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Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Neue evangelistische Übersetzung

Jesaja ruft den König Ahas zum Glauben

1 Es begab sich zur Zeit des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda, da zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, herauf nach Jerusalem, um es zu bekämpfen; sie konnten es aber nicht erobern.
2 Da wurde dem Hause David angesagt: Die Aramäer haben sich gelagert in Ephraim. Da bebte ihm das Herz und das Herz seines Volks, wie die Bäume im Walde beben vom Winde.
3 Aber der HERR sprach zu Jesaja: Geh hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, an der Straße beim Acker des Walkers,
4 und sprich zu ihm: Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen beiden Brandscheiten, die nur noch rauchen, dem glühenden Zorn Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas.
5 Weil die Aramäer gegen dich Böses ersonnen haben samt Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen:
6 »Wir wollen hinaufziehen nach Juda und es in Schrecken versetzen und für uns erobern und zum König darin machen den Sohn Tabeals«, –
7 so spricht Gott der HERR: Das soll nicht bestehen und wird nicht geschehen.
8 Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin – und in fünfundsechzig Jahren soll es mit Ephraim aus sein, dass sie nicht mehr ein Volk seien.
9 Und das Haupt von Ephraim ist Samaria, und das Haupt von Samaria ist der Sohn Remaljas. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.

Das Zeichen des Immanuel und das Strafgericht durch die Assyrer

10 Und der HERR redete abermals zu Ahas und sprach:
11 Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei drunten in der Tiefe oder droben in der Höhe!
12 Aber Ahas sprach: Ich will's nicht fordern, damit ich den HERRN nicht versuche.
13 Da sprach Jesaja: Wohlan, so hört, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen?
14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.
15 Butter und Honig wird er essen, bis er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen.
16 Denn ehe der Knabe weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen, wird das Land verödet sein, vor dessen zwei Königen dir graut.
17 Der HERR wird über dich, über dein Volk und über deines Vaters Haus Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit der Zeit, da Ephraim sich von Juda schied, nämlich durch den König von Assyrien.
18 Zu der Zeit wird der HERR herbeipfeifen die Fliege am Ende der Ströme Ägyptens und die Biene im Lande Assur,
19 dass sie kommen und sich alle niederlassen in den tiefen Tälern und in den Steinklüften und in allen Hecken und an jeder Tränke.
20 Zu der Zeit wird der Herr das Haupt und die Haare am Leib scheren und den Bart abnehmen durch das Schermesser, das gedungen ist jenseits des Stroms, durch den König von Assyrien.
21 Zu der Zeit wird ein Mann eine junge Kuh und zwei Schafe aufziehen
22 und wird so viel zu melken haben, dass er Butter essen wird; denn Butter und Honig wird essen, wer übrig bleiben wird im Lande.
23 Und es wird zu der Zeit geschehen: Wo jetzt tausend Weinstöcke stehen, tausend Silberstücke wert, da werden Dornen und Disteln sein,
24 dass man mit Pfeil und Bogen dahin gehen muss. Denn im ganzen Lande werden Dornen und Disteln sein,
25 dass man auch zu all den Bergen, die man jetzt mit der Hacke zu behacken pflegt, nicht kommen kann aus Scheu vor Dornen und Disteln, sondern man wird Rinder darüber treiben und Schafe es zertreten lassen.

Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel

1 Und es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda, da zog Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn des Remalja, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf gegen es; aber er konnte nicht gegen es kämpfen.
2 Als nun dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat sich auf dem Gebiet von Ephraim niedergelassen, da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben.
3 Der HERR aber sprach zu Jesaja: Geh doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub1, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes,
4 und sage ihm: Hüte dich und halte dich ruhig! Fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen beiden Stummeln, diesen qualmenden Holzstücken, nämlich vor der Zornglut Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas!
5 Weil Aram Böses gegen dich beschlossen hat ebenso wie Ephraim und der Sohn des Remalja, indem sie sagen:
6 "Lasst uns gegen Juda hinaufziehen und ihm Grauen einjagen2 und es für uns erobern3 und dort den Sohn des Tabeal zum König machen!",
7 so spricht der Herr, HERR: Es wird nicht zustande kommen und nicht geschehen.
8 Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin - und noch 65 Jahre, dann ist Ephraim zerschlagen, dann ist es kein Volk mehr -,
9 und das Haupt von Ephraim ist Samaria und das Haupt von Samaria ist der Sohn des Remalja. Glaubt ihr nicht, dann bleibt ihr nicht4!
10 Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach:
11 Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es5 oder oben in der Höhe!
12 Ahas aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht prüfen.
13 Da sprach er6: Hört doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüdet?
14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau7 wird schwanger werden und8 einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel9 nennen.
15 Rahm10 und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen.
16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut.
17 Der HERR wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim sich von Juda getrennt hat11: den König von Assur.
18 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der HERR die Fliege, die am Ende der Ströme12 Ägyptens, und die Biene, die im Land Assur ist, herbeipfeifen.
19 Dann werden sie kommen und sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und in den Spalten der Felsen, in allen Dornsträuchern und an allen Tränkplätzen.
20 An jenem Tag wird der Herr durch das Schermesser, das auf der anderen Seite des Stromes angeheuert wurde, nämlich durch den König von Assur, das Haupt scheren und das Haar der Beine13, ja, auch den Bart wird es wegnehmen.
21 An jenem Tag wird es geschehen, da wird einer14 eine junge Kuh und zwei Schafe15 am Leben erhalten.
22 Und es wird geschehen, wegen der Menge der Milch, die sie geben, wird er Rahm16 essen, ja, Rahm und Honig wird jeder essen, der im Land übrig geblieben ist.
23 Und es wird an jenem Tag geschehen, dass jeder Ort, wo tausend Weinstöcke im Wert von tausend Silberschekeln stehen, den Dornen und Disteln gehört.
24 Nur mit Pfeilen und Bogen wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land werden.
25 Und auf alle Berge, die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort sein, an den man Rinder treibt und der von Schafen zertreten wird.
1 d. h. ein Rest kehrt um; vgl. Kap. 10,21
2 o. es auseinanderreißen
3 w. aufbrechen; o. spalten; gemeint sind die Mauern von Jerusalem
4 w. Wenn ihr mich nicht als zuverlässig anseht, werdet ihr euch nicht als zuverlässig erweisen; im Hebr. ein starker Gleichklang der Wörter
5 3 griech. Üs. lesen: In der Tiefe der Totenwelt
6 d. h. Jesaja
7 o. die junge Frau, das Mädchen
8 o. ist schwanger und wird
9 d. h. Gott mit uns
10 o. dicke Milch; o. Butter
11 w. Ephraim von Juda abgewichen ist
12 Das hebr. Wort bezeichnet die Kanäle und Arme des Nil.
13 w. Haar der Füße; verhüllende Rede für "Schamhaare"
14 o. jeder
15 o. Ziegen
16 o. dicke Milch; o. Butter

Der Herr wendet die drohende Gefahr von Jerusalem ab

1 Als Ahas, der Sohn Jotams und Enkel Usijas, König von Juda war, versuchten König Rezin von Syrien und König Pekach von Israel, der Sohn Remaljas, Jerusalem zu erobern. Doch sie konnten die Stadt nicht einnehmen.
2 Dem Königshaus wurde gemeldet: »Syrische Truppen sind in Israel angekommen.« Der judäische König und das Volk zitterten vor Angst wie Bäume im Sturm.
3 Da gab der HERR dem Propheten Jesaja den Auftrag: »Geh mit deinem Sohn Schear-Jaschub (›Ein Rest kehrt um‹) König Ahas entgegen. Du wirst ihn am Ende der Wasserleitung antreffen, die vom oberen Teich herkommt, an der Straße zu dem Feld, auf dem die Tuchmacher ihre Stoffe bleichen.
4 Sag ihm, er soll nichts Unüberlegtes tun, sondern Ruhe bewahren. Ermutige ihn mit dieser Botschaft: Hab keine Angst und lass dich nicht einschüchtern! Rezin und der Sohn von Remalja stürmen zwar wutschnaubend mit ihren Heeren gegen dich heran, doch sie sind nichts als verkohlte, qualmende Holzstummel.
5 Der syrische und der israelitische König haben sich einen bösen Plan ausgedacht.
6 Die beiden sagen: ›Wir wollen nach Juda hinaufziehen. Erst schüchtern wir die Leute ein, dann erobern wir Jerusalem, und zuletzt machen wir den Sohn von Tabeal zu ihrem neuen König.‹
7 Aber ich, der HERR, sage: Daraus wird nichts! Es wird ihnen nicht gelingen!
8 Damaskus bleibt auch weiterhin nur die Hauptstadt von Syrien, Rezin muss seine Eroberungspläne aufgeben. Und das Königreich Israel wird nur noch 65 Jahre bestehen; dann wird es das Volk nicht mehr geben.
9 Bis dahin bleibt Samaria Hauptstadt, und der Sohn von Remalja muss sich mit der Herrschaft über Israel begnügen. Vertraut jetzt mir, dem Herrn! Wenn ihr nicht fest im Glauben steht, dann könnt ihr überhaupt nicht bestehen!«

Der Herr gibt Ahas ein Zeichen

10 Kurz darauf ließ der HERR wieder eine Botschaft an König Ahas überbringen:
11 »Fordere von mir, dem HERRN, deinem Gott, ein Zeichen; ich will dir mein Versprechen bestätigen. Verlang, was du willst: ein Zeichen hoch oben am Himmel oder aus der Tiefe der Totenwelt.«
12 Doch Ahas wehrte ab: »Nein, nein, darauf lasse ich mich nicht ein! Ich will den HERRN nicht auf die Probe stellen.«
13 Aber Jesaja erwiderte: »Hört, ihr vom Königshaus! Reicht es euch nicht, dass ihr den Menschen zur Last fallt? Müsst ihr auch noch meinem Gott zur Last fallen?
14 Jetzt gibt euch der Herr von sich aus ein Zeichen: Die junge Frau1 wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Immanuel (›Gott ist mit uns‹) wird sie ihn nennen.
15 Nur von Butter und Honig ernährt er sich, bis er alt genug ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
16 Doch ehe der Junge dieses Alter erreicht, werden die Länder der beiden Könige, vor denen du so schreckliche Angst hast, verwüstet sein.«

Auch Juda wird verwüstet werden

17 »Aber auch für dich, deine Familie und dein Volk wird der HERR schlimme Zeiten anbrechen lassen. Sie werden schrecklicher sein als alles, was geschehen ist, seit sich Israel von Juda trennte. Das Unglück kommt in Gestalt des Königs von Assyrien.
18 Der HERR wird die Feinde herbeipfeifen. Wie ein Fliegenschwarm kommen sie von den weit entfernten Nilarmen, aus Assyrien ziehen sie heran und bedecken das Land wie ein riesiges Bienenvolk.
19 Überall lassen sie sich nieder: in steilen Schluchten und engen Felsspalten, in den Dornenhecken und an jeder Wasserstelle.
20 Dann wird der Herr den assyrischen König von der anderen Seite des Euphrat ins Land holen und als ›Rasiermesser‹ benutzen. Er wird euch die Haare am Kopf und am ganzen Körper abrasieren, selbst den Bart schneidet er ab, so dass ihr in Schimpf und Schande dasteht.
21 In dieser Zeit wird jede Familie nur eine junge Kuh und zwei Ziegen besitzen.
22 Die aber werden so viel Milch geben, dass man Butter daraus machen kann. Wer überlebt hat und im Land bleiben konnte, wird sich von Butter und Honig ernähren.
23 Die großen Weinberge mit ihren tausend Weinstöcken, jeder einzelne ein Silberstück wert, sind dann mit Dornengestrüpp und Unkraut überwuchert.
24 So verwildert das Land. Man geht dort nur noch hin, um mit Pfeil und Bogen zu jagen.
25 Die fruchtbaren Berghänge, die man heute mit der Hacke bearbeitet, verwandeln sich in ein unwegsames Dickicht aus Dornengestrüpp und Unkraut. Jeder meidet diese Gegend. Nur Rinder, Schafe und Ziegen treibt man zum Weiden dorthin.«
1 Oder: Jungfrau.
2 o. es auseinanderreißen
3 w. aufbrechen; o. spalten; gemeint sind die Mauern von Jerusalem
4 w. Wenn ihr mich nicht als zuverlässig anseht, werdet ihr euch nicht als zuverlässig erweisen; im Hebr. ein starker Gleichklang der Wörter
5 3 griech. Üs. lesen: In der Tiefe der Totenwelt
6 d. h. Jesaja
7 o. die junge Frau, das Mädchen
8 o. ist schwanger und wird
9 d. h. Gott mit uns
10 o. dicke Milch; o. Butter
11 w. Ephraim von Juda abgewichen ist
12 Das hebr. Wort bezeichnet die Kanäle und Arme des Nil.
13 w. Haar der Füße; verhüllende Rede für "Schamhaare"
14 o. jeder
15 o. Ziegen
16 o. dicke Milch; o. Butter

Das Zeichen des Immanuël

1 Als Ahas Ben-Jotam, der Enkel von Usija, König über Juda war,1 zogen die Könige Rezin von Syrien und Pekach Ben-Remalja von Israel gegen Jerusalem.2 Sie griffen die Stadt an, konnten sie aber nicht erobern.
2 Schon als dem Königshaus gemeldet wurde, dass die syrischen Truppen im Gebiet von Efraïm3 stünden, fürchteten sich der König und sein ganzes Volk. Sie zitterten wie vom Sturm geschüttelte Bäume im Wald.
3 Da sagte Jahwe zu Jesaja: "Geh mit deinem Sohn Schear-Jaschub4 hinaus auf die Straße, die zu dem Feld führt, wo die Tuchmacher ihre Stoffe bleichen, an das Ende der Wasserleitung beim oberen Teich. Dort wirst du König Ahas treffen.
4 Sag zu ihm: 'Bleib ruhig und handle nicht unüberlegt. Hab keine Angst vor Rezin und Ben-Remalja5 und ihrem Zorn. Es sind nur qualmende Brennholzstummel.
5 Weil die Syrer unter Rezin und die Efraïmiten unter Ben-Remalja den bösen Plan geschmiedet haben,
6 nach Juda zu ziehen, den Leuten dort Angst einzujagen, ihr Land in Besitz zu nehmen und den Sohn von Tabeal als König einzusetzen,
7 sagt Jahwe, der Herr: Das wird nicht zustande kommen, / das wird nicht geschehen.
8 Damaskus wird nur Syriens Hauptstadt bleiben, / und Rezin nur dort König sein.6 Es dauert nur noch 65 Jahre, / dann wird auch Efraïm zerschlagen sein / und als Volk nicht mehr bestehen.7
9 Bis dahin ist Samaria nur noch die Hauptstadt von Efraïm, / und Ben-Remalja muss mit Samaria zufrieden sein. / Hat euer Glaube keinen Bestand, werdet auch ihr nicht bestehen!'"
10 Jahwe sprach weiter zu Ahas und ließ ihm sagen:
11 "Fordere dir ein Zeichen zur Bestätigung von Jahwe, deinem Gott, ganz gleich ob aus der Höhe des Himmels oder der Tiefe der Totenwelt."
12 Doch Ahas erwiderte: "Nein, ich will kein Zeichen verlangen, ich will Jahwe nicht auf die Probe stellen."
13 Da sagte Jesaja: "Hört zu, ihr vom Königshaus! Reicht es euch nicht, dass ihr den Menschen zur Last fallt? Müsst ihr auch noch die Geduld meines Gottes strapazieren?
14 Deshalb wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Seht, die unberührte junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den sie Immanuël (Gott mit uns) nennt.8
15 Er wird Dickmilch9 und Honig essen, bis er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen.
16 Und bevor er alt genug ist, Gut und Böse zu unterscheiden, wird das Land der beiden Könige verwüstet sein, vor denen dir jetzt graut.10
17 Aber Jahwe wird über dich, dein Volk und deine Familie eine Unglückszeit kommen lassen, wie es sie seit der Trennung Efraïms von Juda11 nicht gegeben hat. Das Unglück wird der König von Assyrien sein.
18 An dem Tag wird Jahwe sowohl den Fliegenschwarm aus dem Nildelta von Ägypten als auch den Bienenschwarm aus Assyrien herbeipfeifen.
19 Sie werden kommen und sich überall niederlassen: in Talschluchten und Felsspalten, in Dornenhecken und an jeder Wasserstelle.
20 Dann wird der Herr das Schermesser kommen lassen, das er auf der anderen Seite des Euphrat in Dienst genommen hat, nämlich den König von Assyrien, und euch den Kopf, die Schamhaare und den Bart abscheren.12
21 Wenn diese Zeit kommt, wird jeder nur noch eine Kuh und zwei Ziegen haben.
22 Aber die werden so viel Milch geben, dass jeder Dickmilch essen muss. Denn von Dickmilch und Honig muss jeder leben, der im Land übrig geblieben ist.
23 Dann wird jeder Weinberg den Dornen und Disteln gehören, selbst solche, die 1000 Weinstöcke haben, von denen jeder ein Silberstück13 wert war.
24 Nur mit Pfeil und Bogen wird man noch dorthin gehen, denn all das Land wird voller Dornen und Disteln sein.
25 Und die Berghänge, die man jetzt noch mit der Hacke bestellt, wird niemand mehr betreten, weil sie sich in Dornengestrüpp und Disteln verwandelt haben. Nur Rinder und Kleinvieh treibt man noch dorthin."
1 Offenbar war er schon 735 v.Chr. Mitregent geworden, siehe 2. Könige 15,27.
2 Die Invasion von Rezin und Pekach 735/34 v.Chr. ist als syrisch-efraïmitischer Krieg bekannt.
3 Einflussreichster Stamm im Nordreich Israels. Sein Name kann für das ganze Nordreich stehen.
4 Das heißt: Ein Rest kehrt um.
5 Das ist Pekach, der Sohn Remaljas. Er herrschte von 740 bis 732 v.Chr. (seit 752 Mitregent) über Israel.
6 Syrien wurde schon zwei Jahre später unterworfen (732 v.Chr.).
7 Schon 722 v.Chr., 12 Jahre nach der Weissagung Jesajas, wurde das Nordreich Israel von den Assyrern erobert. Am Ende der Regierungszeit Asarhaddons, 669 v.Chr., war die aggressive Umsiedlungspolitik der Assyrer beendet und es lebten fremde Völker im Gebiet des Nordreiches Israel.
8 Wird im Neuen Testament von Matthäus zitiert: Matthäus 1,23. Siehe auch die Anmerkung zu Jesaja 7,16.
9 Überfluss an Milch war in diesem Fall kein gutes, sondern ein schlechtes Zeichen (Vers 22!). Durch die Verwüstung des Landes fehlten die normalen Agrarprodukte.
10 Die Prophezeiung weist zunächst auf ein Mädchen im Umfeld des Königs, das in Kürze heiraten, schwanger werden und ein Kind namens Immanuël zur Welt bringen wird. Zweieinhalb Jahre später, im Jahr 732 v.Chr., als dieses Kind noch ein kleiner Junge war, zerstörte Tiglat-Pileser III. Damaskus. Damit war der Bund zwischen Syrien und Israel zerbrochen und die Gefahr für Juda erst einmal gebannt. Als der Junge 12/13 Jahre alt war und auf das Gesetz verpflichtet wurde (zwischen Gut und Böse wählen konnte), 722 v.Chr., war auch das Nordreich Israel von den Assyrern erobert. Die eigentliche Erfüllung ist jedoch die Schwangerschaft der Jungfrau Maria und die Geburt von Jesus, unserem Herrn (Matthäus 1,21-23).
11 Die Trennung des Nordreiches Israel (Efraïm) von Juda geschah nach Salomos Tod 931 v.Chr., also fast 200 Jahre vorher.
12 Als Zeichen der Demütigung.
13 Wörtlich: Schekel zu je 11 g wie 1. Mose 23,15.
14 o. jeder
15 o. Ziegen
16 o. dicke Milch; o. Butter
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