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Gute Nachricht Bibel

Elberfelder Bibel

Neue Genfer Übersetzung

Neue evangelistische Übersetzung

Jesus bricht auf nach Judäa

1 Als Jesus diese Rede beendet hatte, ging er von Galiläa weg und kam in das judäische Gebiet auf der anderen Seite des Jordans.1
2 Sehr viele Menschen folgten ihm dorthin und er heilte sie.

Über Ehescheidung und Ehelosigkeit

3 Da kamen einige Pharisäer zu ihm und versuchten, ihm eine Falle zu stellen. Sie fragten ihn: »Ist es erlaubt, dass ein Mann seine Frau aus jedem beliebigen Grund wegschickt?«
4 Jesus antwortete: »Habt ihr nicht gelesen, was in den Heiligen Schriften steht? Dort heißt es, dass Gott am Anfang den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat.
5 Und er hat gesagt: ›Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.‹
6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Und was Gott zusammengefügt hat, sollen Menschen nicht scheiden.«
7 Die Pharisäer fragten: »Wie kann Mose dann vorschreiben: Der Mann soll der Frau eine Scheidungsurkunde ausstellen und sie wegschicken?«
8 Jesus antwortete: »Mose hat euch die Ehescheidung nur zugestanden, weil ihr euer Herz gegen Gott verhärtet habt – und damit eure Hartherzigkeit ans Licht kommt.2 Aber das war ursprünglich nicht so.
9 Darum sage ich euch: Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch – ausgenommen den Fall, dass sie ihrerseits die Ehe gebrochen hat.«3
10 Da sagten seine Jünger zu ihm: »Wenn es zwischen Mann und Frau so steht, sollte man lieber gar nicht heiraten.«
11 Aber Jesus antwortete: »Was ich jetzt sage, können nicht alle verstehen, sondern nur die, denen Gott das Verständnis gegeben hat.
12 Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand nicht heiratet. Manche Menschen sind von Geburt an eheunfähig, manche – wie die Eunuchen – sind es durch einen späteren Eingriff geworden. Noch andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz davon in Anspruch genommen sind, dass Gott jetzt seine Herrschaft aufrichtet.4 Das sage ich für die, die es verstehen können.«5

Jesus und die Kinder

13 Damals wollten einige Leute ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er ihnen die Hände auflege und für sie bete; aber die Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
14 Da sagte Jesus: »Lasst doch die Kinder! Hindert sie nicht, zu mir zu kommen; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt6 offen.«7
15 Dann legte er den Kindern segnend die Hände auf und zog von dort weiter.

Die Gefahr des Reichtums

16 Da kam ein Mann zu Jesus und fragte ihn: »Lehrer, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?«
17 Jesus antwortete: »Warum fragst du mich, was gut ist? Es gibt nur Einen, der gut ist! Wenn du bei ihm leben willst, dann befolge seine Gebote.«
18 »Welche Gebote?«, fragte der Mann. Jesus antwortete: »Du sollst nicht morden, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen, nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen;
19 ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«
20 »Ich habe alle diese Gebote befolgt«, erwiderte der junge Mann. »Was muss ich sonst noch tun?«
21 Jesus sagte zu ihm: »Wenn du in der Liebe zu deinen Mitmenschen vollkommen und ungeteilt sein willst,8 dann geh, verkaufe alles, was du besitzt, und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Besitz haben. Und dann komm und folge mir!«
22 Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte großen Grundbesitz.
23 Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Ich versichere euch: Ein Reicher wird nur schwer in die neue Welt Gottes9 kommen.
24 Ich sage es noch einmal: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in Gottes neue Welt.«10
25 Als die Jünger das hörten, waren sie entsetzt und fragten: »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«
26 Jesus sah sie an und sagte: »Wenn es auf die Menschen ankommt, ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich.«11

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

27 Darauf sagte Petrus zu Jesus: »Du weißt, wir haben alles stehen und liegen lassen und sind dir gefolgt. Was haben wir davon?«
28 Jesus antwortete: »Ich versichere euch: Wenn Gott die Welt erneuert und der Menschensohn auf seinem Herrscherthron Platz nimmt, dann werdet auch ihr, die ihr mir gefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und über die zwölf Stämme Israels Gericht halten.
29 Wer auch immer um meinetwillen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Felder zurücklässt, wird das alles hundertfach wiederbekommen und dazu das ewige Leben.
30 Aber viele, die jetzt vorn sind, werden dann am Schluss stehen, und viele, die jetzt die Letzten sind, werden schließlich die Ersten sein.«12
1 Vermutlich will Matthäus sagen, dass Jesus Galiläa verließ und durch das Ostjordanland nach Judäa zog.
2 weil ihr euer Herz ...: wörtlich auf eure Hartherzigkeit hin. Zu Hartherzigkeit siehe Sacherklärung »«.
3 Wörtlich außer wegen Unzucht; siehe Sacherklärung »«.
4 Im Griechischen steht in allen drei Fällen das verachtungsvolle Wort »Eunuchen« (siehe ). Möglicherweise haben Gegner Jesu ihn selbst und einige seiner Jünger wegen ihrer Ehelosigkeit so genannt.
5 Die hier verteidigte Lebensform einzelner Jünger ist nicht jedermanns Sache und sollte nicht unbesonnen propagiert werden (vgl. 1Kor 7,1-7).
6 Wörtlich die Königsherrschaft der Himmel.
7 Nicht Leistung und Verdienst (was es bei Kindern noch nicht gibt) entscheiden über die Zulassung zu Gottes neuer Welt, sondern allein unvoreingenommene Aufnahmefähigkeit und die Bereitschaft, sich alles schenken zu lassen.
8 Wörtlich Wenn du vollkommen sein willst. Die »Vollkommenheit« bezieht sich wie in 5,48 auf die radikale Verwirklichung des Liebesgebots, das in Vers 19 an letzter Stelle als Inbegriff aller zu erfüllenden Gebote genannt wurde. Vgl. Sacherklärung »«.
9 Wörtlich in die Königsherrschaft der Himmel; in Vers 24 wörtlich in die Königsherrschaft Gottes.
10 Vgl. Lk 12,15; 16,19 und die Anmerkungen dort.
11 Das ist kein »billiger« Trost. Hinter der Antwort steht letztlich die blutige Wirklichkeit des Kreuzes (vgl. 20,28; 26,28).
12 Die Verheißungen der Verse 28-29 sollen die Jünger nicht selbstsicher und überheblich machen. Gott hat viele Möglichkeiten; und vor allem: Er ist unberechenbar gütig! Dieser Gedanke wird illustriert durch das nachfolgende Gleichnis (20,1-15), an dessen Ende die Aussage von Vers 30 refrainartig wiederkehrt (20,16).

Ehescheidung und Eheverzicht

1 Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, begab er sich von Galiläa weg und kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordan.
2 Und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie dort.
3 Und Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder beliebigen Ursache seine Frau zu entlassen?
4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau1 schuf
5 und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein" -
6 so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
7 Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und zu entlassen?
8 Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.
9 Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch2.
10 Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit der Frau so steht, so ist es nicht ratsam zu heiraten.
11 Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern die, denen es gegeben ist;
12 denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches3 der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es.

Jesus und die Kinder

13 Dann wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete. Die Jünger aber fuhren sie an.
14 Jesus aber sprach: Lasst die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen! Denn solchen gehört das Reich4 der Himmel.
15 Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dort weg.

Frage eines Reichen nach dem ewigen Leben - Lohn der Nachfolge

16 Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe?
17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote!
18 Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben;
19 ehre den Vater und die Mutter; und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
20 Der junge Mann spricht zu ihm: Alles dies habe ich befolgt5. Was fehlt mir noch?
21 Jesus sprach zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib den Erlös den Armen! Und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm, folge mir nach!
22 Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Güter.
23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Schwer wird ein Reicher in das Reich6 der Himmel hineinkommen.
24 Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich7 Gottes hineinkommt.
25 Als aber die Jünger es hörten, gerieten sie ganz außer sich und sagten: Wer kann dann gerettet werden?
26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich.
27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns nun werden?
28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
29 Und ein jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird hundertfach empfangen und ewiges Leben erben.
30 Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.
1 w. männlich und weiblich
2 in namhaften Handschr. nicht enthalten
3 o. der Königsherrschaft
4 o. die Königsherrschaft
5 o. beachtet, eingehalten
6 o. die Königsherrschaft
7 o. die Königsherrschaft
8 Wörtlich Wenn du vollkommen sein willst. Die »Vollkommenheit« bezieht sich wie in 5,48 auf die radikale Verwirklichung des Liebesgebots, das in Vers 19 an letzter Stelle als Inbegriff aller zu erfüllenden Gebote genannt wurde. Vgl. Sacherklärung »«.
9 Wörtlich in die Königsherrschaft der Himmel; in Vers 24 wörtlich in die Königsherrschaft Gottes.
10 Vgl. Lk 12,15; 16,19 und die Anmerkungen dort.
11 Das ist kein »billiger« Trost. Hinter der Antwort steht letztlich die blutige Wirklichkeit des Kreuzes (vgl. 20,28; 26,28).
12 Die Verheißungen der Verse 28-29 sollen die Jünger nicht selbstsicher und überheblich machen. Gott hat viele Möglichkeiten; und vor allem: Er ist unberechenbar gütig! Dieser Gedanke wird illustriert durch das nachfolgende Gleichnis (20,1-15), an dessen Ende die Aussage von Vers 30 refrainartig wiederkehrt (20,16).

Aufbruch nach Judäa

1 Als Jesus seine Rede beendet hatte, zog er weiter. Er verließ Galiläa und ging in das Gebiet von Judäa auf der anderen Seite des Jordans.
2 Große Scharen von Menschen folgten ihm dorthin, und er heilte sie.
3 Einige Pharisäer kamen zu Jesus. Sie wollten ihm eine Falle stellen und fragten ihn deshalb: »Ist es einem Mann erlaubt, sich aus jedem beliebigen Grund von seiner Frau zu scheiden?«
4 Jesus entgegnete: »Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer am Anfang die Menschen als Mann und Frau erschuf1 
5 und dass er gesagt hat: ›Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein‹2?
6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern sie sind ein Leib. Darum: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen.« –
7 »Wie kommt es dann aber«, fragten die Pharisäer, »dass es nach dem Gesetz des Mose zulässig ist, der Frau eine Scheidungsurkunde zu geben und sie daraufhin fortzuschicken?3«
8 Jesus gab ihnen zur Antwort: »Nur wegen eurer Uneinsichtigkeit hat Mose euch erlaubt, euch von euren Frauen zu scheiden. Am Anfang jedoch war es nicht so.
9 Ich sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet – es sei denn, seine Frau ist ihm untreu geworden – , der begeht Ehebruch.«
10 Da sagten die Jünger zu Jesus: »Wenn es zwischen Mann und Frau so steht, ist es besser, gar nicht zu heiraten!«
11 Er erwiderte: »Das ist etwas, was nicht alle begreifen können, sondern nur die, denen es ´von Gott` gegeben ist.
12 Manche sind nämlich von Geburt an zur Ehe unfähig, manche werden durch den Eingriff von Menschen dazu unfähig gemacht, und manche verzichten von sich aus auf die Ehe, um ganz für das Himmelreich da zu sein. Wer es begreifen kann, der möge es begreifen!«
13 Danach wurden Kinder zu Jesus gebracht; er sollte ihnen die Hände auflegen und für sie beten. Aber die Jünger wiesen sie barsch ab.
14 Da sagte Jesus: »Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn gerade für solche wie sie ist das Himmelreich.«
15 Und er legte den Kindern die Hände auf. Dann zog er weiter.
16 Ein Mann kam zu Jesus und fragte ihn: »Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?« –
17 »Warum fragst du mich nach dem, was gut ist?«, entgegnete Jesus. »Gut ist nur einer. Wenn du den Weg gehen willst, der zum Leben führt, dann halte die Gebote!« –
18 »Welche Gebote?«, fragte der Mann. Jesus antwortete: »›Du sollst keinen Mord begehen, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst keine falschen Aussagen machen,
19 ehre deinen Vater und deine Mutter‹ und ›liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹4«
20 Der junge Mann erwiderte: »Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?«
21 Jesus antwortete: »Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und dann komm und folge mir nach!«
22 Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg, denn er hatte ein großes Vermögen.
23 Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Ich versichere euch: Für einen Reichen ist es schwer, in das Himmelreich zu kommen.
24 Um es noch deutlicher zu sagen: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.«
25 Als die Jünger das hörten, waren sie zutiefst bestürzt. »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«, fragten sie.
26 Jesus sah sie an und sagte: »Bei den Menschen ist das unmöglich, aber für Gott ist alles möglich.«
27 Daraufhin sagte Petrus zu Jesus: »Du weißt, wir haben alles zurückgelassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?«
28 Jesus erwiderte, zu allen Jüngern gewandt: »Ich sage euch: Wenn der Menschensohn in der zukünftigen Welt in königlichem Glanz auf seinem Thron sitzt, werdet auch ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker zurückläßt, wird alles hundertfach wiederbekommen und wird das ewige Leben erhalten.
30 Aber viele, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und viele, die jetzt die Letzten sind, werden dann die Ersten sein.«
1 1.Mose 1,27; 5,2.
2 1.Mose 2,24.
3 Vergleiche 5.Mose 24,1-4.
4 2.Mose 20,12-16; 5.Mose 5,16-20; 3.Mose 19,18.
5 o. beachtet, eingehalten
6 o. die Königsherrschaft
7 o. die Königsherrschaft
8 Wörtlich Wenn du vollkommen sein willst. Die »Vollkommenheit« bezieht sich wie in 5,48 auf die radikale Verwirklichung des Liebesgebots, das in Vers 19 an letzter Stelle als Inbegriff aller zu erfüllenden Gebote genannt wurde. Vgl. Sacherklärung »«.
9 Wörtlich in die Königsherrschaft der Himmel; in Vers 24 wörtlich in die Königsherrschaft Gottes.
10 Vgl. Lk 12,15; 16,19 und die Anmerkungen dort.
11 Das ist kein »billiger« Trost. Hinter der Antwort steht letztlich die blutige Wirklichkeit des Kreuzes (vgl. 20,28; 26,28).
12 Die Verheißungen der Verse 28-29 sollen die Jünger nicht selbstsicher und überheblich machen. Gott hat viele Möglichkeiten; und vor allem: Er ist unberechenbar gütig! Dieser Gedanke wird illustriert durch das nachfolgende Gleichnis (20,1-15), an dessen Ende die Aussage von Vers 30 refrainartig wiederkehrt (20,16).

Ehescheidung

1 Als Jesus diese Rede beendet hatte, zog er weiter. Er verließ Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa und das Ostjordanland.
2 Die Menschen kamen in Scharen zu ihm, und er heilte sie.
3 Dann kamen einige Pharisäer und wollten ihm eine Falle stellen. Sie fragten: "Darf ein Mann aus jedem beliebigen Grund seine Frau aus der Ehe entlassen?"
4 "Habt ihr nie gelesen", erwiderte Jesus, "dass Gott die Menschen von Anfang an männlich und weiblich geschaffen hat?1
5 Und dass er dann sagte: 'Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden völlig eins sein.'?2
6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Und was Gott so zusammengebracht hat, sollen Menschen nicht scheiden!"
7 "Warum hat Mose dann aber gesagt", entgegneten sie, "dass man der Frau einen Scheidebrief ausstellen soll,3 bevor man sie wegschickt?"
8 Jesus erwiderte: "Nur, weil ihr so harte Herzen habt, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen wegzuschicken. Von Anfang an ist das aber nicht so gewesen.
9 Doch ich sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet – es sei denn, sie ist ihm sexuell untreu geworden –, begeht Ehebruch. Auch wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."4
10 Da sagten die Jünger: "Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!"
11 Jesus erwiderte: "Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist.
12 Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, in dem der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!"

Jesus und die Kinder

13 Danach wurden Kinder zu Jesus gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und für sie bete. Doch die Jünger wiesen sie unfreundlich ab.
14 Aber Jesus sagte: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen, und hindert sie nicht daran! Das Himmelreich ist ja gerade für solche wie sie bestimmt."
15 Und er legte den Kindern die Hände auf. Dann zog er weiter.

Nachfolge und Reichtum

16 Da kam ein Mann zu ihm und fragte: "Rabbi, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?"
17 "Was fragst du mich nach dem Guten?", entgegnete Jesus. "Gut ist nur einer. Doch wenn du das Leben bekommen willst, dann halte die Gebote!"
18 "Welche denn?", fragte der Mann. Jesus antwortete: "Du sollst nicht morden, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen und keine Falschaussagen machen.
19 Ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"
20 Der junge Mann erwiderte: "Das alles habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?"
21 "Wenn du vollkommen sein willst", sagte Jesus zu ihm, "dann geh, und verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen – du wirst dann einen Schatz im Himmel haben –, und komm, folge mir nach!"
22 Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg, denn er hatte ein großes Vermögen.
23 Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: "Ich versichere euch: Für einen Reichen ist es schwer, in das Reich hineinzukommen, in dem der Himmel regiert.
24 Ich sage es noch einmal: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in Gottes Reich."
25 Als die Jünger das hörten, gerieten sie völlig außer sich und fragten: "Wer kann dann überhaupt gerettet werden?"
26 Jesus blickte sie an und sagte: "Für Menschen ist das unmöglich, nicht aber für Gott. Für Gott ist alles möglich."
27 Da erklärte Petrus: "Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt. Was werden wir dafür bekommen?"
28 "Ich versichere euch", erwiderte Jesus, "wenn der Menschensohn in der kommenden Welt auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, werdet auch ihr, die ihr mir gefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten.
29 Und jeder, der meinetwegen Haus, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, bekommt es hundertfach zurück und wird das ewige Leben erhalten.
30 Aber viele, die jetzt die Großen sind, werden dann die Geringsten sein, und die jetzt die Letzten sind, werden dann die Ersten sein."
1 1. Mose 1,27; 5,2
2 1. Mose 2,24
3 5. Mose 24,1.
4 Der letzte Satz fehlt in namhaften Handschriften.
5 o. beachtet, eingehalten
6 o. die Königsherrschaft
7 o. die Königsherrschaft
8 Wörtlich Wenn du vollkommen sein willst. Die »Vollkommenheit« bezieht sich wie in 5,48 auf die radikale Verwirklichung des Liebesgebots, das in Vers 19 an letzter Stelle als Inbegriff aller zu erfüllenden Gebote genannt wurde. Vgl. Sacherklärung »«.
9 Wörtlich in die Königsherrschaft der Himmel; in Vers 24 wörtlich in die Königsherrschaft Gottes.
10 Vgl. Lk 12,15; 16,19 und die Anmerkungen dort.
11 Das ist kein »billiger« Trost. Hinter der Antwort steht letztlich die blutige Wirklichkeit des Kreuzes (vgl. 20,28; 26,28).
12 Die Verheißungen der Verse 28-29 sollen die Jünger nicht selbstsicher und überheblich machen. Gott hat viele Möglichkeiten; und vor allem: Er ist unberechenbar gütig! Dieser Gedanke wird illustriert durch das nachfolgende Gleichnis (20,1-15), an dessen Ende die Aussage von Vers 30 refrainartig wiederkehrt (20,16).
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