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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Verhalten des Christen in der Welt

1 Erinnere sie, staatlichen Gewalten und Mächten untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein,
2 niemand zu lästern, nicht streitsüchtig zu sein, milde1 zu sein, an allen Menschen alle Sanftmut zu erweisen!
3 Denn einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten2 mancherlei Begierden und Lüsten, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhasst, einander hassend.
4 Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Retter-Gottes erschien,
5 rettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung3 der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.
6 Den hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns ausgegossen,
7 damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben nach der Hoffnung des ewigen Lebens wurden.
8 Das Wort ist gewiss4; und ich will, dass du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen5. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.

Warnung vor Streitfragen

9 Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche6 Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos.
10 Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab,
11 da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist!

Persönliche Mitteilungen und Grüße

12 Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir senden werde, so beeile dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen! Denn ich habe beschlossen, dort zu überwintern.
13 Zenas, dem Gesetzesgelehrten, und Apollos gib mit Sorgfalt das Geleit7, damit ihnen nichts mangelt!
14 Lass aber auch die Unseren lernen, sich für die notwendigen Bedürfnisse um gute Werke zu bemühen8, damit sie nicht unfruchtbar seien!
15 Es grüßen dich alle, die bei mir sind. Grüße, die uns lieben im Glauben! - Die Gnade sei mit euch allen!
1 o. gütig
2 o. waren Sklaven von
3 o. das Bad
4 o. zuverlässig; o. treu
5 o. mit guten Werken voranzugehen
6 d. h. das Gesetz betreffende
7 o. rüste mit Sorgfalt für die Reise aus
8 o. mit guten Werken voranzugehen

Der Christ in Staat und Gesellschaft

1 Erinnere die Christen daran, dass sie sich den Regierenden und staatlichen Behörden unterzuordnen haben. Sie sollen die Gesetze des Staates befolgen und jederzeit bereit sein, Gutes zu tun.
2 Kein Christ darf gehässig über andere reden oder gar Streit suchen. Er soll vielmehr jedem freundlich und liebevoll begegnen.
3 Vergessen wir nicht: Auch wir waren früher unverständig und Gott ungehorsam. Wir gingen in die Irre und wurden von allen möglichen Wünschen und Leidenschaften beherrscht. Bosheit und Neid bestimmten unser Leben. Wir hassten andere, und andere hassten uns.
4 Aber dann wurde die Güte Gottes, unseres Befreiers, und seine Liebe zu uns Menschen sichtbar.
5 Er rettete uns – nicht weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten, sondern aus lauter Güte. In seiner Barmherzigkeit hat er uns zu neuen Menschen gemacht, durch eine neue Geburt, die wie ein reinigendes Bad ist1. Das wirkte der Heilige Geist,
6 den Gott uns durch unseren Retter Jesus Christus in reichem Maße geschenkt hat.
7 So sind wir allein durch seine Gnade von aller Schuld befreit. Als seine Kinder und Erben dürfen wir jetzt die Hoffnung auf das ewige Leben haben.

Irrlehrer in der Gemeinde

8 Das steht unumstößlich fest.
9 Wo es törichte Auseinandersetzungen gibt und man völlig sinnlos über Abstammungslinien und Geschlechtsregister streitet, da hast du nichts zu suchen. Beteilige dich nicht an dem Gezänk darüber, wie das jüdische Gesetz auszulegen ist. Das führt zu nichts und hat gar keinen Wert.
10 Wer falsche Lehren verbreitet, den sollst du ein- oder zweimal zurechtweisen. Kommt er trotzdem nicht zur Einsicht, dann halte dich von ihm fern.
11 Du weißt doch: Solchen unverbesserlichen Menschen kann man nicht helfen. Sie wollen ihre Sünden nicht einsehen und sprechen sich selbst das Urteil.

Bitten und Grüße

12 Sobald ich Artemas oder Tychikus zu dir geschickt habe, komm so schnell wie möglich zu mir nach Nikopolis. Dort will ich den ganzen Winter über bleiben.
13 Den Rechtsgelehrten Zenas und auch Apollos rüste mit allem aus, was sie für die Reise brauchen, damit ihnen unterwegs nichts fehlt.
14 Alle, die sich zu Jesus Christus bekennen, müssen lernen, dort zu helfen, wo es nötig ist. Denn sonst bleibt ihr Glaube fruchtlos.
15 Die bei mir sind2, lassen dich herzlich grüßen. Viele Grüße an unsere lieben Freunde, die durch den Glauben mit uns verbunden sind. Die Gnade Gottes sei mit euch allen!
1 Wörtlich: durch das Bad der Wiedergeburt. – Andere verstehen dieses Bild als einen Hinweis auf die Taufe.
2 Oder: Meine Mitarbeiter.
3 o. das Bad
4 o. zuverlässig; o. treu
5 o. mit guten Werken voranzugehen
6 d. h. das Gesetz betreffende
7 o. rüste mit Sorgfalt für die Reise aus
8 o. mit guten Werken voranzugehen

Das Leben in der Welt

1 Erinnere sie daran, dass sie sich den Obrigkeiten, die die Macht haben, unterordnen, dass sie gehorsam seien und zu allem guten Werk bereit,
2 niemanden verleumden, nicht streiten, freundlich seien und alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen.
3 Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander.
4 Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands,
5 machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist,
6 den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,
7 damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben.
8 Das ist gewisslich wahr. Darum will ich, dass du festbleibst, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützlich für die Menschen.
9 Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig.
10 Einen Menschen, der die Gemeinde spalten will, weise ab, wenn er einmal und noch einmal ermahnt ist,
11 und wisse, dass ein solcher ganz verkehrt ist und sündigt und sich selbst damit das Urteil spricht.

Aufträge und Grüße

12 Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir senden werde, so komm eilends zu mir nach Nikopolis; denn ich habe beschlossen, dort den Winter über zu bleiben.
13 Zenas, den Rechtsgelehrten, und Apollos rüste sorgfältig aus zur Reise, damit ihnen nichts fehle.
14 Aber auch die Unseren sollen lernen, sich hervorzutun mit guten Werken, wo es nötig ist, damit sie nicht fruchtlos bleiben.
15 Es grüßen dich alle, die bei mir sind. Grüße, die uns lieben im Glauben! Die Gnade sei mit euch allen!
1 Wörtlich: durch das Bad der Wiedergeburt. – Andere verstehen dieses Bild als einen Hinweis auf die Taufe.
2 Oder: Meine Mitarbeiter.
3 o. das Bad
4 o. zuverlässig; o. treu
5 o. mit guten Werken voranzugehen
6 d. h. das Gesetz betreffende
7 o. rüste mit Sorgfalt für die Reise aus
8 o. mit guten Werken voranzugehen
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