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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Die vergänglichen Götterbilder und der ewige Gott

1 Hört das Wort, das der HERR zu euch redet, Haus Israel!
2 So spricht der HERR: Gewöhnt euch nicht an den Weg der Nationen und erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels, auch wenn die Nationen vor ihnen erschrecken!
3 Denn die Ordnungen der Völker - ein Götze1 ist es, der sie gab. Ja, ihre Götzen sind Holz, das einer aus dem Wald geschlagen hat, ein Werk von Künstlerhänden, mit dem Schnitzmesser2 hergestellt.
4 Man schmückt es mit Silber und mit Gold. Mit Nägeln und mit Hämmern befestigen sie es, dass es nicht wackelt.
5 Sie sind wie eine Vogelscheuche im Gurkenfeld und reden nicht; sie müssen getragen werden, denn sie gehen nicht. Fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn sie tun nichts Böses, und Gutes tun können sie auch nicht.
6 Keiner ist dir gleich, HERR. Du bist groß, und groß ist dein Name durch deine Macht.
7 Wer sollte dich nicht fürchten, König der Nationen? Denn das gebührt dir! Denn unter allen Weisen der Nationen und in all ihren Königreichen ist niemand dir gleich.
8 Sie sind allesamt dumm und töricht; die Unterweisung der Nichtigkeiten3 - Holz ist sie4.
9 Dünn geschlagenes Silber wird aus Tarsis gebracht und Gold aus Ufas, ein Werk des Kunsthandwerkers und der Hände des Goldschmieds. Violetter und roter Purpur ist ihr Gewand, sie alle sind nur ein Werk von Kunstfertigen.
10 Aber der HERR ist in Wahrheit Gott. Er ist der lebendige Gott und ein ewiger König. Vor seinem Grimm erbebt die Erde, und seinen Zorn können die Nationen nicht ertragen.
11 So sollt ihr zu ihnen sagen: Die Götter, die den Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die werden von der Erde und unter diesem Himmel verschwinden5.
12 Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und den Himmel ausgespannt durch seine Einsicht,
13 auf dessen Befehl sich die Menge des Wassers am Himmel ergießt6, der Wolken aufsteigen lässt vom Ende der Erde, Blitze macht für den Regen und den Wind aus seinen Kammern7 herauslässt.
14 Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht8,
15 Nichtigkeit9 sind sie, ein Werk zum Gespött. Zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren.
16 Jakobs Anteil10 aber ist nicht wie diese. Denn er, der HERR, ist es, der das All gebildet hat, und Israel ist der Stamm seines Erbteils, HERR der Heerscharen ist sein Name.

Das Exil in Babylon - Klagegebet über die Zerstörung Jerusalems

17 Raffe dein Gepäck von der Erde zusammen, die du in der Belagerung sitzt!
18 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich werde diesmal die Bewohner des Landes wegschleudern und sie bedrängen, damit sie11 sie finden.
19 Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Unheilbar ist meine Wunde. Doch ich sage: Ja, das ist meine Krankheit, und ich will sie tragen.
20 Mein Zelt ist verwüstet, und alle meine Stricke sind zerrissen. Meine Kinder sind von mir weggezogen und sind nicht mehr da. Da ist niemand, der noch mein Zelt ausspannt und meine Zeltdecken befestigt.
21 Denn die Hirten sind dumm geworden und haben den HERRN nicht gesucht. Darum haben sie nicht verständig gehandelt12, und ihre ganze Herde hat sich zerstreut.
22 Horch! eine Nachricht: Siehe, sie kommt, und ein großes Getöse vom Land des Nordens, um die Städte Judas zur Öde zu machen, zur Wohnung der Schakale.
23 Ich habe erkannt, HERR, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem13, der geht, gegeben ist, seinen Schritt zu lenken.
24 Züchtige mich, HERR, doch mit rechtem Maß14, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht aufreibst15!
25 Gieße deinen Grimm über die Nationen aus, die dich nicht kennen, und über die Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen! Denn sie haben Jakob gefressen, ja, sie haben ihn gefressen und ihn vernichtet und seinen Weideplatz öde gemacht16.
1 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
2 o. Beil
3 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
4 d. h. die Unterweisung der nichtigen Götzen ist ihnen gleich: Holz
5 Dieser Vers ist bis auf ein Wort in aram. Sprache verfasst.
6 T.; Andere üs. mit Textänderung: Wenn er die Stimme erhebt, gibt es Wasserrauschen am Himmel; Mas. T.: Bei der Stimme seines Erhebens gibt es eine Menge oder ein Rauschen des Wassers am Himmel
7 w. Vorräten, o. Vorratskammern
8 o. Denn ein Trugbild hat er gegossen, es ist kein Atem darin.
9 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
10 "Jakobs Anteil" ist ein Name für Gott.
11 d. h. die Feinde
12 o. haben sie kein Gelingen gehabt
13 w. keinem Mann
14 w. entsprechend deinem Recht
15 w. wenig machst; o. zu wenigen machst
16 o. seine Wohnstätte menschenleer gemacht

Die Götzen helfen euch nicht!

1 Hört, ihr Israeliten, was der HERR euch zu sagen hat:
2 »Folgt nicht dem Beispiel der anderen Völker! Wenn sie ungewöhnliche Himmelserscheinungen sehen, bekommen sie große Angst. Ihr aber braucht euch nicht zu fürchten.
3 Denn die Religion dieser Völker ist eine Täuschung: Da fällen sie im Wald einen Baum, und der Kunsthandwerker schnitzt daraus eine Figur.
4 Er verziert das Standbild mit Silber und Gold und nagelt es fest, damit es nicht wackelt.
5 Und dann steht sie da, die Götterfigur, wie eine Vogelscheuche im Gurkenfeld! Sie kann weder reden noch gehen, sie muss getragen werden. Fürchtet euch nicht vor diesen Göttern! Sie können euch nichts Böses tun, und noch weniger können sie euch helfen.«
6 HERR, dir ist niemand gleich! Du bist erhaben und bekannt für deine Macht.
7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König aller Völker? Dir allein gebührt die Ehre, denn kein Weiser und König auf dieser Welt ist dir gleich.
8 Sie sind allesamt dumm und ohne Verstand. Was können sie von Holzfiguren schon lernen?
9 Sie holen Silber aus Tarsis und Gold aus Ufas; der Bildhauer und der Goldschmied fertigen die Figur an. Dann bekommt sie ein Gewand aus blauem und violettem Purpurstoff. Ja, diese Götter werden von Kunsthandwerkern hergestellt!
10 Der HERR aber ist der wahre und lebendige Gott, der ewige König. Wenn er zornig wird, dann bebt die Erde, kein Volk kann seinen Zorn ertragen.
11 Sagt den Völkern: Eure Götter, die Himmel und Erde nicht erschaffen haben, werden unter diesem Himmel vergehen und von der Erde verschwinden!1
12 Der Herr aber hat die Erde durch seine Macht geschaffen. In seiner großen Weisheit hat er ihr Fundament gelegt und den Himmel ausgebreitet.
13 Wenn er es befiehlt, tosen die Wassermassen oben am Himmel; er lässt die Wolken aufsteigen vom Horizont. Er sendet Blitz und Regen und schickt den Wind aus seinen Kammern auf die Reise.
14 Davor muss jeder Mensch verstummen! Dumm ist er gegenüber Gottes großer Weisheit. Und die Goldschmiede müssen sich schämen über ihre gegossenen Figuren, denn diese Götter sind blanker Betrug, kein Leben ist in ihnen.
15 Eine Täuschung sind sie und verdienen nichts als Spott! Wenn Gott sein Urteil spricht, ist es aus mit ihnen.
16 Ganz anders ist der Gott Jakobs als sie! Denn er hat das Weltall geschaffen und Israel zu seinem Eigentum erwählt. »Der HERR, der allmächtige Gott« wird er genannt.

Jerusalems Wunden heilen nicht mehr

17 Ihr Einwohner von Jerusalem, die Stadt ist belagert! Rafft euer Hab und Gut zusammen!
18 Denn so spricht der HERR: »Es ist so weit! Diesmal werde ich die Bewohner aus dem Land fortjagen und in große Bedrängnis bringen: Überall werden die Feinde sie finden.
19 ›Ich bin verloren‹, schreit Jerusalem, ›ich bin schwer verletzt, meine Wunden heilen nicht mehr! Dabei hatte ich gedacht: Es ist nur eine leichte Krankheit, die ich gut ertragen kann.2
20 Doch nun ist mein Zelt zerstört, die Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind fortgegangen, keins von ihnen ist mehr bei mir. Niemand baut mein Zelt wieder auf und spannt die Decken darüber.
21 Unsere Hirten sind ohne Verstand – sie fragen nicht mehr nach dem HERRN. Kein Wunder, dass ihnen nichts mehr gelingt und ihre ganze Herde verstreut ist.
22 Da! Der Feind rückt aus dem Norden an, man hört schon den Lärm! Er wird die Städte Judas zu Ruinen machen, in denen die Schakale hausen.‹«
23 HERR, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken.
24 Strafe uns, o HERR, aber geh nicht zu hart mit uns ins Gericht! Lass deinen Zorn nicht an uns aus, denn dann wären wir verloren!
25 Gieß deinen Zorn aus über die Völker, die dich nicht anerkennen, und über die Nationen, die deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben dein Volk, die Nachkommen von Jakob, vernichtet. Wie Raubtiere haben sie es verschlungen und seine Heimat verwüstet!
1 Dieser Vers ist im Grundtext auf Aramäisch, der damaligen Weltsprache, überliefert.
2 Oder: Dies ist meine Krankheit, ich muss sie ertragen.
3 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
4 d. h. die Unterweisung der nichtigen Götzen ist ihnen gleich: Holz
5 Dieser Vers ist bis auf ein Wort in aram. Sprache verfasst.
6 T.; Andere üs. mit Textänderung: Wenn er die Stimme erhebt, gibt es Wasserrauschen am Himmel; Mas. T.: Bei der Stimme seines Erhebens gibt es eine Menge oder ein Rauschen des Wassers am Himmel
7 w. Vorräten, o. Vorratskammern
8 o. Denn ein Trugbild hat er gegossen, es ist kein Atem darin.
9 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
10 "Jakobs Anteil" ist ein Name für Gott.
11 d. h. die Feinde
12 o. haben sie kein Gelingen gehabt
13 w. keinem Mann
14 w. entsprechend deinem Recht
15 w. wenig machst; o. zu wenigen machst
16 o. seine Wohnstätte menschenleer gemacht

Die toten Götzen und der lebendige Gott

1 Höret, was der HERR zu euch redet, ihr vom Hause Israel!
2 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht die Weise der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten.
3 Denn die Bräuche der Heiden sind alle nichts: Man fällt im Walde einen Baum, und der Bildhauer macht daraus mit dem Beil ein Werk seiner Hände.
4 Er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle.
5 Es sind ja nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen, denn sie können nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen fürchten; denn sie können weder helfen noch Schaden tun.
6 Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.
7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist niemand dir gleich.
8 Sie sind allzumal Narren und Toren. Was man von den nichtigen Götzen lernt, ist nur Holz.
9 Silberblech bringt man aus Tarsis, Gold aus Ufas; durch den Bildhauer und Goldschmied werden sie hergestellt; blauen und roten Purpur zieht man ihnen an, und alles ist der Künstler Werk.
10 Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. Vor seinem Zorn bebt die Erde, und die Völker können sein Drohen nicht ertragen.
11 So sollt ihr zu ihnen sagen: Die Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel.
12 Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Erdkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
13 Wenn er donnert, so ist Wasser die Menge am Himmel; Wolken lässt er heraufziehen vom Ende der Erde. Er macht die Blitze, dass es regnet, und lässt den Wind kommen aus seinen Kammern.
14 Alle Menschen aber sind Toren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen beschämt da mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trug und haben kein Leben,
15 sie sind nichts, ein Spottgebilde; sie müssen zugrunde gehen, wenn sie heimgesucht werden.
16 Aber so ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er heißt HERR Zebaoth.

Trauer über die Zerstörung des Landes

17 Raffe dein Bündel auf von der Erde, die du sitzt in Bedrängnis!
18 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will die Bewohner des Landes diesmal wegschleudern und will sie ängstigen, damit sie sich finden lassen.
19 Weh mir, ich bin zerbrochen, unheilbar ist meine Wunde. Ich dachte: Es ist nur eine Plage, ich muss sie erleiden.
20 Aber mein Zelt ist zerstört, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind von mir gegangen und nicht mehr da. Niemand richtet meine Hütte wieder auf, und mein Zelt schlägt keiner mehr auf.
21 Denn die Hirten sind zu Toren geworden und fragen nicht nach dem HERRN. Darum kann ihnen nichts Rechtes gelingen, und ihre ganze Herde ist zerstreut.
22 Horch, es kommt eine Kunde daher und ein großes Getöse aus dem Lande des Nordens, dass die Städte Judas verwüstet und zur Wohnung der Schakale werden sollen.
23 Ich weiß, HERR, dass des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht, und es liegt in niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.
24 Züchtige mich, HERR, doch mit Maßen und nicht in deinem Grimm, auf dass du mich nicht ganz zunichtemachst.
25 Schütte aber deinen Zorn aus über die Völker, die dich nicht kennen, und über die Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen, sie haben ihn vernichtet und seine Wohnung verwüstet.
1 Dieser Vers ist im Grundtext auf Aramäisch, der damaligen Weltsprache, überliefert.
2 Oder: Dies ist meine Krankheit, ich muss sie ertragen.
3 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
4 d. h. die Unterweisung der nichtigen Götzen ist ihnen gleich: Holz
5 Dieser Vers ist bis auf ein Wort in aram. Sprache verfasst.
6 T.; Andere üs. mit Textänderung: Wenn er die Stimme erhebt, gibt es Wasserrauschen am Himmel; Mas. T.: Bei der Stimme seines Erhebens gibt es eine Menge oder ein Rauschen des Wassers am Himmel
7 w. Vorräten, o. Vorratskammern
8 o. Denn ein Trugbild hat er gegossen, es ist kein Atem darin.
9 w. ein Nichts; d. i. eine verächtliche Bezeichnung für die Götzen
10 "Jakobs Anteil" ist ein Name für Gott.
11 d. h. die Feinde
12 o. haben sie kein Gelingen gehabt
13 w. keinem Mann
14 w. entsprechend deinem Recht
15 w. wenig machst; o. zu wenigen machst
16 o. seine Wohnstätte menschenleer gemacht
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