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Neues Leben. Die Bibel

Krieg mit Moab, Ammon und Edom

1 Danach zogen die Moabiter, Ammoniter und einige der Mëuniter gegen Joschafat in den Krieg.
2 Boten kamen und meldeten Joschafat: »Ein riesiges Heer aus Edom, vom anderen Ufer des Meeres, marschiert auf dich zu. Sie sind bereits in Hazezon-Tamar«, ein anderer Name für En-Gedi.
3 Joschafat fürchtete sich und betete zum Herrn. Er ließ in ganz Juda ein Fasten anordnen.
4 Aus allen Städten im Land strömten die Menschen zusammen, um den Herrn zu suchen, auch aus allen Städten Judas.
5 Im neuen Vorhof im Haus des Herrn trat Joschafat vor das Volk von Juda und Jerusalem.
6 Er betete: »Herr, Gott unserer Vorfahren, du bist der Gott, der im Himmel wohnt. Du bist Herr über alle Reiche auf Erden. Du bist groß und mächtig; keiner kann dir standhalten!
7 Unser Gott, hast du nicht die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk der Israeliten vertrieben? Und hast du dieses Land nicht für immer den Nachkommen deines Freundes Abraham geschenkt?
8 Dein Volk hat sich hier niedergelassen und dir diesen Tempel gebaut, damit dein Name darin geehrt wird. Die Menschen sagten:
9 `Immer, wenn uns ein Unglück droht wie Krieg, Strafgericht, Krankheit oder Hungersnot, dann dürfen wir in deiner Gegenwart vor dieses Haus treten, wo dein Name verehrt wird. Wir dürfen dich um Rettung anflehen und du wirst uns hören und uns helfen.´
10 Nun sieh, was die Heere aus Ammon, Moab und vom Gebirge Seïr tun. Du hast unseren Vorfahren verboten, in diese Länder einzudringen, als sie Ägypten verließen, deshalb sind sie ihnen ausgewichen und haben sie nicht verwüstet.
11 Nun sieh, wie sie es uns vergelten! Denn sie sind gekommen, um uns aus unserem Land, das du uns als Erbe gegeben hast, zu vertreiben.
12 Unser Gott, willst du sie nicht dafür bestrafen? Wir können nichts gegen dieses riesige Heer ausrichten, das uns angreifen will. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, aber unsere Augen sind ganz auf dich gerichtet.«
13 Das ganze Volk von Juda, mit allen Männern, Frauen und Kindern, stand vor dem Herrn.
14 Da kam mitten in der Versammlung der Geist des Herrn auf Jahasiël; er war ein Sohn Secharjas und Enkel von Benaja, dessen Vater Jehiël und dessen Großvater Mattanja gewesen war; ein Levit und Nachkomme Asafs.
15 Jahasiël rief: »Hört, König Joschafat und auch ihr Leute von Juda und Einwohner Jerusalem. So spricht der Herr zu euch: `Habt keine Angst und verliert nicht den Mut angesichts dieses riesigen Heeres, denn nicht ihr kämpft diesen Kampf, sondern Gott.
16 Morgen sollt ihr ihnen entgegenziehen. Sie kommen über die Anhöhe von Ziz herauf und am Ende des Tales vor der Wüste von Jeruël werdet ihr auf sie treffen.
17 Doch ihr werdet diese Schlacht nicht kämpfen müssen. Geht in Stellung; dann verhaltet euch still und seht, wie der Herr siegt. Er ist mit euch, Einwohner Judas und Jerusalems. Habt keine Angst und lasst den Mut nicht sinken. Zieht ihnen morgen entgegen, denn der Herr ist bei euch!«
18 König Joschafat verbeugte sich tief, und alle Menschen aus dem Gebiet von Juda und aus Jerusalem taten es ihm nach und beteten den Herrn an.
19 Dann erhoben sich die Leviten von den Nachkommen von Kehat und Korach und begannen, den Herrn, den Gott Israels, mit sehr lauter Stimme zu loben.
20 Früh am nächsten Morgen machten sie sich auf und zogen hinaus in die Wüste von Tekoa. Auf dem Weg sagte Joschafat zu ihnen: »Hört mir zu, Männer aus Juda und Jerusalem! Glaubt an den Herrn, euren Gott, dann werdet ihr siegen. Glaubt seinen Propheten, und es wird euch gelingen!«
21 Nachdem er sich mit dem Volk beraten hatte, ernannte der König Sänger, die in heiligem Schmuck dem Heer vorangehen und dem Herrn singen und seine Herrlichkeit preisen sollten. Sie sangen: »Dankt dem Herrn; denn seine Gnade bleibt ewig bestehen!«
22 In dem Augenblick, in dem sie anfingen zu singen und Gott zu loben, ließ der Herr die Heere von Ammon, Moab und aus dem Gebirge Seïr, die Juda angriffen, in einen Hinterhalt laufen, und sie wurden geschlagen.
23 Die Heere von Moab und Ammon griffen ihre Bundesgenossen aus dem Gebirge Seïr an und töteten sie. Danach kämpften sie gegeneinander.
24 So kam es, dass die Männer aus Juda, als sie zu ihrem Aussichtspunkt in der Wüste gelangten und nach dem Heer Ausschau hielten, nur noch Leichen auf dem Boden liegen sahen. Nicht ein einziger war entkommen.
25 König Joschafat und seine Männer schwärmten aus, um die Beute einzusammeln. Sie fanden große Mengen an Ausrüstung, Kleidung1 und andere wertvolle Gegenstände - mehr als sie fortschaffen konnten. Ihre Beute war so groß, dass sie drei Tage brauchten, um sie zusammenzutragen.
26 Am vierten Tag versammelten sie sich im Lobetal2, das seinen Namen jenem Tag verdankt, weil das Volk dort den Herrn lobte und ihm dankte. Noch heute trägt es diesen Namen.
27 Dann kehrte das ganze Heer nach Jerusalem zurück mit Joschafat an der Spitze, und sie waren glücklich, denn der Herr hatte ihnen Freude am Sieg über ihre Feinde geschenkt.
28 Unter dem Klang von Harfen, Zithern und Trompeten zogen sie in Jerusalem ein und marschierten bis zum Haus des Herrn.
29 Als die Könige der umliegenden Reiche hörten, dass der Herr selbst gegen die Feinde Israels gekämpft hatte, kam der Schrecken Gottes über sie.
30 Und so herrschte Frieden in Joschafats Reich, denn sein Gott schenkte ihm ringsum Ruhe.

Zusammenfassung von Joschafats Herrschaft

31 Und so herrschte Joschafat über das Gebiet von Juda. Er war 35 Jahre alt, als er König wurde, und regierte 25 Jahre in Jerusalem. Seine Mutter war Asuba, die Tochter von Schilhi.3
32 Joschafat folgte ganz dem Vorbild seines Vaters Asa und wich nicht davon ab. Er verhielt sich so, wie es dem Herrn gefiel.
33 Nur die Höhenheiligtümer wurden nicht abgerissen, denn das Volk diente noch nicht von ganzem Herzen dem Gott seiner Vorfahren.
34 Die übrigen Ereignisse während Joschafats Regierungszeit sind in dem Bericht Jehus, des Sohnes Hananis, beschrieben, der im Buch der Könige Israels enthalten ist.
35 Später schloss König Joschafat von Juda einen Bund mit König Ahasja von Israel, der ihn dazu verleitete, Unrecht zu tun.
36 Gemeinsam bauten sie im Hafen von Ezjon-Geber eine Flotte von Handelsschiffen, die nach Tarsis fahren sollten.
37 Daraufhin weissagte Eliëser, der Sohn Dodawas von Marescha, gegen Joschafat. Er sagte: »Weil du dich mit König Ahasja verbündet hast, wird der Herr dein Werk zunichte machen.« Und tatsächlich wurden die Schiffe zerstört und setzten niemals Segel nach Tarsis.
1 20,25 O. Leichen.
2 20,26 Hebr. Tal von Beracha.
3 20,31-33 Vgl. 1. Könige 22,42-44.
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