2.Könige 20 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

2.Könige 20 | Neue Genfer Übersetzung

Hiskija wird krank

1 In dieser Zeit wurde Hiskija todkrank. Der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte: »So spricht der HERR: ›Regle deine Angelegenheiten, denn du hast nicht mehr lange zu leben. Du wirst sterben*.‹« 2 Hiskija drehte sich zur Wand und betete: 3 »Ach, HERR, denk doch daran, dass ich dir mein Leben lang aufrichtig und mit ungeteiltem Herzen gedient habe und dass ich stets getan habe, was dir gefällt.« Er brach in Tränen aus und weinte laut. 4 Jesaja ´war auf dem Weg aus dem Palast. Er` hatte den mittleren Hof noch nicht verlassen, da sprach der HERR zu ihm* und befahl ihm: 5 »Kehr um und sag zu Hiskija, dem Herrscher über mein Volk: ›So spricht der HERR, der Gott deines Vorfahren David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Ich werde dich heilen. Übermorgen kannst du wieder in meinen Tempel gehen. 6 Ich füge deiner Lebenszeit fünfzehn Jahre hinzu. Auch rette ich dich und diese Stadt vor dem assyrischen König. Um meiner Ehre willen und meinem Diener David zuliebe werde ich Jerusalem beschützen.‹« 7 ´Jesaja richtete Hiskija die Botschaft aus.` Dann ordnete er an: »Macht einen Umschlag aus gepressten Feigen.« Man brachte den Verband und legte ihn auf das Geschwür des Königs. So wurde Hiskija gesund.* 8 ´Bevor der Prophet wieder ging`, fragte Hiskija ihn noch: »Woran kann ich erkennen, dass der HERR mich heilen wird und ich übermorgen in den Tempel gehen kann?« 9 Jesaja antwortete: »Der HERR gibt dir ein Zeichen, dass er sein Versprechen erfüllt. ´Such es dir aus:` Soll der Schatten auf der Treppe zehn Stufen vorrücken oder zehn Stufen zurückwandern?« 10 »Dass der Schatten ´etwas schneller` vorrückt, ist nichts Besonderes«, entgegnete Hiskija. »Ich will, dass er zehn Stufen zurückgeht.« 11 Jesaja rief zum HERRN, und der HERR ließ den Schatten auf der Treppe, die Ahas gebaut hatte, wieder um zehn Stufen zurückwandern*.

Eine babylonische Gesandtschaft besucht Hiskija

12 Damals sandte der babylonische König Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, ´eine Gesandtschaft` zu Hisika. Er hatte von Hiskijas Krankheit gehört und ließ ihm einen Brief und einige Geschenke überbringen. 13 Hiskija nahm die Botschaft der Gesandten entgegen* und zeigte ihnen ´all seinen Besitz`: sein ganzes Schatzhaus mit dem Gold, dem Silber, den kostbaren Ölen und den wohlriechenden Gewürzen, auch seine Waffenkammern und seine Vorratskammern mit allem, was darin war. Es gab nichts ´Wertvolles` in seinem Palast und in seinem ganzen Reich, das die Gesandten nicht zu sehen bekommen hätten. 14 Da ging der Prophet Jesaja zu König Hiskija und fragte ihn: »Was wollten diese Männer von dir? Woher kamen sie?« »Sie sind aus einem fernen Land gekommen, aus Babylonien«, antwortete Hiskija. 15 »Und was haben sie in deinem Palast gesehen?«, wollte Jesaja wissen. »Sie haben alles gesehen, was sich in meinem Palast befindet«, erwiderte Hiskija. »Es gibt in meinen Schatzkammern und bei meinen Vorräten* nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte.« 16 Da sagte Jesaja: »Höre, was der HERR dazu sagt: 17 Eines Tages wird alles Wertvolle in deinem Palast – alles, ´was du und` deine Vorfahren bis heute zusammengetragen haben – nach Babylon fortgebracht werden. Nicht der kleinste Gegenstand wird übrig bleiben. Das sagt der HERR! 18 Auch deine Familie wird es treffen: Einige deiner Nachkommen, die in direkter Linie von dir abstammen*, wird man ´nach Babylon` bringen, und sie werden als Eunuchen* am Hof des babylonischen Königs dienen müssen.« 19 »Ich beuge mich dem Urteil, das der HERR gesprochen hat«*, antwortete Hiskija. »Wenigstens wird zu meinen Lebzeiten Frieden und Sicherheit sein.«

Hiskijas Tod

20 Was es sonst noch von Hiskija und seinen Siegen zu berichten gibt, ist in der amtlichen Chronik der Könige von Juda verzeichnet. ´Man kann dort auch nachlesen`, wie er ´in Jerusalem` den Wasserspeicher anlegte und den Tunnel baute, der das Wasser in die Stadt führt. 21 Als Hiskija starb, folgte ihm sein Sohn Manasse auf den Thron.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017

Hiskias Krankheit und Genesung

1 Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben. 2 Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und sprach: 3 Ach, HERR, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr. 4 Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, kam des HERRN Wort zu ihm: 5 Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen – am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des HERRN gehen –, 6 und ich will fünfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und diese Stadt erretten vor dem König von Assyrien und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. 7 Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und als sie das brachten, legten sie es auf das Geschwür, und er wurde gesund. 8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Was ist das Zeichen, dass mich der HERR gesund machen wird und ich in des HERRN Haus hinaufgehen werde am dritten Tage? 9 Jesaja sprach: Dies Zeichen wirst du vom HERRN haben, dass der HERR tun wird, was er zugesagt hat: Soll der Schatten zehn Stufen vorwärtsgehen oder zehn Stufen zurückgehen? 10 Hiskia sprach: Es ist leicht, dass der Schatten zehn Stufen vorwärtsgehe. Das will ich nicht, sondern dass er zehn Stufen zurückgehe. 11 Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an, und der Herr ließ den Schatten die zehn Stufen zurückgehen, die er auf den Stufen des Ahas vorwärtsgegangen war.

Die Gesandtschaft des Königs von Babel

12 Zu dieser Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, Brief und Geschenke an Hiskia; denn er hatte gehört, dass Hiskia krank gewesen war. 13 Hiskia aber freute sich über die Boten und zeigte ihnen das ganze Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerei und das beste Öl und das Zeughaus und alles, was an Schätzen vorhanden war. Es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, was ihnen Hiskia nicht zeigte. 14 Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir gekommen, aus Babel. 15 Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und es gibt von meinen Schätzen nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte. 16 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre des HERRN Wort: 17 Siehe, es kommt die Zeit, dass alles nach Babel weggeführt werden wird, was in deinem Hause ist und was deine Väter gesammelt haben bis auf diesen Tag, und es wird nichts übrig gelassen werden, spricht der HERR. 18 Dazu werden von den Söhnen, die von dir kommen, die du zeugen wirst, einige genommen werden, dass sie Kämmerer seien im Palast des Königs von Babel. 19 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du geredet hast; denn er dachte: Es wird doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Zeiten. 20 Was mehr von Hiskia zu sagen ist und alle seine tapferen Taten und wie er den Teich und die Wasserleitung gebaut hat, durch die er Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda. 21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner statt.