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Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Lutherbibel 2017

Warnung vor Unmut - Empfehlung von Demut und Beugung vor Gott

1 Ruf doch, ob da einer ist, der dir antwortet! Und an wen von den Heiligen willst du dich wenden?
2 Denn den Toren bringt der Gram um, und den Einfältigen tötet der Eifer1.
3 Ich, ich sah einen Narren Wurzel schlagen, und sogleich verwünschte ich seine Wohnung2.
4 Fern vom Heil bleiben seine Kinder, und sie werden im Tor zertreten, und kein Retter ist da.
5 Seine Ernte verzehrt der Hungrige, und selbst aus den Dornhecken3 holt er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappen Durstige4.
6 Denn nicht kommt aus dem Staub Unheil hervor, und aus der Erde sprosst nicht Mühsal;
7 sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken nach oben fliegen5.
8 Ich jedoch würde Gott suchen und meine Sache vor Gott darlegen,
9 der Großes und Unerforschliches tut, Wunder bis zur Unzahl,
10 der Regen gibt auf die Fläche der Erde und Wasser sendet auf die Fläche des Feldes,
11 um Niedrige in die Höhe zu bringen6; und Trauernde gewinnen hohes Glück.
12 Er vereitelt die Anschläge der Klugen, und ihre Hände wirken keinen Erfolg.
13 Er fängt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Rat der Hinterlistigen überstürzt sich.
14 Am Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tasten sie umher wie in der Nacht.
15 Und er rettet vor dem Schwert, vor ihrem Mund und vor der Hand des Starken den Armen.
16 So wird dem Geringen Hoffnung, und die Schlechtigkeit schließt ihren Mund.
17 Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf denn nicht die Züchtigung des Allmächtigen!
18 Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine Hände heilen.
19 In sechs Nöten wird er dich retten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten.
20 In Hungersnot kauft er dich los vom Tod und im Krieg von der Gewalt7 des Schwertes.
21 Vor der Geißel8 der Zunge wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt.
22 Über Verwüstung und Hunger wirst du lachen, und vor dem Raubwild der Erde wirst du dich nicht fürchten.
23 Denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und das Raubwild des Feldes wird Frieden mit dir haben9.
24 Und du wirst erkennen, dass dein Zelt in Frieden ist. Und schaust du nach deiner Wohnung, so wirst du nichts vermissen.
25 Und du wirst erkennen, dass deine Nachkommen zahlreich sein werden und deine Sprösslinge wie das Kraut der Erde.
26 Du wirst in Rüstigkeit ins Grab kommen, wie die Garben eingebracht werden zu ihrer Zeit.
27 Siehe, dies haben wir erforscht, so ist es. Höre es doch, und merke du es dir10!
1 o. die Erbitterung
2 Andere üs. mit LXX und der syr. Üs.: und plötzlich verfiel (verfaulte) seine Wohnstätte
3 Wortbedeutung unklar
4 so in Anlehnung an LXX und die syr. Üs.; Mas. T.: und er schnappt . . . ihr Vermögen. Dazwischen steht ein unübersetzbares Wort.
5 w. und die Söhne des Feuers fliegen nach oben
6 LXX: der Niedrige in die Höhe bringt
7 w. aus den Händen
8 so mit einer hebr. Handschr., LXX, Vulg. und der syr. Üs.; Mas. T.: In der Peitsche
9 w. wird zum Frieden mit dir gebracht sein
10 Andere üs. mit alten Üs.: Wir hörten es. Du aber merke es dir

Unterwirf dich Gott!

1 »Klag nur, Hiob! Aber meinst du, dich hört jemand? An welchen Engel willst du dich denn wenden?
2 Wer sich Gott in blinder Wut entgegenstellt und in seiner Dummheit aufbegehrt, der bringt sich um!
3 Ich sah solche Leute in Glück und Frieden leben, dann aber verfluchte ich ihr Hab und Gut.
4 Ohne jede Hilfe standen ihre Kinder da; niemand verteidigte sie, als sie vor Gericht verurteilt wurden.
5 Über die Ernte dieser Narren machten sich die Hungrigen her – selbst aus den Dornenhecken rissen sie die Halme heraus und stürzten sich gierig auf all ihren Reichtum.
6 Unheil wächst nicht auf dem Acker, und Mühsal schießt nicht aus der Erde empor.
7 Nein, von Geburt an gehört zum Menschsein die Mühe, so wie zum Feuer die Funken gehören.
8 Ich an deiner Stelle würde mich an Gott wenden und ihm meinen Rechtsfall vortragen.
9 Was Gott tut, ist groß und gewaltig, niemand kann es begreifen; seine Wunder sind unzählbar.
10 Er lässt Regen fallen, und die Felder werden reich getränkt.
11 Wer klein und unbedeutend ist, den macht er groß; die Trauernden können sich wieder freuen, weil er sie rettet.
12 Die Pläne verschlagener Menschen vereitelt er, so dass ihnen gar nichts gelingt.
13 Er fängt die Klugen mit ihrer eigenen Klugheit, und ihre Machenschaften durchkreuzt er.
14 Am helllichten Tage tappen sie umher, als wäre es stockdunkle Nacht.
15 Gott hilft dem Armen aus der Gewalt der Mächtigen und schützt ihn vor ihren erbarmungslosen Worten.
16 Er gibt den Armen wieder Hoffnung und bringt die Ungerechtigkeit zum Schweigen.
17 Glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! Der Allmächtige will dich erziehen! Sträube dich nicht!
18 Er schlägt dich zwar, doch er heilt auch wieder; er verbindet alle Wunden, die er dir zufügt.
19 Bricht ein Unglück herein, so wird er dich retten; jedes Mal bleibst du vom Untergang verschont.
20 In der Hungersnot erhält er dich am Leben, und im Krieg bewahrt er dich vor gewaltsamem Tod.
21 Er beschützt dich vor übler Nachrede, die wie Peitschenhiebe verletzt. Du musst nicht befürchten, dass dein Besitz verwüstet wird.
22 Verderben und Hungersnot lachst du aus, und vor den wilden Tieren hast du keine Angst.
23 Steine werden den Ertrag deines Ackers nicht mindern, und die Raubtiere werden dich nicht angreifen.
24 In Ruhe und Frieden kannst du in deinem Haus leben, und schaust du nach deinem Hab und Gut, so fehlt nichts.
25 Kinder und Enkel wirst du sehen, so zahlreich wie die Blumen auf dem Feld.
26 Du bleibst rüstig bis ins hohe Alter, und wenn du einst begraben wirst, gleichst du dem Korn, das erst in voller Reife geerntet wird.
27 Das alles haben wir erforscht. Du kannst uns glauben, es ist wahr! Nun richte dich danach!«
1 o. die Erbitterung
2 Andere üs. mit LXX und der syr. Üs.: und plötzlich verfiel (verfaulte) seine Wohnstätte
3 Wortbedeutung unklar
4 so in Anlehnung an LXX und die syr. Üs.; Mas. T.: und er schnappt . . . ihr Vermögen. Dazwischen steht ein unübersetzbares Wort.
5 w. und die Söhne des Feuers fliegen nach oben
6 LXX: der Niedrige in die Höhe bringt
7 w. aus den Händen
8 so mit einer hebr. Handschr., LXX, Vulg. und der syr. Üs.; Mas. T.: In der Peitsche
9 w. wird zum Frieden mit dir gebracht sein
10 Andere üs. mit alten Üs.: Wir hörten es. Du aber merke es dir
1 Rufe doch, ob einer dir antwortet! Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?
2 Denn einen Toren tötet der Unmut, und den Unverständigen bringt der Eifer um.
3 Ich sah einen Toren Wurzel schlagen, und sogleich fluchte ich seinem Hause.
4 Seinen Kindern bleibt Hilfe fern, und sie werden zerschlagen im Tor; denn kein Erretter ist da.
5 Seine Ernte verzehrt der Hungrige, und auch aus den Hecken holt er sie, und nach seinem Gut lechzen die Durstigen.
6 Denn Unheil geht nicht aus der Erde hervor, und Mühsal wächst nicht aus dem Acker;
7 sondern der Mensch wird zur Mühsal geboren, wie die Funken des Feuers emporfliegen.
8 Ich aber würde mich zu Gott wenden und meine Sache vor ihn bringen,
9 der große Dinge tut, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind,
10 der den Regen aufs Land gibt und Wasser kommen lässt auf die Gefilde,
11 der die Niedrigen erhöht und den Betrübten emporhilft.
12 Er macht zunichte die Pläne der Klugen, dass ihre Hände nichts zustande bringen.
13 Er fängt die Weisen in ihrer Klugheit und stürzt den Rat der Verkehrten,
14 dass sie am Tage in Finsternis laufen und tappen am Mittag wie in der Nacht.
15 Er hilft dem Armen vor dem Schwert, vor ihrem Mund und vor der Hand des Mächtigen den Elenden.
16 Dem Armen wird Hoffnung zuteil, und die Bosheit muss ihren Mund zuhalten.
17 Siehe, selig ist der Mensch, den Gott zurechtweist; darum widersetze dich der Zucht des Allmächtigen nicht.
18 Denn er verletzt und verbindet; er zerschlägt und seine Hand heilt.
19 In sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Übel anrühren.
20 In der Hungersnot wird er dich vom Tod erlösen und im Kriege von des Schwertes Gewalt.
21 Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge, dass du dich nicht fürchten musst, wenn Verderben kommt.
22 Über Verderben und Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten.
23 Denn dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere werden Frieden mit dir halten,
24 und du wirst erfahren, dass deine Hütte Frieden hat, und wirst deine Stätte überschauen und nichts vermissen,
25 und du wirst erfahren, dass deine Kinder sich mehren und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden sind,
26 und du wirst im Alter zu Grabe kommen, wie Garben eingebracht werden zur rechten Zeit.
27 Siehe, das haben wir erforscht, so ist es; darauf höre und merke du dir's.
1 o. die Erbitterung
2 Andere üs. mit LXX und der syr. Üs.: und plötzlich verfiel (verfaulte) seine Wohnstätte
3 Wortbedeutung unklar
4 so in Anlehnung an LXX und die syr. Üs.; Mas. T.: und er schnappt . . . ihr Vermögen. Dazwischen steht ein unübersetzbares Wort.
5 w. und die Söhne des Feuers fliegen nach oben
6 LXX: der Niedrige in die Höhe bringt
7 w. aus den Händen
8 so mit einer hebr. Handschr., LXX, Vulg. und der syr. Üs.; Mas. T.: In der Peitsche
9 w. wird zum Frieden mit dir gebracht sein
10 Andere üs. mit alten Üs.: Wir hörten es. Du aber merke es dir
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