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Einheitsübersetzung 2016

Siegeslied der Geretteten

1 An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen: Wir haben eine starke Stadt. Zum Heil setzt er Mauern und Wall.
2 Öffnet die Tore, damit eine gerechte Nation einzieht, die Treue bewahrt.
3 Festem Sinn gewährst du Frieden, ja Frieden, denn auf dich verlässt er sich.
4 Verlasst euch stets auf den HERRN; denn GOTT, der Herr, ist ein ewiger Fels.
5 Denn die Bewohner der Höhe hat er niedergebeugt, die hoch aufragende Stadt erniedrigt; er hat sie erniedrigt bis zur Erde, sie bis in den Staub gestoßen.
6 Füße zertreten sie, die Füße der Armen, die Tritte der Schwachen.

Bittgebet der Gerechten

7 Der Pfad des Gerechten ist Geradheit, gerade ist die Bahn des Gerechten, die du ebnest.
8 Fürwahr, auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR, haben wir auf dich gehofft. Deinen Namen anzurufen und deiner zu gedenken, ist der Seele Verlangen.
9 Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht, auch mein Geist in meinem Innern ist voll Sehnsucht nach dir. Denn wann immer deine Gerichte die Erde treffen, lernten die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
10 Wird dem Frevler Gnade gewährt, so lernt er keine Gerechtigkeit. Im Land des Rechts tut er Unrecht und sieht nicht die Hoheit des HERRN.
11 HERR, deine Hand ist erhoben und sie schauen es nicht. Doch sie werden schauen und beschämt dastehen vor dem leidenschaftlichen Eifer für das Volk. Ja, Feuer wird deine Gegner fressen.
12 HERR, du wirst uns Frieden schaffen; denn auch all unsere Taten hast du für uns gemacht.
13 HERR, unser Gott, es beherrschten uns andere Herren als du. Allein durch dich bringen wir deinen Namen in Erinnerung.
14 Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht auf; denn du hast sie heimgesucht und vernichtet, jede Erinnerung an sie hast du getilgt.
15 Du hast die Nation vermehrt, o HERR, du hast die Nation vermehrt, hast dich verherrlicht, hast alle Grenzen des Landes erweitert.
16 HERR, in der Not haben sie nach dir Ausschau gehalten; sie schrien in der Bedrängnis, als deine Züchtigung sie traf.1
17 Wie eine Schwangere, die kurz davor ist, zu gebären, sich windet und schreit in ihren Wehen, so waren wir, HERR, vor deinem Angesicht.
18 Wir waren schwanger und lagen in Wehen, doch als wir gebaren, war es Wind. Heil verschaffen wir nicht dem Land und Erdenbewohner sind keine geboren.
19 Deine Toten werden leben, meine Leichen stehen auf. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn ein Tau von Lichtern ist dein Tau und die Erde gebiert die Schatten.

Gericht über alle Erdenbewohner

20 Geh, mein Volk, tritt ein in deine Kammern und verschließe deine Türen hinter dir! Verbirg dich für einen kurzen Augenblick, bis die Wut vorüber ist.
21 Denn siehe, der HERR zieht aus von seinem Ort, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde das Blut in ihr aufdecken und die Getöteten nicht mehr bedecken.
1 26,16 sie schrien in der Bedrängnis: unsichere Übersetzung des schwierigen Textes.
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