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Einheitsübersetzung

Gegen Jerusalem, das unnütze Holz vom Weinstock

1 Das Wort des Herrn erging an mich:
2 Menschensohn, was hat das Holz des Weinstocks vor dem Holz aller anderen Sträucher voraus, die zwischen den Bäumen des Waldes wachsen?
3 Nimmt man es etwa, um daraus etwas zu machen? Oder gebraucht man es als Pflock und hängt allerlei Geräte daran auf?
4 Nein, man wirft es dem Feuer zum Fraß vor. Sind dann die beiden Enden des Holzes vom Feuer verzehrt und hat die Glut seine Mitte erfasst, ist es dann noch geeignet, um etwas daraus zu machen?
5 Schon als es noch ganz war, konnte man nichts daraus machen. Hat das Feuer es aber gefressen und ist es verglüht, kann man erst recht nichts daraus machen.
6 Darum - so spricht Gott, der Herr: Wie ich das Holz des Weinstocks, das zwischen den Bäumen des Waldes heranwuchs, dem Feuer zum Fraß übergab, so behandle ich auch die, die in Jerusalem wohnen.1
7 Wenn ich meinen Blick auf sie richte, dann wird sie, auch wenn sie dem Feuer entkommen, das Feuer verzehren. Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich meinen Blick auf sie richte.
8 Ich mache das Land zur Wüste; denn sie haben die Treue gebrochen - Spruch Gottes, des Herrn.
1 6f: Das Gleichnis vom Rebholz mit dem anschließenden Drohwort ist in die Situation Jerusalems von 586 v. Chr. hineingesprochen. Das Feuer des göttlichen Gerichts hat 597 gewütet; es wird auch den Rest verzehren.
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