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Lutherbibel 2017

Hoffnung für Alle

Einheitsübersetzung 2016

Das Ende von Königtum und Gottesdienst

1 Israel war ein üppiger Weinstock, der seine Frucht trägt. Je mehr Früchte er hatte, desto mehr Altäre machten sie. Je besser sein Land, desto prächtiger die Steinmale.
2 Ihr Herz ist falsch; nun müssen sie ihre Schuld büßen. Er selbst zerbricht ihre Altäre, zerstört ihre Steinmale.
3 Schon müssen sie sagen: Wir haben keinen König, denn wir fürchteten den HERRN nicht. Und ein König, was könnte der uns schon helfen?
4 Viele Worte machen, Meineide schwören, Bündnisse schließen: So grünt das Recht wie giftiges Kraut in allen Furchen im Felde.
5 Die Einwohner von Samaria suchen Schutz beim Kalb von Bet-Awen. Sein Volk trauert darum, aber seine Pfaffen jubeln über seine Herrlichkeit; doch sie wird ihm genommen.
6 Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht als Geschenk für den Großkönig. Ephraim trägt Schande davon, und Israel wird zuschanden an seinem Plan.
7 Dahin ist Samaria; sein König gleicht einem Zweig auf dem Wasser.
8 Die Höhen des Frevels werden verwüstet, auf denen sich Israel versündigte; Dornen und Disteln wachsen auf ihren Altären. Dann werden sie sagen zu den Bergen: Bedeckt uns!, und zu den Hügeln: Fallt über uns!
9 Israel, du hast seit den Tagen von Gibea gesündigt; dabei sind sie geblieben. Wird darum nicht in Gibea der Krieg über sie kommen wegen der bösen Leute?
10 Ich werde sie züchtigen nach meinem Willen; Völker sollen gegen sie versammelt werden, denn sie sind verstrickt in ihre doppelte Schuld.
11 Ephraim war eine junge Kuh, daran gewöhnt, gern zu dreschen. Als ich an ihrem kräftigen Nacken vorüberging, spannte ich Ephraim ein; Juda sollte pflügen, Jakob eggen.
12 Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
13 Ihr aber habt Frevel gepflügt, Übel geerntet und Lügenfrüchte gegessen. Weil du dich auf deine Wagen verlässt und auf die Menge deiner Helden,
14 darum soll sich ein Getümmel erheben in deinem Volk, dass alle deine Festungen zerstört werden, gleichwie Schalman am Tage der Schlacht Bet-Arbeel zerstörte, als die Mutter zerschmettert wurde samt den Kindern.
15 So soll's euch zu Bethel auch ergehen um eurer großen Bosheit willen. Beim Morgengrauen ist völlig vernichtet der König Israels.

Die Folgen des Götzendienstes

1 Israel war wie ein prächtiger Weinstock mit vielen Früchten. Ja, die Israeliten hatten es gut! Je besser es ihnen ging, desto mehr Altäre bauten sie. Je größer der Wohlstand im Land wurde, desto schöner verzierten sie die heiligen Steinsäulen.
2 Doch ihr Herz gehörte nicht mehr dem Herrn. Darum müssen sie nun die Folgen tragen: Der Herr reißt ihre Altäre nieder und zerschlägt ihre heiligen Steinsäulen!
3 Bald werden sie sagen: »Wir haben keinen König mehr, weil wir keine Ehrfurcht vor dem HERRN hatten. Doch was könnte ein König jetzt noch für uns tun?«
4 Ja, sie haben recht, denn die Könige haben nur leere Reden geschwungen, falsche Eide geschworen und eigenmächtig Bündnisse geschlossen! Im ganzen Land lassen sie das Unrecht wuchern wie giftiges Unkraut im Getreidefeld.
5 Die Einwohner von Samaria werden sich Sorgen machen um das goldene Kalb von Bet-Awen. Das Volk wird trauern, und die Götzenpriester werden jammern, wenn es mit all seiner Pracht von dort weggeführt wird.
6 Ja, das goldene Kalb wird nach Assyrien gebracht – als Geschenk für seinen mächtigen König. Dann verspottet man die Leute von Ephraim; sie stehen beschämt da, weil sie sich so verrechnet haben.
7 Samaria, die Stadt des Königs, wird zerstört, und der König wird von den Feinden weggeführt, so hilflos, wie ein Zweig den Fluss hinuntertreibt.
8 Die Opferstätten, wo die Israeliten Sünde um Sünde begingen, werden verwüstet, die Altäre von Dornen und Disteln überwuchert. Wer überlebt, wird sich wünschen, dass die Berge auf ihn herabstürzen und die Hügel ihn unter sich begraben.
9 Der Herr sagt: »Seit damals in Gibea1 ladet ihr immer wieder Schuld auf euch, ihr Israeliten! Bis heute hat sich das nicht geändert. Ihr seid widerspenstig und lehnt euch ständig gegen mich auf, deshalb wird man dort in Gibea Krieg gegen euch führen!
10 Ich selbst werde euch zur Rechenschaft ziehen, ich werde fremde Völker zusammenrufen, die euch für eure doppelte Schuld bestrafen!
11 Mein Volk glich einer jungen Kuh, die gewohnt war, Getreide zu dreschen; sie tat es gern. Als ich an ihr vorüberkam und ihren starken Nacken sah, wollte ich sie ins Joch spannen: Juda sollte pflügen, Israel2 eggen.
12 Ich sagte zu ihnen: ›Wenn ihr Gerechtigkeit sät, werdet ihr meine Liebe und Treue ernten. Fangt ganz neu an wie ein Bauer, der ein brachliegendes Feld zum ersten Mal wieder bestellt! Denn die Zeit ist da, mich, den HERRN, zu suchen. Dann werde ich kommen und Gutes vom Himmel für euch regnen lassen.‹
13 Doch ihr habt Unrecht gesät und Unheil geerntet! Ihr seid Lügen aufgesessen und müsst nun die Folgen tragen! Ihr seid eure eigenen Wege gegangen und habt auf euer großes Heer vertraut.
14 Darum wird man das Kriegsgeschrei gegen euch anstimmen und alle eure Festungen dem Erdboden gleichmachen. Es wird euch gehen wie der Stadt Bet-Arbeel, die Schalman in der Schlacht verwüstete: Kleine Kinder wurden zerschmettert und ihre Mütter gleich noch dazu.
15 Dasselbe Schicksal lasse ich über euch kommen, o ihr Leute von Bethel! Mit eurer abgrundtiefen Bosheit habt ihr es euch selbst eingebracht. An diesem Tag wird Israels König vernichtet, noch ehe die Sonne am Himmel steht.«
1 Vgl. Richter 19,22-30.
2 Wörtlich: Jakob. – Der Name von Israels Stammvater wird häufig auch für das Volk Israel gebraucht.

Verlust von König und Kultorten

1 Israel war ein üppiger Weinstock, der seine Frucht brachte. Je fruchtbarer er war, desto zahlreicher machte man die Altäre. Je schöner sein Land wurde, umso schöner schmückten sie die Steinmale.
2 Ihr Herz ist geteilt, jetzt müssen sie büßen: Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen, ihre Steinmale verwüsten.
3 Dann werden sie sagen: Wir haben keinen König mehr; denn wir haben den HERRN nicht gefürchtet. Aber auch ein König - was könnte er für uns tun?
4 Sprüche machen, Meineide schwören, Bündnisse schließen; und die Rechtsprechung wuchert wie das giftige Unkraut in den Ackerfurchen.
5 Um das Kalb von Bet-Awen müssen die Bewohner von Samaria zittern, ja, es trauert darum sein Volk, seine Priester jubeln noch über seine Herrlichkeit - doch sie ist weg von ihm in die Verbannung gezogen.
6 Auch das Kalb wird nach Assur gebracht als Geschenk für den König, der das Gericht vollziehen wird. Efraim erntet Schande, Israel wird zuschanden wegen seiner Ratschläge.
7 Vernichtet ist Samaria, sein König - wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser.
8 Verwüstet werden die Kulthöhen von Awen, die Sünde Israels: Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern. Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu! und zu den Hügeln: Fallt auf uns!

Die bevorstehende Niederlage

9 Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Sie sind seither nicht anders geworden. Wird sie nicht wie in Gibea der Krieg gegen die Kinder des Verbrechens einholen?
10 Ich bin entschlossen, sie zu züchtigen. Und Völker werden sich gegen sie versammeln, denn sie sind verstrickt in ihre doppelte Schuld.
11 Efraim war ein gelehriges Rind, willig zum Dreschen. Als ich vorbeikam an seinem kräftigen Nacken, spannte ich Efraim ein: Juda sollte pflügen; Jakob für sich eggen:
12 Sät für euch in Gerechtigkeit, erntet in Liebe! Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den HERRN zu suchen; dann wird er kommen und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.
13 Ihr aber habt Frevel eingepflügt; darum habt ihr Verbrechen geerntet und die Frucht der Lüge gegessen. Du hast auf deine Wege vertraut und auf die Menge deiner Krieger;
14 darum erhebt sich Kriegslärm gegen dein Volk und alle deine Festungen werden zerstört, wie Schalman im Krieg Bet-Arbeel zerstörte, am Tag der Schlacht, an dem man die Mutter niederstreckte über ihren Kindern.
15 Das also hat euch Bet-El eingebracht wegen der Bosheit eurer Bosheit. Zur Zeit der Morgenröte wird der König von Israel völlig vernichtet.
1 Vgl. Richter 19,22-30.
2 Wörtlich: Jakob. – Der Name von Israels Stammvater wird häufig auch für das Volk Israel gebraucht.
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