2.Chronik 19 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

2.Chronik 19 | Neue Genfer Übersetzung

Der Prophet Jehu weist Joschafat zurecht

1 König Joschafat kehrte wohlbehalten nach Jerusalem zurück. 2 Der Seher Jehu, der Sohn Hananis, ging ihm entgegen und wies ihn zurecht: »Musstest du einem derart gottlosen Mann helfen? Warum hast du Freundschaft geschlossen mit Menschen, die den HERRN hassen? Der HERR ist deswegen zornig auf dich. 3 Aber er findet bei dir auch etwas Gutes: Du hast die geweihten Pfähle aus dem Land beseitigt und willst von Herzen nach dem Willen Gottes leben.«

Joschafat ordnet das Rechtswesen neu

4 Von da an blieb Joschafat in Jerusalem ´und reiste nicht mehr nach Samaria`. Stattdessen zog er durch sein eigenes Land von Beerscheba bis zum Bergland von Efraim, um die Leute für den HERRN, den Gott ihrer Vorfahren, zurückzugewinnen. 5 In allen befestigten Städten Judas setzte er Richter ein. 6 »Vergesst nicht, welche Verantwortung ihr tragt*«, ermahnte er sie. »Ihr sprecht Recht nicht im Auftrag von Menschen, sondern im Auftrag des HERRN. Er wird euch helfen, gerechte Urteile zu fällen. 7 Habt Ehrfurcht vor ihm und entscheidet gewissenhaft. Er duldet weder Ungerechtigkeit noch Parteilichkeit noch Bestechlichkeit.« 8 Auch in Jerusalem ernannte Joschafat einige Leviten, Priester und Sippenoberhäupter zu Richtern. Sie sollten im Namen des HERRN die schwierigen Rechtsfälle im ganzen Land Juda klären.* Außerdem waren sie für die Rechtsstreitigkeiten der Einwohner Jerusalems zuständig*. 9 Joschafat ermahnte sie: »Tut euren Dienst in Ehrfurcht vor Gott, aufrichtig und mit ungeteiltem Herzen. 10 Wenn eure Mitbürger aus den Städten Judas euch einen Rechtsfall vorlegen – ganz gleich ob es um einen Mordfall oder eine andere Verletzung von Geboten und Rechtsbestimmungen* geht –, dann müsst ihr ihnen erklären, wie sie vorgehen sollen*. Sonst machen sie sich womöglich schuldig und beschwören den Zorn des HERRN über sich selbst und über ganz Juda herauf. Wenn ihr das beherzigt, dann trifft euch keine Schuld. 11 Bei allen Rechtsfällen, die den ´Tempel und die Verehrung des` HERRN betreffen, ist der Hohepriester Amarja der oberste Richter. Bei allem, was ´das Land und` den König betrifft, hat Sebadja, der Sohn Jischmaels, das Oberhaupt des Stammes Juda, das letzte Wort. Die Leviten stehen euch als Gerichtsschreiber zur Verfügung. Geht mutig und entschlossen ans Werk. Der HERR steht dem zur Seite, der das Rechte tut.«

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017
1 Joschafat aber, der König von Juda, kam wieder heim mit Frieden nach Jerusalem. 2 Und es ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen und sprach zum König Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum kommt über dich der Zorn vom HERRN. 3 Etwas Gutes ist aber doch an dir gefunden, dass du die Ascheren aus dem Lande ausgetilgt und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu suchen.

Joschafat ordnet die Rechtsprechung

4 Und Joschafat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder im Volk umher von Beerscheba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie zurück zu dem HERRN, dem Gott ihrer Väter. 5 Und er bestellte Richter im Lande in allen festen Städten Judas, Stadt für Stadt, 6 und sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn ihr haltet Gericht nicht für Menschen, sondern für den HERRN, und er ist mit euch, wenn ihr Recht sprecht. 7 Darum lasst die Furcht des HERRN bei euch sein, haltet und tut das Recht; denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht noch Ansehen der Person noch Annehmen von Geschenken. 8 Auch bestellte Joschafat in Jerusalem einige aus den Leviten und Priestern und von den Häuptern der Sippen Israels für das Gericht des HERRN und für die Streitsachen der Einwohner Jerusalems. 9 Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht des HERRN, in Treue und mit ganzem Herzen! 10 In allen Streitsachen, die vor euch kommen von euren Brüdern, die in ihren Städten wohnen, zwischen Blut und Blut, zwischen Gesetz und Gebot, zwischen Satzungen und Rechten, sollt ihr sie unterrichten, dass sie sich nicht am HERRN verschulden und ein Zorn über euch und eure Brüder komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden. 11 Siehe, der Hohepriester Amarja ist über euch bestellt in allen Sachen des HERRN und Sebadja, der Sohn Jischmaels, der Vorsteher im Hause Juda, in allen Sachen des Königs; und als Amtleute habt ihr die Leviten bei euch. Geht unverzagt ans Werk, und der HERR wird mit dem Guten sein.