll euch davon abhalten Schuld auf euch zu laden!«
21 So blieb das Volk in einiger Entfernung stehen, während Mose sich der dunklen Wolke näherte, in der Gott war.

Das Errichten von Altären

22 Der Herr befahl Mose: »Richte den Israeliten Folgendes aus: `Ihr habt es selbst miterlebt, dass ich vom Himmel aus zu euch gesprochen habe.
23 Deshalb sollt ihr euch keine Götzen aus Silber oder Gold anfertigen.
24 Ihr sollt mir einen Altar aus Erde errichten; auf ihm sollt ihr mir eure Opfer bringen - eure Brand- und Friedensopfer, eure Schafe und Ziegen und eure Rinder. Ich werde Orte bestimmen, wo ihr mich anbeten sollt. Dort werde ich zu euch kommen und euch segnen.
25 Wenn ihr mir jedoch Altäre aus Stein errichtet, dann gebraucht nur unbehauene Steine. Bearbeitet sie nicht mit einem Meißel, denn damit entweiht ihr sie.
26 Steigt keine Stufen zu meinem Altar hinauf, damit man beim Hinaufsteigen nicht unter eure Gewänder blicken kann!´
1 20,12 Vgl. Matthäus 15,4 und Markus 7,10.
2 20,13 Vgl. Matthäus 5,21 und Jakobus 2,11.
3 20,14 Vgl. Matthäus 5,27.
4 20,12-16 Vgl. Matthäus 19,18-19, Markus 10,19 und Lukas 18,20.
5 20,17 Vgl. Römer 7,7.
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