1Jetzt sagte Gott zu Mose:2„Richte mal deinen Leuten Folgendes von mir aus: Ich möchte, dass ihr heilig, also etwas Besonderes seid, darum lebt auch so. Ich bin euer Gott und ich bin auch heilig, ich bin etwas ganz Besonderes.3Ich möchte, dass jeder von euch Respekt vor seinen Eltern hat. Und ihr sollt euch am Sonntag mal entspannen und nicht arbeiten. Jetzt rede ich, Gott.4Macht nicht mit anderen Göttern rum! Ihr sollt euch auch keinen Plastikgott irgendwo hinstellen. Ich bin der Chef, ich bin euer Gott!5Wenn ihr ein Dankopfer durchzieht, dann macht das genau nach meinen Ansagen! Nur so finde ich das auch cool.6Das Fleisch von dem Dankopfer soll an dem Tag, an dem es geschlachtet wurde, auch gegessen werden. Einen Tag später geht auch noch okay. Aber am dritten Tag müsst ihr die Reste wegschmeißen und verbrennen. Solche Reste finde ich zum Kotzen.7Falls sich jemand nicht dran hält und trotzdem was davon isst, dann könnt ihr das ganze Opferritual vergessen, es ist mir nicht nur egal, ich finde es dann zum Kotzen.8Wenn einer doch was davon isst, hat er richtig Mist gebaut, er hat es dadurch in den Dreck gezogen. Es war doch ganz allein für Gott bestimmt! Darum muss er aus der Gemeinschaft rausgeschmissen werden.9Wenn ihr eure Felder aberntet, dann sollt ihr am Rand immer einen Streifen stehen lassen. Und ich möchte auch nicht, dass ihr danach noch einmal im Feld nach den Sachen sucht, die übersehen wurden.10Das Gleiche gilt auch für den Weinberg. Wenn da Trauben runtergefallen sind, dann lasst sie liegen. Die Reste sind nämlich für die Leute, die keine Kohle haben, für Bettler und Hartz-IV-Empfänger. Diese Ansage kommt von mir, Gott, eurem Gott.11Sachen klauen ist total uncool, lasst das sein! Rumlügen und Leute abzocken finde ich genauso ätzend.12Haut kein,Oh, ich schwöre bei Gott‘ raus, ohne dass ihr euch ganz sicher seid. Nachher war das Ding gelogen, und ihr habt meinen Namen lächerlich gemacht. Ich bin Gott!13Leute erpressen und beklauen soll es bei euch nicht geben. Wenn ihr Angestellte habt, dann zahlt denen auch pünktlich ihre Kohle aus.14Ihr sollt nicht über Leute ablästern, die hörgeschädigt sind. Der kann sich ja nicht dagegen wehren. Und wenn jemand nichts sehen kann, soll ihm auch keiner ein Bein stellen. Ich will Respekt von euch, ich bin Gott!15Wenn ihr mal jemand vor Gericht verklagen müsst, dann muss das unbedingt korrekt nach den Gesetzen abgehen. Keiner hat Sonderrechte, egal ob man viel oder wenig Kohle hat, in der Chefetage sitzt oder als Putzkraft arbeitet. Wenn einer von euch einen Job als Richter hat, soll er die Sachen immer ganz gerecht abgehen lassen. Gerechtigkeit ist die Latte, an der er messen muss.16Erzähle keinen Schwachsinn über Leute, die du kennst, und läster nicht rum. Ihr sollt auch nicht Menschen, die eurer Karriere im Weg stehen, mobben oder mit linken Mitteln aus dem Weg räumen. Ich bin Gott!17Wenn du einen Hals hast gegen einen aus der Familie, dann zieh dir das nicht zu lange rein. Quatsch dich mit dem aus; wenn du das nicht machst, bist du nicht korrekt für mich.18Rache geht schon mal überhaupt nicht, ich will nicht, dass du so drauf bist. Trage keinem seine Fehler hinterher. Liebe die Leute, die mit dir leben, genauso, wie du dich selber auch liebst! Ich bin Gott!“
Noch ein paar Ansagen für Gottes besondere Leute
19„Lebt genau so, wie ich es gesagt habe! Und wenn ihr Tiere habt, sollen die unterschiedlichen Arten nicht miteinander gekreuzt werden. Auf einem Feld sollen auch nicht die unterschiedlichen Pflanzen gemischt werden, zum Beispiel Getreide und Gurken. Und eure Klamotten sollten auch nur aus einem Material sein.20Wenn ein Chef mit einer seiner Angestellten Sex hat, die zwar einen Freund hat, aber noch nicht verheiratet ist, dann müssen die bestraft werden. Da drauf gibt es aber keine Todesstrafe, denn die Frau war ja irgendwie noch zu haben.21Der Mann muss dann ein männliches Schaf nehmen und für ein Wiedergutmach-Opfer an den Eingang vom besonderen Zelt bringen.22Wenn der Priester das Opferritual für ihn durchgezogen hat, geht die Sache in Ordnung. Ich verzeihe demjenigen seinen Mist, es ist okay.23Wenn ihr in dem Land, das ich euch geben werde, anfangt, Obstbäume anzupflanzen, dürft ihr die ersten drei Jahre nichts von den Früchten essen. Sie sind nicht okay, sie sind,unrein‘.24Dann im vierten Jahr sollen alle Früchte von den Bäumen mir geschenkt werden.25Ab dem fünften Jahr dürft ihr die ganzen Früchte verspachteln. Wenn ihr das so durchzieht, werden an euren Obstbäumen voll fett Früchte wachsen. Ich bin der Chef, ich bin Gott!26Ich will nicht, dass ihr Fleisch esst, das noch voller Blut ist. Und ihr sollt auch keine Horoskope lesen oder zu den Handlesern und Kartenlegern gehen. Okkultismus und Wahrsagerei sind ätzend!27-28Wenn bei euch jemand gestorben ist, dann könnt ihr ruhig trauern. Aber ich will nicht, dass ihr dann so seltsame Rituale macht von den anderen Völkern, von den Leuten, die mich nicht kennen, also euch den Bart abschneidet oder euch ritzt oder wegen dem Toten euch ’ne Tätowierung stechen lasst. Nicht vergessen, ich bin Gott!29Wer seine Kinder auf den Strich schickt, ist unten durch. Wenn sich das rumspricht und andere das auch machen, würde mir das total wehtun.30Respekt vor dem Ruhetag, dem Sonntag, will ich bei euch sehen. Und verhaltet euch in dem besonderen Zelt anständig! Ich bin Gott!31Wenn ihr Fragen über eure Zukunft habt, sollt ihr damit nicht zu den Esoterikern gehen! Ich will auch nicht, dass ihr zu Geisterbeschwörern geht, die dann mit toten Menschen labern, das geht gar nicht! Wer das macht, ist nicht in Ordnung, er ist,unrein‘. Ich bin der Chef, euer Gott!32Wenn ihr irgendwo einen Opa oder eine Oma mit grauen Haaren trefft, sollt ihr Respekt vor denen haben. Ihr dürft die nicht verarschen. Und habt Respekt vor eurem Gott. Dieser Gott bin ich!33Ausländer, die bei euch leben, sollen nicht unterdrückt oder beleidigt werden.34Ihr sollt mit denen so umgehen, wie ihr mit euren eigenen Leuten auch umgeht. Ihr sollt die Ausländer, die bei euch leben, sogar so lieben, wie ihr euch selber auch liebt. Nicht vergessen: Ihr wart auch viele Jahre Ausländer, als ihr noch in Ägypten gewohnt habt! Ich bin der Chef, ich bin Gott!35-36Jemanden abzocken ist nicht okay. Wenn ihr Sachen verkauft, dann muss eure Waage richtig funktionieren, und alle Ansagen sollen auch stimmen. Ich bin der Chef, euer Gott! Ich hab euch aus Ägypten rausgeholt!37Lebt nach meinen Ansagen, richtet euer Leben nach meinen Gesetzen aus. Nicht vergessen Leute: Ich bin Gott!“
Soziale, liturgische und ethische Einzelbestimmungen
1Der HERR sprach zu Mose:2Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig. (3Mo 11,44; 3Mo 20,7; 1Petr 1,15)3Jeder von euch soll Mutter und Vater fürchten und auf meine Sabbate achten; ich bin der HERR, euer Gott. (2Mo 20,8; 2Mo 20,12; 2Mo 31,12; 2Mo 35,2; 3Mo 19,30; 3Mo 23,3; 3Mo 26,2; 5Mo 5,12; 5Mo 5,16)4Ihr sollt euch nicht anderen Göttern zuwenden und euch nicht Götterbilder aus Metall gießen; ich bin der HERR, euer Gott. (2Mo 20,4; 2Mo 20,23; 3Mo 26,1; 5Mo 5,8)5Wenn ihr für den HERRN ein Heilsopfer schlachtet, opfert es so, dass ihr Wohlgefallen vor Gott findet. (3Mo 7,16)6An dem Tag, an dem ihr es schlachtet, und am folgenden Tag soll es gegessen werden; was davon am dritten Tag noch übrig ist, soll im Feuer verbrannt werden.7Isst man davon am dritten Tag, so ist es verfallen und findet kein Wohlgefallen mehr.8Wer davon isst, muss die Folgen seiner Schuld tragen; denn er hat die Heiligkeit des HERRN entweiht. Diese Person wird aus ihrer Geschlechterfolge ausgemerzt werden.9Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du das Feld nicht bis zum äußersten Rand abernten. Du sollst keine Nachlese von deiner Ernte halten. (3Mo 23,22; 5Mo 24,19)10In deinem Weinberg sollst du keine Nachlese halten und die abgefallenen Beeren nicht einsammeln. Du sollst sie dem Armen und dem Fremden überlassen. Ich bin der HERR, euer Gott.11Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen. (2Mo 20,15; 5Mo 5,19)12Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR. (2Mo 20,7; 3Mo 5,22; 5Mo 5,11)13Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben. (5Mo 24,15; Jer 22,13; Hes 22,29; Mt 20,8)14Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR. (5Mo 27,18)15Ihr sollt beim Rechtsentscheid kein Unrecht begehen. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Mitbürger richten. (2Mo 23,3)16Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Blut deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR. (Ps 15,3)17Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Mitbürger zurecht, so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden. (Mt 18,15; 2Thess 3,15; 1Joh 3,15)18An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.[1] (3Mo 19,33; Mt 5,43; Mt 22,39; Mk 12,31; Lk 6,27; Lk 10,27; Röm 12,19; Röm 13,9; Gal 5,14; Jak 2,8)19Ihr sollt meine Satzungen bewahren: Unter deinem Vieh sollst du nicht zwei Tiere verschiedener Art sich begatten lassen. Dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Arten besäen. Du sollst kein aus zweierlei Fäden gewebtes Kleid anlegen. (5Mo 22,9)20Wohnt ein Mann einer Frau bei, die einem andern Mann als Sklavin zur Nebenfrau bestimmt ist und die weder losgekauft noch freigelassen ist, dann sollen die Ansprüche untersucht werden; sterben sollen sie nicht, da sie nicht freigelassen war. (2Mo 21,7)21Er soll als sein Schuldopfer für den HERRN einen Widder zum Eingang des Offenbarungszeltes bringen.22Mit diesem Widder soll der Priester für ihn vor dem HERRN von der begangenen Sünde Versöhnung erwirken; so wird ihm die Sünde, die er begangen hat, vergeben.23Wenn ihr in das Land kommt und einen Fruchtbaum pflanzt, sollt ihr seine Früchte behandeln, als ob sie seine Vorhaut wären. Drei Jahre lang sollen sie für euch etwas Unbeschnittenes sein. Sie sind nicht zum Essen bestimmt.24Im vierten Jahr sollen alle Früchte als Festgabe für den HERRN geheiligt sein.25Erst im fünften Jahr dürft ihr die Früchte essen und den Ertrag für euch ernten. Ich bin der HERR, euer Gott.26Ihr sollt nichts mit Blut essen. Wahrsagerei und Hellseherei sollt ihr nicht treiben. (1Mo 9,4; 3Mo 3,17; 3Mo 7,26; 3Mo 17,10; 5Mo 12,23; 5Mo 18,10; 2Kön 17,17)27Ihr sollt euer Kopfhaar nicht rundum abschneiden. Du sollst deinen Bart nicht stutzen. (3Mo 21,5)28Für einen Toten dürft ihr keine Einschnitte auf eurem Körper anbringen und ihr dürft euch keine Zeichen einritzen lassen. Ich bin der HERR. (5Mo 14,1)29Entweih nicht deine Tochter, indem du sie als Hure preisgibst, damit das Land nicht der Hurerei verfällt und voller Blutschande wird!30Ihr sollt auf meine Sabbate achten und mein Heiligtum fürchten. Ich bin der HERR. (3Mo 19,3; 3Mo 23,3; 3Mo 26,2)31Wendet euch nicht an die Totenbeschwörer und sucht nicht die Wahrsager auf; sie verunreinigen euch. Ich bin der HERR, euer Gott. (3Mo 20,6)32Du sollst vor grauem Haar aufstehen, das Ansehen eines Greises ehren und deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR. (1Tim 5,1)33Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. (2Mo 22,20; 2Mo 23,9; 3Mo 19,18; 5Mo 10,18; 5Mo 24,17; Jer 7,6)34Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.35Ihr sollt kein Unrecht begehen beim Rechtsentscheid, mit Längenmaß, Gewicht und Hohlmaß. (5Mo 25,13; Spr 11,1; Spr 16,11)36Eure Waagen müssen stimmen, eure Gewichtsteine, euer Efa und euer Hin müssen stimmen. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat.37Ihr sollt alle meine Satzungen und alle meine Rechtsentscheide bewahren und sie befolgen. Ich bin der HERR.