Dein Browser ist veraltet. Sollte ERF Bibleserver sehr langsam sein, aktualisiere bitte deinen Browser.

Anmelden
... und alle Funktionen nutzen!

  • Lies mal1. Mose 3
  • Notizen
  • Tags
  • Likes
  • Verlauf
  • Wörterbücher
  • Lesepläne
  • Grafiken
  • Videos
  • Anlässe
  • Spenden
  • Blog
  • Newsletter
  • Partner
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Alexa Skill
  • Für Webmaster
  • Datenschutz
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Rechte der Betroffenen (DSGVO)
  • Impressum
  • Language: Deutsch
© 2026 ERF
Kostenlos anmelden

Rut 3

VOLXBIBEL

von SCM Verlag

Rut will was von Boas

1 Irgendwann meinte Noomi zu ihrer Schwiegertochter Rut: „Ich finde, du solltest dir noch mal einen Mann suchen und heiraten. Dann geht es dir besser und du hast auch ein richtiges Zuhause! 2 Du weißt jetzt ja, dass dieser Boas, der Typ, auf dessen Feld du heute gearbeitet hast, mit uns über drei Ecken verwandt ist. Ich hab gehört, dass der heute Abend wegen der Ernte noch ’ne Spätschicht einlegt. 3 Pass auf, ich hab da ’ne Idee. Geh mal duschen und mach dich etwas frisch. Dann ziehst du dir ein nettes Sommerkleid an und gehst auf seinen Hof. Versteck dich irgendwo, dass er dich nicht sieht, bevor er mit dem Abendessen fertig ist. 4 Und wenn er sich dann ins Bett legt und pennt, legst du dich einfach am Fußende mit unter seine Decke. Er wird dir dann schon sagen, was du machen sollst.“ 5 „Okay, wenn du meinst. Ich werde alles so machen, wie du es gesagt hast“, sagte Rut. 6 Sie ging also auf den Hof und zog alles genauso durch, wie es ihre Schwiegermutter gesagt hatte. 7 Nachdem Boas mit dem Essen fertig war und auch etwas Wein getrunken hatte, legte er sich gut gelaunt ins Bett. Rut schlich sich leise zu ihm hin und schlüpfte einfach am Fußende mit unter seine Bettdecke. 8 Gegen Mitternacht wachte Boas ganz plötzlich auf. Er setzte sich auf und stellte fest, dass jemand bei seinen Füßen lag. 9 „Hä? Wer bist du denn?“, fragte er ganz überrascht. „Ich bin die Rut! Ich arbeite für dich und du bist ein Verwandter von meinem Mann, der schon gestorben ist! Darum bist du eigentlich auch nach dem Gesetz verpflichtet, dich um mich zu kümmern. Bitte beschütze mich und heirate mich!“ 10 „Wow, du bist echt krass unterwegs!“, lachte Boas. „Gott ist auf deiner Seite. Was du da gerade gemacht hast, zeigt mir, wie treu du zu deiner Familie stehst. Du hättest dir ja auch jeden anderen Mann angeln können, egal ob einen Arbeiter oder einen Millionär, und hättest bei jedem gute Chancen gehabt. 11 Okay, meine Liebe, entspann dich! Ich mach alles, was du willst. Jeder in der Stadt hat auch schon lange mitbekommen, was für ein fittes Mädel du bist. 12 Mir fällt bloß gerade noch eine Sache ein, die vielleicht ein Problem werden könnte: Schon richtig, dass dein Mann mit mir verwandt war und ich dir helfen muss. Trotzdem: Wenn ich richtig liege, gibt es da noch jemanden, der sogar näher mit ihm verwandt ist als ich. Der hat eigentlich Vorfahrt und muss zuerst gefragt werden. 13 Penn erst mal eine Nacht hier. Ich werde den Mann morgen anrufen und ihn fragen, ob er seine Pflicht, die er dem Gesetz nach hat, erfüllen will oder ob er sie lieber mir abtritt. Sonst werde ich das übernehmen. Das schwör ich dir bei Gott. Aber bleib erst mal bis morgen hier!“ 14 Rut blieb dann bis zum nächsten Morgen am Fußende in seinem Bett. Aber bevor die ersten Angestellten kamen, stand sie auf. Boas hatte nämlich gesagt, es wäre keine so gute Idee, wenn jeder mitkriegen würde, dass eine Frau in der Nacht bei ihm übernachtet hatte. 15 Zum Abschied sagte er zu ihr: „Gib mal bitte deinen Rucksack her!“ Dann füllte er das ganze Teil mit Weizenkörnern, 25 Kilo. Er half ihr noch, den Rucksack zu schultern, und ging dann in die Stadt. 16 Als sie nach Hause kam, fragte ihre Schwiegermutter sofort: „Na, wie ist es gelaufen?“ Rut erzählte ihr die ganze Geschichte, alles was Boas für sie getan hatte und so. 17 „Und dann hat er auch noch meinen Rucksack bis zum Rand mit Weizenkörnern vollgestopft!“, sagte sie am Ende zu ihr. „Er meinte, ich sollte doch nicht mit leeren Händen zu dir nach Hause kommen.“ 18 „Okay, dann bleib jetzt erst mal zu Hause und lass uns abwarten, wie die Sache weitergeht. Der Typ wird das Ding bestimmt heute noch regeln!“ 

VOLXBIBEL – Next Level
© 2023 Volxbibel-Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH
Max-Eyth-Straße 41, 71088 Holzgerlingen
volxbibel.de

Rut 3

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

Noomis Ratschlag für Rut

1 Ihre Schwiegermutter Noomi sagte zu ihr: Meine Tochter, ich möchte dafür sorgen, dass du einen Ort der Geborgenheit findest, wo es dir gut geht. 2 Nun ist ja Boas, bei dessen Mägden du warst, ein Verwandter von uns. Heute Abend worfelt er die Gerste auf der Tenne.[1] 3 Wasch dich, salbe dich und zieh dein Obergewand an, dann geh zur Tenne! Zeig dich aber dem Mann nicht, bis er fertig gegessen und getrunken hat. 4 Wenn er sich niederlegt, so merk dir den Ort, wo er sich hinlegt. Geh dann hin, deck den Platz zu seinen Füßen auf und leg dich dorthin! Er wird dir dann sagen, was du tun sollst. 5 Rut antwortete ihr: Alles, was du sagst, will ich tun. 6 Sie ging zur Tenne und tat genauso, wie ihre Schwiegermutter ihr aufgetragen hatte. 

Rut auf der Tenne des Boas

7 Als Boas gegessen und getrunken hatte und es ihm wohl zumute wurde, ging er hin, um sich neben dem Getreidehaufen schlafen zu legen. Nun trat sie leise heran, deckte den Platz zu seinen Füßen auf und legte sich nieder. 8 Um Mitternacht schrak der Mann auf, beugte sich vor und fand eine Frau zu seinen Füßen liegen. 9 Er fragte: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Rut, deine Magd. Breite doch den Saum deines Gewandes über deine Magd; denn du bist Löser.[2] (3Mo 25,25) 10 Da sagte er: Gesegnet bist du vom HERRN, meine Tochter. So zeigst du deine Güte noch schöner als zuvor; denn du bist nicht den jungen Männern, ob arm oder reich, nachgelaufen. 11 Jetzt aber, fürchte dich nicht, meine Tochter! Alles, was du sagst, will ich dir tun; denn jeder im Tor weiß, dass du eine tüchtige Frau bist. (Spr 31,10) 12 Gewiss, ich bin Löser, aber es gibt noch einen Löser, der näher verwandt ist als ich. (5Mo 25,5) 13 Bleib über Nacht, und wenn er dich dann am Morgen lösen will, gut, so mag er lösen. Wenn er dich aber nicht lösen will, so werde ich dich lösen, so wahr der HERR lebt. Bleib liegen bis zum Morgen! 14 Sie blieb zu seinen Füßen liegen bis zum Morgen. Doch noch ehe man einander erkennen konnte, stand sie auf. Denn Boas wollte nicht bekannt werden lassen, dass die Frau auf die Tenne gekommen war. 15 Er sagte zu ihr: Reich mir das Tuch, das du umgelegt hast! Sie hielt es hin und er füllte sechs Maß Gerste hinein und lud es ihr auf. Dann ging er zur Stadt. 16 Rut kam nun zu ihrer Schwiegermutter und diese fragte: Wie steht es, meine Tochter? Sie erzählte ihr, wie viel Gutes ihr der Mann erwiesen hatte, 17 und sagte: Diese sechs Maß Gerste hat er mir gegeben; denn er meinte: Du sollst nicht mit leeren Händen zu deiner Schwiegermutter kommen. 18 Noomi antwortete ihr: Warte ab, meine Tochter, bis du erfährst, wie die Sache ausgeht; denn der Mann wird nicht ruhen, ehe er noch heute die Sache erledigt hat. 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

www.bibelwerk.de