2.Chronik 20 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

2.Chronik 20 | Neue Genfer Übersetzung

Die Ammoniter und Moabiter greifen Juda an

1 Einige Zeit später fielen moabitische und ammonitische sowie einige mëunitische* Truppen ´in Juda` ein, um Joschafat anzugreifen. 2 Seine Boten meldeten ihm: »Ein riesiges Heer marschiert aus dem Gebiet von Edom* von der Ostseite des Toten Meeres heran. Inzwischen stehen sie schon in Hazezon-Tamar.« – Hazezon-Tamar ist ein anderer Name für En-Gedi. – 3 Joschafat bekam große Angst. Er beschloss, Hilfe beim HERRN zu suchen, und rief in ganz Juda ein Fasten aus. 4 Die Bevölkerung des ganzen Landes kam ´in Jerusalem` zusammen, um zum HERRN zu beten. Aus allen Städten Judas reisten die Menschen an. 5 Gemeinsam mit den Bewohnern Jerusalems versammelten sie sich im neuen Vorhof des Tempels. Joschafat trat vor die Menge 6 und betete: »HERR, du Gott unserer Vorfahren! Du bist Gott im Himmel und Herr über die Königreiche aller Völker. In deiner Hand liegt alle Macht und Stärke. Niemand kann gegen dich bestehen. 7 Du hast die früheren Bewohner dieses Landes vertrieben, damit dein Volk Israel es in Besitz nehmen konnte, und hast es ´uns` – den Nachkommen deines Freundes Abraham – für immer gegeben. 8 Unsere Vorfahren haben sich darin niedergelassen und dir einen Tempel gebaut. Sie dachten: 9 ›Wenn uns ein Unglück trifft – ein Krieg, eine Katastrophe*, eine Seuche oder eine Hungersnot –, dann wollen wir zu diesem Tempel kommen, in dem du wohnst. Wir wollen zu dir rufen in unserer Not, und du wirst uns hören und erretten.‹ 10 Jetzt bedrohen uns die Ammoniter, die Moabiter und die Edomiter vom Bergland Seïr. Als unsere Vorfahren aus Ägypten kamen, hast du ihnen nicht erlaubt, diese Länder zu betreten. Deshalb machten sie einen Umweg und rotteten diese Völker nicht aus. 11 Zum Dank dafür wollen sie uns nun aus dem Land vertreiben, das du uns geschenkt hast. 12 Unser Gott, willst du sie nicht dafür bestrafen? Wir sind machtlos gegenüber diesem riesigen Heer und wissen nicht, was wir tun sollen. Darum blicken wir auf dich.« 13 Ganz Juda hatte sich vor dem Tempel* versammelt, auch die Frauen mit den kleinen Kindern und die Heranwachsenden. 14 Da kam mitten in dieser Versammlung der Geist des HERRN über Jahasiël, einen Leviten aus der Sippe Asafs. Er war der Sohn Secharjas; seine weiteren Vorfahren waren Benaja, Jëiël und Mattanja. 15 »Hört her, ihr Leute von Juda, ihr Einwohner Jerusalems und du, König Joschafat!«, rief er. »So spricht der HERR: ›Habt keine Angst! Lasst euch von der feindlichen Übermacht nicht einschüchtern. Denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern meine. 16 Zieht euren Feinden morgen entgegen. Sie kommen die Steige von Ziz herauf. Am Ausgang des Tals, wo die Wüste Jeruël beginnt, werdet ihr auf sie stoßen. 17 Aber ihr braucht nicht zu kämpfen. Ihr könnt einfach dastehen und zuschauen, wie ´ich`, der HERR, euch rette. Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht einschüchtern, ihr Leute von Juda und Jerusalem. Morgen werdet ihr ihnen entgegenziehen, und ´ich`, der HERR, werde euch beistehen.‹« 18 Da kniete Joschafat nieder und berührte mit der Stirn den Boden. Auch die Leute aus Juda und Jerusalem warfen sich nieder und beteten den HERRN an. 19 Danach erhoben sich die Leviten aus den Sippen Kehats und Korachs und priesen den HERRN, den Gott Israels. Dabei sangen sie, so laut sie konnten.

Der Herr besiegt die feindliche Übermacht

20 Am nächsten Morgen machten sich die judäischen Truppen früh auf den Weg zur Wüste Tekoa. Bevor sie loszogen, trat Joschafat vor sie und sagte: »Ihr Männer von Juda und Jerusalem, hört her! Vertraut dem HERRN, eurem Gott, dann werdet ihr stark sein. Glaubt ´den Worten` seiner Propheten, dann werdet ihr siegen.« 21 Er beriet sich mit den Versammelten und beschloss, die Tempelsänger in ihren heiligen Dienstgewändern an die Spitze ´des Heeres` zu stellen. Sie sollten vor den bewaffneten Kriegsleuten herziehen und singen: »Dankt dem HERRN, denn seine Liebe währt ewig.« 22 Als die Sänger ihre Loblieder anstimmten, sorgte der HERR dafür, dass die Ammoniter, die Moabiter und die Edomiter aus Seïr, die gemeinsam in Juda eingefallen waren, in einen Hinterhalt gerieten und zurückweichen mussten*. 23 Daraufhin wandten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Männer aus Seïr und töteten sie alle. Danach fielen sie übereinander her und brachten sich gegenseitig um. 24 Als die Judäer eine Anhöhe mit Blick auf die Wüste erreichten und Ausschau nach dem feindlichen Heer hielten, sahen sie überall Leichen auf dem Boden liegen. Keiner ihrer Feinde hatte überlebt. 25 Joschafat und seine Leute mussten die Gefallenen nur noch ausplündern. Sie fanden bei ihnen so viel persönlichen Besitz* und Kleidung* und so viele Wertgegenstände, dass sie nicht wussten, wie sie alles transportieren sollten. Drei Tage dauerte die Plünderung – so groß war die Beute, die sie einsammeln mussten. 26 Am vierten Tag versammelten sie sich im Beracha-Tal, um dem HERRN zu danken. Deshalb heißt dieses Tal bis heute Beracha-Tal (»Tal des Dankes«). 27 Die Männer von Juda und Jerusalem kehrten mit Joschafat an ihrer Spitze in die Hauptstadt zurück. Sie waren voll Freude, dass der HERR ihnen einen solchen Triumph über ihre Feinde bereitet hatte.* 28 Unter dem Klang von Harfen, Zithern und Trompeten zogen sie in Jerusalem ein und gingen zum Tempel des HERRN. 29 Die Könige der umliegenden Länder bekamen große Angst, als sie hörten, wie der HERR gegen Israels Feinde gekämpft hatte. 30 Von da an hatte Joschafats Königreich Frieden. Gott schenkte Juda Ruhe an allen Grenzen.

Das Ende von Joschafats Regierungszeit

31 Joschafat regierte über ´das Königreich` Juda. Er war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde, und regierte fünfundzwanzig Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba. Sie war eine Tochter Schilhis. 32 Joschafat folgte dem guten Vorbild seines Vaters Asa, ohne sich je davon abbringen zu lassen. Stets tat er, was dem HERRN gefiel. 33 Allerdings ließ er die Opferstätten ´im Land` weiter bestehen, denn die Leute von Juda waren noch nicht bereit, dem Gott ihrer Vorfahren von ganzem Herzen zu dienen. 34 Was es sonst noch über Joschafats Leben zu berichten gibt, ist festgehalten in den Aufzeichnungen Jehus, des Sohnes Hananis. Sie wurden später in die amtliche Chronik der Könige von Israel aufgenommen. 35 Einmal* schloss Joschafat ein Bündnis mit König Ahasja von Israel, obwohl dieser ein verwerfliches Leben führte*. 36 Die beiden Könige beschlossen, gemeinsam eine Handelsflotte zu bauen, die nach Tarschisch segeln sollte. 37 Die Schiffe wurden in Ezjon Geber gebaut. Damals sagte der Prophet Eliëser aus Marescha, der Sohn Dodawas, zu Joschafat: »Weil du dich mit Ahasja verbündet hast, wird der HERR deinen Plan scheitern lassen*.« Die Flotte erlitt Schiffbruch und erreichte Tarschisch nie.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017

Joschafats Sieg über die Ammoniter und Moabiter

1 Danach kamen die Moabiter, die Ammoniter und mit ihnen auch Mëuniter, um gegen Joschafat zu kämpfen. 2 Und man kam und sagte zu Joschafat: Es kommt gegen dich eine große Menge von jenseits des Salzmeers, von Edom, und siehe, sie sind schon in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi. 3 Joschafat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen. 4 Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen Städten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen. 5 Und Joschafat trat hin unter die Gemeinde Judas und Jerusalems im Hause des HERRN vorn im neuen Vorhof 6 und sprach: HERR, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Völker? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag. 7 Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben für immer? 8 Und sie wohnten darin und haben dir ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt: 9 Wenn Unglück, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot über uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen – denn dein Name ist in diesem Hause – und zu dir schreien in unserer Not, und du wirst hören und helfen. 10 Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seïr, durch die du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus Ägyptenland kamen – sondern sie mussten vor ihnen weichen und durften sie nicht ausrotten –, 11 siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszutreiben aus deinem Erbe, das du uns gegeben hast. 12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir. 13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit seinen Kindern, Frauen und Söhnen. 14 Aber der Geist des HERRN kam mitten in der Gemeinde auf Jahasiël, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Söhnen Asaf. 15 Und Jahasiël sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft, sondern Gott. 16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Und siehe, sie kommen den Höhenweg von Ziz herauf, und ihr werdet auf sie treffen, wo das Tal endet, vor der Wüste Jeruël. 17 Aber nicht ihr werdet dabei kämpfen; tretet nur hin und steht und seht die Hilfe des HERRN, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzagt nicht! Morgen zieht ihnen entgegen! Der HERR ist mit euch. 18 Da beugte sich Joschafat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an. 19 Und die Leviten von den Söhnen Kehat und von den Söhnen Korach schickten sich an, den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit lauter Stimme gen Himmel. 20 Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Joschafat hin und sprach: Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Glaubt an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen. 21 Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte Sänger für den HERRN, dass sie in heiligem Schmuck Loblieder sängen und vor den Kriegsleuten herzögen und sprächen: Danket dem HERRN; denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich. 22 Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen. 23 Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Leute vom Gebirge Seïr, um sie auszurotten und zu vertilgen. Und als sie die Leute vom Gebirge Seïr alle aufgerieben hatten, wurden sie einer dem andern zum Verderben. 24 Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die Wüste sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen. 25 Und Joschafat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden bei ihnen in großer Menge Güter und Kleider und kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, dass es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel. 26 Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn dort lobten sie den HERRN. Daher heißt die Stätte »Lobetal« bis auf diesen Tag. 27 So kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder um und Joschafat an der Spitze, dass sie nach Jerusalem zögen mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude gegeben an ihren Feinden. 28 Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trompeten zum Hause des HERRN. 29 Und der Schrecken Gottes kam über alle Königreiche der Länder, als sie hörten, dass der HERR gegen die Feinde Israels gestritten hatte. 30 Also hatte das Königreich Joschafats Frieden, und sein Gott gab ihm Ruhe ringsumher.

Die Regierung Joschafats

31 Und Joschafat regierte über Juda; er war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter Schilhis. 32 Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und ließ nicht davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel. 33 Nur die Opferhöhen wurden nicht entfernt; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht dem Gott seiner Väter zugewandt. 34 Was aber mehr von Joschafat zu sagen ist, das Frühere und das Spätere, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind in das Buch der Könige Israels. 35 Danach verbündete sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel, der gottlos war in seinem Tun. 36 Er kam mit ihm überein, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten die Schiffe in Ezjon-Geber. 37 Aber Eliëser, der Sohn Dodawas von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbündet hast, zerbricht der HERR deine Werke. Und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarsis fahren.