Hilfe

Gute Nachricht Bibel

Elberfelder Bibel

Neue Genfer Übersetzung

Neue evangelistische Übersetzung

Dank und Gelöbnis

1 Ein Lied Davids.
2 Unbeirrt habe ich auf den Herrn gehofft, auf seine Hilfe habe ich gewartet. Er hat mein Schreien gehört und hat mir geholfen.
3 Ich sah mich schon im Grabe liegen, ich sah mich im Sumpf versinken; doch er hat mich herausgezogen und mich auf Felsengrund gestellt. Jetzt kann ich wieder sichere Schritte tun.
4 Ein neues Lied hat er mir in den Mund gelegt, mit dem ich ihn preisen kann, ihn, unseren Gott. Viele sollen es hören und sehen; dann nehmen sie den Herrn wieder ernst und schenken ihm ihr Vertrauen.1
5 Wie glücklich ist, wer ganz auf den Herrn vertraut und sich an keine anderen Mächte2 bindet, die nur in die Irre führen.
6 Herr, mein Gott! Du hast so viel für uns getan; niemand ist wie du! Deine Pläne, deine wunderbaren Taten – wenn ich sie alle aufzählen wollte, ich käme nie an ein Ende!
7 Aus Opfern und Gaben machst du dir nichts,3 Brandopfer und Sühneopfer verlangst du nicht von mir. Aber du hast mir Ohren gegeben, um auf dich zu hören!
8-9 Darum sage ich: Mein Gott, ich bin bereit, zu tun, was du von mir erwartest, so wie es für mich aufgeschrieben ist im Buch des Gesetzes. Ich freue mich über dein Gesetz und trage es in meinem Herzen.
10 Vor der ganzen Gemeinde will ich erzählen, wie treu du deine Zusagen einlöst.4 Ich höre niemals auf, davon zu reden; du weißt es, Herr!
11 Was du getan hast, behalte ich nicht für mich, ich bezeuge es allen, dass du treu bist und hilfst. Ich will der Gemeinde nicht verschweigen, wie gütig und zuverlässig du bist.
12 Herr, du wirst mir dein Erbarmen nicht entziehen. Deine Güte und Treue werden mich stets bewahren.
13 Von allen Seiten überfällt mich das Unglück;5 ich kann nicht zählen, wie oft es zuschlägt. Meine Verfehlungen haben mich eingeholt; ich kann nichts anderes mehr sehen, ich habe mehr davon als Haare auf dem Kopf. Darum habe ich allen Mut verloren.
14 Sei gnädig, Herr, rette mich, komm, hilf mir bald!
15 Schimpf und Schande komme über alle, die mir nach dem Leben trachten! Zurückweichen sollen sie und zuschanden werden, alle, die an meinem Unglück Freude haben!
16 Sie sollen sich entsetzen über ihre Schande, die hämisch rufen: »Da! Habt ihr's gesehen?«
17 Doch alle, die deine Nähe suchen, sollen über dich jubeln und glücklich sein! Alle, die deine Hilfe begehren, sollen immer wieder rufen: »Der Herr ist groß!«
18 Ich bin arm und wehrlos; Herr, vergiss mich nicht! Du bist doch mein Helfer und Befreier, mein Gott, lass mich nicht länger warten!
1 In Israel waren Krankheit und Not keine Privatangelegenheit, sondern etwas, das alle anging. Darum wurden Klage und Bitte um Heilung nach Möglichkeit in der versammelten Gemeinde ausgesprochen. Ebenso dankte man Gott in Gegenwart der Gemeinde für erwiesene Rettung.
2 Mächte: Deutung unsicher.
3 Vor allem von den Propheten Israels wurde immer wieder Kritik an einem Opferkult geübt, der in der Gefahr stand, zu einem Ritual zu erstarren oder das Opfer als menschliche Leistung gegen Gottes Hilfe zu verrechnen. Diesem doppelten Missverständnis wurde aus dem Herzen kommender Gehorsam entgegengestellt (1Sam 15,22; Am 5,22-23; Jes 1,11-17; Jer 6,19-20.
4 wie treu ...: wörtlich (erzählen) die Gerechtigkeit, in Vers 11 Was du getan hast wörtlich Deine Gerechtigkeit.
5 Dieser Teil war vielleicht einmal ein selbständiger Psalm; vgl. Ps 70.

Psalm 40

1 Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm.
2 Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört.
3 Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens1, aus Schlick und Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht.
4 Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen.
5 Glücklich der Mann, der den HERRN zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Drängern2 und den in Lüge Festgefahrenen!
6 Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pläne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon berichten und reden - sie sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen.
7 An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben; Brand- und Sündopfer hast du nicht gefordert.
8 Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben.
9 Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott3, liebe ich; und dein Gesetz4 ist tief in meinem Innern.
10 Ich habe Gerechtigkeit verkündet in großer Versammlung; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht - HERR, du weißt es!
11 Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen im Innern meines Herzens; deine Zuverlässigkeit und deine Hilfe habe ich ausgesprochen, deine Gnade und deine Treue5 nicht verhehlt vor der großen Versammlung.
12 Du, HERR, wirst dein Erbarmen nicht von mir zurückhalten; deine Gnade und deine Treue6 werden beständig mich behüten!
13 Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen.
14 Lass dir gefallen, HERR, mich zu retten! HERR, eile zu meiner Hilfe!
15 Es sollen sich schämen und beschämt werden allesamt, die nach meinem Leben trachten, es wegzuraffen; es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglück!
16 Es sollen sich entsetzen über ihre Schande, die zu mir sagen: Haha! Haha!
17 Es mögen fröhlich sein und sich freuen an dir alle, die dich suchen; es mögen stets sagen: "Groß ist der HERR!", die dein Heil lieben.
18 Ich aber bin elend und arm, der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du; mein Gott, zögere nicht!
1 o. der Öde
2 o. den Ungestümen
3 Zieht man im Mas. T. das erste Wort von V. 9 noch zu V. 8, was aus Gründen des Versmaßes möglich wäre, so heißt es: geschrieben, was zu tun ist. Dein Wohlgefallen, mein Gott
4 o. deine Weisung
5 o. Wahrheit
6 o. Wahrheit

Komm mir schnell zu Hilfe, Herr!

1 Für den Dirigenten. Von David. Ein Psalm.
2 Beharrlich habe ich auf den Herrn gehofft, da wendete er sich mir zu und erhörte mein Schreien.
3 Er zog mich aus der Grube, die mein Ende bedeutet hätte, aus Schlamm und Morast, er stellte meine Füße auf festen Grund und gab meinen Schritten sicheren Halt.
4 Ein neues Lied hat er mir geschenkt, lässt mich einen Lobgesang anstimmen auf ihn, unseren Gott. Viele Menschen werden sehen, was er für mich getan hat. Dann werden sie dem Herrn voll Ehrfurcht vertrauen.
5 Glücklich zu preisen ist, wer sein Vertrauen auf den Herrn setzt und nicht hört auf die Stolzen, die vom richtigen Weg abweichen und nur allzu leicht zum Lügen bereit sind.
6 Herr, mein Gott! Wie oft hast du Wunder geschehen lassen, wie zahlreich sind deine Pläne, die du mit uns hast! Keiner ist wie du! Wollte ich alles erzählen, was du getan hast – ich könnte es gar nicht – dazu ist es viel zu viel!
7 An Schlachtopfern und Speiseopfern hast du kein Gefallen, aber du gabst mir Ohren, die offen sind für dich, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht von mir verlangt.
8 Da habe ich gesagt: »Hier bin ich! Im Buch des Gesetzes ist von mir die Rede.
9 Es erfüllt mich mit Freude, zu tun, was dir, mein Gott, gefällt. Deine Weisungen trage ich in meinem Herzen.«
10 Vor der großen Versammlung habe ich verkündet, wie treu und gerecht du bist. Nichts konnte mich abhalten, davon zu reden, Herr, du weißt es.
11 Dass du uns Heil schenkst, hielt ich nicht in meinem Herzen verborgen, von deiner Treue und deiner Hilfe habe ich erzählt. Vor den Versammelten habe ich nicht verschwiegen, was für ein gnädiger und zuverlässiger Gott du bist.
12 Du, Herr, wirst mir dein Erbarmen nicht entziehen, deine Gnade und deine Treue werden mein ständiger Schutz sein.
13 Von allen Seiten dringt Unheil auf mich ein, meine Sünden haben mich eingeholt – es sind so viele, dass ich sie nicht mehr überblicken kann. Sie sind zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf – und mein Herz ist ganz verzagt.
14 Herr, mögest du Gefallen daran haben, mich zu retten! Komm mir schnell zu Hilfe, Herr!
15 Hohn und Spott sollen allesamt ernten, die mir nach dem Leben trachten und es auslöschen wollen! Ja, alle, die mein Unglück herbeiwünschen, mögen abziehen, beladen mit Schmach und Schande!
16 Über ihre eigene Schmach sollen sie starr sein vor Entsetzen, sie, die mich verhöhnen: »Ha! Das geschieht dir recht!«
17 Doch alle, die dich suchen, sollen jubeln vor Freude über dich. Ja, alle, die nach deiner Hilfe verlangen, sollen es immer wieder bezeugen:»Der Herr ist groß!«
18 Ich bin arm und vom Leid gebeugt, aber der Herr denkt an mich. Du bist meine Hilfe und mein Befreier – mein Gott, zögere nicht länger!
1 o. der Öde
2 o. den Ungestümen
3 Zieht man im Mas. T. das erste Wort von V. 9 noch zu V. 8, was aus Gründen des Versmaßes möglich wäre, so heißt es: geschrieben, was zu tun ist. Dein Wohlgefallen, mein Gott
4 o. deine Weisung
5 o. Wahrheit
6 o. Wahrheit

Ich liebe zu tun, was dir gefällt!

1 Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David. (2) Immer habe ich auf Jahwe gehofft, / und er hat sich mir zugewandt, / hat mein Rufen gehört.
2 (3) Er zog mich aus dem brodelnden Loch, / befreite mich aus Schlick und Schlamm / und stellte mich auf festen Grund. / Er gab meinen Schritten sicheren Halt
3 (4) und legte mir ein neues Lied in den Mund, / einen Lobgesang auf unseren Gott. / Erschauernd werden viele es sehen. / Und sie beginnen ihm zu vertrauen.
4 (5) Wie glücklich der Mann, der Jahwe vertraut; / der in ihm seine Sicherheit hat, / sich nicht an ungestüme Menschen hängt / und keinen Lügnern Glauben schenkt.
5 (6) Jahwe, mein Gott! / Du hast so viel für uns getan; niemand ist wie du! / Deine Pläne, deine wunderbaren Taten! / Wollte ich von ihnen erzählen, / es wären mehr, als man aufzählen kann.
6 (7) Opfer und Gaben gefallen dir nicht, / aber Ohren hast du mir gegeben; / und ich weiß, dass du weder Brand- noch Sündopfer willst.
7 (8) Nun sage ich: "Da komme ich! / Denn das steht in deinem Buch über mich.
8 (9) Ich liebe es, zu tun, was dir gefällt, mein Gott, / denn dein Gesetz nahm ich tief in mich auf!"1
9 (10) Vor der ganzen Versammlung werde ich sagen, / wie treu du deine Versprechen einlöst. / Meine Lippen verschließe ich nicht, / du weißt es, Jahwe.
10 (11) Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in der Tiefe meines inneren Seins. / In der großen Versammlung habe ich von deiner Treue und Hilfe erzählt, / hab deine Gnade und Wahrheit nicht unterdrückt.
11 (12) Du, Jahwe, entziehst mir dein Erbarmen ja nicht, / deine Gnade und Treue halten mich fest!
12 (13) Denn Unheil bedroht mich ringsherum, / und meine Sünden holen mich ein, / dass ich nicht mehr aufblicken kann. / Sie sind mehr als die Haare auf meinem Kopf. / Da verlässt mich mein Mut.
13 (14) Komm bitte und rette mich, Gott! / Hilf mir schnell, Jahwe!
14 (15) Sie suchen meinen Tod. / Schämen sollen sie sich! / Schande über sie! / Sie genießen meine Not. / Lass sie abziehen mit Schmach,
15 (16) erschrecken mit Scham; / sie, die hämisch riefen: "Haha! Haha!"
16 (17) Die dich suchen, sollen jubeln / und sich freuen an dir! / Die dich als Retter lieben, / sollen sagen: "Groß ist Jahwe!"
17 (18) Doch ich bin elend und arm. / Der Herr denkt an mich. / Meine Hilfe und mein Retter bist du! / Mein Gott, zögere nicht!
1 Wird im Neuen Testament zitiert: Hebräer 10,5-7.
2 o. den Ungestümen
3 Zieht man im Mas. T. das erste Wort von V. 9 noch zu V. 8, was aus Gründen des Versmaßes möglich wäre, so heißt es: geschrieben, was zu tun ist. Dein Wohlgefallen, mein Gott
4 o. deine Weisung
5 o. Wahrheit
6 o. Wahrheit
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